US-Inflation rauscht auf 7,5% (CPI)

CalBaer @, Donnerstag, 10.02.2022, 14:46 vor 1456 Tagen 6080 Views

Kernrate 6%.

Selbst zehn Zinserhoehungen jeweils um 0.5% waere nur Witz.

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Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Dazu (bisschen OT): Nordamerikanische Autohersteller müssen Produktion einstellen.

Steppke, Donnerstag, 10.02.2022, 15:44 vor 1456 Tagen @ CalBaer 6017 Views

Am Donnerstagmorgen haben Autohersteller wie Toyota, Chrysler Pacifica, Ford und General Motors die Produktion in ihren Produktionsstätten in Kanada und den USA eingestellt oder eingeschränkt, weil kanadische Trucker den verkehrsreichsten internationalen Landgrenzübergang zwischen den USA und Kanada blockiert haben.

via Zerohedge
https://www.zerohedge.com/geopolitical/north-american-automakers-shutter-production-ami...

Da kann man sicher sein, dass da mittlerweile richtig Druck im Kessel ist, der täglich ansteigt, auf allen Ebenen.

Werden Justin Trudeau (und seine Mitschreiter) das politisch überleben? Befinden die sich überhaupt noch in Kanada?

Die Zentralbanken werden vorgeführt

rattrap @, Donnerstag, 10.02.2022, 15:57 vor 1456 Tagen @ Steppke 5760 Views

Inflation interessiert niemanden, die machen eh nix.

Da wirst Du Dich aber wundern, Inflation wird breite Bevölkerungsschichten rasch echter Armut zuführen

Morpheus @, Samstag, 12.02.2022, 16:52 vor 1454 Tagen @ rattrap 3546 Views

Hallo rattrap,

Weil Lohnerhöhungen finden allenfalls nachlaufend statt und höchstens auf das im Moment erreichte Inflationsniveau. So haben Gehaltsempfänger bereits am nächsten Tag nach einer Anpassung wieder eine Unterdeckung.

Außerdem kann es ganz schnell zu einem Kollaps jeglicher Waren-Angebote kommen.

Nämlich dann, wenn die Reichen meinen ihr Geld in reale Waren umtauschen zu müssen. Dann werden die Preise so hoch steigen, dass für normale Menschen gar nichts mehr zu kaufen ist.

In den 1970ern gab es keine so hohen Geldvermögen wie heute. Damals gab es dieses Risiko nicht.

Grüße
Morpheus

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Wie will die FED da wieder rauskommen?

Martin @, Donnerstag, 10.02.2022, 16:02 vor 1456 Tagen @ CalBaer 5667 Views

Wirtschaft abwürgen oder Inflation laufen lassen, den Teufel mit dem Beelzebub austreiben? Dies immer vor dem Hintergrund, dass die Demokraten um ihre Mehrheiten kämpfen müssen. Man kann wetten, dass die FED bald wieder einknickt. Krieg wäre in der Lage auch ein schönes Ablenkungsmanöver.

Kriegswirtschaft

rattrap @, Donnerstag, 10.02.2022, 16:10 vor 1456 Tagen @ Martin 5654 Views

So nannte man früher die Monetisierung von Staatsschulden. Weil das am Ende immer in den Krieg führt.

Geht heute (zum Glück) nicht mehr. [mkT]

Steppke, Donnerstag, 10.02.2022, 16:20 vor 1456 Tagen @ rattrap 5307 Views

Alle Großmächte besitzen Atomwaffen, deren Abschreckungspotential so gewaltig ist, dass, egal wie schlecht die Lage auch gerade ist, ein Krieg (oder Kriegswirtschaft) nichts mehr verbessert.

Denn danach gibt es zwar keine Schulden oder Inflation mehr, aber auch keine Sieger, oder etwas, das man noch Zivilisation nennen kann.

Doch, doch das geht.

eesti @, Schwedt und Cranz(Ostpreußen), Donnerstag, 10.02.2022, 17:46 vor 1456 Tagen @ Steppke 4989 Views

Rußland und die USA haben sich darauf verständigt, bei einem kommenden Krieg NICHT Atomwaffen einzusetzen.
Quelle habe ich keine, ist einfach zu viel, was derzeit überall so rein kommt.

So kleine Scharmützel würden schon reichen, um dem Michel in allen Staaten zu erklären, warum seine Dolare (hat Kostolanyi da noch die Namensrechte?) oder Euronen plötzlich zum Antrieb der Panzer und Raketen verbrannt werden mußten.
Und einige Zerstörungen wirken sich gut für die Kreditwirtschaft aus.
Hinter den Kulissen kann man sich ja schon vor Kriegsbeginn auf ein Unentschieden einigen und die Vorkriegsgrenzen wieder herstellen, mit kleinen Korrekturen.

--
MfG
LR

Alles ist ein Windhauch.

Wo ist der Denkfehler?

FOX-NEWS @, fair and balanced, Freitag, 11.02.2022, 08:13 vor 1455 Tagen @ eesti 3890 Views

Russland wird bei dem Spiel nicht mitmachen. Es hat weder überbordende Staatsschulden, noch ist mir da ein Inflationsproblem bekannt.

Grüße

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[image]

Afuera!

Geht. Aber nur dann, wenn man den Krieg auch gewinnt

Mephistopheles, Samstag, 12.02.2022, 14:22 vor 1454 Tagen @ rattrap 3564 Views

So nannte man früher die Monetisierung von Staatsschulden. Weil das am Ende immer in den Krieg führt.

Man kann dann den Haftungsraum ausweiten.

Gruß Mephistopheles

Große Haftungsräume machen die Lage nicht besser

Morpheus @, Samstag, 12.02.2022, 16:56 vor 1454 Tagen @ Mephistopheles 3524 Views

Hallo Mephistopheles,

die USA und die EU sind in der misslichen Lage, dass ihr Währungsraum heute bereits zu groß ist und sie die Geldverteilung nicht sinnvoll steuern können.

Nur deshalb kommt es zu Deflation und zu Inflation.

