Link - Ukraine: Bodenreform ermöglicht Kauf von Agrarland ab Juli 2021

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Dienstag, 01.03.2022, 21:34 vor 1436 Tagen 2477 Views

Liebe Foristen,

nachdem ich las, dass der Menschenfreund und Menschenveredler Bill Gates große Teile US-amerikanischer Landwirtschaftsflächen gekauft hat, bin ich irgendwann über diesen Artikel gestolpert:

https://www.wko.at/service/aussenwirtschaft/ukraine-bodenreform-landkauf.html

Jetzt ist's aus mit dem Verscheuern der heimischen Scholle! [[top]] [[nono]]

Solange dort produziert wird, wird das geplante Szenario "Nahrungsmittelknappheit" vielleicht schwieriger zu realisieren.

Wem gehört eigentlich die Hildesheimer Börde?
Von Agrar habe ich keine Ahnung!

Die Ölfördertürme, etwa 10km von hier entfernt, gehören übrigen Suez.

Gruß
paranoia

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Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Hast Du den Text gelesen? (OT)

XERXES @, Dienstag, 01.03.2022, 23:00 vor 1436 Tagen @ paranoia 1190 Views

...

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“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

Ja. (oT)

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Dienstag, 01.03.2022, 23:52 vor 1436 Tagen @ XERXES 1121 Views

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Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Gesetz gilt nur für wen?...(OT)

XERXES @, Dienstag, 01.03.2022, 23:58 vor 1436 Tagen @ paranoia 1191 Views

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“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

Das ist aus meiner Sicht ein enorm wichtiger Punkt. (mT)

DT @, Mittwoch, 02.03.2022, 06:59 vor 1436 Tagen @ paranoia 1508 Views

bearbeitet von DT, Mittwoch, 02.03.2022, 07:08

Denn große landwirtschaftliche Betriebe sind in den letzten 10-20 Jahren dort entstanden:

https://www.youtube.com/watch?v=9i2M7M5K49Q

https://www.youtube.com/watch?v=oh_bfNh4SyI

Claas, Fendt, Jon Deere (man schaue sich den Aktienkurs an) & Co verdienen prächtig daran.

Die Hildesheimer Börde ist in Hand der Bauern, denn in Deutschland gilt (zumindest im Westen) nach wie vor der Grundsatz: "Bauernland in Bauernhand". Selbst ein Bauer, der an Kinder verkaufen möchte, die keine Bauern sind, muß einen Antrag bei der lokalen Kreisverwaltung stellen, und eventuelle Bauern im Ort haben Vorkaufsrecht.

Typischerweise in Norddeutschland haben die Bauern auf den Höfen die Felder drumrum, da aufgrund des Vorrechts des ältesten Sohns, den Hof zu übernehmen (Höferolle), die Höfe und Flächen nicht geteilt wurden über die Jahrhunderte, anders als in Süddeutschland, als die Höfe durch mehrere Söhne immer kleiner wurden.

Aus meiner entfernteren Verwandschaft gibt es immer noch eine Familie in der Nähe von Hildesheim, die ihren Hof (Familien-Stammsitz) dort mit seit mehreren Jahrhunderten erklecklicher Größe auf mehreren Dutzend Hektar betreibt, und durch das Höfesterben auch dort (viele arbeiten lieber bei Bosch etc.) ist der Hof eher noch gewachsen.

In Thüringen jedoch hat sogar der Chef der Bauernvereinigung Land aus seiner LPG an die Familie Albrecht verkauft.

https://www.agrarheute.com/management/betriebsfuehrung/ex-bauernpraesident-kliem-verkau...

Dort schlagen die Land Grabber zu.

Ein weiterer Nebeneffekt: starke Verteuerung der Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Der Weizenpreis, der auch schon vor dem Krieg auf Höchststand war (30 EUR die Dezitonne) hat nochmal einen Sprung auf über 34 EUR gemacht:
https://www.raiffeisen.com/markt/telegramm/produkt/euronext/weizen/index.html

So richtig können sich die Bauern nicht freuen, denn Diesel, Dünger, etc. ist extrem teuer geworden, so daß die Weizenausfälle aus der Ukraine mit ihren 10% Verteuerung die Kosten nicht decken können.

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