Rückfrage dazu

Manuel H., Samstag, 13.11.2021, 08:00 (vor 1531 Tagen) @ randomizer2099 Views

Gab es tatsächlich einen institutionellen Pflegenotstand? Oder gab es den nur im privaten Bereich?

Soweit ich weiß, ist es gängige und geduldete Praxis, dass osteuropäische Pflegekräfte im privaten Bereich die Pflege an allen Gesetzen vorbei übernehmen. Mit anderen Worten, man stellt sie ohne Papiere und ohne Abgaben ein, zahlt denen Cash ein Monatssalär weit unter gesetzlichem Mindestlohn zzgl kostenloser Pritsche im Gästezimmer plus Badnutzung, gegessen wird, was die Pflegekraft für sich und die Pflegeperson kocht. Arbeitszeit ist eine 7-Tage-Woche, von denen ein guter Teil aber lediglich "Bereitschaftsdienst" sprich Anwesenheit ist. Basis ist ein Touristenvisum, deswegen müssen die Pflegekräfte alle drei Monate getauscht werden (Tante oder Cousine der ukrainischen, rumänischen Pflegekraft kommt stattdessen)

Wenn die plötzlich an der Grenze abgewiesen werden, kann und wird sich natürlich keiner beschweren. Ersatz ist für die betroffenen Familien natürlich auch nicht zu finden. Dann bleibt nur noch, die Alten sich selbst überlassen oder in ein Pflegeheim einweisen. Beides dürfte die Mortalität stark erhöht haben.


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