und mit ihr wird seit Jahrzehnten die (eigentlich freie) Ärzteschaft 'terrorisiert' und ihr jegliches eigenständige Denken ausgetrieben, das sie durch ein umfassendes Medizinstudium ja eigentlich erwerben soll. Geselle ist, wer etwas kann, Meister dagegen, wer etwas ersann.
Dabei sind die doppelblinden evidenzbasierten, d.h. auf lege artis durchgeführten KLINISCHEN PRÜFUNGEN basierenden Behandlungsrichtlinien sehr oft von schwacher Validität, weil die Pharmakonzerne alle Tricks kennen, um trotz großer Bedenken (vor allem bei Nebenwirkungen) sich durch die Zulassungen zu mogeln. Und wenn das nicht mehr hilft, dann greift man zu Notfall-Zulassungen verbunden mit der Ausrufungen von Pandemien, um trotzdem noch Kohle machen zu können.
Selbst klinisch einwandfrei geprüfte Arzneimittel und Behandlungsverfahren scheitern oftmals in der Praxis, bei Hausärzten und in Kliniken gleichermaßen, weil dort, wie im Krieg, die Situation meist viel komplexer ist wie in Labor und Klinik bzw. auf dem Exerzierplatz.
Es hat sich deswegen in den letzten Jahren, zuerst in der Versorgungsforschung, die Idee einer (rational und kritisch) erfahrungsbasierten Medizin herausgebildet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Versorgungsforschung
https://www.ifeg.de/de/
(Institut für Empirische Gesundheitsökonomie)
https://www.uni-heidelberg.de/de/studium/alle-studienfaecher/versorgungsforschung-und-i...
https://www.naturundmedizin.de/die-gruenen-gegen-homoeopathie
Aufgrund der digitalen Vernetzung gäbe es heute die Chance, Medikamente und Behandlungsverfahren in breiten Feldversuchen praxisnah zu überprüfen - um so zu einer integrativen Medizin zu kommen, die die volle Breite heutiger medizinischer Systeme einschließt (auch traditionelle chinesische Medizin, Ayurveda, Phytotherapie, Homöopathie), um am Ende vom fundamentalisischen evidenzbasierten Medizin-Modell der Pharmaindustrie wieder wegzukommen.
Medizin ist, wie die Wirtschaft, keine Wissenschaft sondern eine Lehre und Kunst - sie kann sich allenfalls wissenschaftlicher Methoden bedienen.
Nachtrag betreffend Corona: Ein bereits für andere Indikationen zugelassenes Medikament, das schon seit einem Jahr für eine Anwendung bei Covid diskutiert wird, hat nun eine positive Bestätigung erfahren. Es handelt sich um das Antidepressivum Fluvoxamin.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/128555/COVID-19-SSRI-Antidepressivum-Fluvoxamin-...
https://www.thelancet.com/journals/langlo/article/PIIS2214-109X(21)00448-4/fulltext#%20
Interessant ist, dass es u.a. vermutlich auch die Aufnahme von MELATONIN erhöht. Man könnte daraus rückschließen und überprüfen, ob Melatonin generell bei Covid hilfreich sein könnte, vor allem in der Prophylaxe.
MfG, Weiner