OT Erbitte Rat bei einer Mini-Elektroinstallations-Bastelei....

Olivia @, Freitag, 17.09.2021, 21:20 vor 1582 Tagen 4168 Views

Ist eigentlich nichts Dramatisches, aber es quält mich. Ich installiere zum ersten Mal einen Shunt mit einem schönen Batteriemeßgerät. Kabel etc. alles gekauft, alles da. Alle Dinge, Laderegler, Spannungswandler, 12-Verbraucher, alles paßt. Alles hat schöne Kabelschühchen mit den offenbar bei uns genormten Abmessungen 8M. Der Shunt kommt aus China und schaut sehr schön aus, offenbar sogar vergoldet..... und er schaute auch so aus, als ob er 8M Kabelschuhe mögen würde.... Leider Fehleinschätzung. Das Ding ist 1-2 mm zu dick für die Kabelschuhe. Jetzt sind die Kabel 50 mm2 dick und so dicke Kabelschuhe kann ich mit meiner Zange nicht dranmachen, also habe ich die gekauft und die sind nicht billig. Also habe ich mir eine Rund-Feile geholt, so was habe ich unter meinen Gerätschaften gefunden und die mm abgefeilt. Na ja und jetzt schaut innen das Kupfer raus und die verzinnte Schicht ist abgeschliffen. Und das genau macht mir Kummer. Könnte das zu irgend welchen Ausfallerscheinungen führen? Oxidation des Kupfers oder ähnliches? Aus irgend einem Grunde werden die Kabelschuhe ja wohl verzinnt. Abgesehen davon, dass Zinn ja wohl ein noch besserer Leiter sein soll als Kupfer. Jetzt weiß ich nicht, ob ich meine "abgefeilten" Kabelschuh-Kabel verwenden kann oder ob ich mir besser doch neue kaufen soll.
Schade, dass ich nicht Elektronik oder so etwas studiert habe. So muss ich immer basteln...

Es wäre nett, wenn mir jemand einen Tip geben könnte.

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Crimpzange und Kabelschuhe in passender Größe

Blut-Svente @, Freitag, 17.09.2021, 21:35 vor 1582 Tagen @ Olivia 3328 Views

bearbeitet von Blut-Svente, Freitag, 17.09.2021, 21:48

Hi Olivia,

es ist nicht sinnvoll, die Kabelschuhe aufzuweiten, um dort einen größeren Querschnitt reinzubekommen.
Schau mal, es sollte auf den Kabelschuhen draufstehen, für welchen Querschnitt die bestimmt sind.
Man benötigt für 50qmm eine ordentliche Crimpzange mit korrekten Crimp-Einsätzen, das muss ordentlich
gemacht werden, da hier ordentliche Ströme, 100A und auch mehr fließen können beim Wechselrichter.
Sonst gibt es Übergangsverluste mit viel Wärme bis zur Brandgefahr.
Mein Inselwechselrichter mit 24V ist ebenfalls mit 50qmm verkabelt, der zieht bei 2,5 kva über 120A,
das ist so viel wie beim LkW Anlasser.
Also, bitte sorgfältig arbeiten, sonst ist das Ganze nicht betriebssicher. Eine Kleinspannungs-Sicherung
z.B.150A sollte im Stromkreis zum Schutz vor Kurzschluss vorhanden sein.

Viel Erfolg
Blut-Svente

...der "Elektrik" studiert hat [[zwinker]]


PS:Kupfer leitet deutlich besser, als Zinn.

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Ephraim Kishon

Danke. Eine Crimpzange für kleinere Durchmesser habe ich. Ich glaube, die geht bis 35 mm2. Größere will ich einfach nicht machen. Dann muß ich neu kaufen.

Olivia @, Freitag, 17.09.2021, 21:53 vor 1582 Tagen @ Blut-Svente 3032 Views

Die Solarkabel sind gekauft und da sind schauderhaft Kabelschuhe dran. Die werde ich wohl beide austauschen gegen bessere aus meinem Sortiment. Die sind so dünn, dass ich sie selbst crimpen kann.

Ja, da werden hohe Ströme fließen. Der Wechselrichter hat 1500 Watt und kann Spitzen bis zu 2000 Watt verarbeiten. So viel will ich nicht entnehmen (höchstens 1000 Watt) aber ich habe alles auf 150 A ausgelegt (denn die 12-V-Verbraucher ziehen auch Strom).

Ich habe aber gleich noch eine Frage:
Bisher ging ich davon aus, dass der Kabelquerschnitt reicht, um zu berechnen, welche Ströme dadurch fließen dürfen. Jetzt habe ich bei einem 50 mm2-Kabel gelesen, dass das nur für 100 A ausgelegt ist. Das wäre dann zu knapp.
Mein Wechselrichterverkäufer meinte jedoch die 50 mm2-Kabel reichen aus. Irritiert mich.

Kannst du mir da einen Hinweis geben?
Ich lese zwar alles mögliche, was ich finden kann... aber.....

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Loeten, Stromstaerken

CalBaer @, Freitag, 17.09.2021, 22:16 vor 1582 Tagen @ Olivia 3265 Views

bearbeitet von CalBaer, Freitag, 17.09.2021, 22:25

Bei solchen Staerken brauchst Du eine Zange mit sehr viel Kraft, damit es fest sitzt. Crimpen ist ein Wissenschaft fuer sich. Daher loete ich solche dicken Kabel, ich habe mal ca. 25mm^2 (hier AWG4) gemacht, das war schon dick. Loeten ist weitaus besser und einfacher, solange Du nicht industrielle Stueckzahlen machst. Ein Loetkolben ist zu schwach, aber auf dem Baumarkt gibt es billige Loetlampen. Zum Schluss kommt Schrumpfschlauch ueber die Huelse, das sieht dann auch sauber aus.

Was die Stromstaerken betrifft: es haengt von der zulaessigen Kabeltemperatur ab. Je duenner, umso mehr Widerstand, umsomehr Waermeerzeugung durch das Kabel. Es gibt Tabellen, muesste mal eine raussuchen. Nur als Richtwert: ich benuzte 25mm^2 fuer 100A, 50mm^2 sollten fuer 200A absolut ausreichen.

Edit: Tabelle
https://www.sab-kabel.de/kabel-konfektion-temperaturmesstechnik/technische-daten/kabel-...

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Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
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Was für ein Kabel, welche Verlegeart?

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Freitag, 17.09.2021, 22:26 vor 1582 Tagen @ CalBaer 3007 Views

bearbeitet von paranoia, Freitag, 17.09.2021, 22:32

Hallo CalBaer,

je nach Verlegeart könnte man Dein Kabel mit 63 A bis 100 A belasten, wenn man deutsche Normen zugrunde legt, die ja für Dich nicht gelten. [[hüpf]]

Deswegen interessieren mich die Rahmenparameter bei Dir...

Gruß
paranoia

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Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Gilt fuer freie Verlegung, was ich bei @Olivias Solaranlage ebenfalls unterstelle (owT)

CalBaer @, Freitag, 17.09.2021, 22:31 vor 1582 Tagen @ paranoia 2884 Views

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Auch zu beachten ist der Spannungsabfall bei erforderlicher Kabellänge

Ortelius @, Freitag, 17.09.2021, 22:39 vor 1582 Tagen @ Martin 2914 Views

Zwar reichen bei 100A wohl 50mm² Kabelquerschnitt bzgl. Sicherheit, aber bei einem z.B. 15m Kabel hat man schon grob 1V Spannungsabfall bei 100A und verliert in einem 12V System fast 10% Leistung.

