Schon schlecht, wenn man auch Musiker, aber auch Corona-Gegner ist.

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 18.12.2021, 13:00 vor 1502 Tagen 2808 Views

Da kommt morgen einer in unsere Stadt, der international sehr anerkannt ist, und den ich gerne gehört hätte. Der Mann kommt aus Neuseeland, und heißt Vaugh Roberts, ist Trompeter mit internationalem Flair.

Klar hätte ich den Kerl gerne persönlich gehört, - aber da spießt sich etwas in mir.

Die Reklame:

https://www.facebook.com/groups/medieseni/?multi_permalinks=4795171293875259&notif_...

Ich übersetze das, was mir sauer aufgestoßen ist:

Gesundheitsmaßnahmen für das morgige Konzert getroffen:
- Die Kirche hat ein Fassungsvermögen von etwa 220 Plätzen, und es werden höchstens 100 Plätze belegt sein.
- das Tragen einer Maske ist vom Betreten der Kirche bis zum Ende des Konzerts und beim Verlassen des Gebäudes obligatorisch (Ausnahme: Kinder unter 6 Jahren)
- geimpfte Personen werden gebeten, einen Impfnachweis vorzulegen
- Personen, die erkrankt sind, müssen nachweisen, dass sie zwischen dem 15. und dem 180. Tag nach Bestätigung der SARS-CoV-2-Infektion krank waren.
- nicht geimpfte Personen können ein negatives Ergebnis eines RT-PCR-Tests, der nicht älter als 72 Stunden ist, oder eines Antigen-Schnelltests, der nicht älter als 48 Stunden ist, vorlegen
Ich danke Ihnen im Voraus für die Einhaltung der oben genannten Bestimmungen!

Da geht mir doch wieder mal das Messer im Sack auf, und ich muss da was dazuschreiben:

Vier Gründe, warum ich nicht am Konzert in der röm.kath. Kirche in Medias teilnehmen werde:

- ich selbst bin noch niemals in eine Kirche mit Maske gegangen. Ich trete mit Ehrfurcht und Demut vor meinen Herrgott, aber auch mit der Würde, die uns unser Schöpfer bei der Erschaffung der Welt gegeben hat. Bei der Auferstehung zu Ostern habe ich eine Kirche gefunden, wo man mir keine Maske abverlangt hat, und als ich in Deutschland anlässlich meines 70. Geburtstages am Morgen meinem Herrgott für die gesegneten Jahre gedankt habe, fand ich auch eine Kirche, wo ich am Gottesdienst ohne Maske teilnehmen durfte.

- ich bin ein Mensch, der die Gemeinsamkeiten bevorzugt und nicht die Spaltung. Die Politik vieler Regierungen, die Völker in zwei Teile, in zwei Lager zu spalten, unterstütze ich nicht, in dem ich die Anordnungen befolge, sondern ich bekämpfe sie. Wir gehören hier alle zusammen, egal, ob Rumäne, Ungar oder Deutschstämmiger, - dazu sind wir darin vereint, dass wir alle an den selben Gott glauben, - ungeachtet der unterschiedlichen Liturgie.

- es tut mir weh, wenn ich solchen Auftritte und musikalischen Erlebnissen mit Leuten dieser Kategorie entsagen muss, aber ich teile die Absage von Konzerten als Musiker auch persönlich, wenn ich gezwungen werde, irgendwelche Maßnahmen von meinem Publikum zu fordern, die ich selbst nicht mittrage. Ich bin nur ein ganz kleines Lichtlein am Musikhimmel, aber ich orientiere mich dabei an den Großen in der Musikbranche, die das vormachen, bis zu internationalen Musikern wie Erik Clapton. Ich hätte eigetlich erwartet, dass Leute wie Vaugh Roberts auch genügend Rückgrat besitzen, hier Solidarität zu beweisen. Ich werde das diesem Musiker auch noch heute übermitteln.

