die Frage ist nicht der Journalist selbst, sondern der notwendige Pluralismus
Es ist das Wesen des Menschen und dem können sich auch Journalisten nicht entziehen, was du hier skizzierst. Vermutlich gab es schon bei den alten Römern und Griechen auch solche "Berichterstatter". Mit dem Buchdruck wurde das dann ein Massenphänomen und bereits im 30-jährigem Krieg gab es Pamphlete mit teils drastischen Inhalten.
Daher ist nicht in der Art des Journalisten etwas zu bewegen, weil es diesen idealen Menschen nicht gibt. Das, was etwas korrigierend wirken kann, das ist der Pluralismus, die Vielfalt der Meinungen. Wenn unterschiedliche Personen unabhängig von etwas berichten, beschreiben und mitteilen, dann hat man einen Vergleich, ein Korrektiv und kann dann besser beurteilen.
Genau das aber ist heute dahin. Die zentralen Organe von Reuthers, DPA, AP ... (https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Nachrichtenagenturen) sortieren oft die Meldungen aus, so dass von den möglichen Quellen nur wenige überhaupt zitiert sind. Dort ist oft vorausgewählt und bereits zensiert.
Die Journale selbst sind abhängig von Werbung, Finanzierung ... und daher auch längst hier eingeschränkt. Zudem sind sie meist aus "Kaderschmieden" und über "Netzwerke" installiert, gesteuert und gebrieft (nebst eben den Geheimdiensten), so dass da auch die Meinungsvielfalt nicht mehr da ist.