Deine Tabelle der Maximalströme für mich nicht nachvollziehbar

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Freitag, 17.09.2021, 23:07 vor 1582 Tagen @ CalBaer 2904 Views

Hallo CalBaer,

ich hatte auf folgende Tabelle geguckt:

https://www2.htw-dresden.de/~hoentsch/WebsiteElMob/DA-Master-SHK/Kabel_Strombelastbarke...

Ich muss Dir da widersprechen - vielleicht habe ich aber auch Unrecht?!

Wenn 100A über 25 mm^2 gehen, gehen über 50 mm^2 eher 100A * Wurzel(2)= 141A statt 200A.

Begründung:

Es gibt zwei limitierende Faktoren bei Gleichstromleitungen:

1. Der maximal tolerierte Spannungsabfall
2. Die Erwärmung

1.
Wenn Du einen Leitungsquerschnitt verdoppelst, halbiert sich der Ohm'sche Widerstand. Also kannst Du doppelt so viel Strom drüber schicken, ohne dass der Spannungsabfall Deine gesetzte Grenze überschreitet, aber:

2. Die Leitung mit doppeltem Querschnitt hat einen nur 40% größeren Umfang. Verdoppelst Du den Strom, fällt die vierfache Leistung über eine gerade mal 1,4-fachen Oberfläche ab.
Das geht nicht gut.

A= Pi*r^2 (Fall 25A)
A' =2*A = Pi * r'^2 (Fall 50A)

Einsetzen ergibt:
2*Pi*r^2 = Pi * r'^2 (durch Pi dividieren)
r'^2=2*r^2
r'= +- wurzel(2)*r
negative Radien interessieren uns nicht. :-)
r'= wurzel(2)*r

Der neue Leiter mit doppeltem Querschnitt (50mm^2) hat eine 1,41-fachen Radius.
Der Umfang ist 2*Pi*r wächst also auch nur um den Faktor 1,41.
Der Umfang ist aber maßgeblich für die Wärmeabfuhr.

Man kann es auch über die Oberfläche des Leiters rechnen, aber die wächst proportional mit der Länge des Leiters, aber die abgeführte Wärme eben auch proportional mit der Länge...

Über Fehlerhinweise bin ich dankbar!

Gruß
paranoia

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Der Wechselrichter revanchiert sich, indem er höhere Ströme zieht... (oT)

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Freitag, 17.09.2021, 23:09 vor 1582 Tagen @ Ortelius 2798 Views

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Strombelastbarkeit ist von der Leitungslaenge unabhaengig

CalBaer @, Freitag, 17.09.2021, 23:29 vor 1582 Tagen @ paranoia 2935 Views

Leitungsverluste bleiben in der Tabelle unberuecksichtigt sie koennen getrennt berechnet werden.

Strombelastbarkeit haengt von vielen Faktoren ab, z.B. Form des Leiters, den thermischen Eigenschaften der Isolierung, der Umgebungstemperatur und und und.

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@Olivia, um genau helfen zu koennen, brauchen wir mehr Infos

CalBaer @, Samstag, 18.09.2021, 00:11 vor 1582 Tagen @ Olivia 2946 Views

-Leitungslaenge (Plus und Masse)
-akzeptable Leitungsverluste in Volt
-Umgebungstemperatur
-wie verlegt? (im Freien oder unter einer thermisch isolierenden Verkleidung)

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Kabellänge möglichst kurz halten

Blut-Svente @, Samstag, 18.09.2021, 00:40 vor 1582 Tagen @ Olivia 2907 Views

Hallo,

gestalte das möglichst so, dass die Kabellängen bei dem 50qmm so kurz wie möglich bleiben. Das vermindert
die Stromwärme-Verluste.
Als Trick könnte man ein paar Adern aus dem 50qmm nach dem Absetzen direkt am Kabelschuh auf Länge entfernen,
so weit, wie der Leiter in den Kabelschuh reicht und dann Crimpen. Dann evt. einen Schrumpfschlauch drüber.
Ist zwar Pfusch, aber mit den vorhandenen Mitteln die beste Variante, wenn Du nur 35qmm sauber quetschen kannst.
Die Verbindung zum Kabelschuh muss fest verpresst sein, damit der hohe Strom dort geringen Übergangswiderstand hat.
Schau ggfs. mal Youtube zum Thema Kabelschuh Crimpen.

Viel Spaß und gute Nacht
Svente

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Ephraim Kishon

Hier noch eine Tabelle von Lapp-Kabel mit mehr Details und den DIN Vorschriften: (mL)

DT @, Samstag, 18.09.2021, 07:42 vor 1582 Tagen @ CalBaer 2946 Views

bearbeitet von DT, Samstag, 18.09.2021, 08:07

https://t3.lappcdn.com/fileadmin/catalog/de_T_pdf/T12_Belastbarkeit_Grundtabelle_Redukt...

Hier auch für Dich in den USA, CalBaer:
https://t3.lappcdn.com/fileadmin/catalog/de_T_pdf/T13_Belastbarkeit_gemaess_National_El...

Meiner Meinung nach sollte auch eine Rolle spielen, ob das Kabel tatsächlich solides Kupfer ist oder ein Litzenbündel, das mehr flexibel ist, denn ich würde annehmen, daß bei der Litze an der Oberfläche der kleinen Drähte CuO oder Cu2O entsteht, was einen wesentlich höheren Widerstand hat und Joulesche Wärme erzeugt.

https://t3.lappcdn.com/fileadmin/catalog/de_T_pdf/T11_Leiterwiderstaende_und_Litzenaufb...

Hier noch der entsprechende Link zur Berechnung der Joule'schen Wärme:

https://de.wikipedia.org/wiki/Stromw%C3%A4rmegesetz

Wir haben bei uns im Geschäft die Knipex-Krimpzange für Zweihandbedienung für unsere Hochstromkabel bis 100 A bei <12V für ca 100 EUR:

https://www.conrad.de/de/p/knipex-97-52-09-crimpzange-aderendhuelsen-10-bis-25-mm-82244...

[image]

In der Tat hatte ich einmal den Fall, daß bei einer schlecht gecrimpten Aderendhülse nach einiger Zeit sogar die Isolierung des Kabels angeschmort war, weil dort ein hoher Übergangswiderstand mit entsprächender Wärmebildung nach Oxidation entstand. Das ist nicht ungefährlich.

Ich würde Olivia raten, nicht an den Kontakten rumzufeilen, sondern sich bei einem Elektriker im Ort eine Crimpzange auszuleihen und entsprechend passende Aderendhülsen zu besorgen. Die Anleitung von Lapp-Kabel ist da auch unmißverständlich:

Verbindungstechnik

Die Qualität einer elektrischen Verbindung hängt stark von der Auswahl der passenden Komponenten in den jeweiligen Nennquerschnitten und der Verarbeitung mit empfohlenen Werkzeugen ab. Größendifferenzen zwischen Leiter und Rohrkabelschuh/Aderendhülse resultieren daraus, dass mit nur einem Crimpkontakt Litzen der Klasse 5 und 6 – auch mit unterschiedlichem Aufbau (Würgelitze, verseilte oder verdichtete Litze) verpresst werden können. Trotz optisch zu groß erscheinenden Hülsen für die jeweiligen Querschnitte, ist mit der richtigen Kombination aus Leiter, Kontakt und Werkzeug eine gasdichte Vercrimpung sichergestellt. Die Maßhaltigkeit an den oben erwähnten Verbindungsstellen wird u. a. durch folgende Normen geregelt.
• DIN EN 60228 (VDE 0295), September 2005 – „Leiter für Kabel und isolierte Leitungen“
• DIN 46228 – 4, September 1990 – „Aderendhülsen – Rohrform mit Kunststoffhülse“
• Qualität von Crimpungen nach DIN 46228-1 und DIN EN 50027

Praktikable Lösung mit Löten an Kabelschuhe, Brandgefahrminimierung [edit]

Hannes, Sonntag, 19.09.2021, 02:01 vor 1581 Tagen @ CalBaer 2686 Views

bearbeitet von Hannes, Sonntag, 19.09.2021, 02:08

Hi CalBaer,
ja, Löten wäre hier wahrscheinlich die sicherere Variante, ausnahmsweise.