Grüße
Morpheus

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Die Geldverteilung war noch niemals - bzw. schon immer sinnvoll gesteuert

Mephistopheles, Sonntag, 13.02.2022, 16:14 vor 1453 Tagen @ Morpheus 3377 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Sonntag, 13.02.2022, 16:23

Hallo Mephistopheles,

die USA und die EU sind in der misslichen Lage, dass ihr Währungsraum heute bereits zu groß ist und sie die Geldverteilung nicht sinnvoll steuern können.

Nur deshalb kommt es zu Deflation und zu Inflation.

Grüße
Morpheus

Noch niemals, weil alle Städte verhungern werden. Und zwar dann, wenn die Infrastruktur - was unabwendbar ist - versagt. Schon immer, weil eine arbeitsteilige Gesellschaft und Entwicklung ist nur in Städten möglich.

Geld wird nämlich nicht nach Regionen verteilt, bzw., wenn dann ist das eine Täuschung, sondern immer vom Land zur Stadt. Die optische Täuschung, dass in manchen Regionen mehr Geld vorhnden ist als in anderen, entsteht nur dadurch, das es in manchen Regionen mehr oder größere Städte gibt als anderswo. Mittlerweile leben - erstmalig in der Geschchte - mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten.

Seneca(?) hat sich einmal beklagt, warum gerade die Ärmeren nach Tom abwandern, obwohl das Leben in Rom doch zehn mal so teuer ist als auf dem Lande. Kann ihn einer aufklären? :-P

Städte nun können sich aus sich selber heraus weder ernähren - sie werden alle Hungers krepieren - noch ihre Abfälle beseitigen. Sie würden alle in ihrem eigenen Müll ersticken. Sie benötigen also eine Infrastrur.

Ich glaube, es war ein gewisser @Morpheus, der einmal darauf aufmerksam machte, dass Städte ihre Infrastruktur zwar einmal errichten, niemals aber erhalten können. Jede Infrastruktur, die nicht dauernd instand gehalten wird, versagt aber irgendwann. Dann haben wir das Problem, dass die Städte zwar das Geld haben, ihnen aber die Nahrungsmittel fehlen, die nur au dem Land produziert werden. Außerdem ersticken sie in ihrem eigenen Müll, der nicht mehr abtransportiert werden kann.

Wenn das der Fall sein wird, dann flüchten alle auf das Land, aber dort finden sie auch keine Nahrung. Grund ist, das Nahrungsproduktion Geld erfordert, dieses aber auf dem Land nicht vorhanden ist, sondern bereits lange vorher in die stadt abgewandert ist. Man steht also in der Stadt mit vollem Geldbeutel vor leeren Regalen. Die Krise kommt nicht von heute auf morgen, sondern kündigt sich lange vorher an, indem die Preise für Lebensmittel steigen.

Es geht voran.

Gruß Mephistopheles

Schulden weginflationieren

CalBaer @, Donnerstag, 10.02.2022, 19:54 vor 1456 Tagen @ Martin 4559 Views

An der Inflationsbekaempfung hat man auch kein ernsthaftes Interesse, wie man unten im Bild schoen sieht. Zinsen lagen frueher im Schnitt immer deutlich ueber der Inflation.
Es bleibt aber auch nichts anderes uebrig. Wir muessen uns wohl auf eine Dekade mit sehr hoher Inflation einstellen:

[image]

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Warum steigt Gold dann nicht, wenn alles weginflationiert wird?

eesti @, Schwedt und Cranz(Ostpreußen), Donnerstag, 10.02.2022, 20:59 vor 1456 Tagen @ CalBaer 4642 Views

Warum parkt der Normalsterbliche trotz aller Posaunen weiter seine Millionsteilchen sicher im Tagesgeldbereich?
Sollten Aktien in der jetzigen Situation nicht eher explodieren, Bitcoins raketenhaft abheben, Gold im Laden nur mit Bestellkarten mit Laufzeiten ähnlich damals dem Trabant zu erwerben sein, mit einem Schwarzmarkt oder besser Doppelmarkt zwischen Papiergold und physischer Ware, wie vor wenigen Jahren, als die Goldraffinerien in der Schweiz ihre Produktion einstellten???
Nur Immobilien machen das, was man in einer solchen Situation erwarten darf, sie steigen ohne Ende, in meinem Zweitwohnsitz mit bis zu 60% p.a in Teilbereichen, schreiben ein einheimischer Blogger und die Statistikbehörde verwundert.


Quelle:
http://kaliningrad-domizil.ru/portal/information/kaliningrader-tageblatt/kaliningrader-...

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MfG
LR

Alles ist ein Windhauch.

Warum lässt ich mehr als die Hälfte .....

NST @, Südthailand, Freitag, 11.02.2022, 03:12 vor 1455 Tagen @ eesti 4584 Views

bearbeitet von NST, Freitag, 11.02.2022, 03:48

Warum parkt der Normalsterbliche trotz aller Posaunen weiter seine Millionsteilchen sicher im Tagesgeldbereich?

.... der Menschheit gegen Schnupfen impfen?

Hier ist das zusammengefasst - ein Bild, ein Begriff

[image]

Das passende Synonym dazu - ewige Jugend - oder ein Leben wie mit Pippi Langstrumpf .... Motto- Go West :-P

Woher kam der Remaster ??? ... der Ursprung war 1979 und die Weiterentwicklung ist absolut folgerichtig --- Ursprung war das Bunte ... Diverse .... damit begann alles

Aus dem Grab tönt die Queen - Don't Stop Me Now sicher nicht, das Programm läuft bis zum Schluss.

Das war mein musikalischer Beitrag zum Thema .... [image]
Gruss

--
[image]
Jeder arbeitet im Ausmass seines Verstehens für sich selbst und im Ausmass seines Nicht-Verstehens für jene, die mehr verstehen!

Das koennen die Goldbugs Dir sehr gut beantworten

CalBaer @, Freitag, 11.02.2022, 05:02 vor 1455 Tagen @ eesti 4351 Views

Ich befuerchte sogar, sie haben recht.

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Das ist richtig gesehen ! ..

Beo2 @, NRW Witten, Freitag, 11.02.2022, 11:56 vor 1455 Tagen @ Martin 3788 Views

bearbeitet von Beo2, Freitag, 11.02.2022, 12:21

Wie will die FED da wieder rauskommen? Wirtschaft abwürgen oder Inflation laufen lassen, den Teufel mit dem Beelzebub austreiben?

