Schäme mich etwas für den Filmtipp OECONOMIA, heute 3SAT.

Weiner, Montag, 08.11.2021, 19:00 vor 1534 Tagen 5809 Views

bearbeitet von Weiner, Montag, 08.11.2021, 19:26

Dass ich da einen neuen Thread öffnen muss. Ist aber alles hier mit Covid und Preissteigerungen vollgeschrieben. Läuft heute ab 22:30 Uhr, und für knapp anderthalb Stunden. Könnte ja sein, dass jemand keine Zeit hatte ins Kino zu gehen - oder ausgelockt war, denn die Premiere fiel, vor einem Jahr, in eine C-Welle. Und könnte ja sein, dass sich jemand hier für 'Geld' etc. interessiert. MfG, Weiner

EDIT: Sorry, noch ein LINK zu Beschreibung:

https://www.3sat.de/film/dokumentarfilmzeit/oeconomia-100.html

http://oeconomia-film.de/

https://de.wikipedia.org/wiki/Carmen_Losmann

- ist die Regisseurin, stammt aus Crailsheim im Schwäbischen. Ganz in der Nähe gab's oder gibt's vielleicht noch heute die kleinste unabhängige Genossenschaftsbank in D, also von den Dörflern getragen. Die hatte in der Zeit, als ich anfing, mich mit Geldtheorie zu beschäftigen, ein Bauer im Nebenerwerb bzw. ehrenamtlich betrieben. Gibt's auch eine DVD mit einer Doku dazu, "Geld wie Heu" oder "Schotter wie Heu". Im Film OECONOMIA wirkt Samirah Kenawi mit, die ich in Frankfurt damals besucht hatte (vor 15 Jahren), um mich zu versichern, dass das, was sie in ihrem Buch "Falschgeld" beschrieb, so ungefähr wahr wäre ...

https://falschgeldsystem.de/samirah-kenawi/

Das Gelbe schämt sich, dass Du, Weinerleben, Dich schämen must

stokk, Montag, 08.11.2021, 19:57 vor 1534 Tagen @ Weiner 3932 Views

Verzeihe dem Forum, sei nicht nachtragend.

Danke für den Tip!

Für meine Begriffe zu Unrecht

dersachse @, Montag, 08.11.2021, 22:46 vor 1534 Tagen @ Weiner 3444 Views

Bisher sehr informativ. Gruss

--
In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)

Viele Fragen des Gelben Forums wurden durch den Fim beantwortet. Die größte Frage bleibt: Wie geht es weiter? (owT)

hanno @, Dienstag, 09.11.2021, 00:06 vor 1534 Tagen @ Weiner 3192 Views

Hallo,

viele Fragen des Gelben Forums wurden durch den Fim beantwortet. Die größte Frage bleibt: Wie geht es weiter?

Auf jeden Fall sehenswert!

Grüße

hanno

Eher doch ein Film über Architektur ...

Weiner, Dienstag, 09.11.2021, 02:43 vor 1534 Tagen @ Weiner 3460 Views

... und über das Innendesign von Bankgebäuden? Oder ein Film mit sehr viel Nachdenkpausen?

Die Informationsdichte war für den bereits Informierten nicht gerade hoch. Für Un-Informierte war der Film möglicherweise etwas langatmig. Mein Fazit wäre: man hat nach dem Film das nicht genauer bestimmbare aber ganz sichere Gefühl, dass mit dem Geldsystem etwas nicht in Ordnung ist. Das ist mal schon was.

Bemerkenswert fand ich, dass die Regisseurin einigen Top-Managern die wohl ehrlichen Statements entlocken konnte, dass sie die Dinge auch nicht ganz blicken und eigentlich auch nicht wissen, wie es weitergeht. Das erinnert mich an eine Veranstaltung in der Deutschen Bank in Ffm (15 Jahre zurück), als nach einem langen Vortrag der Chef der Presseabteilung von einem Studenten vor einem Publikum von etwa 200 Leuten gefragt wurde, woher das Geld für den (zusätzlichen) Zins kommt, wenn doch das übrige Geld nur ein Kredit ist. Und der Oberbanker wußte darauf keine Antwort.

Die Frage von @Hanno im parallelen Beitrag hier, mit der ja auch der Film selbst schließt, ist meines Erachtens nicht scharf genug gestellt. Für mich heißt es nicht "wie geht es weiter?", sondern es heißt: was kann ich tun (was können 'wir' tun ...). Denn ich bin der Meinung, dass man das Geldsystem nicht denen überlassen sollte, die es jetzt noch in den Händen haben und einen nicht angemessenen Profit aus ihm ziehen.

Geld gehört für mich in den Bereich INFRASTRUKTUR (engl. utilities), etwa wie das Straßensystem. Und das kann nicht privat gehalten, verwaltet und verrentet werden.

Vermutlich bestehen hier im Forum (v.a. unter den Altforis ...?) ziemliche Vorbehalte gegen ein Vollgeldsystem. Es gibt daran aber einige bedenkenswerte Aspekte. Und wenigstens sind die Leute von der Monetative rührig. Ihre nächste Veranstaltung ist am 18. November. Vielleicht interessiert sich ja jemand dafür ...

https://monetative.de/webkonferenz-geldgier-und-geldhass/

https://monetative.de/

Grüsse, Weiner

Was ist der Erkenntnisgewinn des Films?

Martin @, Dienstag, 09.11.2021, 14:10 vor 1533 Tagen @ Weiner 2697 Views

Finanzvorstände mit Fragen zu Kreditausweitungen und der ultimativen Herkunft der Gewinne zu befragen, ist wie den Autofahrer zur Funktion ihrer Motoren zu befragen. Die können das beantworten, wenn sie sich zufällig dafür interessieren, benötigen das aber nicht für die Bedienung ihrer Systeme.

Die Darstellungen "Die Wirtschaft wächst, wenn Kredite vergeben werden" vs. "Kredite werden vergeben, wenn die Wirtschaft wächst" ist nicht paradox. Der Luftballon wird größer, wenn man Luft reinpustet, Luft wird reingepustet, wenn der Luftballon wachsen soll. Ein Vorgang, der in sich konsistent ist. Hat der Luftballon ein Leck, muss er nicht mal platzen. Das würde einer Inflation entsprechen. Was auf dem Papier wie Geldmengenwachstum aussieht, muss nicht auch ein Wertwachstum sein.

Aber vieles von dem, was an Fragen in den Raum gestellt wurde, hat mit Regelungsmechanismen zu tun, die der Mensch nur schlecht verbal kommunizieren kann. Da müsste ein Regelungstechniker ein Modell erstellen, mit Quellen,Speichern, ....., Senken, wo man durch Parametervariation die Systemantwort zeigen kann. Das müsste es doch eigentlich geben. Das würde dann auch transparent machen, wie die Schlauen das System für sich nutzen.

Dann blieb ein Punkt unvollendet: Wo sind die limitierenden Faktoren im System: Die Bank kann beispielsweise ihre Bilanzsumme nicht beliebig ausweiten. Und wer fragt, wo die Gewinne herkommen müsste auch fragen, wo die Verluste hingehen. Und, und, und,...

Ja, da "stimmt was nicht" u.a. mit dem Geldsystem ..

Beo2 @, NRW Witten, Mittwoch, 10.11.2021, 11:04 vor 1532 Tagen @ Weiner 2447 Views

bearbeitet von Beo2, Mittwoch, 10.11.2021, 11:53

Mein Fazit wäre: man hat nach dem Film das nicht genauer bestimmbare aber ganz sichere Gefühl, dass mit dem Geldsystem etwas nicht in Ordnung ist. Das ist mal schon was.

Ich bin mir, nach meinem Studium aller! bekannten oder vorgeschlagenen Geldsysteme, ganz sicher, dass mit dem heutigen Geldsystem vieles! "nicht in Ordnung" ist. Die Hauptmängel sind:

_ 1) Die gesetzlichen Aufgaben der staatlichen Zentralbank wurden (mit voller Absicht) völlig! falsch definiert und konzipiert. Der Hauptprofiteur davon sind die privaten Banken .. die an den Aufgaben der ZB selbstverständlich "mitgeschrieben" haben. Sie wurden überflüssigerweise als "parasitäre Mauteintreiber" zwischen den Staat und seine eigene Zentralbank plaziert. Ich bezeichne das Ergebnis als den "Hüttchenspieler-Trick" mit den Staatsanleihen.
_ 2) Es fehlt eine wirklich wirksame! Schuldenbremse (Deckelung) für die Staatsverschuldung .. in fester Ankopplung an das BIP.
_ 3) Es fehlt ein sicheres! Geld- bzw. Zahlungssystem (sog. Vollgeld) - was den Staat und die ganze Gesellschaft permanent bedroht und erpressbar macht - um privaten Banken äußerst lukrative "Geldschöpfungs'kompetenz" (.. eines Derivats des ZB-Geldes) zu gewähren. Diesen schwerwiegenden Fehler haben die ZB-Banker und einige Spitzenpolitiker inzwischen erkannt und arbeiten an einer (digitalen) Vollgeld-Lösung.

Bemerkenswert fand ich, dass die Regisseurin einigen Top-Managern die wohl ehrlichen Statements entlocken konnte, dass sie die Dinge auch nicht ganz blicken und eigentlich auch nicht wissen, wie es weitergeht.
Das erinnert mich an eine Veranstaltung in der Deutschen Bank in Ffm (15 Jahre zurück), als nach einem langen Vortrag der Chef der Presseabteilung von einem Studenten vor einem Publikum von etwa 200 Leuten gefragt wurde, woher das Geld für den (zusätzlichen) Zins kommt, wenn doch das übrige Geld nur ein Kredit ist. Und der Oberbanker wußte darauf keine Antwort.