Löten ist in so einem Falle („Hochstrom“-Verbindung, sage ich mal verständlich) nämlich verboten. Aber mit DIN-Norm-Zitaten kommt man hier nicht weiter.

Lötverbindungen sollten in Leistungsstromkreisen vermieden werden. Werden diese angewendet, müssen die Verbindungen so ausgeführt sein, dass das Fließen des Lötmittels, mechanische Belastungen und Temperaturerhöhung im Fehlerfall berücksichtigt sind.

Ich finde: Brauchbare, sicherere Quetschverbindungen kriegt man nur mit einer ordentlichen Zange hin, die zwar heute lange nicht mehr so teuer ist wie früher mal (da China), aber Kauf für nur ein Mal Benutzung? Das wäre Blödsinn, wider die hiesige Preußische Sparsamkeitskultur, ich habe nicht "Nachhaltigkeit" geschrieben.

[[applaus]]

Nach DIN verboten ist das Löten deswegen in Olivias Anlage, weil bei Erwärmung sich eine Lötverbindung auch mal lösen kann. Und Erwärmung kommt bei Leistungsübertragung oft vor. Bei Hochstrom und Zugkraft (Eigengewicht reicht) folgt dann: Lichtbogen.

Ich habe in der DDR noch richtig Schweißen gelernt, geprüft für Heißdampfrohre bis 400 mm.

Deswegen schweiße ich heute noch mit ummantelten Elektroden (kein Schutzgas), durchaus auch mit nur 80 Ampere mal Bleche, weil ich das kann. Wird ausreichend warm, um Stahl zu schmelzen. Der Batteriestrom könnte das auch, nämlich locker die 80 A bringen, um Stahl zu schmelzen (oder die Bude anzuzünden).

Anfang der 90er erschien bei mir ein ehem. Kommilitone im Büro, nun als reisender Vertreter von WAGO ausm Westen. Der zeigte mir die damals für mich noch neue https://www.wago.com/de/verbindungstechnik/anschlusstechnik - da ist immer ein Anpressdruck garantiert, also der gute Kontakt. Geniale Sache.

Wir hatten in der DDR mit dem Aluminium der Adern von EltEnergieKabeln in den Schraubklemmen der Verteilerdosen Probleme. Es gab ja nur das Alu für die üblichen „Starkstrom“-Kabel, das Kupfer war knapp, obwohl heute im Mansfeldischen noch die Schieferberge hier weit im Land zu sehen sind.

Alu fließt unter Druck wie Honig (der fließt schon durch seine Eigengewichts-Kraft), beide mit der Zeit, der eine schneller, der andere langsamer.

Aludraht wird also unter dem Schraubendruck in der Klemme irgendwann breit, und der Kontaktdruck ist dann irgendwann „weg“. Damit steigt der Übergangswiderstand dort. Klar?

Wie ich hier schon überflogen habe, ist hier davor schon gewarnt worden? Vor dem Übergangswiderstand?

Bei verdoppeltem Strom fällt am Widerstand die vierfache Verlustleistung ab (Wärmeenergie => Temperatur steigt => Material versagt => Gase => Zündung => Brand). Wenn dann die Elektronik noch mehr Strom zieht ….
[[hae]]

Leistung ist Widerstand mal Strom zum Quadrat!

Zu meinem Gleichnis: Der Widerstand ist der Flaschenhals, die (Wärme)Leistung die Reibung der Strömung darin.

Es stimmt, wie hier bemerkt worden ist, dass moderne Elektronikwandler sich „in die Anpassung“ zwecks optimaler Leistungsübertragung reinregeln, automatisch.

Dass also bei Spannungsverlust auf der Leitung so der Strom immer weiter steigen kann (übrigens heißt es schon lange nicht mehr „Spannungsabfall“ klugschei*), das ist durchaus denkbar. Mit steigendem Strom steigt quadratisch die Wärmeenergieabgabe am Flaschnhals. Und der Widerstand dort bestimmt auch.

Das ist das Risiko von @Olivia: Sie riskiert nach ggf. Jahren einen Brand durch eine kokelnde Isolierung.

Unter Abwägung der Risiken würde ich ihr dann doch das Löten empfehlen. Wenn sie das dann zünftig hinkriegte, würde da auch nix heiß und schmölze, DIN hin oder her, ihr Eigentum, ihre Verantwortung.
[[top]]

Das Löten mache ich so:
1. Kabelschuh einspannen, dessen Hülse vertikal (wie ein Topf oben offen)
2. Kabel großzügig (Isolierung verbrennt sowieso im Lötbereich) abisolieren (die Adern nicht ritzen, Messer flach halten wie beim Spargelschälen, ich kann kochen und Elektro)
3. Flussmittel darf keine Säure enthalten, es gibt gute (teure) Pasten zum Cu-Rohre-Löten in jedem Baumarkt, die dem Ungeübten das Risiko vorteilhaft verringern! Adern damit einreiben, ggf. auch in die Hülse etwas
4. „Lötlampe“: Heute billig sehr sinnvolle Gaskartuschenbrenner mit Piezozündfunken, sollte jeder haben, kann Frau sogar in der Küche nutzen <img src=" />
5. Alle (!) Adern einführen
6. von beiden Seiten horizontal schnell mit starker Flamme Hülse/oberen Rand erhitzen, auch das Aderbündel muss warm werden (hat hier die Funktion der Lötkolbenspitze)
7. wechselweise Flamme und Lötzinndraht an die Oberkante Hülse am Kupfer reiben, einfließen lassen bis sich rundum eine Kehle bildet, also die Litze satt ist
8. ohne jedes Bewegen abkühlen lassen (theoretisch Gefahr „Wackelkontakt“ „Kalte Lötstelle“)
9. gut handwarm sauber wischen schadet nicht
10. Isolieren: dick mit Elektriker-Iso-Band Lagen überlappend breit umwickeln reicht, ggf. Ende sichern

Elektrisch ist es so, dass die Querschnitte der Kabel in den Tabellen eigentlich durch die Spannungsfälle festgelegt worden sind, die man bereit war, zu akzeptieren (deshalb geht auch die Länge der Leitung ein). Es sind die Wärmeverluste im Sinne von entgangenem Gewinn. Erst bei viel kleineren Querschnitten wird die Brandgefahr wirklich ein Risiko.

Dass eine in Knüllpapier verlegte hochbelastete Leitungsschar anders/gefährlicher warm werden wird, als zB. eine Einzelader in Beton gegossen … klar, Verlegeart wird deswegen auch berücksichtigt (Strombelastbarkeit wird so durch Faktor runtergerechnet, wenn z. B. mehrere Leitungen sich gegenseitig warm machen, darf weniger Strom durch, klar).

