Eine Tatsache, die in Rumänien bekannt ist

helmut-1, Siebenbürgen, Montag, 07.03.2022, 07:32 (vor 1588 Tagen) @ Manuel H.1862 Views
bearbeitet von helmut-1, Montag, 07.03.2022, 07:43

Seit längerer Zeit wird dagegen vorgegangen, und zwar von mehreren Seiten. Es gibt die Aktivisten, die die Holzeinschläge vor Ort beobachten und melden. Die werden natürlich angefeindet und wurden auch schon manchmal krankenhausreif geschlagen.

Dazu gibt es die Aktivisten, die den Transporten, wenn sie auf den Weg gebracht sind, das Leben schwer machen. Auf einem Parkplatz, wenn der Fahrer zum Pinkeln ist, das Ventil im Reifen öffnen, z.B. Ist aber gefährlich. Merkt das der Fahrer nicht gleich, dann wird der Reifen während der Fahrt weich, das Gefährt instabil und könnte auf ein unbeteiligtes Auto kippen. Der Schwerpunkt liegt bei den Holztransporten immer ziemlich hoch.

Diese Fahrzeuge, zumal sie meistens überladen sind, werden nun verstärkt von der Verkehrspolizei kontrolliert. Aber die haben ein Problem. Wenn der Fahrer offizielle Papiere vorweisen kann, dann sind sie machtlos. Auch dann, wenn diese Papiere von irgendeiner Forstverwaltung "gekauft" sind. Man kann das im Rahmen einer Verkehrskontrolle nicht nachprüfen. Aber die engagierten Polizisten tun ihr Möglichstes, um diese Kontrollen auszudehnen, sich an Kleinigkeiten aufzugeilen und die Fahrt dadurch zu verzögern. Mit dem Zweck, die Fahrer resp. die Transportunternehmer zu vergrämen.

Stellt sich eine Illegalität heraus, erfolgt eine horrende Geldstrafe, und das Transportfahrzeug, also der Laster einschl. des Holzes, wird vom Staat konfisziert. Der Forstbeamte, der illegal eine Bescheinigung ausgestellt hat, sieht dann einem Strafverfahren entgegen.

Wenn etwas hilft, dann ist das der Boykott von IKEA. Aber da macht kaum einer mit.

Übrigens, IKEA holzt nicht nur in Rumänien ab, auch in der Ukraine, insbesondere in der Südukraine, also der ukrainischen Bukowina.

Es ist aber auch sehr schwer, als vor Ort Lebender, so wie ich, diese Maßnahmen zu unterstützen. Das, was IKEA da an Raubbau betreibt, besonders in den Naturschutzreservaten, das ist kriminell. Aber alle Holztransporte in negativem Licht zu betrachten , -das geht auch nicht. Was macht dann der einfache Schreiner, der ein paar Eichenbretter benötigt, um für einen rumänischen Kunden einen Schrank zu bauen? Womit bauen dann die Häuslesbauer in Rumänien ihren Dachstuhl?


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