Sag keiner was über die deutsche Jugend: mit dem Fahrrad im Herbst/Winter zum Nordkap. (mVuT)

DT @, Sonntag, 19.12.2021, 23:30 vor 1672 Tagen 2943 Views

https://www.youtube.com/watch?v=08v3ic0KwIk

214 km am Tag Mindeststrecke.

Bei Minute 39:00 sieht man den Spirit, der ein paar Tausend unserer Männer auch in Stalingrad hat überleben lassen.

Respekt!

Nichts im Vergleich zu diesen larmoyanten Rentnern aus der 68er Generation.

Was war denn Deine weiteste Strecke?

mabraton @, Montag, 20.12.2021, 05:28 vor 1672 Tagen @ DT 2107 Views

Hallo @DT,

Du bist doch selbst gern das Vorbild. Also, wer aus "Eurer Familie" hat ähnliches geleistet?

Beste Grüße
mabraton

'Die deutsche Jugend' sehe ich jeden Tag: Handy vor Augen, wischen und tippen, die meiste Zeit auf dem Bett (owT)

Martin @, Montag, 20.12.2021, 07:25 vor 1672 Tagen @ DT 1871 Views

Jordanien

Oblomow, Montag, 20.12.2021, 07:36 vor 1672 Tagen @ DT 2451 Views

bearbeitet von Oblomow, Montag, 20.12.2021, 07:51

Ein Kumpel meines Sohnes ist gerade in Jordanien mit dem Fahrrad. Er wollte eigentlich nach China, Iran hat ihn nicht reingelassen. Gerade arbeitet er als Fremdenführer im Wadi Rum. Er ist adoptiert worden. Er will weiter über Saudi Arabien. Mein Sohn ist mit ihm bis Wien gefahren, wg. Schule musste er zurück, sein Freund hat Abitur schon in der Tasche. Jibbt juute Burschen.

O.

PS: Ich bin vergangenen Sommer an einem Tach von Leipzig nach Berlin mit dem Rad. 220km bei 35 Grad C. Gestartet um 8.00 am Völki und um 24.00 durchs Brandenburger Tor.

SEE THE WORLD 1: The North (full movie) "Iohan Gueorguiev"

hörby, Montag, 20.12.2021, 13:12 vor 1672 Tagen @ DT 1734 Views

bearbeitet von hörby, Montag, 20.12.2021, 13:17

the full version of the first video I made, including the ride over the frozen Atlin lake. (re-uploaded due to some copyright issues with one song)

see the world 1 "See the World" auf Youtube suchen oder "Iohan Gueorguiev"

Die Familie kommt aus Bulgarien.
Iohan wollte in 2019 nach Europa kommen, aber Corona und seine Erkrankung hat es verhindert, schade, schade, wir sind sehr traurig.

https://www.youtube.com/watch?v=OD6sEXyYNFY

Iohan Gueorguiev, ‘Bike Wanderer’ of the Wilderness, Dies at 33

He gained a following online for his lyrical appreciation of the open road while biking through remote landscapes and braving extreme conditions.
https://www.nytimes.com/2021/10/11/travel/iohan-gueorguiev-dead.html

Wir haben ALLE Folgen gesehen

SEE THE WORLD 2: ALASKA
https://www.youtube.com/watch?v=lIbcBZubsUY

SEE THE WORLD 3: The Great Divide in Winter
https://www.youtube.com/watch?v=oa_28YltsuY

SEE THE WORLD 4 - National Parks
https://www.youtube.com/watch?v=q5ivbYvq9WU

--
Mfg.H.

Nun ja, da kann man eine unterschiedliche Meinung drüber haben.

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 22.12.2021, 20:34 vor 1670 Tagen @ DT 1277 Views

bearbeitet von helmut-1, Mittwoch, 22.12.2021, 20:38

Natürlich muss man das als enorme Leistung anerkennen. Hab mir dieses Video ganz reingezogen.

Ich wäre nicht ich, wenn ich da nicht auch einige Kritikpunkte hätte.

Zum einen fehlt mir bei diesem Video ganz klar zum Beginn die Karte, aus der man ersehen kann, welche Route die Kerle da eingeschlagen haben. Ich denke, Skandinavien aus eigener Erfahrung etwas zu kennen, und da hätte mich das schon interessiert.

Das Nächste ist, das man zu so einem Trip niemals eine Frau mitnimmt. Das kann nicht gutgehen, weil schon die Kälte von einer Frau anders gespürt wird als von einem Mann. Dazu unterliegt der Mann nicht den monatlichen Beschwerden der Menstruation, - und es gibt noch mehrere Punkte. Eigentlich sollte es bekannt sein, dass eine Frau naturgemäß immer einen niedrigeren Hämoglobinwert vorhält als ein Mann.

Wir haben auf unseren Nordlandfahrten, auch zum Nordkap, uns mit Leuten unterhalten, die das per Fahrrad gemacht haben, manche auch per Autostopp, - und da bekommt man schon seine Erfahrungen. Die Extremsten waren da interessanterweise die Schweizer.