Aber auch eine Aderleitung mit (einem auch ökonomisch ausreichend) fetten Querschnitt kann einen Brand verursachen, nämlich, wenn Frau die Quetschverbindung nicht gut gemacht hat, und/oder einen Flaschenhals eingebaut hat, indem sie einen 6 qmm Kabelschuh durch Abschneiden der „überflüssigen“ Adern angepasst hat (25 – 19 = 6 qmm = Flaschenhals)! Um es mal drastisch rüberzubringen. Klassischer Kandidat für „Brandursache Elektro-Installation“!

Gehe jetzt schlafen. Morgen (heute <img src=" /> arbeite ich wieder für mich, nach dieser langen Woche, da will ich endlich mal Leistung bringen.
[[zigarre]]
H.

Es ist eine Testaufstellung, die ich kurz beschreiben kann.

Olivia @, Sonntag, 19.09.2021, 12:28 vor 1580 Tagen @ CalBaer 2652 Views

Ausgangspunkt: 2008/9 hatte ich mir eine kleine Inselanlage zusammengestellt, bei der mir ein Nachbar (Elektriker) helfen wollte. Ich selbst traute mir die Installation alleine nicht zu. Die Anlage bestand aus 2 x 180 W, 36 V Panelen, einem MPPT-Solarladeregler und einer 260 Ah Gel-Batterie. Es wurde alles verlegt und hätte dann noch angeschlossen werden müssen, da mußte der Nachbar nach Afghanistan und tauchte auch nicht mehr auf. Meine unterschiedlichen Anrufe bei Elektrikern führten leider zu nichts. Die einen kannten sich nicht aus und die anderen wollten eigene, komplette, große Anlagen anschließen. Lange Rede kurzer Sinn.... die Baustelle liegt bis heute da! Genutzt wurde nur ab und zu die Batterie mit einem Spannungswandler und natürlich wurde sie die ganzen Jahre schön gepflet, d.h. regelmäßig geladen. Nerven, um mich um das "Projekt" selbst weiter zu kümmern hatte ich nicht. Handwerker waren eh nicht zu bekommen, nicht nur in diesem Bereich. Ich besorgte mir also ein paar "portable Panele" mit Stecker für die portablen Solargeneratoren, die alles "drin" hatten. Die Generatoren funtionierten jedoch am Besten, wenn man sie stundenlang am Netz aufludt.... zu lange Ladezeiten, erst recht bei Solaranbindung.

Die Technik schritt fort, die Solartechnologie wächst mit der Computertechnologie zusammen und man hat inzwischen Bildchirme an den Solarladereglern und Anschlußmöglichkeiten an den Computer sowie verständliche Menüs. Außerdem gibt es inzwischen die "Youtube-University".

Also ein neuer Versuch mit einer kleinen, für mich überschaubaren Anlage, wo ich alle Einzelteile einschätzen kann.... und wenn die läuft, dann beschäftiche ich mich mit dem "Altbestand".

Die Testanlage besteht derzeit aus einer in einer Metallumhüllung steckenden 100 Ah LiFePo4-Batterie, die mithilfe identischer Module bis auf 400 Ah bzw. 600 Ah erweitert werden kann. Jede einzelne der Batterien kann mit Strömen von 300 A umgehen, d.h. man kann, falls erforderlich und die Gesamt-Installation das zuläßt, sehr höhe Ströme entnehmen und mit sehr hohen Strömen entladen. Die Batterien sind zwar darauf ausgelegt, aber trotzdem mögen sie es nicht so fürchterlich gerne.

Dazu kommt ein 1.500 Watt Spannungswandler, ein 30 A-Solarladeregler und derzeit 2 x 150 Watt neue Solarmodule, ebenfalls erweiterbar. Die Solarmodule habe ich ausgetestet an der kleinen Ecoflow. Da brachte 1 Modul leider nur 110 Watt.... aber das Modul war auch nicht richtig installiert, sondern nur "hingestellt" um es zu testen.

Ich kann derzeit keine feste Installation machen, da ich im Umbruch/Umzug etc. bin und noch immer nicht genau weiß, wo es dann hingeht. Aber austesten will ich alles, damit ich schnell handeln kann, wenn es so weit ist.

Der Spannungswander funktioniert sehr gut an der Batterie, ich möchte aber in die Batterie hineinschauen, daher der Shunt, der mich wegen den nicht genormten Schrauben ausknockte und zu "Feilarbeiten" verleitete. Es hätte eigentlich alles so schön simpel sein können......

POSITIVER POL: An der Batterie hängt über ein rotes Kabel mit 50 mm2 zunächst eine Sicherung mit 150 A (ich will derzeit keine höheren Ströme), danach kommt der Hauptschalter("Notaus") und dann ein Verteiler/Bus für die Verbraucher und die Solareinspeisung. Daran hängt derzeit der Spannungwandler und der 12 Volt Schaltkasten. Sowohl der Spannungswandler als auch der 12 Volt Schaltkasten haben eigene Trennmöglichkeiten vom Netz über eine Sicherung, die man u.a. manuell ein-/ausschalten kann.

NEGATIVER POL: Dort hängt über ein schwarzes Kabel mit 50 mm2 zunächst der Shunt und nach dem Shunt ein Verteiler/Bus für die negativen Leitungen. Daran hängen der Spannungswandler, der Solarladeregler und der 12-Volt-Schaltkasten.

Heute habe ich mir 2 x 30 cm Kabel mit 50 mm2 und 8M+10M bestellt. Diese Leitungen sind lt. Hersteller mit etwas über 150 A belastbar. War nicht viel, genaue Zahl habe ich nicht mehr im Kopf. Dürfte aber reichen. Die Kabel werden gleich beschriftet, damit das Drama nicht nochmals aufkommen kann. Die Kabel vom Solarladeregler werde ich mit einem neuen Kabelschuh versehen. Auch alles bestellt. Dauert wohl ein bißchen. Die Batterie hat ein Mini-Display und zeigt zumindest ihre Spannung an. Sie steht seit Monaten dort, war ziemlich "heruntergekommen". Inzwischen habe ich sie neu geladen und sie zeigte vor einiger Zeit noch 13,5 V. Jetzt habe ich gerade nachgeschaut und es sind 13,2. Freut mich nicht gerade, denn ich habe eigentlich nix entnommen. Gut, zum Testen wird es reichen! Ich bin es so leid, immer auf irgend jemanden warten zu müssen, wenn etwas nicht funktioniert.

Überhaupt..... diese Batterien.... Habe eine von meinen kleinen portablen kürzlich gemessen und die war auch sehr lau. Auch kaum etwas damit gemacht. Also sehr ausgereift scheint das Zeug nicht zu sein. Am zuverlässigsten sind noch die alten Gel-Batterien. Aber man muß sich damit beschäftigen, es bleibt nichts anderes übrig. Ansonsten muß man sich auf die Suche nach einem Dukatenesel machen.

Mir reicht es schon, wenn ich höre, wie oft meine Schwestern auf "jemanden" von der Telekom warten, der wieder "etwas" (eine Winzigkeit in der Regel) in Ordnung bringen soll. Solange bis der kommt (das kann Wochen dauern) läuft es nicht.

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Danke für die Links. Mit ähnlichen Tabellen hatte ich mich beschäftigt. Da die Leitungen kurz sind und "Inhouse" habe ich vieles unterlassen.

