Ein längerer Konflikt könnte im Herbst zu einem Mangel an Brot führen?

Mirko, Česko, Mittwoch, 23.02.2022, 21:24 vor 1443 Tagen 3642 Views

Zitat:

Die Ukraine produziert Weizen, Gerste und Roggen, auf die ein Großteil Europas angewiesen ist. Laut Analysten ist es auch ein großer Produzent von Mais. "Obwohl es noch einige Monate bis zur Erntezeit gibt, könnte ein längerer Konflikt im Herbst zu einem Mangel an Brot führen und damit die Verbraucherpreise erhöhen", sagte Holland.

Darüber hinaus könnte eine mögliche Unterbrechung der Erdgasversorgung aus Russland die Produktion von energieintensiven Produkten wie Düngemitteln beeinträchtigen. Dies wäre ein weiterer Schlag für die Landwirtschaft.

Quelle: https://www.seznamzpravy.cz/clanek/ekonomika-finance-byznys-komodity-dluhopisy-nejde-je...

Ich stellte vor Monaten die Frage: Kommt der Hunger zurück nach Europa?

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Gesunde Menschen zu schädigen, um die Gesundheit der Schwächsten zu erhalten, ist eine Entscheidung der rückständigen Logik.

Hunger durchaus möglich

sensortimecom ⌂ @, Mittwoch, 23.02.2022, 21:34 vor 1443 Tagen @ Mirko 2948 Views

bearbeitet von sensortimecom, Mittwoch, 23.02.2022, 21:51

Allein schon deshalb, weil ein grosser Teil der europ. Bevölkerung durch die (im Kriegsfall galoppierende) Teuerung gar nicht mehr in der Lage ist, sich ordentlich zu ernähren.

(In weiser Voraussicht hat die EU bekanntlich bereits im Vorjahr die Vermarktung und den Verzehr von Mehlwürmern genehmigt:-) )

Wenn der Konflikt nicht nur auf die Ukraine, sondern auch auf weitere Länder übergreift, wird Europa zu einem Armenhaus, das auf Hilfe und die Caritas der Dritten Welt angewiesen sein wird. Das werden die wirtschaftlichen Nutzniesser sein. Afrika zb.... die werden jubeln. Dort wird investiert werden wie nie zuvor :-)

Vielleicht erklärt das den Idioten hier in Europa noch jemand, die den Kampf mit RU aufnehmen und den Kontinent in die Katastrophe treiben wollen.

Was wird dann aus den ganzen Gästen, die nach wie vor nach Deutschland strömen - in Erwartung eines Landes, wo Milch und Honig fließen?

Plancius @, Mittwoch, 23.02.2022, 22:02 vor 1443 Tagen @ sensortimecom 2649 Views

Wegen Corona und dem Ukraine-Konflikt liegt der Focus nun schon seit 2 Jahren nicht mehr auf dem Migrationsproblem. Im Windschatten der Tagespolitik läuft jedoch die Einwanderung in die deutschen Sozialsysteme im jährlichen Umfang einer Großstadt munter weiter.

Die Zuwanderung scheint wieder an Fahrt aufgenommen haben. Das ist daran zu merken, dass mittlerweile auch wieder unsere mecklenburgischen Kleinstädte mit "Flüchtlingen" aufgefüllt werden. Die Ausmaße von 2016 sind noch nicht erreicht. Aber nachdem wir hier auf dem Lande einige Jahre Ruhe vor bereichernder Zuwanderung hatten, sind nun wieder zunehmend kulturfremde Einwanderer in unseren kleinen Städten anzutreffen.

Wir hoffen, dass sich die örtlichen Flüchtlingshelfer wieder um Wohnraum für ihre Schützlinge in Berlin, Hamburg, Dortmund oder Gelsenkirchen bemühen. Denn der überwiegende Teil der "Flüchtlinge" will zu seinesgleichen in die Großstädte und nutzt unsere Kleinstädte und Dörfer nur als mehrmonatigen Stützpunkt, um den Absprung in eine Großstadt zu organisieren. Das ist bisher unser Glück gewesen. Größere Städte im Bundesland, wie Rostock oder Schwerin sind aber auch schon in etlichen Stadtteilen an unsere Neubürger verloren.

Wie wir uns den ganzen Migrantenzirkus jedoch noch leisten können, wo doch Schmalhans bereits an die Tür klopft, kann mir niemand schlüssig erklären. Aber ehrlich gesagt, außer mir stellt hier auch niemand solche Fragen. Die Leute denken immer noch, sie leben im besten Deutschland aller Zeiten.

