Warum geht Putin in der Ukraine so zögerlich vor?
Ich habe einen Verdacht, der sich langsam immer mehr verdichtet.
Ja, die Schonung der Zivilbevölkerung kann ein Grund sein, um langfristig mit den Ukrainern klar zu kommen.
Doch hier geht es um mehr – wie wir alle wissen.
Das hysterische Geschrei des Westens, daß bei den viel mehr Tote fordernden Kriegen der Amis in den letzten Jahrzehnten ausblieb, indiziert schon einmal die Richtung.
Auch die aktuellen Sanktionen gegen Russland sind beispiellos.
Da laufen Ansagen, wie die vom Bundes-Gaukler, nur noch unter schräger Satire.
Nachdem ich nun in den letzten Tagen viele Artikel auf goldseiten.de und anderswo las, erahne ich was der Zar vorhat.
Er testet den Westen, er lotet den Spielraum aus und scheint gerade die Bazooka scharf zu machen.
Das ist nicht das russische Nuklear-Arsenal, sondern das ist die Rohstoff-Peitsche, die nun auf den Werte-Westen nieder saust.
Als Rache auf die jüngsten Sanktionen des Westens, bereitet Russland einen Exportstopp von Rohstoffen vor.
Das Russische Kabinett soll bis Donnerstag (morgen) eine Liste mit Rohstoffen, Metallen und Ländern vorlegen, die Gegenstand des Banns sind.
Aus der Anweisung von Putin geht bislang nicht hervor, welche Rohstoffe und Länder spezifisch betroffen sind. Die Vereinigten Staaten wollen zwar kein Öl aus Russland importieren, doch das russische Uran will man weiterhin beziehen. Bekanntlich bezieht jeder fünfte US-Haushalt Atomstrom und dieser entspricht rund 55 Prozent der CO2-freien Stromversorgung in den Vereinigten Staaten. Eines will die Biden-Regierung um jeden Preis vermeiden: dass in den USA die Lichter ausgehen!
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Dass Deutschland unabhängig von russischer Energie wird, ist eine mathematische Unmöglichkeit. Denn der Anteil russischer Gasimporte liegt bei 55 Prozent, bei Rohöleinfuhren bei rund 35 Prozent und bei Kohle bei etwa 50 Prozent.
Ein Lieferstopp hätte dramatische Konsequenzen für Industrie, Verbraucher und würde einen nie da gewesenen Rezessionsschock auslösen.
Quelle: https://www.goldseiten.de/artikel/531014--Dringend~-Stoppt-Putin-den-Uran-Export.html
Und Putin scheint bei dieser Strategie nicht allein.
China, Indien, der Iran, die Saudis usw. folgen dem Lügen-Imperium nicht mehr.
Selbst die Polen haben mit ihrem genialen Schachzug die Amis herausgefordert.
Repo-Guru Poszar warnt schon länger vor dem Um- oder Zusammenbruch.
"Wir sind Zeugen der Entstehung von Bretton Woods III – einer neuen Welt(währungs)ordnung, in deren Mittelpunkt rohstoffbasierte Währungen im Osten stehen, die wahrscheinlich das Eurodollar-System schwächen und auch zu inflationären Kräften im Westen beitragen werden.
Eine Krise bahnt sich an. Eine Krise der Rohstoffe. Rohstoffe sind Sicherheiten, und Sicherheiten sind Geld, und in dieser Krise geht es um die zunehmende Attraktivität von externem Geld gegenüber internem Geld."
Die erste Bretton-Woods-Ära, war laut dem Experten durch Gold gedeckt,
Bretton Woods II durch internes Geld (im Wesentlichen US-Staatspapiere).
Das nun folgende Bretton Woods III werde indes durch externes Geld gedeckt sein (Gold und andere Rohstoffe).
Die Fundamente von Bretton Woods II begannen laut Pozsar vor einer Woche zu bröckeln, als die G7 Russlands Devisenreserven nach dessen Einmarsch in die Ukraine beschlagnahmten.
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China habe nun zwei Möglichkeiten: Entweder verkaufe die Zentralbank Staatsanleihen, um russische Rohstoffe zu kaufen, oder sie betreibe ihre eigene quantitative Lockerung, drucke also Renminbi, um russische Rohstoffe zu kaufen. Beide Szenarien dürften eine höhere Inflation im Westen bedeuten.
Quelle: https://www.goldseiten.de/artikel/531081--Credit-Suisse-Stratege~-Neue-Weltwaehrungsord...
Es dürfte bald gewaltige Kursbewegungen geben, die so mancher Marktteilnehmer nicht mehr überlebt.
mfG
nereus

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