Der "freie" Devisenverkehr 2022
Der technische Fortschritt im Bankensektor macht ja alles einfacher, dennoch bleiben Überweisungen in andere Währungen ein Glücksspiel.
Klassisch
Man beauftragt seine Hausbank mit der Zahlung von 10.000 Remnimbi oder Singapur Dollar oder egal.
Sie nimmt den Auftrag entgegen, verrät Dir aber nicht den Kurs, den erfährst Du erst hinterher, da die Überweisungsorder, die ja immer auch den Kauf von Devisen beinhaltet, erst mit dem Kauf anderntags ermittelt werden kann.
Den Devisenkurs setzt Deine Hausbank fest, wobei sie sich an die internationalen Kurse "orientiert", sprich mit gehörigen Aufschlägen versieht. Dazu kommen dann noch die Gebühren Deiner Hausbank, dazu noch evtl. Gebühren etwaiger involvierter Korrespondenzbanken, dazu evtl. noch Gebühren der Empfängerbank.
Die Dauer der Überweisung entzieht sich der Kenntnis der Hausbank, als ich noch in den 90ern viel überwies, musste ich umständliche Formulare ausfüllen und wurde darauf hingewiesen, dass die Haftung der Bank dann ende, wenn das Geld "weg" ist. Viel Spass beim Nachforschen in den Zielländern (jede Überweisung ist aber gutgegangen)
Bestimmte Neo-banken versprechen Abhilfe.
Revolut und WISE (früher Transferwise).
Mit US-Dollar und Zloty (schon ausprobiert) klappt das auch hervorragend. In der App wechselt der Kurs tatsächlich sekündlich, da er in Echtzeit die "internationalen" Kurse abbildet und zu denen auch tauscht (tatsächlich besser als in Wechselstuben und besser als die Kurse von MasterCard und VISA)
Jetzt dachte ich, ich tausche mal spaßeshalber in russische Rubel.
Was sagt WISE "We have temporarly stopped transfers in RUB"
Was sagt Revolut? Gar nichts, dafür geben die für 1 Euro lediglich 103,7 Rubel während der Kurs mittlerweile bei 147 Rubel steht.
Hat einer eine Idee, was man machen kann?
Und ich dachte, ich könnte mich mal eben reich spekulieren. Kehrt wieder Frieden ein, erholt sich der Kurs, schafft die Nato den Krieg, wird der Rubel zumindest für eine kurze Zeit bei uns mal gesetzliches Zahlungsmittel 