Ganz genau!
Erhöht die ZB den Leitzins (für ihre Kredite), so verteuert das auch die Bankenkredite an die Unternehmen und den Staat. Das überleben viele Unternehmen nicht, da nicht alle diese Kostensteigerung durch Anhebung ihrer Produktpreise weiterreichen können. Die Folge ist zunächst: weiter steigende Preise.
Im weiteren: mehr Insolvenzen, niedrigeres bis gar kein BIP-Wachstum, wachsende Arbeitslosigkeit, sinkende Reallöhne (Realrenten etc.), und damit sinkende aktive (reale) Kaufkraft beim Großteil der Bevölkerung .. und viel später und endlich! auch sinkende Preissteigerung bzw. stagnierende Preise.

Diese Prozesse sind recht träge. Inflation/Deflation bekämpft man richtigerweise mit geeigneter Wirtschaftspolitik, statt mit Geld- bzw. Zinspolitik der ZB! .. denn die Ursachen und die betroffenen Marktsegmente (im Warenkorb) können sehr verschieden sein.
Das scheinen mittlerweile auch einige ZBanker verstanden zu haben.
Gruß, Beo2

Die ZB Zinsen erhoehen nicht die Kosten fuer den Staat und Private

CalBaer @, Freitag, 11.02.2022, 19:07 vor 1455 Tagen @ Beo2 3636 Views

Es sind die Marktzinsen auf Kredite und Staatsanleihen, die die Kosten definieren. Wenn die ZB erhoeht, erhoehen sich nur die Kosten fuer die Banken und die gehen dann pleite, wenn die Marktzinsen nicht vorher gestiegen sind. Der ZB sind daher ziemlich die Haende gebunden, aber die Situation haben sie mit ihrer Geldmarktpolitik selbst verursacht. Sie haben eine verrueckte Situation geschaffen, bei der die Marktzinsen noch weit unter der Inflationsrate liegen. Rational gibt es keinen Grund, warum Kaeufer von Staatsanleihen heute ca. 5% Verlust pro Jahr in Kauf nehmen.

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Die GBanken geben die Zinserhöhung an ihre Kreditnehmer weiter. [oT]

Beo2 @, NRW Witten, Freitag, 11.02.2022, 19:27 vor 1455 Tagen @ CalBaer 3552 Views

Bei fixen Kreditzinsen?

CalBaer @, Freitag, 11.02.2022, 21:52 vor 1455 Tagen @ Beo2 3540 Views

Das waere ja Vertragsbruch. Hier sind 30-jaehrige Immobilienkredite mit festem Zinssatz ueblich. Die Summe der Kredite mit variablen Zinssaetzen ist relativ gering, eine Anhebung der Zinsen senkt zudem die Nachfrage und damit Zinseinnahmen.

Sie koennen zwar die Zinsen fuer neue Kredite anheben, aber erstens senkt es ebenfalls die Nachfrage und zweitens dauert das viele Jahre, bis es ihre Zinseinnahmen wirksam erhoeht.

Die Banken koennen ihre Kosten nur begrenzt senken, indem sie Bargeld aus dem Umlauf abziehen und es der ZB zurueckzahlen, um die Erhoehung der ZB-Zinsen zu kompensieren. Das ginge nur ueber Erhoehung der Sparzinsen aber da stehen sie genau vor dem gleichen Problem, weil sie die Kosten nicht so einfach und schnell weitergeben koennen.

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Vergiss die Hypothekenkredite ..! [edit]

Beo2 @, NRW Witten, Freitag, 11.02.2022, 22:32 vor 1455 Tagen @ CalBaer 3628 Views

bearbeitet von Beo2, Freitag, 11.02.2022, 23:14

Sie sind für die Volkswirtschaft nicht maßgebend oder systemrelevant.

Bei fixen Kreditzinsen? Das waere ja Vertragsbruch.
Hier sind 30-jaehrige Immobilienkredite mit festem Zinssatz ueblich. Die Summe der Kredite mit variablen Zinssaetzen ist relativ gering, ...

Nix da! Die meisten Kredite sind fristlos kündbar und täglich neu verhandelbar: Es sind all die Kreditlinien auf den Giro-/Geschäftskonten, mit denen praktisch alle! (privaten) Unternehmen arbeiten bzw. worauf sie ständig angewiesen sind. Zweitens, auch die meisten Bankenkredite an den Staat haben eine Laufzeit von 1 Woche bis wenige Monate.
Es wird täglich! ein riesiges Kreditvolumen getilgt und neu ausgereicht .. das sind mächtige gegenläufige Geldströme, ganz ähnlich wie ein offener Abfluss in der Badewanne und ein gleichzeitig offener Wasserhahn. Diese zwei Geldströme (Geldabfluss & Geldzufluss) halten sich in etwa die Waage. Der Zinssatz kann hier praktisch täglich angepasst werden.

... eine Anhebung der Zinsen senkt zudem die Nachfrage und damit Zinseinnahmen. Sie koennen zwar die Zinsen fuer neue Kredite anheben, aber erstens senkt es ebenfalls die Nachfrage ..

Eben! davon sprach ich ja implizit: Die Nachfrage sinkt u.a. wegen der Zunahme von Unternehmensinsolvenzen. Auch das kann zusätzlich zur Erhöhung des Bankenzinses beitragen, da die Betriebskosten unverändert bleiben und das Ausfallrisiko steigt.

und zweitens dauert das viele Jahre, bis es ihre Zinseinnahmen wirksam erhoeht.

Nein. Sie brauchen eine Erhöhung ihrer Zinseinnahmen sofort, sobald ihre Zinsausgaben/-kosten steigen. Diese Kosten entstehen nicht nur bei der Geldbeschaffung via die Kredite der ZB, sondern:
Die GBanken sind permanent "latent insolvent" - das ist ein zentraler Teil ihres Geschäftsmodells (= Fractional Reserve Banking). Um aber doch nicht abzukacken, sie sind ziemlich häufig, bei akutem Bedarf an ZB-Geld, zusätzlich auf kurzlaufende Interbanken'kredite angewiesen. Auch hier steigt der ZINS mit dem Zinssatz der ZB sofort. Und auch hier lauert für etliche Banken große Gefahr: Diese Zinssätze sind angeblich bereits deutlich gestiegen und steigen weiter.