Ich aber weiss es .. und habe hier deshalb keine grundsätzlichen Bedenken. Ganz kurz gefasst:

Erstens, Kredite werden in der heutigen VW weder gleichzeitig aufgenommen, noch sind sie gleichzeitig zur Tilgung fällig - es gibt da eine chronologische Verschiebung und zugleich Überlappung. Dies ist für eine nachhaltig funktionierende Kreditwirtschaft und den ZINS von entscheidender Bedeutung: Es sind die ganz frischen, noch "lange" nicht zu tilgenden Kreditaufnahmen, die den Zins für diejenigen Kredite liefern, deren Tilgung kurz bevorsteht. Dies ist die erste notwendige Bedingung.

Die zweite Funktionsbedingung ist: dass Kreditnehmer, die gerade ihren Kredit tilgen, sich nach einer "Verschaufpause" wieder als Kreditnehmer zur Verfügung stellen .. immer wieder. Dies ist bei den meisten Unternehmen sowie beim Staat der Fall. Ich bezeichne dies als (nachhaltiges) "Recycling von Nachschuldnern" oder als das "Prinzip Fahrradkette in der Kreditwirtschaft". Zudem, verschlissene Kettenglieder werden durch natürlichen Nachwuchs reibungslos ersetzt. Sollte diese geschlossene! Kette einmal reißen oder willkürlich aufgeschnitten werden, kommt die VW unweigerlich zum Stillstand .. was bedeuten würde, dass nur die allerletzten! Kredite bzw. Kreditraten nicht getilgt werden können und diese Raten dann gepfändet oder "gestrichen" werden müssten. Dies wäre aber auch kein großes Problem.

Und die dritte Funktionsbedingung ist: dass Zinseinnahmen zügig den Weg in den Konsum, in Sachwerte oder produktive Investitionen finden .. also dem realwirtschaftlichen Geldkreislauf wieder zugeführt werden. Auch dies geschieht weitgehend: weil Zinseinahmen der Banken noch lange kein Gewinn sind, sondern lediglich Umsatz. Die Banken müssen damit all ihre Betriebs- und Personalkosten usw. abdecken. Auch die Dividendenzahlungen an die Bankaktionäre gehen (hoffentlich) überwiegend in die Realwirtschaft zurück .. zumindest ist es wünschenswert. Auch sie müssen ja irgendwie ihre Familien ernähren.

Mein FAZIT: Alle drei Bedingungen sind grundsätzlich erfüllbar .. und sie werden wenigstens mangelhaft erfüllt. Dies erklärt die variable! Lebenserwartung jeder marktwirtschaftlich organisierten Volkswirtschaft, die auf "Geld und Kredit" basiert. Daran ist nichts "grundsätzlich Falsches" erkennbar.

Geld gehört für mich in den Bereich INFRASTRUKTUR (engl. utilities), etwa wie das Straßensystem. Und das kann nicht privat gehalten, verwaltet und verrentet werden.

Vollkommen richtig! Und hierin liegt die richtige Lösung für das "Geld- & Zahlungssystem" .. die ich oben skizziert habe. Diese Lösung ist allerdings nur "notwendig, jedoch nicht hinreichend", um eine nachhaltige und gemeinnützige Volkswirtschaft zu bekommen. Auch noch gaaanz andere, weitere Reformen würden benötigt ... die allerdings niemand will. Deshalb werden die Dinge ihren vorgezeichneten Lauf nehmen ...

Mit Gruß, Beo2
_______________________
Sie hören den Sender "Debitismus 2.0".

Direktfinanzierung durch ZB

tar ⌂ @, Gehinnom, Mittwoch, 10.11.2021, 17:38 vor 1532 Tagen @ Beo2 2482 Views

Ich bin mir, nach meinem Studium aller! bekannten oder vorgeschlagenen Geldsysteme, ganz sicher, dass mit dem heutigen Geldsystem vieles! "nicht in Ordnung" ist. Die Hauptmängel sind:

_ 1) Die gesetzlichen Aufgaben der staatlichen Zentralbank wurden (mit voller Absicht) völlig! falsch definiert und konzipiert. Der Hauptprofiteur davon sind die privaten Banken .. die an den Aufgaben der ZB selbstverständlich "mitgeschrieben" haben. Sie wurden überflüssigerweise als "parasitäre Mauteintreiber" zwischen den Staat und seine eigene Zentralbank plaziert. Ich bezeichne das Ergebnis als den "Hüttchenspieler-Trick" mit den Staatsanleihen.

Du befürwortest nachwievor eine Direktfinanzierung des Staates durch die Zentralbank. Wo aber die realistische Bewertung der Staatsanleihen am freien Markt herkommen soll, wenn die Geschäftsbanken als Kunden und Vermittler fehlen, bleibt ein Rätsel.

--
Gruß!™

Time is the school in which we learn,
Time is the fire in which we burn.


BTC: 12aiXGLhHJVETnmGTLbKtAzJNwqh6h6HN4

Völlig richtig ..! [edit]

Beo2 @, NRW Witten, Mittwoch, 10.11.2021, 18:19 vor 1532 Tagen @ tar 2457 Views

bearbeitet von Beo2, Mittwoch, 10.11.2021, 19:07

Du befürwortest nachwievor eine Direktfinanzierung des Staates durch die Zentralbank.

Ja, absolut! .. es steht im völligen Einklang mit den notwendigen Aufgaben des Staates sowie mit den sachlogischen Notwendigkeiten der Vorfinanzierung von Staatsleistungen. Wir, die Steuerzahler, Bürger und Geldemittenten, brauchen aus sachlogischen Gründen überhaupt keine Tributzahlungen! an irgendwelche privaten Banken für die korrekte Emission unserer Landeswährung zu leisten .. für Nichts. Es ist Korruption und Betrug!
Einzig und allein, es müsse eine wirksame Deckelung der Staatsverschuldung geben. Das kann durchaus eine der gesetzlichen Aufgaben der ZB sein (also des Kreditgebers), unter dem Diktat eines Schuldendeckels in der Staatsverfassung .. von jedem Bürger einklagbar. Im Falle eines Schuldspruchs muss mindestens in das Privatvermögen der Schuldigen gepfändet werden.
Die Anhebung eines solchen Schuldendeckels - in % des BIP der letzten 12 Monate - muss einem Referendum (Volksentscheid) vorbehalten werden.

Übrigens, die Direktfinanzierung des Staates hat wunderbar funktioniert zur Zeit der "Bank deutscher Länder" (BdL als deutsche Zentralbank) ab 1948: Es hat dafür gesorgt, dass die Wirtschaft zügig wieder auf die Beine kam. Als der Motor offensichtlich ansprang und zügig zu laufen begann, waren der private Bankensektor und von ihm bezahlte korrupte Politiker schnell zur Stelle, um die ZB nun als die Deutsche Bundesbank "neu zu erfinden" und ihr neue Spielregeln aufzusetzen. Es hatte die deutschen Steuerzahler bis heute etwa 1000 Milliarden DM an Zinszahlungen gekostet .. für Nichts.
Dies ist einer der Gründe für das baldige Abkacken des durch und durch korrupten heutigen Finanzsystems.

Wo aber die realistische Bewertung der Staatsanleihen am freien Markt herkommen soll, wenn die Geschäftsbanken als Kunden und Vermittler fehlen, bleibt ein Rätsel.

Das kann nur Systemlingen und Karrieristen wie Dir ein Rätsel sein. Ja Ja, auch Du bist gleich zur Stelle, um die "richtige" Leier zu drehen ...
Es gibt absolut keine sachliche Not'Wendigkeit, Staatsanleihen irgendwie zu bewerten .. außer von der ZB (als dem Kreditgeber) selbst, u.z. unter dem Diktat der erwähnten Schuldenbremse. Zumal, Niemand im ganzen Lande kann grundsätzlich! auch nur annähernd so solvent und kreditwürdig sein, wie ein von politischer Korruption befreiter souveräner Staat. Auch hierfür gäbe es sehr wirksame Lösungen ...

Mit Gruß, Beo2

Ich bedauere meine persönliche Attacke gegen Dich ..

Beo2 @, NRW Witten, Mittwoch, 10.11.2021, 20:13 vor 1532 Tagen @ tar 2438 Views

.. und bitte um Verzeihung - zumal Du mich gar nicht provoziert hast. Ich redete mich trotzdem etwas in Rage.
Es unterstützt ja meine sachliche Argumentation nicht im geringsten; eher im Gegenteil.

Mit Gruß, Beo2

Ich wage einmal zu bezweifeln, dass die Geschäftsbanken so etwas wie eine "realistische Bewertung der Staatsanleihen" vornehmen.

Naclador @, Göttingen, Donnerstag, 11.11.2021, 08:45 vor 1531 Tagen @ tar 2354 Views

Die schreiben von den Ratingagenturen ab, und diese wiederum sind politisch gesteuert. Wenn wir also jetzt keine realistische Bewertung der Staatsanleihen haben, wieso sollten wir sie im von Beo2 vorgeschlagenen System brauchen?

Viele Grüße,
Naclador

Du liegst vollkommen richtig ..!

Beo2 @, NRW Witten, Donnerstag, 11.11.2021, 11:11 vor 1531 Tagen @ Naclador 2338 Views

bearbeitet von Beo2, Donnerstag, 11.11.2021, 11:32

Ich wage einmal zu bezweifeln, dass die Geschäftsbanken so etwas wie eine "realistische Bewertung der Staatsanleihen" vornehmen.
Wenn wir also jetzt keine realistische Bewertung der Staatsanleihen haben, wieso sollten wir sie im von Beo2 vorgeschlagenen System brauchen?

