Muss mal wieder sein. Schreibaktion eines überzeugten Österreichers
Ist mir egal, ob das nur ich mache, oder ob andere ähnliche Schreiben vorbereiten. Klar ist, es geht nicht nur an die Botschaft, sondern auch an die Regierung, Presse, etc.
Obs was bringt, - wohl kaum. Aber diejenigen, die den ganzen Mist zu verantworten haben, sollen wissen, dass das im Volk nicht jeder mitträgt. Dazu erleichtert es mich, - ich fress so Themen nicht gerne in mich hinein. Erzeugt Magenbeschwerden.
Der Inhalt des Schreibens:
An die Österreichische Botschaft
In Bukarest, an Ihre Exzellenz,
Die Botschafterin Adelheid Folie Datum: 13.11.2021
- die Entwicklung in Österreich in den letzten Tagen
Sehr geehrte Frau Botschafterin, sehr geehrte Damen und Herren in der rumänischen Vertretung!
Leider haben wir durch die Corona-Restriktionen der letzten beiden Jahre keine persönliche Bekanntschaft machen können, was vorher durch die Initiative von Konsul Huber anlässlich unseres Staatsfeiertages immer wieder ermöglicht wurde. Trotzdem kann ich nicht umhin, als ein seit 18 Jahren in Rumänien lebender Österreicher Ihnen diese Gedanken mitzuteilen, die bei der Beobachtung der Ereignisse in Österreich aufkommen.
Ich bin mir dessen völlig bewusst, dass Ihre Institution für diese Entwicklung nicht verantwortlich ist, - nicht verantwortlich sein kann. Trotzdem drängt es mich, Ihnen das mitzuteilen, was schon Luther mit den Worten „ dem Volk aufs Maul schauen“ bezeichnet hat. Wie sonst sollen Sie als die Vertretung unseres Landes die Empfindungen erfahren, die ein Österreicher in Rumänien hat.
Vorweg muss ich sagen, dass ich sehr wohl die Vorgänge in der Welt verfolge, insbesondere in Deutschland, wo ich Jahrzehnte meines Lebens zugebracht habe, und natürlich in Österreich, was immer mein Heimatland sein wird. Das spiegelt sich in den politischen Foren wider, in denen ich sehr viel schreibe. Daraus aber resultieren auch Meinungen von anderen Staatsbürgern, die mich nachdenklich machen.
Der aktuelle Anlass ergibt sich aus den Meldungen, dass man in Oberösterreich die Ungeimpften in der Form „bestrafen“ will, indem man sie mit einem persönlichen Lockdown belegt. Die juristische Bewertung übersteigt mein Kenntnisse , wenn man die Leute zu einer Impfung durch die Hintertür zwingt, die – lt. rumänischem Usus – durch die persönliche Unterschrift unter ein Formular, woraus die Begriffe „experimenteller Impfstoff“ und „eigene Verantwortung“ resultieren, unklar ist.
Sowohl meine Frau als auch ich werden niemals einer Impfung zustimmen, zumal wir beide mit bestimmten Vorerkrankungen behaftet sind, die eine Impfung nicht zulassen. Meine Frau ist in Österreich --------- beschäftigt, leidet aber an ------------. Den meisten Ärzten in Österreich ist diese Krankheit gar nicht geläufig. Ich wiederum hatte vor einigen Monaten eine Thromboflebitis, die derzeit am Abklingen ist, wobei sich aber am anderen Bein nun eine neue Akkumulation abzeichnet. Ich werde wohl um eine Operation nicht umhinkommen.
Natürlich bin ich mir dessen bewusst, das mein Vater genau in dem Alter, in dem ich mich befinde, an einer Embolie verstorben ist, die durch eine Thrombose, resultierend aus seinen starken Krampfadern, ausgelöst wurde. Natürlich liegt es in meinem ureigenen Interesse, diese Risiken abzuschätzen und mich dementsprechend zu verhalten.
Die Politik der österreichischen Regierung sowie deren angeschlossenen Medien verteufeln aber solche Leute wie mich und meine Frau. Wir werden einfach zu „persona non grata“ deklariert und damit eindeutig diffamiert, weil wir uns nicht impfen lassen.
Ich bete dafür, dass sich der Zustand wieder in eine Normalität begibt. Das Anwesen meines Vaters in -----------, das ich geerbt habe, sollte eigentlich als ein Ort der Zusammenkunft meiner Kinder fungieren, die in Deutschland, Österreich und Rumänien leben. Ich weiß nicht, ob ich jemals mehr das Bedürfnis habe, unter diesen Umständen meine alte Heimat zu besuchen. Vielleicht verkaufe ich alles. Das tut weh. Ich weiß nicht, ob Sie mich verstehen.
