Ein schönes Beispiel für Faktenbefreite (Fantasierte) Berichterstattung: lt. ARD-Tagesschau wurde beim Sturm ein Mann von einer 60 Meter hohen Eiche erschlagen!

XERXES @, Donnerstag, 17.02.2022, 20:15 vor 1449 Tagen 3771 Views

Internet: "Eichen erreichen eine Höhe von bis zu 35 m. Gut zu erkennen sind sie an ihrer weit verzweigten, ausladenden Baumkrone."

Handelte sich wohl um eine Rekord-Eiche!

[[la-ola]]

--
“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

Das ist korrekt. (mT)

DT @, Donnerstag, 17.02.2022, 21:27 vor 1449 Tagen @ XERXES 3141 Views

Die Ivenacker Eiche, die die größte und dickste in Deutschland ist, ist 35m hoch.
Ein Besuch lohnt sich, vor allem wenn man in der Nähe der Müritz oder in Waren ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Eichen_Europas_mit_einem_Stammumfang_ab_zehn_Me...

https://de.wikipedia.org/wiki/Ivenacker_Eichen

Die Ivenacker Eichen sind um die 1000 Jahre alt. Stammumfänge bis zu 11,35m sind zu finden.
Ein sehr schöner Baumwipfelpfad führt durch den Park.

[image]

Es stimmt, diese Propaganda-Praktikanten haben oft keine Ahnung mehr von dem, was sie schreiben. Wer möchte auch noch diesen prekären Beruf ergreifen und Propaganda-Hxxx werden? Deren Ansehen reiht sich wohl ein zwischen Immobilienmakler und Versicherungsvertreter.

https://www.glassdoor.de/job-listing/praktikant-mwd-dein-spiegel-spiegel-gruppe-JV_IC28...

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Irgendwie unglaubwürdig

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 19.02.2022, 06:00 vor 1448 Tagen @ XERXES 1444 Views

So bescheuert kann auch kein Reporter sein, obwohl ich bei diesem Berufsstand immer wieder feststelle, dass da viele unter ihnen den falschen Beruf ergriffen haben. Die wären besser als Märchenonkel oder Krimiautor besser beraten gewesen.

Da Du weder einen link, noch ein genaues Datum resp. eine Uhrzeit dieser ominösen Meldung gebracht hast, so vermute ich doch, dass Du Dich da verhört hast.

Bei 60 m müssten die das dann mit dem "Grizzly Giant" verwechselt haben, und der steht im Yosemite Nationalpark in den USA. Der hat so um die 60 m, oder vielleicht sogar drüber. Der soll angeblich älter sein als das Neue Testament in der Bibel. Da ich damals nicht gelebt habe, kann ich das nicht nachprüfen.

Generell gehören Bäume in dieser Höhe zu der Gruppe der Mammutbäume. Manche heißen auch "Urweltmammutbäume". Botanisch gehören sie zu den Sequoia-Gewächsen, in der großen Familie der Zypressengewächse zusamengefasst. Die Gattungsnamen sind Sequoia, Metasequoia und Sequoiadendendron. Nur einer aus dieser Gruppe ist laubabwerfend. Weiß nicht mehr, welcher, aber Dieter weiß das sicher und ich bin zu faul, nachzusehen.

Hab das deshalb so detailliert aufgeführt, weil in den USA da mehrere Exemplare in irgendwelchen Nationalparks herumstehen, die tatsächlich 60 m und auch noch mehr erreichen. In Europa gibts sowas nicht. Müsste man eigentlich auch als Reporter wissen, wenn man in Biologie in der Schule nicht permanent gefehlt hat. Deshalb glaube ich das nicht, dass die Kerle so was Bescheuertes kolportieren.

Evtl. Verwechslung? Im Text auf wetter.de ist die Rede von "60 cm dicke Eiche"...

HW71 @, Samstag, 19.02.2022, 10:21 vor 1447 Tagen @ helmut-1 1415 Views

Hallo Helmut,

ich habe gerade auch nochmal ein wenig gesucht. Es dürfte sich wahrscheinlich um diesen Vorfall hier handeln:

https://www.wetter.de/cms/sturmtief-ylenia-autofahrer-bei-bad-bevensen-niedersachsen-vo...

"Autofahrer bei Bad Bevensen von Baum erschlagen
17. Februar 2022 um 18:58 Uhr"


Am Ende des Textes findet sich folgende Information:

"... Eine gut 60cm dicke Eiche stürzte dabei auf den Pkw des 37-Jährigen. ..."

Der Artikel enthält auch ein Bild der Unfallstelle mit dem umgestürzten Baum:

[image]

Mammut-Bäume durfte ich mal in den USA (Redwood NP) bewundern - da ist (bzw. "war") dieses Exemplar hier tatsächlich noch etwas entfernt von... <img src=" />

Gruß, H.W.