Olivia @, Sonntag, 19.09.2021, 12:35 vor 1580 Tagen @ DT 2587 Views

Eine Knipex-Zange habe ich ebenfalls. Allerdings nur für dünnere Kabelquerschnitte. Die größeren hatte ich mir angeschaut, aber das braucht ordentlich Kraft. Kriege ich wohl nicht hin. Dann habe ich mir die hydraulischen angeschaut. Das würde wohl gehen, aber das war mir jetzt zu viel. Für die Zukunft jedoch werde ich das im Auge behalten. Jetzt habe ich mir 2 x 30 cm Kabel 50 mm2 mit 8M+10M in schwarz bestellt, damit ich den Shunt endlich anschließen kann. Die Kabel sind auf etwas über 150 A ausgelegt. Falls es interessiert: die sind von EPROM bei Amazon, gut verarbeitet und recht flexibel. Ich habe auch von anderen Verkäufern, bei denen man nacharbeiten muß, wenn man sie verwenden will (Schrumpschlauch etc.) und die sind erheblich weniger flexibel.

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Schalter/Sicherung gibt es auch als "Einteiler" ... mkT

igelei, Lammd des Stasi2.0-Rollcommanders, Sonntag, 19.09.2021, 19:40 vor 1580 Tagen @ Olivia 2625 Views

.. senkt zudem Anzahl und damit auch Widerstand der Übergänge.
https://www.amazon.de/gp/aw/d/B07811LKZD/ref=ppx_yo_mob_b_inactive_ship_o0_img?ie=UTF8&...

Frage wäre, wozu der Shunt? Den aktuellen Ladestand des Akkus bekommst du auch vom Solarladeregler geliefert. Und für den Verbrauch auf 230 Volt Seite gibt es einfachere Lösungen, die steckst du in den Wechselrichter.
https://www.amazon.de/s?k=stromzähler+für+steckdose&crid=1FFZS8K27WLKR&sprefix=...

MfG
igelei

Hallo Olivia, welche Kosten haben sich da bis jetzt in Summe aufaddiert? (mT)

DT @, Sonntag, 19.09.2021, 21:57 vor 1580 Tagen @ Olivia 2590 Views

bearbeitet von DT, Sonntag, 19.09.2021, 22:02

Würde mich mal interessieren. Ich schaue grade in den neuesten ELV Prospekt, dort ist eine "Portable Power Station PPS800" für 800 EUR drin mit 30 Ah Akkukapazität = 0,756 kWh.

https://de.elv.com/kodak-portable-power-station-pps800-mit-756-wh-li-ion-akku-und-2x-st...

500W kontinuierlich, 1200W Spitze, 2x230V Steckdose, reine Sinuswelle, 3 USB Ports, 5V 2.4A für Schnellaufladen von Handys.

Wird geladen über 12.6V/10A Netzteil oder kompatible Solarpanels.

Deine Idee hat mich inspiriert, sowas für meine Heizung zu installieren.

Eine LKW Batterie 12V mit 140 Ah kostet allerdings nur 166 EUR:

https://autobatterie-markt.de/a/VARTA-K8-ProMotive-Super-Heavy-Duty-12V-140Ah-800A-LKW-...

Weiß jemand, wieso die 30 Ah 800 EUR kosten, während die 140 Ah (Faktor 4.5) nur 166 EUR kosten? Ein Wechselrichter kann doch nicht alleine die Differenz ausmachen? Wie siehts mit Ladezyklen (sollten ja fast unendlich viele sein beim LKW, vs. limitiert bei LiIon), Tiefentladung etc. aus?

Wechselrichter mit reinem Sinus und 2000W:
https://www.ective.de/ECTIVE-SI202-Sinus-Inverter
323 EUR

Noch ein Solarladeregler für 120 EUR dazu:
https://www.offgridtec.com/elektronik/solarladeregler.html?p=1

Summe 120+323+166 EUR = 609 EUR für die 4.5 fache Kapazität. Wo liegt das Problem?

DT

Warum? Na, ich habe keine Ahnung von der Materie und habe mir mühsam über Lesen und Youtube das Nötigste angeeignet.

Olivia @, Sonntag, 19.09.2021, 22:27 vor 1580 Tagen @ igelei 2537 Views

Und da ich keine Ahnung habe, möchte ich alles ganz richtig machen, damit ich das Zeugs nicht abfackele.

Von diesen Sicherungsschaltern, die du verlinkt hast, habe ich inzwischen einige. Die setze ich auch ein. Finde sie praktisch, weil man damit einfach ganze Verbrauchergruppen ausschalten kann. Allerdings habe ich gelesen, dass sie nicht so zuverlässig sein sollen. Deshalb habe ich für alle Fälle eine richtig massive "Stand alone" Sicherung als allererstes eingebaut die komplett abschaltet, falls der Strom über 150 A gehen sollte.

Diese "Doppel-Funktions-Sicherungsschalter" habe ich eingesetzt beim Spannungswandler und auch noch eine bei den 12-Volt-Verbrauchern. Ziel war es, je nach Bedarf eine oder beide Abnehmer/Abnehmergruppen abzuhängen. Es werden ja wohl noch andere Dinge dran kommen. Ich teste damit auch aus, was man in einen Bus einbauen könnte.

Aber wie gesagt. Bin Laie und bemühe mich redlich. Und ich bin unheimlich froh, dass ich selbst Hand anlegen kann und nicht ständig auf irgend jemanden, der dann keine Zeit hat, angewiesen bin. Inzwischen habe ich bereits eine richtige Werkstatt für alle möglichen Arbeiten..... Hätte ich mir vor einigen Jahren auch noch nich vorstellen können. Man lernt nie aus :-)

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Fragen und Antworten zu Solar-Akkus, LKW-Akkus und Sonstigem.....

Olivia @, Sonntag, 19.09.2021, 23:30 vor 1580 Tagen @ DT 2672 Views

Der von dir verlinkte Solargenerator lädt dann nach deinen Angaben mit 120 Watt.

Im Gegensatz dazu lädt der Ecoflo River Pro (und auch die Kleineren der Serie) mit 600 - 700 Watt. Und für das Geld bekommst du auch eine Ecoflow River Pro. Über eine Firma gibt es andere Handelswege.
https://www.campingwagner.de/search_result.php?keywords=ecoflow+river+pro

Ecoflow hat zur Zeit die Nase ganz vorne, was die Technik betrifft (Ladezeiten und Schnittstellen). Die Pro kann auch über Bluetooth bedient werden.

Dieser Solargenerator läßt sich wirklich am Netz in 1 Stunde zu 80 % volladen. Wäre die Maschine ein 12 V System, dann hätte die Batterie 60 Ah. Sie ist aber kein 12 V System sondern verfügt über eine höhere Voltzahl, daher ist die Amperezahl kleiner (Zahl habe ich nicht im Kopf). Das ist vmtl. bei deiner verlinkten Maschine ähnlich. Das dürfte der Grund sein, warum diese kleine Einheit bis zu 1.800 Watt-Geräte betreiben kann. Sie reduziert dann die Spannung - dürfte die von dir verlinkte Maschine ähnlich machen.

