Dank meiner erzwungenen Auszeit hatte ich Zeit ein Online-Geschäft aufzubauen, welches besser läuft als gedacht und viel besser, als ein Job als Tauchlehrer einbringen könnte.
Ich mach zwar weiter auf Empfehlung, aber die Abwicklung läuft jetzt über meine EU-Firma, die auch die Lizenzen hält. Im "Tauchland" gehe ich praktisch nur noch mit Freunden ins Wasser, keine workpermits mehr erforderlich. Ist zwar ne Grauzone, aber nicht illegal, das Theater tu ich mir nicht mehr an.
In Phuket ist zurzeit ein Hauen und Stechen um jeden Kunden, dass ich als Tauchtourist die Nase voll hätte. Die, die durchgehalten haben, sind dank der neuen Welle zum dritten Mal am Absaufen. Bei rund 2500 Einreisen pro Tag in ganz Thailand jetzt zur Spitzensaison sind, wenn es hochkommt, die Hälfte tatsächlich Touristen und Schneevögel, der Rest hat Bindungen dort und muss sein Geld anderweitig ausgeben.
Deshalb bin ich übrigens in der DomRep, kein Visarun nötig, kein Coronastress und wenn es mir hier zu langweilig wird, geht es weiter nach Mexiko, Kolumbien, Panama, Costa Rica..., die alle keine Lust haben, wegen dieser Hysterie ihre Touristen zu verlieren.
Hier bleibe ich so lange, bis diese Hysterie vorbei ist ... oder ich mich an dieses lateinamerikanische Schönheitsideal gewöhnt habe, was zugegeben eine wirkliche Herausforderung ist.
Phuket selbst möchte ich als lebendige, quirlige Insel in Erinnerung behalten, welche ich nicht mit Bildern von der aufgegebenen Westküste von Kata bis Pa Tong verfälschen will. Ich habe ja noch einige Freunde dort, lese ihre Posts und telefoniere ab und an. Manche haben zum dritten Mal alles geputzt für die von der TAT angekündigten Touristen, Personal zurückgeholt, sich zweimal zertifizieren lassen, irgendwann geht denen auch das oft schon geborgte Geld aus. Übrigbleiben werden die, die eigentlich nicht davon leben müssen, die ihr Geschäft als Zeitvertreib betreiben. Die anderen werden in dieser Saison endgültig aufgeben müssen.
Sollten sich die Asiaten wieder einkriegen und ihre Grenzen öffnen ohne tausend Restriktionen, dann gehe ich auf die Philippinen, bessre Tauchspots, bessere Visaregelungen und mehr Auswahl, an schlechtes Essen gewöhne ich mich ja grad.
Und sollte tatsächlich Euer Gesundheitsminister Premier werden, sieht es für Thailand als LOS ohnehin schlecht aus, jedenfalls für Farangs.