In einem politischen Forum habe ich folgendes geschrieben:
Ich bin Österreicher, und das bin ich auch nach 50 Jahren "Leben im Ausland". Niemals werde ich was anderes sein. Ich bin stolz auf meine Herkunft, auf mein Land.
Wohin schwimmt nun der Stecken? Wird die Zeit kommen, in der ich sagen muss:
"Ja, ich bin Österreicher, aber Entschuldigung, ich kann nichts dafür."
Eine furchtbare Entwicklung, besonders moralisch, besonders für mich.
In der österr. Bundeshymne beginnt die 1. Strophe mit den Worten:
Land der Berge, Land am Strome,
Land der Äcker, Land der Dome,
Land der Hämmer, zukunftsreich.
.....
Land der Hämmer, ja, leider, - aber damit verspielt man seine Zukunft.
Auf Kosten des Lebenswertes der Bevölkerung, Verlust des Arbeitsplatzes usw. ignoriert man die Meinungen der Fachleute, wie z.B. diese:
„Die Ungeimpften sind verantwortlich für die Toten, heißt es so oft, auch aus dem Mund von Politikern.
Solche Aussagen sind falsch.
Wir alle befinden uns in der Pandemie, die Geimpften und die Ungeimpften. Und wir alle können das Virus weitergeben.
Der Anspruch der Impfung war es nie, eine Infektion zu unterbinden, sie sollte vor einem schweren Verlauf schützen.
Die Impfung ist Eigenschutz, kein Fremdschutz.“
(Professor Hendrick Streeck, Direktor des Instituts für Virologie an der Universitätsklinik in Bonn, im Interview mit der Zeitung "die Welt" vom 1.11.2021)
Als ich aber die „Krönung“ der Entwicklung gelesen habe, wobei man dazu übergegangen ist, den Besuchern in einem österr. Bordell, wenn sie sich dort impfen lassen, eine halbe Sexstunde gratis zu geben, da hat sich in mir etwas umgedreht. Erst dachte ich, es wäre ein fake, aber meine österr. Informanten haben mir das bestätigt, es kam auch auf facebook:
https://www.facebook.com/photo/?fbid=422522052775915&set=a.301439468217508
Können Sie sich vorstellen, wie ich meine rumänischen Freunde lächerlich gemacht habe, als die Aktion in Bukarest mit den Gratis-Mici („Cevapcici“) als Impfköder gelaufen ist? Können Sie sich nun vorstellen, wie mich meine rumänischen Freunde nach dieser Meldung jetzt auslachen?
Sehr geehrte Frau Botschafterin, ich bin mir dessen völlig bewusst, dass ich mir mit solchen Gedanken keine Freunde mache. Schon Voltaire hat so sinnig gesagt:
„Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen.“
Die Parallelität zu den Propagandamethoden im 3. Reich wird immer auffälliger. Ich weiß das schon deshalb, weil ich mich intensiv dafür interessiert habe, unter welchen Umständen mein Großvater damals im Widerstand umgekommen ist. Viele aus meiner Generation haben ihren Eltern und Großeltern vorgeworfen, - warum habt ihr geschwiegen, warum habt ihr nicht den Mund aufgemacht, als noch Zeit dafür war?
Meine Nachfahren werden mir das einmal nicht vorwerfen können. Ich habe keine Angst davor, das zu sagen, was gesagt werden muss. Blut ist schließlich dicker als Wasser. Die Menschenrechte werden derzeit eklatant verletzt, die Meinung der Bevölkerung wird gezielt manipuliert. Genauso begann es in den 30er Jahren, auch, wenn damals die politische Zielrichtung eine andere war.
Die Grundprinzipien aus unserem Bundesverfassungsgesetz, insbesondere die aus Artikel 7, werden derzeit mit Füßen getreten. Jeder Staatsrechtler kann Ihnen das belegen, - ich weniger, meine beruflichen Schwerpunkte liegen auf einem anderen Gebiet.
Sehr geehrte Frau Botschafterin, es hat mich gedrängt, Ihnen diese Gefühle, Erkenntnisse, - wie man es auch nennen mag, als jahrzehntelanger Auslandsösterreicher mitzuteilen. Sie oder ich, - beide werden wir da kaum was ändern daran. Aber Sie sollen wissen, wie die Österreicher im Ausland denken, und ich bin eine Art der Ausnahme, weil ich Ihnen das schreibe. Die meisten meiner Landsleute, die genauso denken, schweigen. Leider.
Ich hoffe, dass Sie verstehen werden, wenn ich diese Gedanken und dieses Schreiben in verschiedenen Medien veröffentliche. Denn ich sehe es als meine persönliche und auch moralische Verpflichtung als Österreicher an, dass die Errungenschaften durch Raab und Figl im Jahre 1955 nicht umsonst gewesen sind.
Mit vorzüglicher Hochachtung
![[[wut]]](images/smilies/wut.gif)
![[[la-ola]]](images/smilies/la-ola.gif)