Warum führt man die Pockenschutzimpfung nicht wieder ein?
Warum führt man die Pockenschutzimpfung nicht wieder ein?
Die Pockenschutzimpfung hat in den Jahren ihrer Durchführung schwere Komplikationen und Nebenwirkungen verursacht. Besonders gefürchtet war die sogenannte Enzephalitis, eine Entzündung des Gehirns, die oft tödlich verlief oder zu schweren bleibenden Schäden führte. Sie trat bei ca. 1-4 Impflingen/ 1 Million Impfungen auf.
Da die Pocken ausgerottet sind, es derzeit also keine Pocken bzw. Pockenkranken mehr gibt. besteht auch keine Gefahr sich mit Pocken anzustecken. Aus diesem Grund führt man bei den zu erwartenden Nebenwirkungen derzeit keine Impfungen durch.
https://www.nlga.niedersachsen.de/startseite/infektionsschutz/krankheitserreger_krankhe...
Allerdings kann bei einem Auftreten die Zwangsimpfung jederzeit angeordnet werden.
Vorbereitungen auf eine Massenimpfung der gesamten Bevölkerung gegen Pocken
Eine Massenimpfung der Bevölkerung erfordert vorab Planungen und Vorbereitung. Für die Vorbereitungen werden drei verschiedene Phasen unterschieden: Wir befinden und jetzt in Phase 1, in der nur wenige Menschen geimpft werden sollen, in der aber die Vorkehrungen für Phase 2 und 3 getroffen werden müssen, um für eine Massenimpfung der gesamten Bevölkerung gewappnet zu sein.
Phase
Pockenfälle Wer ist für die Impfung vorgesehen?
1 Kein Pockenfall Personal in Behandlungs- und Kompetenzzentren sowie in wenigen Hochsicherheitslabors, die als erste Kontakt mit einem Pockenverdachtsfall oder verdächtigem Material hätten
2 Erster Pockenfall weltweit Medizinisches Personal
Personal der Impfstellen
Ausgewählte Berufsgruppen
3 Erster Pockenfall in Deutschland
Überregionales Auftreten von einzelnen Pockenfällen in einem zeitlichen Zusammenhang Riegelungsimpfung von Kontaktpersonen
Massenimpfung