Immer wieder passieren solche Unfälle, die aber vermeidbar sind

helmut-1 @, Siebenbürgen, Sonntag, 20.02.2022, 06:33 vor 1447 Tagen @ HW71 1417 Views

Dabei sind immer zwei Komponenten beteiligt: Der Wald und der Autofahrer.

Zum Wald:

Jetzt kommts darauf an, ob es sich um einen Staatsforst oder um einen Privatbesitz handelt. Fest steht, dass jeder Waldbesitzer (egal ob Staat oder privat) verpflichtet ist, periodisch (den genauen Intervall kenne ich nicht)den Baumbestand in der Nähe von öffentlichen Verkehrswegen auf bevorstehenden Windbruch zu überprüfen. Wenn dieser Baum bereits mehrere trockene Äste hat, und er wurde nicht rechtzeitig gefällt, wenn er in der Nähe der Straße steht, dann wirds für den Waldbesitzer resp. für den Beauftragten (Förster) gefährlich. Hier gehts nicht nur ums Zivile (Schadenersatz), sondern auch ums Strafrechtliche (fahrlässige Tötung).

Wenn der Förster bei einem Staatswald diese Vorsorge nicht getroffen hat, dann bleibt er alleine dran hängen. Der Staat ist der unsozialste Arbeitgeber, - er tritt in keinem Fall für seinen Bediensteten in die Haftung ein, sondern lässt diesen das alleine ausbaden. Nicht einmal Rechtshilfe bietet er seinen Angestellten an.

Es gibt ja auch die Möglichkeit, mit Kernbohrung den Zustand des Baumes festzustellen, wenn äußerlich keine Merkmale sind. Außer der mechanischen Methode gibt es mittlerweile auch andere:

https://iml-system.com/?gclid=EAIaIQobChMIzrj6qMKN9gIV18PVCh2ETQ4KEAAYASAAEgKWovD_BwE

Aber ein erfahrener Förster sieht auch an anderen Merkmalen, ob ein Baum sich bereits von dieser Welt verabschieden will, z.B. an übergroßen Fruchtbehang (bei der Eiche eben die Eicheln).

Beim Staatswald ist dann meistens folgendes zu beobachten: Die Feuerwehr schneidet den Baum in Stücke, und oft noch am selben Tag wird nicht nur das Unfallfahrzeug abtransportiert, sondern auch der Baum, und zwar komplett (also der gesamte Stamm und auch der Wurzelstrunk). Einmal habe ich gehört, dass man das mit "Sicherheitsaspekten" begründet hat, diese Eile. Für mich schon klar, denn wenn das "Corpus delicti" nicht mehr auffindbar ist, dann dient das der Sicherheit des Försters.

Dazu kommt ja die menschliche Seite: Welche Ehefrau besteht darauf, wenn sie gerade erfahren hat, dass ihr Mann von einem Baum erschlagen wurde, dass dieser Baum von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wird. Die meisten kennen ja die Hintergründe nicht, was da alles dran hängt.

Zum Autofahrer:
Zumal mir vor vielen Jahren auch schon ein Baum auf das Auto gekracht ist, aber nur auf die Motorhaube, und der Baum war nicht so schwer, bin ich da vorsichtig. Bei Sturmwarnung werde ich mit Sicherheit nicht auf Straßen fahren, die durch ein Waldgebiet gehen. Genauso gibts ja Unbelehrbare, die bei Sturm auch auf einen Waldspaziergang nicht verzichten wollen. Obwohl man meistens sogar über die Medien gewarnt wird, oder auch durch manchmal aufgestellte Tafeln am Beginn der Forstwege mit dem Hinweis, diese bei Sturmwarnung nicht zu betreten. Alles Dinge, die einem der normale Hausverstand sagen müsste.

So, nun denke ich, diese Hintergrundproblematik etwas beleuchtet zu haben.

Nicht ganz richtig

FOX-NEWS @, fair and balanced, Sonntag, 20.02.2022, 07:25 vor 1447 Tagen @ helmut-1 1394 Views

Generell gehören Bäume in dieser Höhe zu der Gruppe der Mammutbäume. Manche heißen auch "Urweltmammutbäume". Botanisch gehören sie zu den Sequoia-Gewächsen, in der großen Familie der Zypressengewächse zusamengefasst. Die Gattungsnamen sind Sequoia, Metasequoia und Sequoiadendendron.

In Australien gibt es Eukalyptus, der genau so groß wird - selber gesehen [[top]] - und in den Tropen Bäume, die das noch übertreffen.

Grüße

--
[image]

Afuera!

Da hast Du recht.

helmut-1 @, Siebenbürgen, Montag, 21.02.2022, 07:11 vor 1446 Tagen @ FOX-NEWS 1265 Views

Die Eukalyptus-Bäume in Australien habe ich unterschlagen. Aber außer Mammuts und Eukalyptus sind mir keine anderen Baumarten bekannt, - zumal Du von "Tropen" sprichst - , die so groß werden.

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