Die Banken koennen ihre Kosten nur begrenzt senken, ...

Eben! das meinte ich: Sie geben die gestiegenen Kosten ihrer Geldbeschaffung einfach weiter, an ihre Kreditnehmer.

Dies alles sind die Gründe, warum die EZBanker es sich zehnmal überlegen werden, den Leitzins deutlich zu erhöhen, u.z. mit ordentlichen Bauchschmerzen. Sie werden allenfalls eine "symbolische Zinserhöhung" vornehmen, um nicht als hilflose oder untätige Deppen da zu stehen.

Gruß, Beo2

18 Billionen Dollar Eigenheimkredite = 80% der Wirtschaftsleistung sind sehr wohl maßgebend und systemrelevant

CalBaer @, Freitag, 11.02.2022, 23:40 vor 1455 Tagen @ Beo2 3635 Views

Die sind der Elefant im Raum. Und die Mortgages sind hier auch nicht kuendbar, solange man immer puenktlich und voll zahlt. Da zahlt man fuer 30 Jahre festen Zinsatz. Period.

Deine Ausfuehrungen moegen vielleicht fuer Deutschland zutreffend sein, aber hier geht es um das Fed-System.

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Hypothekenkredite: Arten & Gesamtvolumen im Verhältnis zum BIP in DE (= 0,0018% !!) ...

Beo2 @, NRW Witten, Samstag, 12.02.2022, 10:28 vor 1454 Tagen @ CalBaer 3654 Views

bearbeitet von Beo2, Samstag, 12.02.2022, 10:57

18 Billionen Dollar Eigenheimkredite = 80% der Wirtschaftsleistung sind sehr wohl maßgebend und systemrelevant.

Ich bitte um Quellenangaben für deine Zahlen und Berechnung! Auch wäre wichtig zu erfahren, welchen Anteil "Hypotheken mit variablem Zins" im Gesamtvolumen einnehmen.

Die sind der Elefant im Raum. Und die Mortgages sind hier auch nicht kuendbar, solange man immer puenktlich und voll zahlt. Da zahlt man fuer 30 Jahre festen Zinsatz. Period.
Deine Ausfuehrungen moegen vielleicht fuer Deutschland zutreffend sein, aber hier geht es um das Fed-System.

Ich aber beziehe mich auf Europa, insbesondere auf DE (und EU) natürlich ...

Erstens, es gibt diverse Arten von Hypothekkrediten. Die meisten haben wohl variablen, anpassbaren Zinssatz, wie hier erklärt:
+ https://valuu.ch/de/hypothek/ratgeber/welche-hypothek-passt-zu-mir

Zweitens, das Hypothekenvolumen in DE betrug pro Quartal in 2021 ca. 1,6 Milliarden Euro - wie hier zu sehen:
+ https://de.statista.com/statistik/daten/studie/435444/umfrage/hypothekarkredite-an-unte...

Drittens, das BIP in DE betrug pro Quartal in 2021 ca. 900 Milliarden Euro:
+ https://de.statista.com/statistik/daten/studie/3829/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlan...

Die Hypothekenkredite machten also etwa 0,0018% der Wirtschaftsleistung in DE in 2021, inklusive der Hypotheken mit variablen, anpassbaren Zinssätzen.

ERGO: Hypothekenkredite mit FIXEN Zinssätzen sind in DE (oder EU), volkswirtschaftlich betrachtet, völlig bedeutungslos. Und deshalb ist der Leit-/Kreditzins der EZB sehr systemrelevant, auch kurzfristig!

Gruß, Beo2

Zahlen kann man sehr leicht Googeln

CalBaer @, Samstag, 12.02.2022, 17:02 vor 1454 Tagen @ Beo2 3494 Views

Deine Rechnung fuer D interessiert mich nicht.

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Ich danke Dir für die Diskussion. Aber zugegeben .. [edit]

Beo2 @, NRW Witten, Samstag, 12.02.2022, 17:30 vor 1454 Tagen @ CalBaer 3529 Views

bearbeitet von Beo2, Samstag, 12.02.2022, 18:06

.. in den USA ist anscheinend eine gigantische Hypothekenblase am Dampfen. Schon wieder! Sie beträgt angeblich knapp 60% des GDP. Andere Quellen sprechen von 20% des GDP .. was mir realistischer erscheint:

+ https://e-fundresearch.com/funds/artikel/1935-droht-in-den-usa-eine-immobilienblase
ZITAT: "Droht in den USA eine Immobilienblase? Bricht jetzt auch der Immobilienmarkt zusammen - die letzte Bastion der amerikanischen Wirtschaft? Seit dem vergangenen Jahr sind die US-Immobilienpreise bis zu 20 Prozent gestiegen. Daher sehen manche Experten den Markt in den USA als überhitzt an. Sie befürchten, dass bei einem Rückgang der Immobilienpreise die gesamte Weltwirtschaft in Mitleidenschaft gezogen wird. Der Sektor trägt 20 Prozent zum US-Bruttoinlandsprodukt bei."

Das ist durchaus "systemrelevant".
Gruß, Beo2

Gern geschehen owT

CalBaer @, Samstag, 12.02.2022, 19:38 vor 1454 Tagen @ Beo2 3415 Views

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Noch ein wichtiger Nachtrag ...

Beo2 @, NRW Witten, Samstag, 12.02.2022, 21:00 vor 1454 Tagen @ Beo2 3492 Views

bearbeitet von Beo2, Samstag, 12.02.2022, 21:45

Es muss auch beachtet werden, dass Hypothekenkredite nicht unbedingt irgendetwas zur realen Wirtschaftsleistung (BIP, GDP) beitragen: Viele solcher Kredite werden NICHT aufgenommen, um ein neues Haus zu bauen (zu lassen), sondern um ein bereits fertiges, älteres Haus im Privatbesitz, welches schon in Benutzung war, zu kaufen. Das gleiche gilt für den Kauf von unbebauten Grundstücken (etwa für Spekulationszwecke, für Zwecke der Vererbung, für Garten- od. Ackerbau, für zukünftige Bebauung u.ä.). Solche Hypokredite tragen nichts zum BIP bei.