Ich zeige Dir nun die Ergebnisse der völlig überflüssigen "realistischen" Bewertungen von Staatsanleihen durch Börsenzocker - hier die Staatsverschuldung (in % des BIP) in den wichtigsten Industrieländern, zum Stand Oktober 2020:
+ https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_nach_Staatsschuldenquote
.........................
Japan 238%
Griechenland 181%
Italien 135%
Portugal 118%
USA 109%
Belgien 99%
Frankreich 98%
Zypern 96%
Spanien 95%
Kanada 89%
GB 85%
Indien 72%
Österreich 70%
BRD 60%
Finnland 59%
VR China 53%
Niederlande 48%
Slowakei 48%
Polen 46%
Australien 46%
Schweiz 42%
Südkorea 42%
Norwegen 41%
Island 37%
Lettland 37%
Schweden 35%
Taiwan 33%
Neuseeland 32%
Tschechien 30%
Dänemark 29%
Luxemburg 22%
Russland 14% !!
Kuwait 12%
.............
Singapur 130%
...........................

Wer schert sich hier um irgendwelche "Bewertungen", außer den Börsenzockern? (die mit Staatswährungen zocken) und gut bezahlten Systemlingen und Lügenbaronen? Welchen mental normalen Bürger oder welches produktive Unternehmen interessiert das? Niemanden von diesen!

Beachte bitte auch den Vergleich mit den 25 Boomjahren des Deutschen Wirtschaftswunders in 1950-75: Die Staatsverschuldung betrug gleichbleibend knappe 20% des BIP. Oder schau Dir die niedrige Verschuldung in Russland an, und das nach 10 Boomjahren (mit 8-9% Wachstum) etwa in 2005-2015! - bis massive Wirtschaftssanktionen des Westens gegen R. verhängt wurden, die der Wirtschaft und dem russischen Volk massiven Schaden zugefügt haben und weiterhin zufügen! Warum wurden sie wohl verhängt?
Warum geht man jetzt auch gegen China's boomende Wirtschaft vor?

Dein gesunder Verstand hat es begriffen: Wo es gar keine Staatsanleihen mehr gibt, da werden es auch keine Bewertungen von solchen benötigt. Jeder Börsenzocker darf dann aber weiterhin "bewerten", was auch immer ihm lieb ist, wenn es ihm Spaß macht.

Jetzt verrate ich Dir, wie ich mir die Direktfinanzierung vorstelle: Jeder rentable Unternehmer bekommt doch von seiner Hausbank auf seinem Girokonto einen sog. Überziehungskredit eingeräumt. Die Höhe dieser Kreditlinie richtet sich hauptsächlich nach den regelmäßigen Einnahmen (Umsatz). Sogar Du und ich bekommen eine solche. Warum sollte der Staat von dieser Selbstverständlichkeit ausgeschlossen werden?
Die natürliche Hausbank des Staates ist die seine Zentralbank (hier die D. Bundesbank), wo der Staat seine wichtigsten Girokonten hat. Die intelligenteste Lösung ist also: Der Staat bekommt auf seinem Girokonto bei der BuBa eine Kreditlinie in Höhe 40% des BIP - das BIP gerechnet für die letzten 12 Monate, also fortwährend/gleitend. Die absolute Kreditlinie wird also laufend angepasst. Wächst das BIP, bekommt auch der Staat mehr Kredit (absolut gesehen); und sinkt es, bekommt auch der Staat weniger und muss bessere Wirtschaftspolitik machen. Es gibt keinen Cent mehr! Das könnte sogar bis in alle Ewigkeit so bleiben! Und wie man BIP-Wachstum macht, falls man eines haben möchte, erkläre ich ein anderes Mal.

Das wäre mehr als genug! Reichen müssten eigentlich 25-30%, wenn man sich die Wirtschaftsentwicklungen in den wichtigsten Industrienationen der Welt seit dem WK-II anschaut. Diese Darstellung soll aber nur zur vorläufigen Illustration meiner grundsätzlichen Lösung dienen. Mein Finanzierungskonzept für den Staat sowie für den Privatsektor geht aber weit darüber hinaus. Ich habe es im Zusammenhang mit einem neuen Vollgeld- und Zahlungssystem kürzlich schon angedeutet.
Eine solche Kreditlinie für den Staat kommt in die Staatsverfassung, und zwar per Referendum (Volksentscheid). Und jeder kann sich an das BVerfGericht mit einer Klage bei Zuwiderhandlung wenden. Als Strafe gäbe es Pfändungen ins Privatvermögen bis hin zum Knast.
Die Bürger könnten per Referendum wählen z.B. zwischen 25, 30 und 35% des BIP. Und wie man von den heutigen 65% runter käme, falls "man" es wider Erwarten gerne wollte, erkläre ich ein anderes Mal - hier nur ein Wink: Staatverschuldung korrespondiert bekanntlich(?) mit den privaten Geldvermögen ... Da wäre doch was zu machen, peu à peu!

Mit Gruß, Beo2

Das ist doch im Prinzip laengst Realitaet

CalBaer @, Freitag, 12.11.2021, 22:17 vor 1530 Tagen @ tar 2436 Views

Du befürwortest nachwievor eine Direktfinanzierung des Staates durch die Zentralbank.

... nur ueber den Umweg der Primary Dealer.

Wo aber die realistische Bewertung der Staatsanleihen am freien Markt herkommen soll, wenn die Geschäftsbanken als Kunden und Vermittler fehlen, bleibt ein Rätsel.

Spaetestens seit 2009 existiert kein freier Markt mehr, da die ZB als Kaeufer mit frisch gedrucktem Geld auftritt und somit eine realistische Bewertung nicht mehr in den Zinsen reflektiert wird.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

US-Eliten und ihre US-Außenpolitik / Artikel von Pam Ho / Teil 1

Weiner, Dienstag, 09.11.2021, 11:14 vor 1533 Tagen @ Weiner 3068 Views

Guten Morgen!

Nachdem ich hier wg. dem OECONOMIA einen eigenen Thread eröffnet hatte, stelle ich außerdem ein paar weitere nebensächliche Bruchstücke ein, die mir in den letzten Tagen begegnet sind. Als erstes darf ich eine weitere Übersetzung anbieten, in der es um die Geldeliten in den USA und ihre jeweilige Außenpolitik geht. Der Autor PAM HO ist ein Anhänger der ehem. demokratischen Präsidentschaftskandidatin TULSI. Der Artikel ist etwas älter, aber die Inhalt sind noch gültig. Es geht hier um einen differenzierten Blick auf die ELITEN in den USA und ihre jeweiligen außenpolitischen Ziele. Der Text ist lang (habe zwei Teile daraus gemacht), und ich stelle ihn eher als Beleg/Quelle für die gelegentliche Lektüre jener Leser*innen ein, die sich speziell für die Thematik interessieren. Ich werde später dann noch einen eigenen Nachsatz bzw. meine eigene Beurteilung und Interpretation dazustellen.

Quelle: https://pamho.medium.com/war-of-the-worlds-the-new-class-7d121bc83688
(übersetzt mit Deepl.com, durchgesehen und einzelen Stellen leicht umformuliert).
Im originalen Text befinden sich einige LINKs, die ich hier nicht übernommen habe.

Das "American Liberal Establishment" oder das, was man früher "The Eastern Establishment" nannte, ist eine aristokratische Klasse, die sich im 18. Jahrhundert in Amerika entwickelte und seitdem immer größer und mächtiger geworden ist. Sie wird oft als "altes Geld" bezeichnet. Prominente erhalten oft aufgrund ihrer Berühmtheit Zugang zu dieser Gesellschaftsschicht, d. h. sie werden persönliche Freunde dieser elitären Familien des alten Geldes, die Amerika beherrschen, weil die Leute aus diesen Familien mit Prominenten befreundet sein wollen. Aus diesem Grund sehen wir oft, dass Prominente politische Ansichten des Mainstreams unterstützen. In Wahrheit stammen diese Ansichten hinter den Kulissen von der Establishment-Klasse, die sich mit ihnen angefreundet hat. Auf diese Weise sickert die Weltanschauung der Elite zu den Prominenten in Politik und Medien durch - die oft auch zu Familien mit altem Geld gehören. Diese Politiker und Medienschaffenden werden dann zu Sprechern der elitären Klasse, in die sie hineingeboren wurden oder der sie angehören.

Es gibt noch andere mächtige Einflüsse in Amerika, wobei der größte derjenige ist, mit dem sich Trump in der GOP [Grand Old Party, also Republikaner] verbündet hat und der von der Masse dessen unterstützt wird, was Carroll Quigley in seinem Klassiker "Tragedy and Hope" als das amerikanische Kleinbürgertum bezeichnete. Er definierte sie als die untere Klasse der Angestellten: Besitzer von Kleinunternehmen, Büroangestellte, Polizisten und Feuerwehrleute, lokale Bürokraten und Landbesitzer. Sie neigen dazu, sich mit dem sozialen und wirtschaftlichen Aufstieg zu befassen. Sie finden ihre Entsprechung in der "Demokratischen Partei", obwohl sie in der Regel eine religiöse Trennlinie trennt. In den 1970er Jahren beschloss die GOP eine Strategie, um die religiösen Traditionalisten in ihre Partei zu locken, indem sie zur Anti-Abtreibungspartei wurde, die das wichtigste politische Anliegen der religiösen Menschen, d. h. der evangelikalen Protestanten und gläubigen Katholiken, war und ist. Die untere Arbeiterklasse ist unter den Trump-Wählern weniger stark vertreten, als viele Menschen glauben, und wählt eher die Demokraten, wenn sie überhaupt wählen geht. Viele Menschen glauben fälschlicherweise, dass der rechte Wähler ein "armer, in einem Wohnwagen lebender, untergebildeter, rassistisch motivierter Weißer" ist. In Wirklichkeit gehen solche Menschen nur selten zur Wahl. Der typische Wähler des rechten Flügels ist wohlhabender als der typische Wähler des linken Flügels.