- ich weiß, dass diese Maßnahmen politisch begründet sind. Die Volksgesundheit interessiert die Verantwortlichen nicht, hat sie auch niemals interessiert. Auch die Verantwortlichen in den einzelnen Kirchenführungen wissen das. Ich gehöre zu den Leuten, die einen Angehörigen der Familie in der NS-Zeit verloren haben, der sich gegen das damalige Regime gewandt hat. Mit Erschrecken stelle ich fest, dass sich die Vorgänge wiederholen. Anstatt, dass sich die Hirten ihrer Schafe widmen und sie vor Schaden schützen, befolgen sie die Interessen ihrer Vorgesetzten, die sich den Regierungen schon deshalb anbiedern, weil es um die finanziellen Zuschüsse geht. Die beiden Kirchen, die im Nationalsozialismus da genügend beschämende Beispiele gegeben haben, haben sich in keinster Form, - was die aktuellen Ereignisse betrifft, geändert. Das macht mir Angst.

Das, was ich hier geschrieben habe, mag man gegen die Interessen der örtlichen Kirchengemeinde interpretieren. Das stimmt aber nicht. Ich unterstütze diese, und habe das auch in der Vergangenheit als Musiker unter Beweis gestellt. Aber ich fühle mich in erster Linie meinem Schöpfer verantwortlich, und dazu meinem Gewissen, und erst danach der Kirche.

Es ist ein Zitat von der "anderen Fakultät", aber ich übernehme es gerne:

"Hier stehe ich, ich kann nicht anders, - Gott helfe mir! Amen."

Helmut und alle Auslandsdeutsche, wir sollten eine Gruppe bilden. Es geht mir um die Freiheit!! o.T.

Mirko, Česko, Samstag, 18.12.2021, 13:41 vor 1501 Tagen @ helmut-1 1317 Views

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Gesunde Menschen zu schädigen, um die Gesundheit der Schwächsten zu erhalten, ist eine Entscheidung der rückständigen Logik.

Volle Zustimmung. OT

Kiwi @, Samstag, 18.12.2021, 16:58 vor 1501 Tagen @ helmut-1 945 Views

Noch ein Nachschlag zum Beginn des Fadens - Kommentar in fb

helmut-1 @, Siebenbürgen, Montag, 20.12.2021, 07:39 vor 1500 Tagen @ helmut-1 773 Views

bearbeitet von helmut-1, Montag, 20.12.2021, 07:44

Natürlich lassen das nicht alle Menschen zu, diese Meinung zu so einer Veranstaltung, wie ich sie beurteilt habe. Klar kommen da auch Gegenmeinungen. Eine will ich hier übersetzen, und auch meine Antwort dazu:

Glauben Sie, dass es uns interessiert, ob Sie die Veranstaltung besuchen oder nicht? Das interessiert absolut niemanden. Warum posten Sie Ihre Meinung immer wieder öffentlich, als ob wer wüsste, was für Stars Sie sind und als ob das irgendjemanden interessieren würde. Bleiben Sie zu Hause und niemand wird Sie vermissen.

Im Übrigen haben Sie absolut kindische Argumente, ich weiß nicht einmal, wie alt Sie wirklich sind, wenn Sie nicht erkennen können, dass das Tragen einer Maske in der Kirche eine Maßnahme für die Sicherheit aller ist. Das ist in allen Kirchen so! Vor allem, weil es in der Kirche viele alte Menschen gibt.

Vielleicht hat Herr Helmut Millionen von Antikörpern, aber alte Menschen und andere vielleicht nicht! Egoistische Leute, bleibt zu Hause, wenn ihr euch nicht um andere kümmert und keine Maske tragen wollt! Und es ist nicht die Schuld der Kirchen, die die Maske tragen, sondern das Gesetz und die Moral, die angesichts der Pandemie geboten ist.

Ich habe es satt, dass Sie sich darüber beschweren, dass Sie an geschlossenen/überfüllten Orten eine verdammte Maske tragen müssen! Vielleicht wollen Sie andere krank machen und sie auf dem Gewissen haben!