Ich kenne Jemanden persönlich, der mehrere Hypotheken kurz nacheinander aufgenommen hatte, um die gleiche Anzahl von Häusern und Wohnungen in guter Ortslage zu kaufen. Er verbesserte die Immos teils eigenhändig und setzte Mieter rein. Mit den Mieteinnahmen stottert(e) er seine Hypotheken ab. Heute ist er stinkereich. Er besaß halt das Vertrauen seiner Hausbank bzw. die Bank vertraute seinem Geschäftsmodell und den anvisierten Immobilien. Er (BWL'er, Wirtschaftsinformatiker) verdiente zudem sehr ordentlich in seinem eigentlichen Beruf (den er bald an den Nagel hängte). Auch diese Hypotheken trugen nur sehr wenig zum deutschen BIP bei.

So ist zu erklären, dass das offene Hypothekenvolumen eines Landes das BIP des Landes um einige Prozente sogar überragen kann! So etwa sah es aus unmittelbar vor dem Finanzcrash in 2008 (.. vorher evtl. das Cookie im Browser löschen!):
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/71325/umfrage/anteil-unbezahlter-hypothe...

Gruß, Beo2

Paul Volcker

Michael Krause, Donnerstag, 10.02.2022, 16:17 vor 1456 Tagen @ CalBaer 5432 Views

Ja, wenn der noch leben würde; der wüßte was zu tun ist.

Bei Geldmarktzinssätzen von 13% mutiert der Bitcoin und seine Artgenossen zum Shitcoin

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Donnerstag, 10.02.2022, 16:42 vor 1456 Tagen @ Michael Krause 5294 Views

Hallo Michael Krause,

müsste so 1979 oder 1983 gewesen sein.

Gruß
paranoia

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Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Goldcoin lief trotzdem prima und Paul Volcker koennte heute auch nichts richten

CalBaer @, Donnerstag, 10.02.2022, 19:24 vor 1456 Tagen @ paranoia 4496 Views

Bitcoin jetzt mit Gold zu vergleichen, waere die Technologie zu ignorieren. Bitcoin als Inflationshedge ist nur eine Nebenfunktion, es ist vor allem eine revolutionaere Innovation.

Ein Paul Volcker waere heute genauso machtlos. Es liegt nicht am Willen von Personen, sondern an objektiven Gegebenheiten. Nur zur Erinnerung, die Gesamtverschuldung in den USA liegt heute bei ca 360% der Wirtschaftsleistung, in 1980 waren es lediglich 160%. Die Staatsverschuldung heute bei ueber 100%, damals bei 50%. Hohe Zinsen muss man sich erst mal leisten koennen.

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Da kommt bei hohen Zinsen aber noch einiges an KapEst für Väterchen Staat rein!

eesti @, Schwedt und Cranz(Ostpreußen), Donnerstag, 10.02.2022, 23:17 vor 1456 Tagen @ CalBaer 4037 Views

Für den Staat bedeutet es nicht nur mehr Belastung bei den Zinskosten, sondern über die Inflation eine Entlastung der Realbürden, und dazu kommen immense Steigerungen der Einnahmen durch die Kapitalertragsteuer, die bei den eigenen Schulden einen Teil der Zinszahlungen sozusagen selbst bezahlt und zusätzlich die vielen Steuern für Kreditzinsen für alle anderen Kreditbeteiligten in allen Bereichen, die dann ins Staatssäckel fließen, dazu inflationsbedingt erheblich höher KAPErtragsteuern, denn der Kursgewinn über die Inflation geht bei faktisch allen Anlageklassen zu einem Drittel in das Staatssäckel, eine gigantische vorgezogene oder durch die Inflation erst entstehende Erbschafts- oder Vermögenssteuer.

Der Staat also wird eine Hochzinsphase überleben.

Was mit einigen hoch verschuldeten Konzernen passieren wird, wenn sie real wieder hohe Zinsen bezahlen müssen? Das wird die frage aller Fragen sein.
DAX 15.000 oder DAX 40.000 ist gerechtfertigt, solange die Realzinsen negativ sind und die Firmen wenigstens etwas Gewinn erwirtschaften, und sei es nur durch die Nutzung der Realnegativzinsen.
Wenn die Realzinsen steigen und die Firmen wieder Gewinne aus der gemeinen Produktion generieren müssen, das aber nicht schaffen, dann kann der DAX auch schnell bei 5.000 herumtorkeln.
Ein kleiner Effekt sind die Belastungen über die Betriebsrenten, mitunter überaus üppig, die über die Geldentwertung verwässert werden. Mancher Versicherer und manche Pensionskasse schafft dann auch wieder auf dem Papier die Gewinnzone. Leider für die Versicherten nur auf dem Papier.

--
MfG
LR

Alles ist ein Windhauch.

Bei hohen Zinsen wird's kaum was werden mit viel Kapitalertragssteuern

CalBaer @, Freitag, 11.02.2022, 05:01 vor 1455 Tagen @ eesti 4020 Views

Wenn die Fed sogar zu forsch rangeht, crashen die Kapitalmaerkte.

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Die Entschuldung via Inflation ist ein Hirngespinst

FOX-NEWS @, fair and balanced, Freitag, 11.02.2022, 08:38 vor 1455 Tagen @ CalBaer 3983 Views

Die US verschulden sich jetzt schon in exponentiellem Maße. Wenn jetzt die Preise galoppieren, treibt das den Finanzbedarf nur noch mehr an.

Wenn man die Zinsen aber auf annähernd Kerninflationsrate anhebt, gehen viele Konsumenten und Firmen endgültig in die Knie.

Aus der Zwickmühle kommen die nur raus, wenn sie eine Währungsreform durchführen, was im Gegenzug das Ende des Imperiums bedeuten würde. Da das undenkbar ist, werden sie irgendwie weitermurksen, bis der Laden von selber kollabiert.

Grüße

--
[image]

Afuera!

Durch Umverteilung die relative Schuldenlast senken geht schon

CalBaer @, Freitag, 11.02.2022, 09:39 vor 1455 Tagen @ FOX-NEWS 3854 Views

Wenn jetzt die Preise galoppieren, treibt das den Finanzbedarf nur noch mehr an.