Carl Oglesby nennt ihre Führungsschicht in seinem bahnbrechenden Buch "Yankee and Cowboy War" die "upstart new money cowboys" [neureiche Cowboys], weil sie ihr Vermögen in den Bereichen Öl und Gas, Luft- und Raumfahrt, Agrarindustrie, Immobilien und militärisch-industrieller Komplex in den Staaten des Südwestens und Westens gemacht haben. Sie sind meist konservativ und libertär und stehen in politischer Opposition zum "alten Geld" der östlichen Establishment-Klasse, die seit Hunderten von Jahren existiert und an Reichtum und Umfang zunimmt und sowohl die Demokraten als auch bis vor kurzem die GOP alias die Rockefeller-Republikaner unterstützt.

Die Cowboys, so seine These, die sich an Carroll Quigleys These in "Tragedy and Hope" und auch an "The Power Elite" von C. Wright Mills anlehnt, haben seit den 1950er Jahren versucht, dem älteren Establishment die Macht zu entreißen, um die Kontrolle über die Regierung zu erlangen und ihre eigenen Ziele zu verfolgen - mit einigem Erfolg seit dem Sturz von JFK. Laut Oglesby steckte die Cowboy-Fraktion der Eliten (Neureiche aus dem Westen) hinter der Ermordung der Kennedy-Brüder, und die Yankee-Fraktion (östliches Establishment, hauptsächlich aus NYC) rächte sich, indem sie Nixon zu Fall brachte und ihren Mann Jimmy Carter ins Amt brachte. Quigley identifizierte die Basis der Cowboys als Barry-Goldwater-Anhänger in den 60er Jahren mit der Entstehung der "konservativen Bewegung". Nachdem der Einfluss des östlichen Establishments in der republikanischen Politik (auch bekannt als Rockefeller-Republikaner) allmählich schwand, hat die Cowboy-Fraktion die Macht durch die Tea Party und dann durch Trump vollständig übernommen.

Das "östliche Establishment" kam Ende des 17. Jahrhunderts mit dem alten Chinahandel und Anfang des 19. Jahrhunderts mit der Gründung des Bankwesens und dem Aufstieg des Großkapitals während der industriellen Revolution zu großem Reichtum und internationaler Bedeutung. Der große Reichtum der Südstaaten aus der Plantagen-Klasse ging durch den Bürgerkrieg und seine Folgen in der Zeit des Wiederaufbaus weitgehend verloren. Das östliche oder jetzt so genannte liberale Establishment besteht im Kern aus "altem Geld", wie wir es beim europäischen Adel sehen - sie sind meist miteinander verwandt, weil sie seit Hunderten von Jahren durch Ehen miteinander verbunden sind. Eine Prinzessin in Bulgarien oder ein Herzog in Spanien sind mit der gesamten europäischen Aristokratie verwandt - genauso sind die alten Geldfamilien des "Eastern Establishment" größtenteils miteinander verwandt und fungieren als versteckte amerikanische Aristokratie, deren wahrer Einfluss meist nur den Mitgliedern ihrer Klasse bekannt ist.

Sie haben die Regierung durch ihre langjährige Dominanz im Bankwesen und in der Industrie beherrscht - was darauf zurückzuführen ist, dass ihre Familien an der Schaffung dieser Industrien beteiligt waren. Damals, in den 1700er und 1800er Jahren, kauften die wohlhabenderen Menschen in allen großen Städten Land in riesigen Gebieten zu einem günstigen Preis auf, und ihre Nachkommen genießen deshalb großen Reichtum und Macht. Ihr Reichtum wurde in die frühen Stadien der meisten großen Industrien, Unternehmen und Banken investiert.

Manche Leute denken, dass der jüdische Einfluss die Hauptmacht in Amerika ist. In Wirklichkeit kommt der jüdische Einfluss und die jüdische Macht nur dadurch zustande, dass diese sich den bereits strukturierten Establishment-Klassen anschließen. Genauso wie die Mafia von den 1930er Jahren bis heute in der Vorstellung der Öffentlichkeit ausschließlich italienisch oder sizilianisch ist - die Realität sieht jedoch anders aus. Ab 1929 kam es zu einem Zusammenschluss verschiedener ethnisch begründeter krimineller Gruppen, die zum Zwecke des besseren Schutzes und des Profits zusammenarbeiteten. Die stärkeren Verbrechergruppen waren führend bei der Gründung des so genannten Syndikats, dessen Einfluss weit über das hinausgeht, was man im Fernsehen oder in Filmen sieht. Diese falsche Darstellung ist beabsichtigt, denn die Macht des Syndikats ist mit Hollywood verflochten. Das Syndikat setzte sich aus vielen ethnischen Gruppen zusammen, wurde aber ursprünglich von Italienern und Juden dominiert, die zusammenarbeiteten, um den Staat Nevada mit Hilfe mormonischer Bankiers zu übernehmen und Las Vegas, wie wir es kennen, zu schaffen. Der finanzielle Vorteil für sie wurde durch Partnerschaften mit einflussreichen politischen Persönlichkeiten in Kalifornien, Chicago, New York und Washington D.C. ermöglicht.

Das "Östliche Establishment" oder das "Liberale Establishment", wie es heute genannt wird, hat aufgrund gemeinsamer Werte und Ziele viele Menschen in seine Machtstruktur eingebunden. Juden, Araber, Menschen jeglicher ethnischer Herkunft haben großen Einfluss im "Liberalen Establishment" in Amerika, weil sie aufgrund gemeinsamer Werte in einen aristokratischen Establishment-Überbau aufgenommen wurden. Hier ist ein Beispiel für eine aristokratische Familie aus dem "östlichen Establishment", das vor Hunderten von Jahren entstand und heute noch relevant ist:

JP Morgan Chase ist die größte amerikanische Bank, aber in Wirklichkeit ist sie nur dem Namen nach JP Morgan. JP Morgan wurde vor einigen Jahren von Rockefellers Chase Manhattan aufgekauft, beschloss aber, den Namen JP Morgan zu Marketingzwecken zu verwenden. Aber auch Chase Manhattan selbst war ein falscher Name. Sie wurde einige Jahre zuvor von der Chemical Bank aufgekauft, die sich entschloss, den Namen Chase für Marketingzwecke zu verwenden. Heute ist JP Morgan Chase in Wirklichkeit dieselbe Chemical Bank, deren Management dasselbe ist wie vor dem Kauf von Chase Manhattan und dann JP Morgan. Wem gehört die Chemical Bank alias JP Morgan Chase, die größte amerikanische Bank?

Die Chemical Bank wurde in den frühen 1800er Jahren gegründet und von einer Person beherrscht, die offiziell nicht zum Unternehmen gehörte, in Wirklichkeit aber der größte Aktionär und Direktor war: Joseph Sampson. Er war auch der größte Anteilseigner der späteren Con Edison sowie anderer Banken und Großunternehmen. John Jacob Astor zählte in der Mitte des 19. Jahrhunderts in New York City zu den wohlhabendsten Menschen der damaligen Zeit. Seine Familie gehörte bis ins 20. Jahrhundert hinein zu den führenden Mitgliedern der New Yorker "High Society"-Elite. Diese eine Großfamilie hat seit ihrer Gründung immer noch einflussreiche Positionen bei vielen Banken und Unternehmen inne. Sie sind verwandt mit Hunderten anderer ähnlicher Familien des alten Geldes in führenden Positionen in allen großen Unternehmen und Banken, die zusammen eine Aristokratie des alten Geldes in Amerika bilden. Ihre Agenda wird in den Mainstream-Medien publiziert und von Politikern und Prominenten vorangetrieben. Sie haben die gegenwärtige neoliberale Weltordnung, auch bekannt als die 'Liberale Internationale Ordnung' - nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem ausdrücklichen Zweck errichtet wurde, ihre Herrschaft über die Welt zu festigen -, einst geschaffen und glauben noch heute an sie.

Während die Rockefeller- und Rothschild-Familien von vielen als dominierend im amerikanischen und europäischen Bankwesen angesehen werden, gibt es andere große aristokratische amerikanische Familien mit dynastischen Verbindungen, die im amerikanischen Establishment eine führende Rolle spielten, lange bevor Rockefeller, Morgan oder die Rothschilds in Amerika auf den Plan traten. Letztere schlossen sich einem bereits wohlhabenden und mächtigen Establishment an. Sie waren sehr erfolgreich, aber das "Establishment" wurde nie von den Rockefellers, Morgan oder Rothschilds kontrolliert, wie einige Verschwörungstheorien behaupten. Es handelt sich um eine miteinander verbundene Elite, die nicht von einer einzelnen Familie kontrolliert wird und deren Wurzeln in der amerikanischen Macht Jahrhunderte zurückreichen. Mit riesigem Landbesitz und der frühen Kontrolle über große Banken und Unternehmen, mit Familienmitgliedern in führenden Positionen in Politik und Medien, haben sie die Wirtschaft, die Medien und die Regierung in Amerika über Jahrhunderte hinweg dominiert und tun dies auch weiterhin. Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchten sie, die Welt zu übernehmen. Dieses Ziel verfolgen sie immer noch. Siehe dieses Interview mit dem Wirtschaftswissenschaftler Michael Hudson, Autor von "Superimperialismus: Die wirtschaftliche Strategie des amerikanischen Imperiums", sowie diesen Aufsatz von Sam Williams, um einen Überblick zu erhalten.

Der Großteil der europäischen Führung, ihre Aristokratie und die Führung der britischen Sphäre sind persönlich mit dem amerikanischen Establishment befreundet. Trump war ihnen ein Dorn im Auge. Er galt als schlecht für das Geschäft und schadete der Weltordnung, die sie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs aufgebaut haben, weil er sich mit wohlhabenden Menschen verbündet hatte, die andere Ziele und Werte haben als die traditionelle amerikanische Aristokratie, die auf altem Geld, Banken und Land basiert.