Die meisten Hersteller streuen den Leuten Sand in die Augen und schreiben nicht, wie lange das Aufladen der Geräte dauert. Wenn kein sehr leistungsfähiges Batteriemanagementsystem eingebaut wurde, kann das sehr lange dauern. Daran sparen die Hersteller gerne. Ecoflow hat mit seinen Maschinchen den ganzen Markt aufgemischt :-) Die haben u.a. als einzige eine 100 Watt USB C-Schnittstelle verbaut. Die anderen haben, wenn es hoch kommt, 65 Watt USB-C-Schnittstellen. Damit kann man aber etliche Computer nicht aufladen und muß dann über den Spannungswandler gehen, mit Netzstecker. Das kostet dann unnötige Energie. Ich habe inzwischen Computer-Netzstecker durch USB C-100 Watt/DC Stecker ersetzt. Für den mobilen Einsatz.

Bei manchen Anwendungen ist die Ladedauer gleichgültig. Wenn man sich aber auf partielle Strom-Abschaltungen einstellt (so wie das in südlichen Ländern früher üblich war), dann ist man gut dran, wenn "das Ding" in 1 Stunde fast komplett aufgeladen ist.

Lithium-Batterien - unterschied zu LKW bzw. Gel etc.:

Ladezyklen und Entnahme: Wenn du LiFePo4 nimmst, dann können die Ladezyklen auch sehr hoch gehen. Bei Industrieprodukten geht man von ca. 5.000 Zyklen aus. Je nach Produkt bei einer Entnahme von 80 bis 90 Prozent. Je nach Batteriemanagementsystem können SEHR hohe Ströme entnommen werden und es kann mit sehr hohen Strömen geladen werden, teilweise mit dem Faktor 3C (d.h. 3 x die Batterieleistung). Das geht mit anderen Batterien nicht. Die sollten in der Regel mit 10 % der Batterieleistung schonend geladen werden.

Die meisten kleinen Solargeneratoren arbeiten noch nicht mit LiFePo4-Zellen.
Offenbar wegen dem Gewicht und weil sie bereits eingeführt sind.
Eine kleine portable Lösung kenne ich, die damit arbeitet, aber die hat dann keinen Sinus und es dauert lange, bis die geladen ist.

Üblicherweise geht man davon aus, dass die kleinen Lithium-Generatoren ca. 500 Ladezyklen haben. Die Ecoflow River Pro soll z.B. 800 Ladezyklen haben. Wenn man die Maschinen nicht zu sehr "überanstrengt", können die auch länger halten..... oder aber kürzer, je nach Art des Verbraucherverhaltens. In der Ecoflow River Pro sind 18650-Lithium-Batterien verbaut. Soweit ich weiß, werden die in Japan hergestellt. Ich habe einige davon für andere Anwendungen gekauft. Die sind ziemlich teuer, aber sehr gut.

Bei deiner Solarkonfiguration mußt du darauf achten, mit welcher Stromstärke du deine Batterie laden DARFST, damit sie einigermaßen lange hält. Danach muß der Laderegler ausgesucht werden. Wenn der nur 15 A hat, dann war es das. Ich dachte zuerst, ich könnte meinen Solarladeregeler austricksen, indem ich die Panele in Serie schalte, weil dann die Spannung höher ist..... nix da. Der arbeitet mit einer 12-Volt-Batterie und läßt das nicht zu. Bei 15 A ist Schluß! Mehr darf er nicht an die Batterie weiterleiten. Und das gilt für alle diese kleinen Solarladeregler.

Schau dir mal die Spannungswandler und Laderegler von EPEVER an. Die haben ganz gute Bewertungen und vernünftige Preis. Ich habe auch lange gesucht und mich dann für meine Tests für diese entschieden.

Im Übrigen:
"Portabel" ist eine Benutzer-Anforderung. Die kostet Geld.
Das andere Zeugs kannst du ja nicht mit auf Geschäftsreise nehmen.... oder du mußt mit einem größeren Transporter fahren und ein paar Hilfskräfte mitnehmen.

Und noch etwas.
Deine LKW-Batterie solltest du vmtl. noch nicht einmal regelmäßig bis 50 % entladen oder sie wird dir das sehr übel nehmen. Für eine längere Lebensdauer, so habe ich es in der Erinnerung, sollte die Entnahme möglichst nicht über 20 - 30 % sein........
und schon ähneln sich die Zahlen wieder.
:-)

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Und mit diesem Solargenerator kann man ein Haus versorgen. Bluetti AC300 bis zu 24.000 Watt aufrüstbar..... derzeit nur in den USA

Olivia @, Montag, 20.09.2021, 16:57 vor 1579 Tagen @ Olivia 2608 Views

Hier die Spezifikationen:

https://www.youtube.com/watch?v=9XW48sdxsv0

Gibt es leider noch nicht in Europa. Muss man noch warten.....

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Frage zu den Ladezyklen: wenn man nur 5000 Ladezyklen hat, dann sind das ja bei einem Ladezyklus pro Tag grade mal etwas mehr als 10 Jahre. (mT)

DT @, Dienstag, 21.09.2021, 20:16 vor 1578 Tagen @ Olivia 2675 Views

Muß ich dann sowieso die Batterie austauschen? Eine LKW Batterie sollte doch noch viel mehr Ladezyklen abkönnen, die wird doch permanent ge- und entladen.

Nochmal zur Frage: was hast Du insgesamt an Batteriekapazität bei Dir, wieviele Wp haben Deine Solarpanels, und was hat alles insgesamt (brauchtest Du einen Elektriker bzw. Dachdecker?) summa summarum incl. Arbeitsleistung gekostet?

Was bekomme ich für 5000 EUR?
Lohnt sich da die Beratung durch einen "Energieberater", und gibt es KfW Förderung?

Danke, DT

LKW Batterie für Heizung, verworfen

Joe68 @, Dienstag, 21.09.2021, 20:27 vor 1578 Tagen @ DT 2597 Views

Die Idee hatte ich auch, um im Winter meinen Öl Heizung, bei einem Stromausfall, laufen lassen zu können.

Angesichts der gewünschten Energiemenge, und der Tips hier im Forum, habe ich die Idee verworfen und bin jetzt Besitzer eines Inverter Notstromaggregats. Deutlich günstiger, flexibel.

Jetzt muss ich nur noch alles durchspielen und mir ausreichend Aspen Benzin bevorraten ( 20 Liter sie wohl erlaubt, reicht für einen Blackout, für ein paar Tage, aus. Haus ist ja gedämmt und die Heizung soll nur 2-3 Stunden am Tag laufen ).

Ladezyklen, Konfiguration, Zielsetzung der Konfiguration, Auswahl der Produkte, Kosten....

Olivia @, Dienstag, 21.09.2021, 23:07 vor 1578 Tagen @ DT 2610 Views

bearbeitet von Olivia, Dienstag, 21.09.2021, 23:11

Wenn LiFePo4-Batterien nicht ständig bis an den Rand entladen werden und nicht immer mit vollster Pulle aufgeladen werden, dann halten die natürlich länger. Es gibt aber große Unterschiede bei der Lebensdauer dieser Batterien. Hängt mit deren Innenleben zusammen. Ein bißchen sollte man sich in die Batterie-Thematik "einarbeiten". Ist auch wirklich interessant, gleichgültig, ob du einen Techniker dazu holst oder nicht.