Nur teilweise, denn die Ausgaben fuer Pensionen, Gehaelter und Soziales muss man ja nicht an die Inflation anpassen, zumal man die Messung sowieso manipuliert. Bei Steuern treibt es sogar die Einnahmen, die Inflation treibt die Steuersaetze Dank progressiver Besteuerung sogar noch hoch. Zwar wird die Progression hier an die Inflationsrate angepasst, aber auch hier beguenstigt eine manipulierte Messung den Staat.

Wenn man die Zinsen aber auf annähernd Kerninflationsrate anhebt, gehen viele Konsumenten und Firmen endgültig in die Knie.

Deswegen agiert die Fed auch so lahm. Sie wird immer hinterherhinken muessen, will sie keinen Crash ausloesen.

Aus der Zwickmühle kommen die nur raus, wenn sie eine Währungsreform durchführen, was im Gegenzug das Ende des Imperiums bedeuten würde. Da das undenkbar ist, werden sie irgendwie weitermurksen, bis der Laden von selber kollabiert.

Ich denke, da kommen noch etliche Tricks, zumal alle anderen mitziehen muessen. Eine Waehrubgsreform werde ich wohl nicht mehr erleben.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Tja Foxi, das stimmt zwar, aber wenn du in der Schule aufgepasst hättest, dann wüsstest du auch, warum

Mephistopheles, Samstag, 12.02.2022, 13:47 vor 1454 Tagen @ FOX-NEWS 3574 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Samstag, 12.02.2022, 13:52

Debitismus Lesson One:

Das liegt daran, dass die durch die Inflation steigenden Staatsausgaben JETZT entstehen, die durch die Inflation steigenden Staatseinnahmen aber erst in Zukunft zu höheren Steuereinnahmen führen. Da ist die Inflation aber dann auch schon weiter.

Deswegen konnte sich das Deutsche Reich während der 1923er Hyperinflation auch nicht entschulden.

Die US verschulden sich jetzt schon in exponentiellem Maße. Wenn jetzt die Preise galoppieren, treibt das den Finanzbedarf nur noch mehr an.

Wenn man die Zinsen aber auf annähernd Kerninflationsrate anhebt, gehen viele Konsumenten und Firmen endgültig in die Knie.

Aus der Zwickmühle kommen die nur raus, wenn sie eine Währungsreform durchführen, was im Gegenzug das Ende des Imperiums bedeuten würde. Da das undenkbar ist, werden sie irgendwie weitermurksen, bis der Laden von selber kollabiert.


Das Ende ist nahe!
Retten kann die USA, wie das Deutsche Reich, nur noch ein gewonnener Krieg. Da ist es aber dann echt dumm, wenn man auch noch den Krieg verliert.

Gruß Mephistopheles

es ist doch genau andersrum

Manuel H. @, Samstag, 12.02.2022, 16:44 vor 1454 Tagen @ Mephistopheles 3534 Views

Das liegt daran, dass die durch die Inflation steigenden Staatsausgaben JETZT entstehen, die durch die Inflation steigenden Staatseinnahmen aber erst in Zukunft zu höheren Steuereinnahmen führen.

Ein sehr großer Posten sind die Gehälter, Sozialleistungen und Pensionen.
Initiiert ein Staat eine Inflation, braucht er doch nur diese Kosten nicht erhöhen.
Jelzins einst zu Stalins Zeiten üppigen Kriegerwitwen-Renten hatten zum Schluß die Kaufkraft eines kg Brotes.

Die Staatsverschuldung wird in realen Werten auch immer belangloser.

Langfristige Liefer-Verträge sind zu Vor-Inflations-Preisen abgeschlossen. usw.

USA: CPI ahoi! ...a stunner!

Reffke @, Narragonien, Donnerstag, 10.02.2022, 17:33 vor 1456 Tagen @ CalBaer 5108 Views

Hallo CalBear,

Da geht es aber voll zur Sache... ==> Verbraucherpreisindex [[zigarre]]
https://www.zerohedge.com/markets/here-heatmap-todays-blowout-cpi-report

Herrlich der Zynismus in den Comments: zB
Just wait till later this year when there is NO FOOD on the shelves.

Fertilizer is in short supply and twice the price and rising from last year and many farmers are not planting corn. What corn IS harvested will be mandated to be turned into ethanol instead of used for animal feed. No feed. No animals. No meat.

====
Perhaps, all part of the plan! We can eat mealworms, but don't worry they will come in a variety of
flavors!

LG Reffke

--
Wer warnen will, den straft man mit Verachtung.
Die Dummheit wurde zur Epidemie.
So groß wie heute war die Zeit noch nie.
Ein Volk versinkt in geistiger Umnachtung.
Erich Kästner "Große Zeiten"

Andere Preise ziehen dann mit hoch, beispielsweise Kaffee oder Baumwolle.

eesti @, Schwedt und Cranz(Ostpreußen), Donnerstag, 10.02.2022, 17:53 vor 1456 Tagen @ Reffke 4798 Views

bearbeitet von eesti, Donnerstag, 10.02.2022, 18:15

Überall braucht es in den Kunstböden diesen Dünger.
Bauern in einigen Staaten versuchen auszuweichen, indem sie zu Kulturen wechseln, die weniger Kunstdünger benötigen.
Aber Mais als gut zehrenden Düngerfresser wird als Biogasbasis etc. weniger zur Verfügung stehen, ebenso Baumwolle, da kommen noch in vielen Bereichen lustige Preissprünge, wenn im Herbst die Ernte betrachtet wird und nur für 8 Leute von 10 genug zum "fressen" da ist.
Das kann weltweit interessant werden.
Nicht nur wegen der Inflation, die notgedrungen an Fahrt gewinnt.


Und nicht vergessen, das ist nur die geschönte korrigierte Inflationsrate, die echte "gefühlte" Inflation ist üblicherweise einen Zacken höher.

--
MfG
LR

Alles ist ein Windhauch.