Und wie wir bei Trump und den Russland-Sanktionen sehen, kann die Aristokratie den Kongress durchaus dazu bringen, vetosichere Gesetze zu verabschieden, die einen Präsidenten dann zwingen, sich ihrer außenpolitischen Agenda zu fügen, die das sehr gefährliche Ziel verfolgt, alle Nationen sich zu unterwerfen. Schauen Sie sich an, was aus den Beziehungen zwischen den USA und der EU geworden ist. Die führenden EU-Staaten sind nicht glücklich über die amerikanische Haltung gegenüber Russland, China, Iran usw. Um es gelinde auszudrücken. Dieses Bündnis zerbröckelt vor unseren Augen, weil die Geschäftsinteressen der EU den geopolitischen Zielen der LIO (Liberale Internationale Ordnung) nicht mehr entsprechen, etwa wenn es um Geschäfte und Konkurrenten der LIO geht - wie die Shanghai Cooperation Organization (SCO).

Unter Obama folgte die US-Außenpolitik den Ausführungen von Zbigniew Brzezinski in "The Grand Chessboard: American Primacy and Its Geostrategic Imperatives" (1997). Darin legt er einen Plan für die globale Führungsrolle der USA vor, die notwendig ist, um die Welt für den globalen Kapitalismus sicher zu machen. Er schreibt über die zentrale Bedeutung Zentralasiens für die amerikanische Hegemonie, um zu verhindern, dass China oder Russland in diesen wirtschaftlich wichtigen Ländern eine dominante Stellung einnehmen. Aufgrund ihres enormen Reichtums an natürlichen Ressourcen und ihrer geostrategisch zentralen Lage sei es notwendig, die unipolare Hegemonialmacht Amerika zu nutzen, um diese Region der Welt so lange zu gestalten, bis sie für das globale kapitalistische System sicher sei. Dann würde Amerika seine unipolare Hegemonialstellung aufgeben und eine von vielen Nationen sein, die die Vorteile einer stabilen globalen kapitalistischen Weltordnung (LIO) genießen. Aber zuerst mussten künftige russische und chinesische Expansionspläne gebändigt werden, ihre möglichen nationalistischen Pläne zur Beherrschung Zentralasiens, des Nahen Ostens und anderer Gebiete müssten durch amerikanischen politischen Einfallsreichtum vereitelt werden, d.h. Russland und China müssten in die Agenda eingebunden werden, um sie in den magischen kapitalistischen Bus zu bringen (LIO).

Seine Ideen aus dem Jahr 1997 basierten auf der politischen Realität jener Zeit. Er hoffte, dass Russland politisch und wirtschaftlich in Europa integriert werden würde, anstatt den Weg der Sowjets wieder einzuschlagen, als rivalisierendes Machtzentrum zur amerikanisch geführten 'Liberalen Internationalen Ordnung' (LIO). Eine russische nationalistische Agenda wurde für die Zukunft nach dem Zusammenbruch der UdSSR für möglich gehalten, aber Brzezinski hoffte, dass Russland mehr wie Frankreich oder Deutschland werden und dem Club der Nationen beitreten würde. Er hoffte, dass Russland und China durch eine hilfreiche amerikanische Führung in die von den Amerikanern geführte Weltordnung eingebunden würden - anstatt sich in die Richtung zu bewegen, die sie heute eingeschlagen haben - was seine Pläne zur Konsolidierung der wirtschaftlichen und politischen Weltordnung unter der Herrschaft kapitalistischer Eliten durcheinander bringt. Brzezinskis Vorstellung war, dass die Nationalstaaten immer weniger eigenständige Macht über die Welt ausüben würden, sobald sich eine einheitliche globale Wirtschaftsordnung herausgebildet hat, d.h. eine Weltordnung, die durch Zusammenarbeit auf der Grundlage eines für beide Seiten vorteilhaften Kapitalismus ohne individuelle nationalistische Agenden geformt und letztlich geführt wird. Er sah im Islamismus ein größeres Problem für weitere Zukunft als ein Problem mit Russland oder China, die seiner Meinung nach leicht in die von den USA geführte Weltordnung (auch bekannt als LIO oder regelbasierte Ordnung) eingebunden werden könnten.

Brzezinski wollte die amerikanische Macht nutzen, um die zentralasiatischen Nationen so nah wie möglich in Amerikas Einflussbereich zu bringen, nicht als Vasallen, sondern um Russland und China davon abzuhalten, sie zu ihren eigenen Vasallen zu machen. Ziel war es, diese Länder für die Integration in das globale kapitalistische System zu öffnen und offen zu halten, damit die globale Wirtschaft nicht durch eine nationalistische oder ausländische Dominanz in diesen Ländern behindert wurde. Insbesondere China und Russland wurden als mögliche Bedrohung für eine einheitliche Weltordnung angesehen, die es einzudämmen und in eine "neue Weltordnung" zu führen galt. Er ging davon aus, dass sie im Laufe der Zeit möglicherweise immer nationalistischer werden und dadurch versuchen würden, ihren Einfluss auf Kosten der globalistischen Gemeinschaft auszuweiten. Und genau das ist nun geschehen [Anm.: und zwar schneller als gedacht ...].

Der Grund dafür ist, vereinfacht gesagt, dass die russische Führung glaubte, Russland werde ausgenutzt und sei dazu bestimmt, die Kontrolle an die LIO-Oligarchen zu verlieren. Die chinesische Führung änderte ihren Kurs von einer eher kapitalistischen und offenen zu einer eher nationalistischen und gegenüber der LIO-Integration verschlossenen Ausrichtung. Ihre neuere Führung hat ideologische Differenzen mit dem LIO-System (autoritärer Sozialismus vs. oligarchischer Kapitalismus). Sie sahen auch, wie ein Großteil der Welt unter der Kontrolle der LIO in Armut endete und von zügelloser Kriminalität umgeben war (Afrika, Lateinamerika usw.) Sie sehen die Förderung einer Kultur der Dekadenz und des Hedonismus nicht als gut und gesund an - vor allem wenn jeder, der anderer Meinung ist, buchstäblich verteufelt wird. Die derzeitige chinesische Führung hat eine Affinität zu kulturell konservativen, traditionellen Ansichten und betrachtet die moderne liberale Kultur sehr ungünstig. Sie sehen auch eine schlechte wirtschaftliche Führung, die auf Gier und Ausbeutung durch die LIO-Eliten beruht und zu einer Weltordnung führt, in der die obersten 1 % auf Kosten aller anderen gedeihen. Wo also das Versprechen von Demokratie und "Freiheit" ein Schwindel ist, wo eine zügellose und ausbeuterische autoritäre Elite versucht, jeden zu zwingen, nach ihrer Pfeife zu tanzen. Sie sehen eine anmaßende Selbstverherrlichung oder falsche Frömmigkeit, die dazu benutzt wird, jeden zu dämonisieren, der sich ihrer Weltanschauung und ihrer totalen Herrschaft widersetzt. (Fortsetzung in parallelem Beitrag)

2 Cents auch von mir zu CORONA

Weiner, Dienstag, 09.11.2021, 11:57 vor 1533 Tagen @ Weiner 3062 Views

bearbeitet von Weiner, Dienstag, 09.11.2021, 12:38

Ich habe mir ausnahmsweise das Interview mit Rainer Fuellmich auf

https://apolut.net/m-pathie-dr-reiner-fuellmich/ angeschaut:

"Die Justiz ist am Ende"

Grund war, dass ich mir einen Eindruck von Fuellmich verschaffen wollte, um abschätzen zu können, wie wichtig er in den kommenden Entwicklungen sein wird. Er erzählt bißchen was von sich selbst, sagt interessante Dinge über die Unterschiede zwischen dem amerikanischen und deutschen Rechtssystem. Weil Füllmich auch in den USA aktiv ist, hat seine Community ("Corona Ausschuss") inzwischen eine weltweite Resonanz gefunden. Ich denke, dass da noch einiges Interessantes sich heraus entwickeln wird. Die ganze Geschichte zeigt auch, dass wir als "Deutschland" immer noch unsere Finger mit im Spiel haben. Denn hier wurde die mRNA-Technologie entwickelt, sowohl in den Grundlagen (Tübingen) wie auch in der Vermarktung (türkisch Mainz / der alte Pfitzer kam aus Ludwigsburg bei Stuttgart). Drosten hat die Welt mit dem PCR-Test beglückt, und Füllmich ist eine führende Gestalt in der Gegenbewegung dazu geworden.

Im Interview wird erwähnt, dass Drosten nur eine Stiftungsprofessur in der Charité hat. Die geht zurück auf die Quandt-Familie (initial waren es 40 Mio). Der Großvater mütterlicherseits der verstorbenen Frau Quandt war Max Rubner - und er wiederum Nachfolger in Berlin von Robert Koch; nach Rubner ist auch die Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel benannt.

Hier handelt es sich also um einen ähnlichen Einfluss des Großkapitals, und zwar über Jahrzehnte hinweg, auf die Medizin - wie in den USA von den Rockefellers und in England von den Rothschilds (Pirbright/Wellcome). Das sind keine Verschwörungen sondern diese Leute schauen nicht nur zu und kommentieren und lamentieren sondern sie tun etwas und gestalten die Welt, wie der Gärtner - und haben dabei halt auch ihren eigenen Profit im Auge. Da ist nichts Verwerfliches dran. Und die anderen, also das Unkraut und die Nutzpflanzen, können sich gern jederzeit dagegen wehren - wenn ihnen nicht gefällt, was man mit ihnen anstellt.

Und ein letzter Corona-Cent für heute:

Die folgende Organisation ist die wichtigste Lobbyorganisation in Brüssel für die Pharma-Industrie.

https://en.wikipedia.org/wiki/European_Federation_of_Pharmaceutical_Industries_and_Asso...

