Cryptos sind kein Alkohol
Vorweg: Ich bin ja selbst Crypto-Fan und habe schon seit vielen Jahren BTCs u.a.
Aber das Argument von Steppke kann man m.E. nicht so einfach vom Tisch fegen:
Alkohol und Cryptos haben sehr verschiedene Ausgangssituationen.
Der Genuß von Alkohol ist sehr weit verbreitet und kulturell durch viele Gewohnheiten und Traditionen tief verankert - nicht nur in den USA, sondern in vielen Völkern, und das seit mehr als zweitausend Jahren.
Cryptos werden hingegen nachwievor vor allem von einer Avantgarde genutzt, und sie haben bislang keine tiefen Wurzeln schlagen können.
Die meisten Leute haben nichtmal eine Ahnung, worum es sich bei Cryptowährungen tatsächlich handelt, wie sie funktionieren und welchen Nutzen sie für uns alle haben könnten.
Bitcoins und Co. mögen in letzter Zeit populärer geworden sein, nicht zuletzt aufgrund der enormen Preiszuwächse, die medial breitgetreten werden.
Aber sollten sich viele westliche Regierungen dazu entschließen, sie zu kriminalisieren, dürfte es wohl kaum erheblichen Widerstand geben.
Anders als bei Alkoholgenuss, den die meisten Menschen für ihr gottgegebenes Naturrecht halten.
M.E. ist das letztlich ein Wettlauf gegen die Zeit:
Je länger Cryptowährungen legal existieren, desto tiefer könnten sie sich in das bestehende Wirtschaftssystem eingraben, und irgendwann mögen die Wurzeln tief genug sein, dass man Cryptos nicht einfach mehr aus dem System herausschneiden kann.
Soweit sind wir aber vermutlich noch nicht.