Mehlwürmer stehen jetzt schon auf dem Speiseplan, ähnliches wird folgen

Ulli Kersten, Freitag, 11.02.2022, 08:31 vor 1455 Tagen @ Reffke 3967 Views

Hallo CalBear,

Da geht es aber voll zur Sache... ==> Verbraucherpreisindex [[zigarre]]
https://www.zerohedge.com/markets/here-heatmap-todays-blowout-cpi-report

Herrlich der Zynismus in den Comments: zB
Just wait till later this year when there is NO FOOD on the shelves.

Fertilizer is in short supply and twice the price and rising from last year and many farmers are not planting corn. What corn IS harvested will be mandated to be turned into ethanol instead of used for animal feed. No feed. No animals. No meat.

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Perhaps, all part of the plan! We can eat mealworms, but don't worry they will come in a variety of
flavors!

Insektenburger und ähnliches wurde in einschlägigen Kreisen bereits angeboten und aufgegessen, so etwa bei Vorreitern auf dem Tag der Erde.

Die EU hat auch schon mal in kluger Voraussicht Mehlwürmer als Zutat für Nahrungsmittel erlaubt.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/mehlwurm-lebensmittel-101.html

Ein Freund züchtet Eisenia Fetida, um beim Kollaps was für den Hund zu haben. Oder auch für seine Familie?

https://wurmwelten.de/shop/reine-eisenia-fetida.html?language=de

Und ein Startup in Berlin bemüht sich, auch die Maden der schwarzen Soldatenfliegen als Nahrungsmittel zuzulassen. Die fressen wirklich alles und das sehr schnell, weshalb sie auch die Piranhas auf dem Land genannt werden:

https://www.youtube.com/watch?v=DhR2jDS2IJI

Der Witz des Kommentators ist daher ein wenig verspätet.

Soylent Green, anyone? (owT)

Naclador @, Göttingen, Freitag, 11.02.2022, 11:52 vor 1455 Tagen @ Ulli Kersten 3649 Views

.. bei (vorausgehendem) BIP-Wachstum von knapp 6%. Das passt schon ..!

Beo2 @, NRW Witten, Donnerstag, 10.02.2022, 18:30 vor 1456 Tagen @ CalBaer 4735 Views

bearbeitet von Beo2, Donnerstag, 10.02.2022, 19:18

..: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14558/umfrage/wachstum-des-bruttoinlands...
Wachstum ist ohne Inflation eben nicht zu haben, jedenfalls im heutigen Wirtschaftssystem. Das sind die zwei Seiten derselben Medaille. Allerdings muss man sich immer! auch fragen: Bei welchem Warenkorb? Solcher Körbe gibt es sinnvollerweise einige.

Dennoch, Inflation kann auch andere Ursachen haben außer Wirtschaftswachstum. Nennt sich dann: Stagflation.
Gruß, Beo2

Ueberall brechen die Lieferketten

CalBaer @, Donnerstag, 10.02.2022, 20:00 vor 1456 Tagen @ Beo2 5185 Views

Werke muessen schliessen, vor allem in Schluesselindustrien, trotzdem brummt die Wirtschaft? Statistikfaelscher long.

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Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Ja, wir impfen und testen uns reich.

Morpheus @, Samstag, 12.02.2022, 17:06 vor 1454 Tagen @ CalBaer 3578 Views

Hallo CalBaer,

ich denke, deshalb sind die auch so scharf auf die ganze Pandemie, weil endlich kann man satt Geld in der Realwirtschaft verteilen und nicht immer nur im Finanzsektor.

Grüße
Morpheus

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Da haben sie aber die Immobilienpreise, die Krankenversicherungspreise und die Energiepreise/Benzin nicht mit einberechnet?

Mephistopheles, Donnerstag, 10.02.2022, 19:32 vor 1456 Tagen @ CalBaer 5099 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Donnerstag, 10.02.2022, 19:38

Kernrate 6%.

Selbst zehn Zinserhoehungen jeweils um 0.5% waere nur Witz.

:-P

Sehr guter Einwand @Meph... dazu noch die Altersvorsorge

Knappe @, Donnerstag, 10.02.2022, 19:46 vor 1456 Tagen @ Mephistopheles 5083 Views

... die Altersvorsorge machen die Amis ja meistens mit Aktien... dort haben sie auch heftige "Teuerungen" am Hals.

Ehrlich gerechnet dürfte die Infla im Amiland bei 30% liegen... "bei uns" korrekt berechnet bei ca. 20-25% unter Einbeziehung deiner Einwände.
Danke
Knappe

Ja, der Finanzsektor hat schon lange eine starke Inflation.

Morpheus @, Samstag, 12.02.2022, 17:12 vor 1454 Tagen @ Knappe 3566 Views

Hallo Knappe,

nur freuen sich über diese Inflation alle (irgendwie) seit Jahren. Niemals hatten Aktien ein KGV wie heute. Das man diesen Zusammenhang als Inflation sehen muss, scheint mir eindeutig zu sein.

Solange das Geld den Finanzsektor nicht verlässt, bleibt das alles gut. Wehe, wenn dann mal mit der Umschichtung aus dem Finanzsektor in die Realwirtschaft begonnen wird. Dann kann ganz schnell eine sehr unangenehme Kettenreaktion entstehen und reale Waren werden für nicht vermögende Menschen einfach unbezahlbar.

Grüße
Morpheus

--
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Noch was

Mephistopheles, Donnerstag, 10.02.2022, 20:07 vor 1456 Tagen @ CalBaer 5073 Views

Kernrate 6%.

Selbst zehn Zinserhoehungen jeweils um 0.5% waere nur Witz.

Auf wieviel müsste der Zinssatz denn steigen, bis die gesamten Steuereinnahmen der USA für den Zinsendienst verwendet werden müssten?

[[hüpf]]

Gruß Mephistopheles

Wieso wären zehn Zinserhöhungen nur ein Witz?

Morpheus @, Samstag, 12.02.2022, 16:45 vor 1454 Tagen @ CalBaer 3553 Views

Hallo CalBaer,

Zinserhöhungen sind kompletter Unsinn, wenn die Ursache für die Inflation nur in der fehlerhaften Geldverteilung während der Corona-Pandemie ihre Ursache hat.

Ich verstehe ehrlich gesagt gar nicht was diese Aussage soll.