Bei ihr hat eine irische Apothekerin in den späten Neunziger Jahren gearbeitet, bevor sie zur EU-Kommission ging:

https://de.wikipedia.org/wiki/Emer_Cooke
https://en.wikipedia.org/wiki/Emer_Cooke

Diese Frau ist heute die Chefin der Europäischen Zulassungsbehörde für Arzneimittel, winkt also die mRNA-Vakzinen rein und blockiert die klassische Impfung (etwa Novavax), wo es nur geht. Einen solchen Vorgang bezeichnet man mit dem Sprichwort: Die Wildsau zum Gärtner machen.

Ihre Berufung erfolgte im November 2019 - just in time ...

Wer war für die Auswahl und die Berufung zuständig?

MfG, Weiner

Und die anderen,

NegaPosi, Dienstag, 09.11.2021, 13:19 vor 1533 Tagen @ Weiner 2738 Views

Hier handelt es sich also um einen ähnlichen Einfluss des Großkapitals, und zwar über Jahrzehnte hinweg, auf die Medizin - wie in den USA von den Rockefellers und in England von den Rothschilds (Pirbright/Wellcome). Das sind keine Verschwörungen sondern diese Leute schauen nicht nur zu und kommentieren und lamentieren sondern sie tun etwas und gestalten die Welt, wie der Gärtner - und haben dabei halt auch ihren eigenen Profit im Auge. Da ist nichts Verwerfliches dran. Und die anderen, also das Unkraut und die Nutzpflanzen, können sich gern jederzeit dagegen wehren - wenn ihnen nicht gefällt, was man mit ihnen anstellt.

[[euklid]]

Diese Frau ist heute die Chefin der Europäischen Zulassungsbehörde für Arzneimittel, winkt also die mRNA-Vakzinen rein und blockiert die klassische Impfung (etwa Novavax), wo es nur geht. Einen solchen Vorgang bezeichnet man mit dem Sprichwort: Die Wildsau zum Gärtner machen.

Eine schlumpfung, gegen eine Krankheit die die meisten mit 99%er Sicherheit gut überstehen, ist [[applaus]] wert.

Gruss NP

US-Eliten und ihre US-Außenpolitik / Artikel von Pam Ho / Teil 2

Weiner, Dienstag, 09.11.2021, 11:25 vor 1533 Tagen @ Weiner 2885 Views

Fortsetzung des Textes im vorangehenden Beitrag

Quelle: https://pamho.medium.com/war-of-the-worlds-the-new-class-7d121bc83688
(übersetzt mit Deepl.com; durchgesehen und einzelen Stellen leicht umformuliert).

Brzezinski war seit den frühen 1960er Jahren als Berater von JFK eine führende Stimme des amerikanischen Establishments in der Außenpolitik. Später diente er als nationaler Sicherheitsberater von Jimmy Carter. Er war Mitbegründer der Trilateralen Kommission mit David Rockefeller und leitete die Organisation von 1973 bis 1976 als ihr erster Direktor. Zu dieser Zeit hatten die Rockefeller-Konglomerate die Morgan-Konglomerate als einflussreichste Finanzgruppe des amerikanischen Establishments abgelöst. Die Trilaterale Kommission wurde als Reaktion auf Nixons Umwälzung der Weltwirtschaftsordnung durch den Nixon-Schock gegründet, der die auf Gold und dem Dollar basierende Weltwährungsordnung, die auf der Bretton-Woods-Konferenz gegen Ende des Zweiten Weltkriegs festgelegt worden war, aufhob.

Carl Oglesby behauptet in seinem bahnbrechenden "Yankee- und Cowboy-Krieg", dass Nixon bis zu einem gewissen Grad die Cowboy-Fraktion der Eliten vertrat, aber Nixon unterstützte beide Seiten, was ihn in Schwierigkeiten mit der Yankee-Fraktion brachte. Die Cowboy-Fraktion (Konservative der Bewegung), die neuerdings als Tea Party oder "Nationalisten" bezeichnet wird, steht in Opposition zur "globalistischen" Yankee-Fraktion. Den Globalisten geht es in erster Linie um ein einheitliches globales Wirtschaftssystem (Liberale Internationale Wirtschaftsordnung) und um das reibungslose Funktionieren globaler Wirtschaftskonzerne. Auf sie bezog sich George HW Bush, als er von einer "neuen Weltordnung" sprach, oder David Rockefeller, als er dies in seinen Memoiren schrieb:

"Manche glauben sogar, dass wir Teil einer geheimen Kabale sind, die gegen die Interessen der Vereinigten Staaten arbeitet, und bezeichnen meine Familie und mich als 'Internationalisten', die sich mit anderen auf der ganzen Welt verschwören, um eine stärker integrierte globale politische und wirtschaftliche Struktur aufzubauen - eine Welt, wenn Sie so wollen. Wenn das der Vorwurf ist, dann bin ich schuldig, und ich bin stolz darauf."

Das wird oft fälschlicherweise für einen Plan für eine Weltregierung gehalten, der von vielen in der Elite in gewissem Maße als lohnendes Ziel angesehen wurde und wird, aber das wurde und wird auch als unpraktisch und zu unwahrscheinlich angesehen, um Unterstützung dafür zu bekommen - so dass es eben eher als ein Traumideal angesehen wird, als ein unrealistisches Best-Case-Szenario, das deshalb nicht ganz ernst genommen wird. Wovon sie tatsächlich sprachen, war und ist eine einheitliche globale politische Wirtschaftsordnung, in der alle Länder denselben Regeln folgen, die kapitalistischen Prioritäten Vorrang vor nationalen Prioritäten einräumt, so dass der Kapitalismus nirgendwo auf der Welt durch verschiedene nationalistische wirtschaftliche oder politische Agenden und Strategien behindert wird. Es gibt ein Zitat, das Brzezinski von einem von Gorbatschow veranstalteten Forum zur Lage der Welt im Jahr 1995 zugeschrieben wird, bei dem die Idee einer Weltregierung ein beliebtes Thema war, das Brzezinski in seiner Rede anscheinend unterstützte, aber in späteren Jahren schrieb er über seine Zweifel und die Unpraktikabilität und dass es nicht erreicht werden könnte - er war sich sogar überhaupt nicht sicher, ob es wirklich gut für die Welt wäre. Was er 10 Jahre später, im Jahr 2005, als realistisches und wichtiges Ziel anstrebte, war das, was ich gerade über eine einheitliche Weltordnung gesagt habe, bei deren Gestaltung Amerika die Führung übernehmen muss.

Die Freihandelsagenda Amerikas unter Clinton, Bush II und Obama waren alle Teil dieser Entwicklung einer Weltordnung, in der globale Kapitalinteressen der vorherrschende Vorwand für die Staaten sind, ihre wirtschaftlichen und rechtlichen Gesetze aneinander anzugleichen. Dies steht im Gegensatz zu den Nationalisten (Cowboys), denen es mehr um die Ausbeutung Amerikas und der Welt auf Kosten des Rests der Welt geht. Nixon, der manchmal ein Cowboy war und enge Beziehungen zu Howard Hughes (Cowboy) unterhielt, hatte auch enge Beziehungen zu Rockefeller-Interessen (Yankee), die mit Rockefeller verbundenen Personen in seiner Regierung in der Außenpolitik (Nathaniel Samuels, William Rogers, Henry Kissinger). Seine Ernennung von Connally, der eine nationalistische Wirtschaftspolitik umsetzen sollte, war eine große Störung für die globalistische Unternehmenswelt und führte dazu, dass er durch Watergate von der Yankee-Fraktion mit den Rockefellers an der Spitze zu Fall gebracht wurde. Der Rockefeller-Schützling und Mitglied der Trilateralen Kommission Jimmy Carter wurde im Weißen Haus installiert und ernannte eine große Anzahl von Mitgliedern der Trilateralen Kommission in wichtige Positionen der Regierung.

Im Jahr 2016 hatte Zbigniew Brzezinski seine in 'The Grand Chessboard' dargelegten Ansichten aktualisiert, denen Barack Obama (der ihn als persönlichen Mentor bezeichnete) in seiner Außenpolitik in dem einen oder anderen Maße folgte. In einem Artikel mit dem Titel 'Toward a Global Realignment' (Auf dem Weg zu einer globalen Neuausrichtung) erklärte Brzezinski , es sei an der Zeit, die Eindämmungspolitik gegenüber Russland, China und dem Iran zu beenden. Stattdessen wolle er die amerikanische (globalistische) Außenpolitik mit diesen Nationen integrieren und eine neue trilaterale Beziehung schaffen, um die Last der Regierungsführung im Nahen Osten und in Zentralasien zu teilen, wie er es sich bereits 1997 erhoffte:

[Zitat] "In Anbetracht all dessen ist ein langer und schmerzhafter Weg hin zu einer zunächst begrenzten regionalen Einigung die einzige praktikable Option für die Vereinigten Staaten, Russland, China und die einschlägigen Akteure im Nahen Osten. Für die Vereinigten Staaten erfordert dies geduldige Beharrlichkeit beim Aufbau kooperativer Beziehungen mit einigen neuen Partnern (insbesondere Russland und China) sowie gemeinsame Anstrengungen mit etablierteren und historisch verwurzelten muslimischen Staaten (Türkei, Iran, Ägypten und auch Saudi-Arabien, wenn Saudi-Arabien seine Außenpolitik vom wahabitischen Extremismus lösen kann) bei der Gestaltung eines breiteren Rahmens für regionale Stabilität. Unsere europäischen Verbündeten, die früher in der Region eine dominante Rolle spielten, können in dieser Hinsicht immer noch hilfreich sein."