Die neuen, großen, modulen "Haus-Anlagen" zeigen nur auf, wohin die Richtung geht. Die LiFePo4 sind bereits so billig, dass man fast den Schluckauf bekommt. Wenn man sich einzelne Zellen aus China kommen läßt, ein wirklich gutes, leistungsfähiges BMS dazu kauft und die Batterien selbst zusammen baut, dann kann man extrem preiswert große Batteriebänke aufbauen. Wenn man weiß, worauf man achten muß und wie es geht, dann ähnelt das schon fast dem Zusammenbauen der Möbel bei IKEA. Ich habe mir die letzten Tage ein wirklich gutes Video dazu angeschaut und selbst richtig Lust bekommen. Das ist einfach fasziniertend. Sobald ich weiß, wo ich mich für die nächsten Jahre niederlassen werde, gehe ich das Thema an. Momentan habe ich aber dazu keine Zeit. Es gibt übrigens auch viele schlechte Videos bei Youtube. Aber da sind einige Informatiker aktiv, die wirklich gut sind.

Ich habe keine "Anlage", deshalb teste ich ja. Das Testen dient mir dazu, mich in die Thematik einzuarbeite, herauszufinden, wie der Markt ausschaut, was für Komponenten es gibt, wodurch die sich unterscheiden und welche Schwerpunkte ich setzten will.

Weiter oben im Thread hatte ich ja bereits geschrieben, dass ich seit ca. 2009 eine halbfertige Mini-Inselanlage habe, die nicht fertiggestellt wurde, weil der Techniker "verschwand" und ich keinen anderen fand, der daran "weiterarbeiten" wollte. .... Nicht lukrativ genug. Die Komponenten waren damals noch ausgesprochen teuer.... und ich hatte auch keine Nerven, mich weiter darum zu kümmern.

Um mich einzuarbeiten habe ich mir "preiswerte" Komponenten gekauft. So dass ich nicht gleich in Ohnmacht falle, falls ich irgend etwas zerstöre.

In der Regel habe ich das Zeugs bei Amazon gekauft und mir die Kritiken zu den einzelnen Teilen durchgelesen. Das ist natürlich etwas Arbeit, aber wenn man keine Ahnung hat, dann muß man ja irgendwo anfangen. Meine Recherchen haben mich dann zu folgenden Test-Produkten geführt, die ich, wenn die Qualität überzeugt, modular ausbauen kann:

1. Solarladeregler 30 A und 12 / 24 V - von Epever
2. 2 x 150 Watt Solarmodule ca. 20 V je von Ecoworthy
3. 1 x 100 Watt 12 V LiFePo4-Batterie von SHENZEN
4. 1 x Shunt 0-350 A - zu ca. 50 Euro
5. 1 x Hardcore Batteriesicherungskasten mit variablen Sicherungen, derzeit 150A
6. 1 x Hauptschalter 275 A ca. 20,- Euro
7. 1 x automatischer Sicherungsschalter mit ein-/aus-Funktion 150 A (für Spannungswandler)
8. 1 x automatischer Sicherungsschalter.... 70 A für 12-Volt-Verbraucher
9. 1 x Spannungswandler 1.500 Watt von Epever
10. 2 x Schaltkästen für 12-Volt-Verbraucher
11. Busbars, um keine Verbraucher direkt an die Batterie zu hängen
12. 50mm2 Kabel für Batterie zu Busbar und zum Spannungswandler
35 mm2 Kabel für die 12-Volt-Verbraucher, zu den Sicherungskästen
4 mm2 Kabel für die wesentlichen 12V-Verbraucher - vom Sicherungskasten aus
1,4 mm2 für kleinere Verbraucher

Diverses Handwerkszeug
Etliche Sicherungen
Kabelschuhe diverser Größen
Schrumpfschläuche
Crimpzangen etc. etc. etc.

Überlegungen dazu:
1. Die 12 V-Batterie kommt fertig mit BMS und Ladegerät. Es können bis zu 6 dieser Batterien zusammengeschaltet werden. In der Regel parallel, d.h. 600A x 12 V = 7,2 KW. Das mache ich jedoch nur dann, wenn die Batterie übezeugt. Sie stammt von einem großen chinesischen Hersteller, der lt. Aussage diese Batterien für Elektrofahrzeuge in den USA herstellt. Ich teste das. Sicher bin ich mir nicht! Sie ist in einem Metallgehäuse und schaut "von außen" gut aus. Ihr Innenleben werde ich in den nächsten Tagen kennenlernen, wenn ich den Shunt aktiv habe.

2. Der Solarladeregler hat nur 30 A. Das ist zum Testen vernünftig. Er kann maximal Solarpanele bis zu 580 W anhängen. Ich würde in diesem Falle 3 Solarpanele seriell zusammenschalten, weil ich hoffe, durch die erhöhte Spannung auch bei trüben Tagen noch etwas "Ernte" einzufahren. Das sind keine TOP-Panele. Meine "ungenutzten" waren das. Aber zum "Üben" und um Erfahrungen zu bekommen, reichen sie aus. Beim ersten Test mit meiner Ecoflow hat 1 Solarpanel 110 Watt gebracht. War nicht installiert. Ich hatte es nur locker hingestellt und angeschlossen.

3. Spannungswandler:
Da ich diesen Test auch mache, um mir eine Vorstellung davon machen zu können, was für eine elektrische Installation in in einem kleinen Bus benötige, war von Anfang an klar, dass ich nicht über 200 bis 300 Ah bei den Batterien hinausgehen werde. Bei 300 A würden die Batterien bei einer Maximalentnahme von 1.500 Watt jeweils mit 50 A belastet. Das gefällt denen gut.... und sie leben länger. Diese Batterien sind auf Extrem-Entnahme ausgelegt, der Hersteller weist aber darauf hin, dass die Extrementnahme zwar geht, aber die Zyklenzahl erniedrigt.

4. Batterie-Bänke vs. größere Batterien
Größere Batterien sind preiswerter als das Zusammenstellen von Batteriebänken. In diesem Falle haben die Batteriebänke jedoch den Vorteil, dass man jede Batterie einzeln mit dem jeweils mitglieferten Ladegerät von 20 A laden kann (auch wenn sie fest in der Bank verschaltet sind). D.h. dass man diese Bank natürlich erheblich schneller am Festnetz laden kann, falls das einmal erforderlich sein sollte. Allerdings muss man darauf achten, dass die Haus-Sicherungen genügend Ampere zur Verfügung stellen. 20 x 6 = 120 A...... :-( .... Bei mir würde das gehen, da hier mal Nachtspeicheröfen waren... aber ich werde das nicht machen. Mit Bus auf einem Stellplatz sehe ich da eher schwarz, was bedeuten würde, dass ich die Dinger im Zweifelsfalle gar nicht laden kann..... muß den Hersteller nochmals fragen.

Zu den Solarmodulen:
Für eine erste, kleine, privat erstellte Inselanlage sind diese Solarpanele okay. Ich persönlich würde mir für eine Hausanlage leistungsfähigere Module, vmtl. also Industriemodule mit einer höheren Spannung zulegen. Das teste ich aber erst mit meinen zwei vorhandenen Industriepanelen aus.

Zu dem Wechselrichter:
Ich habe einen Industriewechselrichter von meinem ersten "Versuch" da. Ohne Display. Er soll sehr leistungsfähig sein.... aber ich muß mir zunächst das umfangreiche Handbuch einverleiben. Leistungsfähige Wechselrichter sind sehr teuer. Ich würde aber darauf zurückgreifen, wenn ich eine Entscheidung für eine Solaranlage getroffen habe.

Spannungswandler:
Der Spannungswandler ist in Ordnung. Mein Wunschspannungswandler hätte ein vielfaches gekostet (Profigerät) und hätte gleich die vorgeschriebenen FII-Schalter intern verbaut gehabt. Habe ich mir verkniffen, weil ich zunächst nur teste.

