Kann das aus eigener Erfahrung, vor 30 Jahren, mitfühlen
Ich dürfte davon einiges kennen, da familiäre Wurzeln auf dem Balkan. Da ging der Krieg 4 Jahre, nicht nur unpersönlich am TV, sondern persönliche Betroffenheit da ich die Menschen und Orte dort kannte.
Neben meinem damaligen humanitären Engagement (Hilsfgüter sammeln, abholen, verpacken, dual use Güter besorgen, Behördengänge erledigen...) hatten wir Flüchtlinge in unserer Wohnung, auf eigene Kosten, aufgenommen. War dann halt für eine längere Zeit etwas beengt, wenn wir zu dritt im Zimmer schliefen (mehr Platz gabs in meinem Zimmer nicht).
Jeder Krieg ist schlimm, aber der auf den Balkan wurde nicht zwischen 'Brüdervölkern' geführt, da gab's offene Rechnungen mit viel Hass und Wut. Das war eine ganz andere Nummer, es ging von Anfang an um Erorberung, Vertreibung und Vernichtung. Hochgerechnet auf die heutigen ukrainischen Verhältnisse, mit täglichen Todeszahlen über 200 Toten pro Tag, dann das noch 4 Jahre lang.
Damals war das Umfeld im Deutschland auch nicht so friedlich wie heute, da brannte dann schon die ein oder andere Flüchtlingsunterkunft....
Die Politiker hätten sich auch zu Beginn auf einen Frieden verständigen können, nein, denn das Kriegsergebniss ist nicht so gross anders als es mit einem friedlichen Kompromiss hätte auch erreicht werden können. So ist eben leider die reale Welt. Das habe ich 1991-1995 gelernt und akzeptiert.