0,3%-ige Lösung. 3% ist meiner Meinung nach viel zu ätzend!
Hi Socke,
lies den Verweis, den @ b.o.bachter bringt. Das Buch hatte ich vor einiger Zeit mit erstaunen gelesen, deshalb schrieb ich hier schon oft über die positiven Wirkungen von H2O2.
Es gibt kein Allheilmittel. Auch H2O2 hat sicherlich riskante Nebenwirkungen. Ich glaube beispielsweise, dass es im Übermaß (hochkonzentriert) in der Lunge z. B. schadet, stichwort "Reizung". Krebs könnte angeschubst werden?
Ich inhaliere durchaus 3%iges, aber selten mal. Es killt auch Infekte im Rachen, das kann nicht bestritten werden! Auch und vor allem Viren werden dezimiert!
Über die Verwandtschaft der Methode zur der des Benzin-Schnüffelns hatte ich hier oft hingewiesen. Auch Abgrenzung zu Benzol! Benzin ist nicht Benzol, ja, an der Tanke ein bisschen ... Suchfunktion hier im DGF nutzen.
Hier zur Beurteilung, ein wesentlicher Ausschnitt aus dem bemerkenswerten Buch:
"Diese Beobachtung stellte einen starken Kontrast zu den Verlautbarungen vieler Lehrbücher
seit den 1920er Jahren dar. Diese hatten voneinander abgeschrieben, dass das Peroxid von 10
bis 30 Prozent „ätzend“ wirke, und nannten als Beweis ein Kribbeln, eine nachfolgende
Weißfärbung und schließlich ein Jucken mit leichter Hautrötung, die aber nur kurz anhielten.
Auch mahnte ein echter, weißer Ätzschorf der Karbolsäure zur Vorsicht, der allerdings durch
deren toxische Wirkung erzeugt wurde und mit der Sauerstoffbildung des Peroxids nicht zu
tun hatte. Daher wurde in Deutschland für Wunden und im Mundbereich nur bis zu
dreiprozentige Lösung benutzt, die aber schwächer als die bis zu 30-prozentigen
Peroxidzubereitungen wirkt.
Interessanterweise war dieses Kribbeln und die Weißfärbung bei Anwendung der über
dreiprozentigen Lösungen auf der Haut bei den amerikanischen Anwendungen nie ein
Thema. Die Patienten interpretierten dies wohl als Eintritt der Wirkung und hatten damit
nicht Unrecht.
Man glaubte bis zu jener Zeit auch, dass die Wirkung nicht sehr in die Tiefe gehe, da das
Enzym Katalase in jeder Zelle vorkommt und das Peroxid schnell in Wasser und Sauerstoff
zersetzt. So stand es in den Lehrbüchern und so wird es teilweise bis heute abgeschrieben.
An dieser Stelle setzen die Forschungen in Leipzig an, die in einer Vielzahl von
Fachpublikationen aus unterschiedlichen Disziplinen wie Dermatologie, Chirurgie,
Geburtshilfe, innere Medizin und Zahnheilkunde dokumentiert sind.
Zur Verblüffung der Untersucher und im Gegensatz zur damals gängigen Lehrmeinung
wurde festgestellt, dass das Wasserstoffperoxid schnell und unzersetzt sowohl die
Schleimhäute als auch die intakte Außenhaut (Epidermis) durchdringt und eine
ausgesprochene Tiefenwirkung entfaltet. Das kleine, wasserähnliche Molekül übertrifft
bezüglich Schnelligkeit und Wirkung in tiefen Gewebeschichten die meisten anderen
Arzneistoffe mit deren größeren molekularen Abmessungen. Entgegen den
Lehrbuchmeinungen enthalten die Außenschichten der Haut fast keine Katalase. Zusätzlich
weiß man heute, dass hohe Peroxidkonzentrationen die Katalase zunächst blockieren.
So konnte ganz exakt gemessen werden, dass schon bei einer fünfprozentigen Peroxidsalbe
auf einem Quadratzentimeter Haut pro Minute 20 bis 50 Mikrogramm Wasserstoffperoxid
zur Resorption gelangen. Bei 20- oder gar 30-prozentigen Lösungen wird in kürzester Zeit ein
Mehrfaches an Wirkstoff resorbiert.
Damit sind auch die ausgezeichneten Erfolge der frühen amerikanischen Anwendungenerklärbar. Durch die Tiefenwirkung konnten zum Beispiel die Hauttuberkulose oder der
Primäraffekt der Syphilis geheilt werden.