Brzezinski war nicht allein. Auch Kissinger glaubte mehr oder weniger dasselbe. Aber Trump und die nationalistische Cowboy-Fraktion der amerikanischen Eliten haben das Brzezinski-Memo nicht verstanden, ebenso wenig wie die Yankee-Globalisten-Fraktion. Sie werden von Leuten dominiert, die die Regierung für ihren eigenen Profit korrumpieren, andere unter ihnen sind eher ideologisch getrieben (Neocons, religiös begründet, etc.) auf Kosten einer realistischen strategischen Außenpolitik zum Wohle Amerikas und der Welt. Gegenwärtig streben beide eine unipolare Welt an, gegen die es zu viele Widerstände gibt, als dass dieses Ziel noch im Entferntesten realisierbar wäre.

Wie Brzezinski in seinem Artikel von 2016 darlegt, müssen wir zu unserem eigenen Wohl die multipolare Realität akzeptieren, indem wir uns mit Russland, China und dem Iran verbünden. Das bedeutet nicht, dass er empfiehlt, all ihren verschiedenen Agenden nachzugeben, sondern sich vielmehr um ein Entgegenkommen mit ihnen zu bemühen und mit ihnen statt gegen sie zu arbeiten - was in krassem Gegensatz zu der Dämonisierung und dem neuen Kalten Krieg stünde, den wir derzeit mit ihnen führen. Wir leben heute in einer multipolaren Welt, und seine Vision ist, dass es nicht klug wäre, diese Nationen als Feinde zu behandeln, denen wir dann Forderungen stellen und sie sanktionieren, wenn sie diese nicht erfüllen, als ob sie Vasallen eines Imperiums wären.

Entgegen landläufigen Theorien war Brzezinski nicht für ein amerikanisches Imperium. Er sprach sich dafür aus, die amerikanische Macht vorübergehend zu nutzen, um zur Schaffung eines gemeinsamen globalen Wirtschafts- und Rechtssystems beizutragen, damit die Welt für den Kapitalismus überall und jederzeit sicher sein würde. Er glaubte zwar an ein Imperium, aber er betrachtete es als ein gemeinsames globales Anliegen, das langfristig nur funktionieren kann, wenn alle Nationen gleichermaßen an seiner Erhaltung beteiligt sind. Was die Verschwörungstheoretiker richtig erkannten, war, dass er - zusammen mit den Rockefellers und ihrer globalistischen Yankee-Fraktion - für die Schaffung einer neuen Weltordnung eintrat. Aber das ist nicht mehr neu, denn das war seit den 1970er Jahren ihr ständiges Anliegen. Und es geht nicht um eine sozialistische Ein-Welt-Regierung - denn die sind Hardcore-Kapitalisten und wenden sich vehement gegen sozialistische Politik. Trump und die nationalistische Fraktion der Cowboys sind immer noch gegen sie [die Internationalisten] und haben ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber gleichzeitig folgt die Fraktion der Yankee-Globalisten auch nicht Brzezinskis Rat von 2016, ihre Haltung gegenüber Russland und China zu ändern, indem sie sich mit ihnen verbünden.

Der Versuch, den Block China-Russland-Iran zu isolieren, hat keine Aussicht auf Erfolg und basiert eindeutig auf kurzfristigen Profiten für die Konzerne, die ihre eigene 'amerikanische Politik' vorantreiben, und die dabei nicht auf der Gesundheit des globalen Wirtschaftssystems als Ganzes achten. Dies zeigt sich deutlich in der Art und Weise, wie Amerika Europa mit Sanktionen wegen des Nord-Stream-Gaspipeline-Projekts von Russland nach Deutschland belegen wollte. Dieses Projekt wurde in Amerika von allen Parteien unterstützt und eindeutig von den großen Banken und Unternehmen vorangetrieben, wobei die Politiker beider Parteien dazu gedrängt werden, nach deren Pfeife zu tanzen. Derartiges ist ein großer Fehler, und wie bei der Wirtschaftskrise von 2008, die durch die kurzfristige Profitgier der Wall Street verursacht wurde, sehen wir, dass der Versuch, die Unterwerfung so vieler großer Wirtschaftsmächte zu erzwingen, einen noch viel größeren Fehler darstellen könnte. Die offensichtliche Reaktion [der Europäer] ist es, sich aus der wirtschaftlichen Sphäre der USA zu entfernen - was dann bedeutet, dass sie sich dem Block Russland-China-Iran anschließen würden.

Brzezinskis Ratschlag aus dem Jahr 2016, Russland, China und den Iran aus der Kälte heraus zu holen, war der richtige Weg. Das ist er immer noch. Es ist der einzige Weg, um die Weltwirtschaft davor zu bewahren, sich immer mehr aufzuspalten, was sich immer mehr negativ auf Amerika auswirkt und damit auch auf den Rest der Welt, dessen Wirtschaft an Amerika gebunden ist.

Die derzeitigen Führer beider amerikanischer Establishment-Cliquen müssen einsehen, dass ihre Fortführung der Strategie des Großen Schachbretts veraltet und selbstzerstörerisch ist - und gefährlich. Sie bedroht täglich das Leben so vieler Menschen auf der ganzen Welt, einschließlich der Amerikaner. Der Aufstieg Chinas und Russlands hat eine unipolare Welt unmöglich gemacht, es sei denn, die Chinesen beschließen plötzlich, sich dem LIO zu unterwerfen. Und das ist es, was das amerikanische Establishment zu glauben scheint, den Chinesen aufzwingen zu können. Sie hoffen, dass sie Putin aussitzen können - um Russland dann zu verändern, wenn Putin nicht mehr da ist. Das mag zwar möglich sein, aber was sie sich von China erhoffen, ist äußerst unwahrscheinlich. China wirbt aggressiv um Partnerschaften mit anderen Nationen, während Amerika bei den Menschen und den führenden Politikern der Welt immer mehr an Respekt verliert.

Dieser Verlust an Respekt darf nicht unterschätzt werden, was den Einfluss auf die Führungsschicht der Welt angeht. Amerika wird heute in der ganzen Welt als Tyrann und imperialistischer Kriegstreiber angesehen. Die Multipolarität wird bleiben, es sei denn, China verschwindet auf magische Weise. Die Gefahren einer Konfrontation mit dem Iran, Russland, China usw. wurden von der Trump-Administration nicht ernst genug genommen. Wenn ein Tier in die Enge getrieben wird, wird es alles tun, um zu überleben. Hat der Iran Pläne, das Festland der USA anzugreifen, wenn er selbst angegriffen wird? Hat der Iran vielleicht Leute in Amerika, die vorbereitet sind und warten? Haben sie Atomwaffen aus einem gestohlenen ex-sowjetischen Vorrat oder vielleicht aus Nordkorea oder Pakistan gekauft? Dies sind Bedenken, die von der Trump-Regierung wohl nicht ernst genommen wurden. Die Obama-Regierung schien die Bedrohung, die diese Länder für Amerika darstellten, zu verstehen und suchte den diplomatischen Weg. Die Trump-Regierung schien dies nicht zu tun - es sei denn, sie betrieb nur um Getöse ohne Pläne für militärische Aktionen. Die Isolierung des Irans und Russlands in der Hoffnung, ihre Unterwerfung zu erreichen, wird scheitern, solange China ihnen zur Seite steht. [Die Regierung Biden beginnt, das zu erkennen, hat aber noch keinen Plan]. Was stattdessen nun passieren wird, ist die Fortsetzung der Schaffung eines neuen Währungs- und Militärbündnissystems außerhalb der 'Liberalen Internationalen Ordnung". Realistische, selbstlose Führer sind auf lange Sicht für alle besser als selbstsüchtige, kurzsichtige - also wie diejenigen, die Amerika und die LIO derzeit führen.

Tulsi Gabbard wird von vielen klugen Leuten als die Zukunft der amerikanischen Politik angesehen, denn was Amerika und damit auch die Welt im Moment braucht, ist eine Führung, der jeder vertrauen kann. Wenn die Welt der amerikanischen Führung nicht vertraut, wird Amerika der Verlierer sein und die Welt wird darunter leiden, dass die amerikanische Führung immer wieder die gleichen Fehler macht, um die Pläne der Kurzfristdenker der amerikanischen liberalen Oligarchie und der konservativen Oligarchie durchzusetzen. Bernie Sanders war auch eine gute Wahl, aber das offensichtliche Problem mit Sanders ist sein Alter und seine Gesundheit. Wir brauchen jemanden für die Langstrecke.

