Intellektuelle Prostitution und Demagogie – Von Ursprung und Wesen des herrschenden Journalismus

Falkenauge @, Freitag, 11.02.2022, 08:27 vor 1456 Tagen 1975 Views

Der ungeheure Einfluss des Journalismus auf das Bewusstsein der Menschen, auf ihr Denken, Urteilen und Verhalten, ist hier allen bekannt. Im Bunde mit den Herrschenden ist er ein allmächtiges Instrument, die Bevölkerung eines Landes für die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Ziele folgsam zu machen – und sei es zum Kriege. Die beiden Weltkriege des vorigen Jahrhunderts z.B. wären ohne die Medien in der Hand der Regierungen nicht möglich gewesen. Neben den politischen Kriegstreibern trifft die gleiche verbrecherische Schuld die willfährigen Journalisten, die das „Menschenmaterial“ erst dafür zubereitet haben. Auch in der gegenwärtigen Corona-Krise erleben wir in breitem Maße ihre verruchten Manipulationen des Bewusstseins der gutgläubigen Menschen.

Eine Skizze über interessante Anfänge in der Renaissance und heute:

https://fassadenkratzer.wordpress.com/2022/02/11/intellektuelle-prostitution-und-demago...

die Frage ist nicht der Journalist selbst, sondern der notwendige Pluralismus

mh-ing @, Freitag, 11.02.2022, 11:23 vor 1456 Tagen @ Falkenauge 1216 Views

Es ist das Wesen des Menschen und dem können sich auch Journalisten nicht entziehen, was du hier skizzierst. Vermutlich gab es schon bei den alten Römern und Griechen auch solche "Berichterstatter". Mit dem Buchdruck wurde das dann ein Massenphänomen und bereits im 30-jährigem Krieg gab es Pamphlete mit teils drastischen Inhalten.

Daher ist nicht in der Art des Journalisten etwas zu bewegen, weil es diesen idealen Menschen nicht gibt. Das, was etwas korrigierend wirken kann, das ist der Pluralismus, die Vielfalt der Meinungen. Wenn unterschiedliche Personen unabhängig von etwas berichten, beschreiben und mitteilen, dann hat man einen Vergleich, ein Korrektiv und kann dann besser beurteilen.

Genau das aber ist heute dahin. Die zentralen Organe von Reuthers, DPA, AP ... (https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Nachrichtenagenturen) sortieren oft die Meldungen aus, so dass von den möglichen Quellen nur wenige überhaupt zitiert sind. Dort ist oft vorausgewählt und bereits zensiert.
Die Journale selbst sind abhängig von Werbung, Finanzierung ... und daher auch längst hier eingeschränkt. Zudem sind sie meist aus "Kaderschmieden" und über "Netzwerke" installiert, gesteuert und gebrieft (nebst eben den Geheimdiensten), so dass da auch die Meinungsvielfalt nicht mehr da ist.

Auch im "politischen" Journalismus gilt das "Hire & Fire". Oder anders gesagt ..

Beo2 @, NRW Witten, Freitag, 11.02.2022, 11:30 vor 1456 Tagen @ Falkenauge 1253 Views

bearbeitet von Beo2, Freitag, 11.02.2022, 12:22

Wessen Brot (Geld) Du isst, dessen Lied Du zu singen hast. Heutige (politische) Journalisten sind weitgehend Auftragschreiber, egal ob angestellt oder gegen Honorar. Das sind nun mal "Grundgesetze des Kapital'Ismus" bzw. jeder Form der Diktatur (Machtkonzentration).

Dem könnte nur dezentrale Machtverteilung in der Politik und der Wirtschaft abhelfen.
Mit Gruß, Beo2

Ehemalger Chefredakteur der NY Times: "Wir sind intellektuelle Prostituierte..."

Albrecht @, Freitag, 11.02.2022, 12:40 vor 1456 Tagen @ Falkenauge 1258 Views

Ehemaliger Chefredakteur der NY Times: Wir sind intellektuelle Prostituierte
August 13, 2014 Georg Lehle 3 Kommentare

Es ist lange her, dass ein hochrangiger Journalist selbstkritische Worte über den eigenen Berufsstand fand. John Swinton war im 19. Jahrhundert Chefredakteur der NY Times.