Weiterhin wurde festgestellt, dass erst in sehr tiefen Gewebeschichten ein rascher
enzymatischer Abbau des nun verdünnten Peroxids in die Spaltprodukte Wasser und
Sauerstoff eintritt. Doch damit war der Wirkmechanismus noch nicht erschöpft: Es konnte
nachgewiesen werden, dass sich der Sauerstoff nach Anwendung der 20-prozentigen Salbe für
24 Stunden im Gewebe befand und selbst im Muskel Sauerstoff deponiert wurde. Damit
werden die Anwendungen des Wasserstoffperoxids über die rein antimikrobielle Wirkung
hinaus erheblich erweitert. Die Ergebnisse heißen nichts anderes, als dass alle Krankheiten, die
mit einem lokalen und oft auch mit einem allgemeinen Sauerstoffmangel verknüpft sind, mit
dieser bequemen perkutanen (durch die Haut erfolgenden) Therapie beeinflusst werden
können.
Hiermit kann man auch das früher als „weißer Ätzschorf“ fehlinterpretierte Phänomen
erklären: Der eingelagerte Sauerstoff wird sichtbar und verdrängt anfänglich reversibel Blut
aus feinen Kapillaren. Diese lokale Einlagerung heißt „Sauerstoffemphysem“. Mit modernen
Methoden kann man den Sauerstoff zudem in den abführenden Venen und selbst an den
Begrenzungen des Knochens am eingelagerten Gewebe nachweisen.
Es ist also möglich, durch einfaches Aufbringen von Lösungen oder Salben weite Bereiche
im Körper mit mehr Sauerstoff zu versorgen, der auch in den Zellen genutzt werden kann.
Durch die einhergehende Gewebeerweiterung kommt es auch zur verstärkten Durchblutung.
Dabei tritt die schwache Rötung mit den vorübergehenden Kribbelgefühlen auf, die auf
Schleimhäuten ab etwa fünfprozentigem, auf der Haut ab zehnprozentigem Wirkstoff zum
Vorschein kommen. Umfangreiche Tierversuche als auch histologische Befunde an
menschlicher Haut zeigten eindeutig, dass es umkehrbare Prozesse und keine Verätzungen
sind. Höchstens sehr lange Einwirkungen hochprozentiger Präparate auf Schleimhäuten
könnten durch die starken Sauerstoffentwicklungen eine Gewebezerreißung hervorrufen; rein
theoretisch wäre auch in seltenen Fällen eine Embolie mit Verschleppung von Gasblasen in
die Lunge denkbar. Deshalb wurde dem Zahnarzt Schüler letzten Endes empfohlen, zur
Mundspülung nur das ausreichende zehnprozentige Präparat zu benutzen. Bestätigt werden
diese Empfehlungen auch durch die Tatsache, dass in den USA sehr intensiv die
sechsprozentige Lösung ohne Probleme bei Kindern gegen Diphterie auf den Schleimhäuten
angewendet wurde. Kleine Stellen im Mund könnten aber unbedenklich mit Perhydrol auf
Wattestäbchen betupft werden.
Im Gegensatz dazu wurde eindeutig nachgewiesen, dass die hochprozentigen Hautpräparategroßflächig zum Beispiel an den Beinen ohne schädliche Blutveränderungen oder gar
Embolien sicher angewendet werden können. Die antimikrobielle Wirkung ist entscheidend –
doch konnte auch eine Reihe von Erkrankungen durch den Sauerstoff und die Förderung der
Durchblutung positiv beeinflusst werden. Hier folgt nun eine Aufstellung von
eindrucksvollen Therapieerfolgen aus den 1960er Jahren in Deutschland. Die Details zu den
verschiedenen publizierten Arbeiten finden Sie unter den entsprechenden Titeln und Namen
im Literaturverzeichnis."
Quelle: "Wasserstoffperoxid: Das vergessene Heilmittel", Author(s): Jochen Gartz
Publisher: MobiWell, Year: 2014
ISBN: 9783944887074
guckstuda:
http://31.42.184.140/main/2487000/9d9462aceeef88cf8106f68931293baf/Jochen%20Gartz%20-%2...
Wie ich hier schon schrieb, halte ich die Pharmabranche für gefährlicher als die Rüstungsindustrie. Weil beide in ihrer Profitgier sich nix nehmen, aber Oma der lieben Frau Dokter nichts böses zutraut, sich aber an das Dröhnen der Bomber noch gut erinnert.
So, nun kann sich jeder überlegen, woran es liegen könnte, dass Google auf die Frage nach Wasserstroffsuperoxyd reflektorisch "ätzend" auswirft, VT-Alarm ...
H.