Akif Pirincci und der kleine Bruder von Röhl (Konkret Herausgeber, Ex von U. Meinhof) zur kulturellen Situation in Deutschland
Obwohl insgeheim einzelne und sehr erfahrene Produzenten uns Rückendeckung geben, ist einen überzeugenden Cast aufzustellen fast ein Ding der Unmöglichkeit. Wegen der Angst der Darsteller vor „Kontaktschuld“ mit meiner Person. Wir lassen zur Zeit junge Schauspieler Probeaufnahmen absolvieren, und was soll ich sagen, die junge Generation der deutschen Schauspielkunst ist einfach fantastisch!
Dazu kommt, daß diese jungen Leute von der Story und den Charakteren darin begeistert sind und drauf brennen, in einem klassischen Liebesfilm, in dem die Liebe nicht als ein Problem, sondern als tragisches Schicksal dargestellt wird, mitzuspielen.
Doch kurz vor der endgültigen Zusage winken sie alle ab – obwohl sie sich solche Mühe mit den Probeaufnahmen gegeben haben.
Eine junge und unfaßbar talentierte Schauspielerin schrieb uns, daß sie tagelang mit sich gerungen habe, ob sie die Rolle der Odette annehmen solle, weil sie die Geschichte und die Figur so toll fand. Aber sie stünde erst am Anfang ihrer Karriere und wolle diese nicht durch „falschen Umgang“ mit einem verfemten Künstler in Gefahr bringen. Eine andere Schauspielerin schrieb ganz offen, daß sie die Rolle spielen werde, wenn ich einen „politischen Sinneswandel“ vollziehen und diesen auch öffentlich machen würde.
https://der-kleine-akif.de/2021/12/12/volk-ohne-kultur/
Doch was ich im Schaufenster sonst noch erblickte, war von abstoßender Konformität.
Alles, aber auch alles war da auf Frau gequält, wie Journalisten über die Machart von Frauenzeitschriften zu witzeln pflegen. Beziehungsweise auf queer geeicht. Der Frauen Atlas, Das Patriarchat der Dinge, Me and white Supremacy, 75 Heldinnen der Literatur, Geständnisse einer Teilzeit-Feministin, Feminism is for everyone, Female Choice, Schwules und lesbisches Leben in der Bundesrepublik, Caroline Kekebus, Warum Männer Frauen töten – das volle Programm.
Vier der ausgestellten Bücher stammten aus der Produktion einer Schwedin mit Namen Liv Strömquist. Die womöglich unkomischste Comiczeichnerin, welche die lesbisch-schwule Szene hervorgebracht hat, für Fans von Ralf König und dem frühen Walter Moers eine peinliche Zumutung.
Und dann, groß und prominent am Ladeneingang plakatiert, ein Joint Venture von Barack Obama und Bruce Springsteen. Ebony & Ivory im Rentnerpack. Ikonen des besseren Amerika, so to say.
Ein paar Straßen weiter sah es genauso aus, nur noch penetranter. Dort waren die Fenster eines Buchladens entweder auf Klimapanik (Die Grüne Null, Wege aus der Klimakrise, Noch haben wir die Wahl, Klimawandel – ein Appell, Die Klimaschmutzlobby, Gretas Weg) oder auf die Verbrechen des Kapitalismus (Lobbyland, Das Ende der Gier, Das Ende des Kapitalismus, Die Cum-Ex-Files) getrimmt.
https://www.achgut.com/artikel/zum_teufel_mit_den_buchlaeden