Nachfolgend ist eine Dokumentation über die amerikanische Oligarchie. Sie geht nicht auf alles ein, was man über sie wissen kann, aber sie ist wirklich gut.

https://www.youtube.com/watch?v=6niWzomA_So

~~~~~~~ Ende der Übersetzung ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

In den genannten Youtube-Film habe ich nur ganz kurz reingeschaut. Es werden wichtig Personen vorgestellt (etwa Schumer), und es wird das Sytem der Korruption und des Lobbyismus mit einigen Details beschrieben.

Park Avenue: Money, Power and the American Dream

2.115.710 Aufrufe / Kanal THE WHY (117.000 Abonnenten)

Beschreibung:

In der 740 Park Ave. in New York City wohnen einige der reichsten Amerikaner. Auf der anderen Seite des Harlem River, 10 Minuten nördlich, befindet sich die andere Park Avenue in der South Bronx, wo mehr als die Hälfte der Bevölkerung von Essensmarken lebt und die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder getötet werden, 20 Mal höher ist. In den letzten 30 Jahren ist die Ungleichheit in den USA sprunghaft angestiegen - der amerikanische Traum gilt nur für diejenigen, die genug Geld haben, um bei den Politikern auf dem Capitol Hill freundliche Gesetze zu erwirken.

Filmemacher: Alex Gibney Produzent: Blair Foster
Produziert von Jigsaw Productions & THE WHY Foundation Herausgegeben: 2012
Dieser Film wurde ursprünglich als Teil der THE WHY-Serie WHY POVERTY?
https://www.thewhy.dk/about (die Initiative sitzt in Dänemark)

Regeln folgen, die kapitalistischen Prioritäten Vorrang vor nationalen Prioritäten einräumt

Miesepeter @, Dienstag, 09.11.2021, 14:38 vor 1533 Tagen @ Weiner 2618 Views

Wovon sie tatsächlich sprachen, war und ist eine einheitliche globale politische Wirtschaftsordnung, in der alle Länder denselben Regeln folgen, die kapitalistischen Prioritäten Vorrang vor nationalen Prioritäten einräumt, so dass der Kapitalismus nirgendwo auf der Welt durch verschiedene nationalistische wirtschaftliche oder politische Agenden und Strategien behindert wird.

Eine der prägnantesten Formulierungen, eine komprimierte Fassung des globalen Konfliktes, anhand welcher man die Zugehörigkeit einzelner Individuen zum jeweiligen Lager gut erkennen kann.

So wird dann auch erklärbar, warum Trump von seinen Gegnern gern mit Putin oder etwas überzeichnet gar auf eine Stufe mit Hitler gestellt wurde. Wer nationalen Prioritäten Vorrang vor kapitalistischen Prioritäten einräumt, ist anhand dieser Logik im selben gegnerischen Lager, vertritt die gleichen entgegengesetzten Interessen und macht sich die gleichen Feinde.

Gruss,
mp

Also genau das

Mephistopheles, Dienstag, 09.11.2021, 15:29 vor 1533 Tagen @ Weiner 2613 Views

Das wird oft fälschlicherweise für einen Plan für eine Weltregierung gehalten, der von vielen in der Elite in gewissem Maße als lohnendes Ziel angesehen wurde und wird, aber das wurde und wird auch als unpraktisch und zu unwahrscheinlich angesehen, um Unterstützung dafür zu bekommen - so dass es eben eher als ein Traumideal angesehen wird, als ein unrealistisches Best-Case-Szenario, das deshalb nicht ganz ernst genommen wird. Wovon sie tatsächlich sprachen, war und ist eine einheitliche globale politische Wirtschaftsordnung, in der alle Länder denselben Regeln folgen, die kapitalistischen Prioritäten Vorrang vor nationalen Prioritäten einräumt, so dass der Kapitalismus nirgendwo auf der Welt durch verschiedene nationalistische wirtschaftliche oder politische Agenden und Strategien behindert wird. Es gibt ein Zitat, das Brzezinski von einem von Gorbatschow veranstalteten Forum zur Lage der Welt im Jahr 1995 zugeschrieben wird, bei dem die Idee einer Weltregierung ein beliebtes Thema war, das Brzezinski in seiner Rede anscheinend unterstützte, aber in späteren Jahren schrieb er über seine Zweifel und die Unpraktikabilität und dass es nicht erreicht werden könnte - er war sich sogar überhaupt nicht sicher, ob es wirklich gut für die Welt wäre. Was er 10 Jahre später, im Jahr 2005, als realistisches und wichtiges Ziel anstrebte, war das, was ich gerade über eine einheitliche Weltordnung gesagt habe, bei deren Gestaltung Amerika die Führung übernehmen muss.

Also genau das, was Großbritannien anstrebte und weswegen es 2 Weltkriege gegen Deutschland führte und für dieses Ziel sogar das British Empire opferte.
Dieses Ziel soll nun Amerika ausführen.

Weitsichtiger Amerikaner, die en bisschen weiter sehen, vermuten - wohl nicht zu unrecht - dass für dieses Ziel nach Großbritannien auch die USA geopfert werden sollen.

Es geht voran.

Gruß Mephistopheles

Puhhhh...... das ist aber harter Tobak. Die Autoren meinen wohl, einiges vom "schönschreiben" zu verstehen.... alleine - man merkt die Absicht und ist verstimmt.

Olivia @, Samstag, 13.11.2021, 16:35 vor 1529 Tagen @ Weiner 2346 Views

Keine Zeit, mehr zu schreiben. Artikel ist interessant und sehr "schön gefärbt". Ein bißchen wie die Geschichten vom Sandmännchen.

Hoffen wir sehr, dass Tulsi Gabbard dieser Art von "geschönter" Geschichtsschreibung nicht aufsitzt, denn ich halte sie wirklich für eine HOffnungsträgerin der US-Politik.

--
For entertainment purposes only.

US-Eliten und ihre US-Außenpolitik / Artikel von Pam Ho / Teil 3 - Beispiel einer Person

Weiner, Dienstag, 09.11.2021, 11:46 vor 1533 Tagen @ Weiner 2944 Views

Der übersetzte Text sollte zeigen, dass es die Geldelite nicht gibt. Vielmehr gibt es eine Landschaft der Machtelite, und alleine in den USA besteht sie aus mehreren Gebirgzügen, zwischen denen tiefe Täler der Armut und Ausbeutung liegen.

Jede Gruppe hat ihre eigene Strategie und verfolgt eigene Ziele. Brzezinski und Kissinger gehören eigentlich einer gemäßigten Fraktion an. Noch heute gibt es ein kleine Gruppe, die zu einer Kooperation mit den Russen und Chinesen bereit ist (natürlich nur wenn die USA die erste Geige im Trio spielen könnte ...). Die Mehrheit schwenkt aber augenblicklich auf einen Konfrontationskurs ein. Im Grunde ist der Ausgang des ganzen (welthistorischen) Prozesses der Elite so ziemlich egal, denn sie hat ihre Schäfchen bereits alle im Trockenen. Es kommt nur darauf an, auf welchem Weg für welche Gruppe wieviel Profit abfällt - und nur darum wird gestritten. Der innere Wettbewerb der ELITE ist heftig. Morde gehören hier zum Alltag.

Nun aber ein Bespiel für einen einzelnen Vertreter. Zum alten amerikanischen Geldadel gehört die DREXEL-Familie (bitte bei allen Familien auf die Abstammung achten!). Die Drexels waren im vorletzten Jahrhundert mit den Morgans liiert, und beide hatten die damals (zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts) weltgrößte Bank erschaffen. Dan Rottenberg hat 2006 ein Buch herausgebracht "The Man who made Wall Street: Antony John Drexel and the rise of Modern Finance" (2006), d.h. die Männer dieser Familie haben das Finanzzentrum in N.Y. wesentlich mit gestaltet, es ist quasi ihre 'Kreation'.

Nun könnte man sagen, die Drexels sind historische Figuren, ihre Banken wurden ja inzwischen aufgekauft. Aber so ist es nicht. Die Familie ist immer noch sehr aktiv, von ihrem Vermögen her mal ganz abgesehen. Und es werden immer noch, über die Jahrhunderte und über die Kontinente hinweg alte Traditionen gepflegt - ohne dass die Weltöffentlichkeit, stark mit Corona und steigenden Preisen beschäftigt, etwas davon mitbekommt. Drexel jr. ist noch jung, er wird im Augenblick in sein Arbeitsfeld erst eingeführt und kann noch nicht selbständig entscheiden.

Dieser jüngste Spross der Familie (der Vater also Drexel, die Mutter eine Astor) beispielsweise ist in BIG PHARMA investiert und ist 'Aufsichtsrat', CEO und Berater in einem Dutzend Kapitalanlage-Gesellschaften. Und als Sahnehäubchen ist er außerdem eine wichtige Figur bei den 'Pilgrims' sowie beim 'Orden des Hl. Johannes von Jerusalem'. Die Pilgrims selbst sind das Bindeglied zwischen dem britischen und dem alten amerikanischen Geldadel. Sie sind immer noch die politisch einflussreichste Gesellschaft in den USA, egal wie viel Milliarden die Gates und Warrens, die Bezos und Musks in der Tasche haben.

https://atlanticpartnership.org/people/john-r-nick-drexel/
http://www.novatroninc.com/page/445259584

Für weiteres Material zu den Pilgrims bitte guckeln nach Charles Savoie "Meet the Money Power" (2004) und "Donald Trump, Pilgrims Society Operative" (2016), die es als pdf im Netz gibt.

https://isgp-studies.com/pilgrims-society-us-uk

http://www.pilgrimsociety.org/nominationForm_01.php

Der "Order of St. John" ist ein neuer und protestantischer (englischer) Zweig der alten MALTESER. Für @Nereus: Der Unterschied zwischen diesen alten, immer noch bestehenden Orden einerseits und den Freimauerern bzw. Logen und Superlogen andererseits ist wie der Unterschied zwischen einem reinrassigen Rennpferd und einem Maulesel. Aber natürlich braucht man auch Maulesel, wie zB. Merkel eine(r) war ...

Danke!

Oblomow, Dienstag, 09.11.2021, 14:15 vor 1533 Tagen @ Weiner 2775 Views

bearbeitet von Oblomow, Dienstag, 09.11.2021, 14:41

Cowboys und Yankees, so einfach ist das also. Und die ganzen Trumpelanhänger sollten sich mal fragen, wen sie eigentlich unterstützt habe. Und die Verdammer von B&K geht eventuell auch ein Licht auf. Ich war immer für die Indianer.

O.

Denke ich auch

Mephistopheles, Dienstag, 09.11.2021, 15:35 vor 1533 Tagen @ Oblomow 2886 Views

Cowboys und Yankees, so einfach ist das also. Und die ganzen Trumpelanhänger sollten sich mal fragen, wen sie eigentlich unterstützt habe. Und die Verdammer von B&K geht eventuell auch ein Licht auf. Ich war immer für die Indianer.

O.

Sollte man sich vielleicht nicht lieber an Diogenes Lampe`s Welterklärung mit den Jesuiten halten? [[la-ola]]

Gruß Mephistopheles

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