Du verwechselst Äpfel mit Birnen
Das, was Du da ansprichst, das ist die Krankenpflege. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass eine Krankenpflege im 24 Std. Modus geht. Ich meinte die häusliche 24 Std.Betreuung. Die hat mit Krankenpflege nichts zu tun.
Eine Krankenpflege setzt eine mehrjährige Berufsausbildung voraus, keine Unterweisung von 6 Wochen, wie das für die häusliche Betreuung vorgeschrieben ist. Allerdings ist die Verwendung des Wortes "Pflegerin" für diese Tätigkeit irreführend. Es müsste genauer heißen: "Betreuerin". Da geht es darum, dass im Haus, wo die älteren Personen leben, die man nicht mehr längere Zeit unbeaufsichtigt lassen kann, immer jemand anwesend ist, der sich auch um die Haushaltsführung, Hilfe beim An- und Auskleiden, Hilfe bei den täglichen Hygienemaßnahmen etc. kümmert. Klar kommt da bei bettlägerigen Leuten auch das Wechseln der Windel dazu, und auch andere Dinge.
Aber die medizinische Seite ist klar eingeschränkt. Nach Angabe des Arztes (der bei solchen Patienten auch periodisch nach Hause kommt) wird die Medikation verabreicht, medizinische Hilfsmittel agewendet (z.B. Thrombosestrümpfe anziehen), aber ein Verbandswechsel bei offenen Wunden ist schon Sache des medizinischen Dienstes, der dafür regelmäßig zu Hause erscheinen muss. Genauso darf eine Betreuerin kein Spritze oder Infusion verabreichen.
Bei Auffälligkeiten (z.B. nach Medikamentenwechsel bei Demenzkranken - Beobachtung einer aggressiven Verhaltensweise), muss der Arzt/medizinische Dienst und die Angehörigen darüber informiert werden. Irgendwelche Entscheidungen/Veränderungen wird die Betreuerin mit Sicherheit nicht vornehmen, weil sie dann in die Verantwortung und möglicherweise in den Regress kommt.
Sollte es tatsächlich auch 24Std.Krankenpflege geben, die zuhause stattfindet, was die absolute Ausnahme sein dürfte, dann kann ich dazu nichts sagen, da fehlen mir die Erfahrungen. Ich weiß nur, was sich in den Krankenhäusern in der Krankenpflege abspielt, weil das habe ich mit eigenen Augen gesehen. Und ich gehe davon aus, dass sich diese Zustände, nachdem sich die Krankenhäuser durch die Aussperrung der Angehörigen aufgrund Covid eine Tarnkappe übergezogen haben, nicht gebessert, sondern bedeutend verschlechtert haben.
Erst vor gar nicht langer Zeit wurde eine Bekannte mit Leberproblemen in ein Krankenhaus eingeliefert, und, als man nach fast zwei Wochen endlich einen Platz in einer Spezialklinik gefunden hatte und sie überführt wurde, stellte man dort Wasser in der Lunge fest. Der Zustand verschlechterte sich rapide und sie verstarb. Auch, wenn ich medizinisch nicht ausgebildet bin, so weiß ich doch, was man in dem vorangegangenen Krankenhaus in Sachen Pflege unterlassen hat, was zur Wasseransammlung in der Lunge geführt hat. Kann ja derzeit niemand kontrollieren.