Normale Monopolistenkalkulation: Je länger China die Güter zurückhalten kann, desto mehr steigt ihr Preis.
China hat einen Handelsbilanzüberschuss von 800 Mrd USD pro Jahr und sammelt so riesige Bestände an zunehmend wertlosen Forderungen in westlichen Denominationen an. Anders als Deutschland hat China aber keinen Weltkrieg gegen die Angelsachsen verloren - es zwingt sie also niemand, damit fortzufahren.
Es ist daher im Interesse Chinas,
1) den Handelsbilanzüberschuss zu veringern
2) die Ressourcen auf den Ausbau des innerchinesischen Wohlstands auszurichten, anstatt auf permanent steigende Exporte in (real) zahlungsunfähige Länder
Zudem kann China nicht übersehen, dass auch im Westen die Bestrebungen zunehmen, die Importe aus China zu erschweren und den Konsum wie auch den weltweiten Freihandel insgesamt zumindest tws. zurückzuschrauben.
Das wird den exportorientierten Produzenten nicht sonderlich gefallen, daher ist die Covidnarrative als ausgerufene force majeure auch in China sicherlich hochwillkommen. Zudem legitimiert diese in den Köpfen der Bevölkerung auch tiefe staatliche Eingriffe in das Wirtschaftsgeschehen als Prinzip. Auch in China findet ein Reset statt, wenn auch anders ausgeprägt als im Westen.
Gruss,
mp