Diesem Herrn muss man doch ein paar liebe Worte zukommen lassen, meine ich halt.
Dafür gibts sowas wie Mail. Was hab ich dem guten Mann geschrieben:
Sehr geehrter Herr Ofarim,
ich habe diese aktuellen Vorgänge genau verfolgt. Das hängt mit zwei Komponenten zusammmen, -nämlich einerseits damit, dass mein Großvater im Widerstand umgekommen ist und andererseits damit, dass ich ein jahrzehntelanger Musiker bin.
Für mich steht fest, dass Sie der Meinung waren, sich eine mögliche antijüdische Reaktion zunutze zu machen, die Ihnen persönlich an ihrem Bekanntheitsgrad weiterhilft. Dieser Schuss ist nach hinten losgegangen. Mittlerweile liegen die Beweise auf dem Tisch, dass Sie diese Sache nur inszeniert haben.
Da stellt sich die Frage nach dem "warum". Die musikalischen Qualifikationen, die früher Esther und Abi Ofarim präsentiert haben, davon sind Sie weit entfernt. Was Sie haben, das ist der Name Ihrer Eltern und auch noch den Davidstern.
Das aber allein genügt nicht. Damit beeindruckt man heute niemanden mehr. Genauso beeindruckt es niemanden mehr, mit irgendwelchen politischen Aktionen, die auf den ersten Blick spektakulär sind, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Es sei denn, man bezieht sie auf die aktuele Situation, so wie wir das gemacht haben. Als man uns verbot, aufgrund der Corona-Restriktionen auf öffentlichem Terrain aufzutreten, haben wir nach italienischem Muster vom geöffneten Fenster aus musiziert, um den Leuten eine Freude zu machen.
Das kam gut an, die Leute tanzten auf der Straße und wir haben in unserer Stadt auf diese Weise unseren Bekanntheitsgrad erhöht, - abgesehen von den vielen positiven Reaktionen in den sozialen Netzwerken.
Sie sind jung, ich empfehle Ihnen, an sich zu arbeiten und durch Qualität in der Komposition und in der Darstellung resp. in der Interpretation aus der Masse herauszustechen. Das ist die einzige Chance, sich in der heutigen Zeit einen Namen zu machen.
Mit freundlichen Grüßen