ich hielt die Diktatoren für idealistisch
Ich hatte natürlich eine stark linkssozialisierte Sicht auf die Dinge, die schönfärbte.
Was ich den Diktatoren positiv zurechnete war deren Idealismus, das "Gute" zu wollen. Ich hielt sie auch für wesentlich weniger korrupt und bestechlich als die westlichen Counterparts. Ich konnte die berechtigte Empörung nicht teilen, als die DDR-Bürger Beate-Uhse-Videokassetten und Grohe Mischbatterien in Wandlitz entdeckten. Dies hielt ich für eine vergleichsweise sehr milde Korruption. Sie fuhren Mittelklasse Volvos, die sich hier jeder Angestellte leisten konnte und "Sudel-Edes" Frau wurde beim Klauen erwischt. Mit Lippenstiften aus dem Billig-Woolworth.
Irgendwie niedlich.
Hier im Westen werden Kinder zum Maskentragen gezwungen oder müssen wegen der Genderpolitik als 10jährige Jungens durch das Anziehen von Röcken vor der versammelten Klasse beweisen, dass sie "Gendergerechtigkeit" zutiefst aus innerer Seele bejahen. Das ist so unterirdisch böse, da können m.E. selbst die DDR-Potentaten ethisch nicht mithalten.
Bei den wenigen öffentlich bekannt werdenden Korruptionsfällen im Westen handelt es sich regelmäßig um Summen, die das gesamte Politbüro in ihrer gesamten Lebenszeit nicht in der Lage war zu verdienen.