Gruß Plancius

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"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER

Ich wage an diese Dinge gar nicht zu denken.

sensortimecom ⌂ @, Mittwoch, 23.02.2022, 22:14 vor 1443 Tagen @ Plancius 2711 Views

Bitte sich mal vorzustellen, dass dann der ganze hungernde und vor dem Krieg flüchtende Osten Richtung Westen strömt. Was wir bislang an Migration hatten, das wäre der reinste Abendspaziergang von ein paar Gästen dagegen....

Dann kommen eben Schiffe

CalBaer @, Mittwoch, 23.02.2022, 22:00 vor 1443 Tagen @ Mirko 2729 Views

bearbeitet von CalBaer, Mittwoch, 23.02.2022, 22:03

Selbst die Sowjetunion musste Weizen und Mais aus den USA importieren. Russland ist heute weltgroesster Weizenexporteur.

...
Starting in the 1960s, the USSR was a net grain importer. For example, in 1963, it bought 10.4 million tons of grain and 2.1 million tons of flour from the U.S. Furthermore, the amount of imports gradually increased:

-in 1972, grain imports amounted to 23 million tons;

-in 1975, to 27 million tons;

-in 1979, to 31 million tons;

-in 1980, to 43 million tons.

The record-high amount of grain imports was recorded in 1985, when the USSR had to purchase 47 million tons.
...
According to FAO (the Food and Agriculture Organization of the United Nations), in 2019, Russia was the world’s biggest wheat exporter, selling almost 34.5 million tons.

https://www.rbth.com/business/332948-russia-leading-wheat-exporter

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Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Ein Schiff wird kommen ..

Mirko, Česko, Mittwoch, 23.02.2022, 22:43 vor 1443 Tagen @ CalBaer 2338 Views

Auch wenn die UdSSR damals alles importieren musste, war der Hunger gegenwärtig. Ich weiß es noch, als die Menschen aus PL alles an haltbares an Wurst gekauft haben (Salami). Meine Eltern haben für ein paar Kronen mehr, Zucker im Kinderwaagen geschmuggelt haben (es durfte nur 30-Mark getauscht werden).

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Gesunde Menschen zu schädigen, um die Gesundheit der Schwächsten zu erhalten, ist eine Entscheidung der rückständigen Logik.

Die reichen Länder werden den Weltmarkt leer kaufen

Joe68 @, Mittwoch, 23.02.2022, 22:25 vor 1443 Tagen @ Mirko 2422 Views

Dann wird im globalen Süden gehungert und gestorben. Wir wissen ja, laut Außenministerin Anna Lena ist kein Preis zu hoch, um die territoriale Integrität und Souveränität der Ukraine zu verteidigen. Das Sterben dient einem höheren Ziel, dem Werte Westen.

Aber hallo! Der Aufstieg Russlands zum weltweit größten Weizenexporteur: Bedeutung für den globalen Getreidehandel

Reffke @, Narragonien, Mittwoch, 23.02.2022, 22:34 vor 1443 Tagen @ Mirko 2486 Views

Hallo allerseits,

Rusland hat sich also gemausert!
Sehr interessant:
https://laender-analysen.de/russland-analysen/375/der-aufstieg-russlands-zum-weltweit-g...

LG Reffke

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Wer warnen will, den straft man mit Verachtung.
Die Dummheit wurde zur Epidemie.
So groß wie heute war die Zeit noch nie.
Ein Volk versinkt in geistiger Umnachtung.
Erich Kästner "Große Zeiten"

@Reffke, der Autor des Artikels hat vergessen ..

Mirko, Česko, Mittwoch, 23.02.2022, 23:29 vor 1443 Tagen @ Reffke 2238 Views

Das Russland in der jetzigen Situation, keine bunten Zettel aus Europa und der USA annimmt. Die wollen echte Hardware, auf zusagen, wird Russland nicht mehr eingehen! Die Grenzen in Europa werden neu gezogen werden müssen, so wie es Russland zugesagt wurde. Dem Russen ist es völlig egal, ob Europa eine kalte Bude hat oder es was zu Essen!

Der Bär wurde mehrfach aus seinem Winterschlaf geweckt und ist so richtig auf Krawall gebürstet!

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Gesunde Menschen zu schädigen, um die Gesundheit der Schwächsten zu erhalten, ist eine Entscheidung der rückständigen Logik.

