Nicht ganz richtig, hohe Testquoten einfach erklärbar. Nicht aber die Übersterblichkeit

Martin, Samstag, 18.12.2021, 11:16 (vor 1502 Tagen) @ DT1905 Views

Die Frage ist immer, wie die Testabläufe sind.

Zuerst mal, wenn man sich die PCR!-Testungen anschaut, dann testen Länder, wie Dänemark, UK, Frankreich im Vergleich zu Deutschland wie der Teufel: https://ourworldindata.org/explorers/coronavirus-data-explorer?zoomToSelection=true&...

Wenn in einem Land erst per Schnelltest vorselektiert wird, dann steigen automatisch die Positivquoten, ist aber auch die Anzahl der PCR-Tests niedriger. Das ist in Deutschlands Schulen der Fall. Allerdings spielen die Schüler in der Statistik aller positiven Tests keine große Rolle.

In Deutschland wird aber auch in den Betrieben viel mit Schnelltests vorselektiert, im Gesundheitsbereich sogar auch Geimpfte. Wie genau das in anderen Ländern ist, ist uns wohl nicht so bekannt. Deshalb vergleicht und entscheidet man besser auf Basis der Hospitalisierungen oder der Sterbedaten. Und da liegt D vor allen Ländern, am ehesten nahe Frankreich. Aktuell sind die dänischen Inzidenzen ca. 3x so hoch wie die in D, umgekehrt sind die Sterberaten in D ca. 4x so hoch wie in DK.

Nach den excel-Daten von Statista ist die Übersterblichkeit in D bei den 60+-jährigen ca. 4500 in KW 48. Nach dem Wochenbericht des RKI sind in KW 48 ca. 350 Menschen 60+ an COVID-19 gestorben (vier-Wochenzahlen geteilt durch 4). Tendenz der Übersterblichkeit steigend. Die Übersterblichkeit liegt bei 25 % im Vergleich zu 2016-2020. Dabei wäre zu erwarten, dass schon im Winter 2020/2021 viele ältere Menschen weggestorben sind. Bevor die deutsche Regierung andere Länder zu Hochrisikogebieten erklärt, müsste sie Deutschland für 60+-Jährige zum Hochrisikogebiet erklären, aber nicht wegen Corona.


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