Kritische Frage zum Artikel.
Woher kommt überhaupt die Behauptung, dass der russischen Armee der Nachschub fehlt?
Weil irgendwer auf YouTube ein kurzes Video hochgeladen hat, auf dem ein einzelner Panzer, der am Straßenrand steht, zu sehen ist und der Uploader dazu schrieb "Kein Sprit mehr", obwohl nicht einmal klar ist ob das überhaupt ein Panzer aus dem aktuellen UA-Konflikt ist (und nicht vielleicht aus dem Armenien/Aserbaidschan-Konflikt, Georgien, Syrien etc.)?
Oder woher kommt diese Behauptung?
Und weiterhin ist die Ukraine doch ein Sonderfall und mit anderen kriegerischen Auseinandersetzungen nicht zu vergleichen.
Russland und viele Ukrainer sehen sich als Brudervolk und es ist doch klar, dass man in solch einem Land dann nicht brutalst-möglich, sondern vorsichtig und besonnen, vorgeht.
Und dass man viele Städte einfach umgeht, hat nicht nur wieder etwas mit "Brudervolk" zu tun, sondern man schneidet den militärischen Gegnern in dieser Stadt einfach die Nachschubwege ab und macht ihnen dann, eine Woche später, ein Angebot, die Waffen niederzulegen und öffnet einen humanitären Korridor, was doch der klügste und sanfteste Weg überhaupt ist, besonders DANN wenn man die Zivilbevölkerung nicht gegen sich aufbringen will, sondern ihr zeigen will, dass man eine vernünftige Alternative darstellt.
Oder sehe ich das falsch?
Der IST-Zustand ist doch jetzt, dass Kiev und auch Charkiw komplett umstellt sind und die russische Armee nur wenige Kilometer vor Mariupol steht (und DAS alles am Tag Nr. 5).
Wer und warum kommt da auf die Idee zu behaupten, dass da irgendwas "schief gegangen ist" und die Russen "kopflos agieren"?
Das kann ich persönlich nicht sehen.
Und wenn man sich als "Offizier" ausgibt, hat man eine Spezialausbildung hinter sich, und zu hundert Prozent lernt man dort auch, dass man Bildern/Informationen aus fragwürdigen Quellen nicht vertrauen darf und daraus schon gar keine glaubhaften Analysen erstellen kann.
Aber sämtliche "Videoschnipsel und Frontinformationen aus dem Internet" sind "fragwürdige Quellen" und daher bezweifele ich diese "Analyse".
Oder bin ich da zu überkritisch?
Und zu Hadmuts Aussagen zu Putins angeblichen "Drogenmißbrauch" fällt mir ehrlich gesagt nichts mehr ein.
Gruß
Steppke