Argumentierst Du, dass gespartes Geld seinen Wert behalten muss?

Das war nie der Fall und wird nie der Fall sein. Alle Staatsanleihen werden definitiv, wie immer, irgendwann demnächst auf Null/zero/niente herunter rauschen.

Es gibt zu viel Geld auf dieser Welt. Und weder im Dollar- noch im Euro-Raum gibt es die wirtschaftliche Möglichkeit mit Geld positive Renditen zu erwirtschaften.

Deshalb müssen alle Menschen für die Geldaufbewahrung bezahlen. So wie zu der Zeit, als die ersten Banken eingerichtet wurden, nur um Geld sicher aufzubewahren.

Geld bringt positive Zinsen, solange es knapp ist. Das dies nicht mehr der Fall ist, liegt an den Zentralbanken. Keinesfalls liegt es an der zu üppigen Kreditvergabe. Das ist kompletter Schwachsinn.

Wer glaubt denn das heute noch?

Außer die Wirtschaft weiter zu schädigen, wird eine Zinserhöhung gar nichts bringen. Ach doch, vielleicht die Aktienblase mal wieder zum Platzen bringen.

Viele Grüße
Morpheus

--
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10 x 0,5% = 5% irgendwann bei 7,5% Inflation heute

CalBaer @, Samstag, 12.02.2022, 17:21 vor 1454 Tagen @ Morpheus 3596 Views

Historisch gesehen lagen die Zinsen im Mittel ueber der Inflationsrate. Jetzt liegt man schon Jahre darunter und der Abstand wird immer groesser. Erhoeht man in solchen Minischritten und kommt irgendwann bei 5% an, ist die Inflation laengst meilenweit weggallopiert. Von daher ist Inflationsbekaempfung weder moeglich noch gewollt. Wir rasen in die Hyperinflation, die grosse Teile der Bevoelkerung verarmen wird.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Ja, das mit der Hyper-Inflation und der Verarmung sehe ich auch.

Morpheus @, Samstag, 12.02.2022, 17:28 vor 1454 Tagen @ CalBaer 3659 Views

Hallo CalBaer,

nur weil Zinserhöhungen, als Geld in den 1970ern knapp war, die weitere Geldmengen-Ausweitung stoppen konnten, werden diese heute aber trotzdem keinerlei Auswirkungen auf die Inflation mehr bekommen.

Das vorhandene, im Umlauf befindliche Geld reicht für diese Hyper-Inflation absolut aus.

Wenn alle Leute mit Geldvermögen in Sachvermögen umschichten, ist sie da.

Grüße
Morpheus

--
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Die Deutschen pennen noch

D-Marker @, Rostock (MV), Samstag, 12.02.2022, 21:05 vor 1454 Tagen @ CalBaer 3822 Views

bearbeitet von D-Marker, Samstag, 12.02.2022, 21:14

Unter ferner liefen bereitet die Presse vor, was kommt.

https://www.merkur.de/wirtschaft/edeka-rewe-kaufland-lidl-aldi-lebensmittel-inflation-i...

Vor 3 Monaten habe ich mir den letzten Sack Reis gekauft. 18,6 Kg. 36 €. Beim China-Großhandel. Und 36 Euro ist da noch relativ teuer. Und der hat 5 Sterne, einer der Besten!
Wird langsam all.
Werde wohl für alle Fälle mit 400 bis 500 Euro aufstocken.

Praktischer Tipp:
Mal im Bekanntenkreis Angebot machen, statt Kartoffeln zur Abwechslung Reis zu essen.
Einfach nach leeren Behältnissen fragen, wer eins vorbeibringt, meint es ernst.
Faustregel:
10 Esslöffel Reis auf ein Liter Wasser.
Klein Anfangen mit dem ersten großen Kochtopf.

Ich meine das ernst.


LG
D-Marker

--
https://www.youtube.com/watch?v=LqB2b223mOM

Da wirst du ein Problem mit bekommen

Mephistopheles, Sonntag, 13.02.2022, 15:41 vor 1453 Tagen @ D-Marker 3511 Views

Unter ferner liefen bereitet die Presse vor, was kommt.

https://www.merkur.de/wirtschaft/edeka-rewe-kaufland-lidl-aldi-lebensmittel-inflation-i...

Vor 3 Monaten habe ich mir den letzten Sack Reis gekauft. 18,6 Kg. 36 €. Beim China-Großhandel. Und 36 Euro ist da noch relativ teuer. Und der hat 5 Sterne, einer der Besten!
Wird langsam all.
Werde wohl für alle Fälle mit 400 bis 500 Euro aufstocken.

Praktischer Tipp:
Mal im Bekanntenkreis Angebot machen, statt Kartoffeln zur Abwechslung Reis zu essen.

Reis hat viel zu wenig Fett und zu wenig Eiweis. Das geht schon, wenn du ein Boot hast und damit regelmäßig auf dem Meer Fisch fängst. Der hat das Eiweis und das Fett, welches dem Reis fehlt und gibt zusammen eine optimale Basisernährung.

Ich mache dasselbe, aber mit Hafer und kaufe mir Säckeweise Hafer. Keine Haderflocken, sondern nur Haferkörner. Da ist dann das im Reis fehlende Fett und Eiweis enthalten. Dazu Leinsamen wg. Fett und Eiweis. Keine Ahnung, wie lange das hält, ich vermute aber jahrelang auf dem Speicher. Müssen natürlich sämtliche Dachziegel intakt sein, nicht dass es da reinregnet.

Gruß Mephistopheles

Nachfrage wegen Hafer - warum ganzes Korn (ungespelzt?) und nicht Flocken?

Wayne Schlegel @, Sonntag, 13.02.2022, 15:50 vor 1453 Tagen @ Mephistopheles 3502 Views

Servus,

ist die "staatlich vorgeschriebene" MHD deutlich anders? Laut meinen Recherchen bei 2 Raiffeisenmärkten nicht.
Besondere Quelle mit sehr langer MHD bekannt?
Meine Erfahrung: Ab 2 Jahre Haferflockenlagerung beginnt er "ranzig" (Fettsäuren) zu schmecken.

Was ist von Beimischung von 20% Maisflocken bei Verzehr zu halten?

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