Daraufhin meine Antwort:

Stellen wir mal klar, worum es hier geht:

1) Ich mache von meinem Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch. Ich bin Anhänger von Voltaire, und dessen Weltanschauung kann man in dem Zitat von Beatrice Hall zusammenfassen:
"Ich mag verdammen was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst".
Die Meinungsfreiheit ist die Grundlage jeder echten Demokratie. Jeder, der sich gegen diese Meinungsfreiheit ausspricht, ist ein Gegner des demokratischen Gedankens.

2) Ich habe in keinster Weise andere dazu aufgerufen, dieser Veranstaltung fernzubleiben. Was ich gesagt habe, bezog sich nur auf meine Person. Das kann jemand genauso sehen oder auch völlig anders, wie z.B. Sie. Und hier kristallisiert sich bereits der Unterschied heraus: Ich respektiere Ihre Meinung, Sie aber bekämpfen meine Meinung.

3) Sie unterstellen mir "kindische Argumente", wenn ich das Tragen einer Maske in der Kirche ablehne. Wenn die Bevölkerung durch richtige Informationen über den Umgang mit diesem Virus aufgeklärt wäre, dann hätten wir eine wesentlich bessere Situation. Damit meine ich:

a) Die üblichen (einfachen) Masken bieten überhaupt keinen Schutz

b) Es gibt nur die Ansteckung über den direkten Kontakt mit einem Infizierten, der aber auch klare Krankheitssymptome aufweist. Das erfolgt über Tröpfchen in der Atemluft, wenn man niest oder hustet.

c) Wenn man in einer Kirche einen Abstand von 1m zum Sitznachbarn einhält, ist es unmöglich, dass man von einem anderen Menschen, der auch positiv getestet sein kann, angesteckt wird. Es gibt die Gesetze der Physik, und zwar der Diffusion mit der Brownschen Molekularbewegung, und es dürfte klar sein, das bei eine derartigen Raumhöhe wie in einer Kirche dann keine Ansteckung möglich ist. Im Gegensatz zum einem Wahllokal, das in einem Klassenzimmer in niedriger Raumhöhe etabliert ist.

d) Wenn jemand eindeutige Krankheitssymptome hat, dann obliegt es der Verantwortung eines Staatsbürgers, zuhause zu bleiben, sich auszukurieren und nicht an öffentlichen Veranstaltungen teilzunehmen.

4) Sie sprechen von "Moral". Wenn der Staat Verordnungen erlässt (es sind ja keine Gesetze, die vom Parlament bestimmt werden), die nicht zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung geeignet sind, und sogar die gesundheitsfördernden Informationen dem Bürger verschweigt, diese Maßnahmen der Regierung bereits mehrmals vom höchsten Verfassungsgericht als nicht konform mit der Verfassung erklärt wurden, dann liegt eine völlig andere Situation vor. Diese Situation gebietet dem Bürger. der sich dem Sinn des Wortes "Moral" bewusst ist, sich dieser These von Papst Leo XIII. unterzuordnen:

"Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht, Gehorsam aber Verbrechen!"

5) Da es sich um eine Veranstaltung in der röm.kath. Kirche gehandelt hat, möchte ich abschließend noch auf eine andere Tatsache hnweisen, die religiös begründet ist:

Im Alten Testament gab es eine klare Anweisung, dass man die Infizierten aus der Gemeinschaft auszugrenzen hat. Im Neuen Testament gibt es genügend Beispiele, wo selbst Jesus diese Anordnung gebrochen hat, und sich diesen Leuten gewidmet hat. Ohne Maske.

Wenn Sie die entsprechenden Passagen in der Bibel nicht finden, ich helfe Ihnen gerne dabei.

Noch eine Anmerkung:
Natürlich wird vom Pfarrer dieser Kirche keine Gegenmeinung kommen, ich kenne den Mann sehr gut und tauschen uns auch aus. Wir liegen mit unserer Meinung auf dem selben Gleis. Aber aufgrund der "höheren Anordnung" muss er sich fügen und seine persönliche Meinung für sich behalten.

Wahrscheinlich kann man sich denken, dass ich, solange diese Bestimmungen in der Kirche gültig sind, es abgelehnt habe, wie in früheren Zeiten zu den hohen Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten in der Kirche das "Ave Maria" oder anderes vorzutragen.

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