Er nahm an einem Bankett teil, das ihm die Führer der Zeitungszunft ausrichteten. Als er die ehrenden Worte über die (angeblich) so unabhängige Presse hörte, erfasste ihn die heilige Wut. Seine drastische Antwort auf die (bis heute andauernde) Heuchelei: Wir sind intellektuelle Prostituierte!

“So etwas gibt es bis zum heutigen Tage nicht in der Weltgeschichte, auch nicht in Amerika: eine unabhängige Presse. Sie wissen das, und ich weiß das. Es gibt hier nicht einen unter Ihnen, der es wagt, seine ehrliche Meinung zu schreiben. Und wenn er es täte, wüsste er vorher bereits, dass sie niemals im Druck erschiene. Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, dass ich meine ehrliche Meinung aus dem Blatt, mit dem ich verbunden bin, heraushalte. Andere von Ihnen erhalten ähnliche Bezahlung für ähnliche Dinge, und wenn Sie so verrückt wären, Ihre ehrliche Meinung zu schreiben, würden Sie umgehend auf der Straße landen, um sich einen neuen Job zu suchen. Wenn ich mir erlaubte, meine ehrliche Meinung in einer der Papierausgaben erscheinen zu lassen, dann würde ich binnen 24 Stunden meine Beschäftigung verlieren.

Das Geschäft der Journalisten ist, die Wahrheit zu zerstören, schlankweg zu lügen, die Wahrheit zu pervertieren, sie zu morden, zu Füßen des Mammons zu legen und sein Land und die menschliche Rasse zu verkaufen zum Zweck des täglichen Broterwerbs. Sie wissen das, und ich weiß das, also was soll das verrückte Lobreden auf eine freie Presse? Wir sind Werkzeuge und Vasallen von reichen Männern hinter der Szene. Wir sind Marionetten. Sie ziehen die Strippen, und wir tanzen an den Strippen. Unsere Talente, unsere Möglichkeiten und unsere Leben stehen allesamt im Eigentum anderer Männer. Wir sind intellektuelle Prostituierte. (wiki)

Quelle: http://friedensblick.de/12867/ehemaliger-chefredakteur-ny-times-wir-sind-intellektuelle...


Gruß
Albrecht

--
SCHEITERT DER €URO, ENDET DIE KNECHTSCHAFT!

Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen.
Friedrich von Schiller (1759 - 1805)

Super! Die Journalisten, und ausschließlich die Journalisten sind verantwortlich für die Kolonialisierung Afrikas und die Verbrechen die dabei begangen wurden

Mephistopheles, Freitag, 11.02.2022, 13:04 vor 1456 Tagen @ Falkenauge 1237 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Freitag, 11.02.2022, 13:09

Der ungeheure Einfluss des Journalismus auf das Bewusstsein der Menschen, auf ihr Denken, Urteilen und Verhalten, ist hier allen bekannt.

Das lief genau nach demselben Muster ab wie heute auch. Achtet mal darauf!
Immer, wenn den Leuten etwas beigebracht werden soll, dann werden die anderen europäischen Länder und auch die USA angeführt als Beispiel. Die seien schon viel weiter! Deutschland verliere dean Anschluss (Israel gab es damals noch nicht)! Deutschland isoliere sich, wenn man nicht mitmache. Deutschland verliere die Zukunft! Das betrifft dann auch die einzelnen Bürger, die sich dagegen sträuben und den Sinn nicht einsehen. Die werden dann bestenfalls als Spinner abgetan und, wenn das nichts hilft, wird ihnen unsolidarisches Verhalten unterstellt.

Wie das damals lief, kann man gut an der Coronakrise absehen.

Niemals, kein einziges Mal, wurden die Verbrechen der Journalisten damals aufgearbeitet. Solange sie damit durchkommen, machen sie natürlich damit weiter.

Deswegen ist es notwendig, dass man mal die Verbrechen der Journalisten in der Vergangenheit konsequent aufarbeitet, ihre Namen nennt, die Presseorgane, die das verbreiteten und die Methodik, mit der sie vorgehen, herausarbeitet.

Es ist immer dieselbe. Es gibt doch genügend srudienfächer, die sich mit diesen Fachgebieten, Geschichte, Soziologie, Pressewesen usw. beschäftigen. Wo sind die Doktorarbeiten? (Vermutung: Sie wurden geschrieben - und unmittelbar im Anschluss von der Prese totgeschwiegen. :-P )

Gruß Mephistopheles

Werbung