Das im Winter zu machen, ist in meinen Augen Wahnsinn. Eine derartige Fahrt, egal mit Fahrrad oder Auto, macht man im Juni,beginnend in etwa Anfang Juni. Man muss dann sehen, dass man im Verlaufe des Juli wieder zurück ist, weil es da oft schon verregnet ist.In den August kann man u.U. noch hineinkommen, aber der wird gegen Ende des Monats schon gefährlich. In Stockholm, und das ist doch schon ziemlich südlich, haben wir Ende August 2° und Schneeregen erlebt. Skandinavien zeichnet sich dadurch aus, dass alles früher ist, der Sommer und der Herbst genauso.

Diese Gegend hat eine ganz besondere Schönheit, eine Eigenart in der Landschaft, die wirklich eine Reise wert ist. Ein unbeschreibliches Erlebnis. Aber im Sommer, - im Winter kann man aufgrund der Dunkelheit am Tag nichts mitbekommen, dazu ist alles verschneit. Auch im Juni haben wir 3 m hohe Schneewächten neben der Straße gefunden, in der Nähe des nördl. Polarkreises, bei Mo i Rana, sind darauf herumgekrabbelt, aber mit freiem Oberkörper, weils damals schon 25° warm war.

Ein Erlebnis, wenn man auf dem Camingplatz in Hammerfest im Juni feststellt, dass die Sonne dort nicht untergeht, dann noch ein paar finnische Mädels trifft, die dort Urlaub machen, - es sind unvergessliche Erlebnisse. Zu unserer Zeit waren die Leute in Norwegen nicht so sehr umgänglich, wenn man aus Deutschland oder Österreich kam. Das war Ende der 70er Jahre. Mit den Finnen gabs da überhaupt kein Problem. Man muss aber die Geschichte kennen, als wir in Oslo im Restaurant nichts bekommen haben, als wir auf deutsch bestellt haben.

Die Geschichte war eben die, dass Adolf beim Rückzug aus Norwegen angeordnet hat, nichts übrig zu lassen, und alles in Schutt und Asche zu legen. Das waren nicht nur deutsche Truppen, sondern auch die österr. Gebirgsjäger. Das hat sich in die Erinnerungen der Erlebnisgeneration "eingebrannt".

10 Jahre später, als ich das Problem mit einer Journalistin in Bergen besprochen und festgestellt habe, dass sich das geändert hat, da erklärte mir die Frau, dass eben die Erlebnisgeneration altersmäßig kaum mehr vorhanden ist und die jüngere Generation diese Erfahrungen nicht aufnimmt. Sie sagte, - "wir sind nun eben Europäer geworden".

Als wir uns aber auf dem Nordkap aufgehalten haben (damals gabs noch keinen Tunnell, da gabs nur die Fähre), da haben wir sehr wohl gemerkt, was dort abgeht. Ein Wind, der niemals aufhört, und das mit einer Heftigkeit, was man bei uns nicht kennt. Dort ist ja auch alles kahl, es wächst ja kaum was dort.

Wenn man diese Witterungen aus dem Sommer kennt, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass ein normaler Mensch Lust dazu verspürt, das im Winter durchzuziehen, gerade mit dem Fahrrad. In einer Zeit, wo der Tag nur ganz kurz oder überhaupt nicht vorhanden ist, bei einer extremen Witterung, bei weiß zugedeckten Flächen, wo man nichts von den Naturschönheiten mitbekommt, usw. usw.

Deshalb schlagen da zwei Seelen in meiner Brust, - auf der einen Seite Respekt vor dieser körperlichen Leistung, andererseits Unglauben über soviel Dummheit, sowas im Winter durchzuziehen. Die Kerle hätten auch in irgendeinem Straßengraben erfrieren können, und wen hätte das gekümmert? Die Kommentare wären dann gewesen, - wenn sie so bescheuert sind, das im Winter zu machen, ihre Sache. Wer die Gefahr sucht, kommt darin um.

Um das noch zu ergänzen, weil da auch persönliche Touren angesprochen wurden

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 22.12.2021, 20:48 vor 1670 Tagen @ helmut-1 1264 Views

Wir haben unsere Skandinavientrips immer mit dem Auto gemacht, z.B. Mannheim-Nordkap-Mannheim, ca. 9.000 km über Norwegen, Finnland und Schweden in 21 Tagen. Ein alter Ford 17 m, - hat uns niemals im Stich gelassen (nannte man auch "die Badewanne"). https://ibb.co/KNggWnM

Mit dem Fahrrad habe ich solche Gewalttouren niemals gemacht, - da hol ich mir ja den Wolf. Aber per Autostopp bin ich schon mal von Wien bis Helsinki getrampt, weil ich dort ein Mädel kannte. Aber damals war noch eine andere Zeit. Dazu waren wir damals noch jung und schön, - heute sind wir nur noch schön....
[[rofl]]

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