Im Königsberger Gebiet ist es schon fast so weit, faktisch von der EU abgeriegelt

eesti @, Schwedt und Cranz(Ostpreußen), Donnerstag, 24.02.2022, 00:36 vor 1443 Tagen @ Mirko 2656 Views

Der Kaliningrader Wirtschaftsverband "Baltic Business Club" richtete einen offenen Brief an den Vorsitzenden der Regierung der Russischen Föderation Michail Mischustin. Unternehmer bitten um Hilfe, um die "extrem schwierige" Situation mit dem Transport von Waren an der Grenze zwischen Belarus und Litauen zu lösen. Dies ist geschrieben von "RBC-Kaliningrad".

"Im Zusammenhang mit der Verzögerung der Ladung gehen den Kaliningrader Unternehmen die Lagerbestände aus, die Förderer der kontinuierlichen Produktion werden gestoppt, und natürlich wird die Versorgung mit Rohstoffen und Materialien für die lokale Industrie gestoppt", heißt es in dem Appell.

Die Verfasser des Briefes betonen: Trotz der Tatsache, dass die regionalen Behörden ständig Fragen auf der Verkehrsagenda auf Bundesebene ansprechen, "hat die Situation der letzten Tage erneut gezeigt, dass die Lösung der identifizierten Probleme offensichtlich eine Beschleunigung erfordert, da die Verzögerung ihrer Lösung die Verkehrssicherheit der Region direkt bedroht".

Die Situation mit dem Warenverkehr an den internationalen Automobilgrenzpunkten von Belarus und Litauen hat sich seit mehr als zwei Wochen nicht verändert. Es gibt Tausende von Autos in der Schlange für die Inspektion. So zeigte am Morgen des 23. Februar nach Angaben des Staatlichen Grenzkomitees von Belarus die elektronische Warteschlange an den Einreisestellen nach Litauen insgesamt mehr als 2.010 Autos an. Kaliningrader Transportarbeiter können keine Waren an Kunden liefern, die Ausfallzeit einiger Lastwagen dauert länger als 12 Tage, während keine sanitären Bedingungen zur Verfügung stehen.

Laut dem Präsidenten des Baltic Business Club Alexander Krevsky trat das Problem mit Staus an den Grenzen der Nachbarstaaten vor einem Monat auf und hat sich in den letzten Tagen verschlimmert. Heute haben die Lager der Kaliningrader Unternehmen eine Rekordmenge an Produkten angesammelt, die in das Hauptgebiet Russlands exportiert werden müssen. Darüber hinaus werden Verträge über Lieferungen an bundesweite Netze und Unternehmen des Landes gestört.
...
Andere Wirtschaftsverbände der Region, darunter die Industrie- und Handelskammer Kaliningrad, beabsichtigen ebenfalls, in den kommenden Tagen an den Ministerpräsidenten der Russischen Föderation zu appellieren. Abgeordnete der Regionalduma beabsichtigen, die Staatsduma Russlands um Hilfe zu bitten. Zuvor hatten Unternehmer der Region an Gouverneur Anton Alikhanov mit dem Vorschlag appelliert, gemeinsam eine Lösung für das Problem zu finden.

Kaliningrader Einzelhändler erlaubten Lastwagen mit Lebensmitteln für die Region wegen Problemen an der litauisch-belarussischen Grenze einen Umweg. Die Lastwagen wurden wegen des Risikos verderblicher Waren durch Lettland geschickt. Vertreter der Einzelhandelskette warnten davor, dass sich dies auf die Kosten der Produkte auswirken könnte. Beim lettischen Zoll gab es jedoch Probleme mit der Software, wodurch der Warentransit komplizierter wurde.

Die regionalen Behörden erklärten, dass die Situation mit Warteschlangen mit der Migrationskrise an der Grenze zwischen Belarus und Polen und Änderungen im Zollsystem Litauens zusammenhängt.


Meine Frau sagt, es würden auch keine Russen und Weißrussen mehr durchgelassen, die keinen Doppelpaß oder Wohnsitz in der EU haben, aber da hat sie eventuell etwas mißverstanden, aber da das so rumgeistert, ist auch die Grenze für PKW faktisch ohne Frequenz. Mein Sohn kam jedenfalls vor wenigen Tagen noch problemlos rüber, der hat aber beide Pässe.

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MfG
LR

Alles ist ein Windhauch.

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