Schon schlecht, wenn man auch Musiker, aber auch Corona-Gegner ist.
Da kommt morgen einer in unsere Stadt, der international sehr anerkannt ist, und den ich gerne gehört hätte. Der Mann kommt aus Neuseeland, und heißt Vaugh Roberts, ist Trompeter mit internationalem Flair.
Klar hätte ich den Kerl gerne persönlich gehört, - aber da spießt sich etwas in mir.
Die Reklame:
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Ich übersetze das, was mir sauer aufgestoßen ist:
Gesundheitsmaßnahmen für das morgige Konzert getroffen:
- Die Kirche hat ein Fassungsvermögen von etwa 220 Plätzen, und es werden höchstens 100 Plätze belegt sein.
- das Tragen einer Maske ist vom Betreten der Kirche bis zum Ende des Konzerts und beim Verlassen des Gebäudes obligatorisch (Ausnahme: Kinder unter 6 Jahren)
- geimpfte Personen werden gebeten, einen Impfnachweis vorzulegen
- Personen, die erkrankt sind, müssen nachweisen, dass sie zwischen dem 15. und dem 180. Tag nach Bestätigung der SARS-CoV-2-Infektion krank waren.
- nicht geimpfte Personen können ein negatives Ergebnis eines RT-PCR-Tests, der nicht älter als 72 Stunden ist, oder eines Antigen-Schnelltests, der nicht älter als 48 Stunden ist, vorlegen
Ich danke Ihnen im Voraus für die Einhaltung der oben genannten Bestimmungen!
Da geht mir doch wieder mal das Messer im Sack auf, und ich muss da was dazuschreiben:
Vier Gründe, warum ich nicht am Konzert in der röm.kath. Kirche in Medias teilnehmen werde:
- ich selbst bin noch niemals in eine Kirche mit Maske gegangen. Ich trete mit Ehrfurcht und Demut vor meinen Herrgott, aber auch mit der Würde, die uns unser Schöpfer bei der Erschaffung der Welt gegeben hat. Bei der Auferstehung zu Ostern habe ich eine Kirche gefunden, wo man mir keine Maske abverlangt hat, und als ich in Deutschland anlässlich meines 70. Geburtstages am Morgen meinem Herrgott für die gesegneten Jahre gedankt habe, fand ich auch eine Kirche, wo ich am Gottesdienst ohne Maske teilnehmen durfte.
- ich bin ein Mensch, der die Gemeinsamkeiten bevorzugt und nicht die Spaltung. Die Politik vieler Regierungen, die Völker in zwei Teile, in zwei Lager zu spalten, unterstütze ich nicht, in dem ich die Anordnungen befolge, sondern ich bekämpfe sie. Wir gehören hier alle zusammen, egal, ob Rumäne, Ungar oder Deutschstämmiger, - dazu sind wir darin vereint, dass wir alle an den selben Gott glauben, - ungeachtet der unterschiedlichen Liturgie.
- es tut mir weh, wenn ich solchen Auftritte und musikalischen Erlebnissen mit Leuten dieser Kategorie entsagen muss, aber ich teile die Absage von Konzerten als Musiker auch persönlich, wenn ich gezwungen werde, irgendwelche Maßnahmen von meinem Publikum zu fordern, die ich selbst nicht mittrage. Ich bin nur ein ganz kleines Lichtlein am Musikhimmel, aber ich orientiere mich dabei an den Großen in der Musikbranche, die das vormachen, bis zu internationalen Musikern wie Erik Clapton. Ich hätte eigetlich erwartet, dass Leute wie Vaugh Roberts auch genügend Rückgrat besitzen, hier Solidarität zu beweisen. Ich werde das diesem Musiker auch noch heute übermitteln.
- ich weiß, dass diese Maßnahmen politisch begründet sind. Die Volksgesundheit interessiert die Verantwortlichen nicht, hat sie auch niemals interessiert. Auch die Verantwortlichen in den einzelnen Kirchenführungen wissen das. Ich gehöre zu den Leuten, die einen Angehörigen der Familie in der NS-Zeit verloren haben, der sich gegen das damalige Regime gewandt hat. Mit Erschrecken stelle ich fest, dass sich die Vorgänge wiederholen. Anstatt, dass sich die Hirten ihrer Schafe widmen und sie vor Schaden schützen, befolgen sie die Interessen ihrer Vorgesetzten, die sich den Regierungen schon deshalb anbiedern, weil es um die finanziellen Zuschüsse geht. Die beiden Kirchen, die im Nationalsozialismus da genügend beschämende Beispiele gegeben haben, haben sich in keinster Form, - was die aktuellen Ereignisse betrifft, geändert. Das macht mir Angst.
Das, was ich hier geschrieben habe, mag man gegen die Interessen der örtlichen Kirchengemeinde interpretieren. Das stimmt aber nicht. Ich unterstütze diese, und habe das auch in der Vergangenheit als Musiker unter Beweis gestellt. Aber ich fühle mich in erster Linie meinem Schöpfer verantwortlich, und dazu meinem Gewissen, und erst danach der Kirche.
Es ist ein Zitat von der "anderen Fakultät", aber ich übernehme es gerne:
"Hier stehe ich, ich kann nicht anders, - Gott helfe mir! Amen."