Die invertierte Euro-Dollar-Futures-Kurve deutet auf eine bevorstehende Deflation hin

el_mar, Dienstag, 11.01.2022, 09:08 (vor 219 Tagen)3410 Views
bearbeitet von el_mar, Dienstag, 11.01.2022, 09:12

"Die Eurodollar-Futures-Kurve sagt uns nicht nur, dass die Geldmenge knapp ist oder sich verknappt und die Aussichten auf langfristiges Wachstum und Inflation düster sind, sie sagt uns auch, dass die Straffung der Geldpolitik der Fed nicht gerechtfertigt ist. Manche mögen sagen, dass die Fed einen politischen "Fehler" begeht. Die Kurve spricht eine deutliche Sprache und sagt uns, dass ein deflationäres Potenzial und ein schwaches Wachstum in der Zukunft wahrscheinlich sind und dass wir uns in diese Richtung bewegen, unabhängig davon, ob die Fed die Geldpolitik strafft oder nicht. Die Straffung der Geldpolitik durch die Fed ist also nicht der Grund für die Richtung, in die wir uns bewegen (also kein politischer "Fehler" im praktischen Sinne), aber die Anhebung der Zinssätze durch die Fed könnte mit Sicherheit der Auslöser für eine Deflationswelle sein und/oder den Abschwung verschärfen. Es handelt sich also weniger um einen politischen "Fehler" als vielmehr um einen Fehler in der Fähigkeit der Fed, die Richtung, in die sich unsere Wirtschaft bewegt, genau vorherzusagen."

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Erklärung:
"Viele glauben, dass die Renditekurve trotz ihrer Abflachung kein genaues Signal aussenden kann, weil die Fed über QE Anleihen kauft und sie daher verzerrt sein muss. Ich kann versichern, dass dies nicht der Fall ist, da sich die Zinssätze unabhängig von der Fed bewegen, aber lassen wir das für ein anderes Mal. Die Eurodollar-Futures-Kurve hat ähnliche Signale wie die Renditekurve ausgesendet. Die Fed ist auf dem Eurodollar-Futures-Markt NICHT aktiv, daher können die Signale nach der obigen Logik nicht verfälscht werden. Aber ich möchte Ihnen sagen, wer auf dem Eurodollar-Terminmarkt aktiv ist: globale Händlerbanken (eine Händlerbank kauft und verkauft Staatsanleihen) - sie repräsentieren das Schattengeldsystem (Dollars außerhalb des Zuständigkeitsbereichs der Fed und außerhalb der Geldmengenmetrik). Im Laufe der Zeit haben diese globalen Dealer-Banken immer mehr deflationäres Potenzial eingepreist, d. h. schwächeres Wachstum und niedrigere Inflationsraten. Doch bevor wir dazu kommen, was sind Eurodollar-Futures?

Diejenigen, die mit meinen Artikeln vertraut sind, wissen, dass Eurodollars nichts mit dem EUR/USD-Wechselkurs zu tun haben. Eurodollars sind einfach US-Dollars, die außerhalb der Vereinigten Staaten gehalten werden. Nun sind Eurodollar-Futures Derivatkontrakte. Ein Derivat ist ein Produkt, das seinen Wert von etwas anderem ableitet (erhält). Dieses andere Produkt ist in diesem Fall der LIBOR oder London Inter-Bank Offering Rate. Der LIBOR ist ein 3-Monats-Zinssatz, d. h. der Zinssatz, den man erhält, wenn man einen US-Dollar bei einer Bank außerhalb der USA anlegt. Er ähnelt dem Federal-Funds-Markt, da es sich um einen Markt handelt, auf dem Finanzinstitute einen ungesicherten Kredit aufnehmen können und der LIBOR-Satz als Sollzins verwendet wird. Im Gegensatz zur Fed Funds Rate, die ein inländischer (in den USA) Zinssatz ist, wird der LIBOR von globalen Offshore-Banken (außerhalb der USA) verwendet. Wenn globale Banken sich gegenseitig Geld leihen, verwenden sie den LIBOR-Satz, oder sie nutzen ihn als Benchmark für einen zwischen den Geschäftspartnern vereinbarten Satz. Der LIBOR orientiert sich ziemlich genau am Leitzins der US-Notenbank und damit an den Projektionen der Geldpolitik der US-Notenbank, aber es ist wichtig zu wissen, dass die US-Notenbank keine Befugnisse auf diesem Markt oder bei der Festlegung des LIBOR-Satzes hat, wie es bei der Fed Funds Rate der Fall ist./i]"

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Quelle: fxstreet.com (englisch)

Mehr zum Thema: Diskussion zwischen Jeff Snider und George Gammon (Youtube ca. 1 Std., englisch)

hier

Saludos

el mar

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Ave Big Pharma, morituri te salutant


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