Die Weihnachtswünsche sind vorbei, darf man sich auch was fürs Neue Jahr wünschen?
Ich weiß nicht, ob das, was ich mir für das Land wünsche, in dem ich lebe, auch für Deutschland gültig ist. Vielleicht.
Ich habs gerade vorhin in Rumänisch veröffentlicht. Da hat jemand schöne Neujahrswünsche geäußert. Ich habe dann meine Wüsche darunter geschrieben. Auf deutsch sieht das so aus:
Ich schließe mich diesen Wünschen in aller Gesamtheit an. Darüber hinaus möchte ich noch ein paar Punkte hervorheben, die ich für wichtig erachte:
Es ist in erster Linie die Gesundheit, denn ein Sprichwort sagt: "Der gesunde Mensch hat tausend Wünsche, der kranke nur einen". Wir müssen uns dessen bewusst sein, dass diejenigen, die wir regelmäßig wählen, überhaupt kein Interesse daran haben, dass wir gesund bleiben. Dafür müssen wir schon selber sorgen.
Dafür ist es wichtig, sich zu informieren, und das geht heute durch das Internet leichter als früher. Aber es ist auch wichtig, sich rückzubesinnen und nicht mehr jeden Unsinn aus dem Supermarkt zu kaufen, nur, weil es modern und bequem ist. Das, was man von den Bauern am Markt gekauft und selbst zubereitet hat, war wesentlich gesünder, auch, wenn es mehr Zeit in der Küche benötigt. Aber sich seine Gesundheit bis ins hohe Alter zu bewahren, ist zu einem wesentlichen Prozentsatz mit der Ernährung verbunden.
In zweiter Linie, aber genauso wichtig, ist die Rückbesinnung auf unser Selbstverständnis. Wir müssen endlich aufhören, uns als Knechte zu benehmen, sondern uns dessen bewusst sein, was unsere Herkunft und unsere Heimat bedeutet. Wir haben ein Anrecht und auch genügend Gründe dafür, um auf uns und unser Land stolz zu sein.
Wir selbst müssen darüber entscheiden, ob das, was uns "von oben" diktiert wird, rechtens und moralisch vertretbar ist. Kommen wir nach gründlicher Prüfung zum Schluss, dass die verordneten Richtlinien ungerecht oder unmoralisch sind, dann müssen wir handeln. Wir müssen aufhören, das alles zu fressen, was uns von oben vorgestetzt wird.
Das berühmte Zitat von Papst Leo XIII. hat immer noch seine Gültigkeit:
"Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht, Gehorsam aber Verbrechen!"
Es mag sein, dass wir uns mit der Knute zufriedengeben, aber wir tragen eine Verantwortung für die kommenden Generationen, für unsere Kinder, für unsere Enkel. Wir haben kein Recht, uns aus dieser Verantwortung herauszustehlen.
Dass sich in den beiden angesprochenne Punkten, im kommenden Jahr etwas ändert, darauf hoffe ich, das wünsche ich mir und allen, die mit und neben mir und in diesem schönen Land leben. Den ich als Österreicher bin stolz darauf und auch dankbar, hier in Siebenbürgen zu leben. Aber für das Neue Jahr wünsche ich mir einen aufrechten Gang, ein gerades Rückgrat und einen erhobenen Kopf.