Ich habe mir etliche Profigeräte angeschaut und Abstand davon genommen. Für das, was ich mir zum Test zusammengestellt habe, waren diese Profigeräte nicht erforderlich. Mich interessiert nun vor allen Dingen auch, was man überhaupt an Solarertrag in den Wintermonaten bekommen kann.

Kabel:
Die angebotenen Kabel sind von sehr unterschiedlicher Qualität und oft kann man das noch nicht einmal am Preis erkennen. Ich habe einige sehr gute Kabel - sehr flexibel und sehr gut gecrimped und mit Schrumpfschläuchen versehen - und andere, die ähnlich teuer, viel starrer und nachlässig hergestellt wurden. Ich dachte, die guten Kabel wären von EPROM, aber ich habe mich getäuscht. Die sind ziemlich starr. Muß mal schauen, wo ich die guten Kabel gekauft habe.

Es ist viel Arbeit, besonders, wenn man das nur ab und zu und nebenher macht. "Billiger" wäre es sicherlich, sich "so ein komplettes Teil" hinzustellen und Ruhe ist. Nachteil: Wenn etwas kaputt ist, muss man möglicherweise alles wegwerfen oder in die Reparatur bringen oder oder oder. Bei Einzelteilen kann man die Teile austauschen, die defekt sind. Als ich das Haus, in dem ich lebe, teilsaniert habe, war ich zwar "Bauleiter", aber ich mußte mich in sehr vielen Dingen "blind" auf die Handwerker verlassen. Die "Fehler", die dabei auftraten, habe ich dann in den folgenden Jahren bemerkt. In der Regel handelte es sich um Schlampigkeiten (die ich nicht alle sehen konnte - obwohl ich täglich auf der Baustelle war) und oft auch um schlechte Planung (Heizung, Sanitär). Solche Dinge fallen dann auf, wenn sie plötzlich "kaputt" gehen. Man wundert sich und sagt dann: Ahhhh, daran liegt das.... um Gottes willen, wie konnten die nur auf diese Idee kommen.....
Na ja, ich schätze, dass das mit dem "Zugriff auf Handwerker" nicht unbedingt besser wird und ich werde älter... also möchte ich meinen Seelenfrieden haben und wenn ich sie mir ins Haus hole, dann möchte ich einigermaßen einen Eindruck davon haben, was die eigentlich tun..... :-).... um sie zur Not davon abhalten zu können.....

So, mehr kann ich nicht sagen. Rechnen mußt du selbst. Aufgrund meiner Angaben kannst du die meisten Dinge bei Amazon finden. Dort findest du auch die Preise für diese Geräte in einer anderen Größenkonfiguration.

Viel Spaß. Das ist ein Projekt, in das man sich auch gut nebenher einarbeiten kann. Man kann sich allerdings auch "nur beraten" lassen. Dann ist allerdings alles so, wie sich das dein Berater vorstellt und da du keine Ahnung hast, mußt du ihm alles so abnehmen, wie er das sagt. Genauso ging es mir, als ich meine Firma aufbaute und dem Steuerberater/Wirtschaftsprüfer alles "glauben" mußte. Ich habe gelernt, dass so etwas oft zu keinem guten Ergebnis führt. Wie sagt man in bodenständigen Gebieten?: "Das Auge des Herrn mästet das Schwein". Das gilt wohl all und überall.

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Wieviel Watt braucht die Ölheizung? Geht Peltier-Element?

Ankawor, Mittwoch, 22.09.2021, 14:41 vor 1577 Tagen @ Joe68 2565 Views

Die Idee hatte ich auch, um im Winter meinen Öl Heizung, bei einem Stromausfall, laufen lassen zu können.

Angesichts der gewünschten Energiemenge, und der Tips hier im Forum, habe ich die Idee verworfen und bin jetzt Besitzer eines Inverter Notstromaggregats. Deutlich günstiger, flexibel.

Jetzt muss ich nur noch alles durchspielen und mir ausreichend Aspen Benzin bevorraten ( 20 Liter sie wohl erlaubt, reicht für einen Blackout, für ein paar Tage, aus. Haus ist ja gedämmt und die Heizung soll nur 2-3 Stunden am Tag laufen ).

Als ich noch eine Zentralheizung hatte, brauchte die Umwälzpumpe ca. 20 Watt. Könnte da ein Peltierelement ausreichen?

Ich bin auch auf der Suche nach einer Lösung, aber die soll blackout-resistent sein und benötigt 150 Watt.

Ein Blackout von "ein paar Tage" wäre ja nicht schlimm. Die Fachleute gehen aber von längerer Zeit (14 Tage bis open end) aus und raten von Notstromaggregaten ab.

Blackoutresistent

Mephistopheles, Mittwoch, 22.09.2021, 15:11 vor 1577 Tagen @ Ankawor 2601 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Mittwoch, 22.09.2021, 15:14

Die Idee hatte ich auch, um im Winter meinen Öl Heizung, bei einem Stromausfall, laufen lassen zu können.

Angesichts der gewünschten Energiemenge, und der Tips hier im Forum, habe ich die Idee verworfen und bin jetzt Besitzer eines Inverter Notstromaggregats. Deutlich günstiger, flexibel.

Jetzt muss ich nur noch alles durchspielen und mir ausreichend Aspen Benzin bevorraten ( 20 Liter sie wohl erlaubt, reicht für einen Blackout, für ein paar Tage, aus. Haus ist ja gedämmt und die Heizung soll nur 2-3 Stunden am Tag laufen ).


Als ich noch eine Zentralheizung hatte, brauchte die Umwälzpumpe ca. 20 Watt. Könnte da ein Peltierelement ausreichen?

Ich bin auch auf der Suche nach einer Lösung, aber die soll blackout-resistent sein und benötigt 150 Watt.

Ein Blackout von "ein paar Tage" wäre ja nicht schlimm. Die Fachleute gehen aber von längerer Zeit (14 Tage bis open end) aus und raten von Notstromaggregaten ab.

[image]

Im Unterschied zu den Filmchen, die durchs Netz geistern und wo bei einem Blackout alles ganz dunkel und grau erscheint, ist davon auszugehen, dass die Sonne sich nicht davon beeindrucken lässt und normal weiterscheint und es so hell ist wie immer. Zumindest tagsüber.

[[rofl]]

Gruß Mephistopheles

Die ungeahnten Chancen eines Blackouts und die gesundheitlichen Vorteile!

Mephistopheles, Mittwoch, 22.09.2021, 15:49 vor 1577 Tagen @ Ankawor 2609 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Mittwoch, 22.09.2021, 15:55

Endlich mal könnte man sich wieder an den natürlichen Schlafrythmus gewöhnen!
Kein Radio, Kein Fernseher, kein Internet, keine Sexfilmchen und keine künstliche Beleuchtung mit einem viel zu hohen einschlafhemmenden Blauanteil mehr!
Es bliebe einem gar nichts anderes ürig, als dann zu Bett zu gehen wenn die Sonne untergeht und dann aufzustehen, wenn es hell wird!
Endlich mal tagsüber nicht mehr die künstliche Verdunkelung durch das Zimmer, sondern, man müsste, wenn man etwas zu erledigen hätte, raus ans Tageslicht!
Wenn man mit jemand etwas zu besprechen hätte, dann müsste man ihn aufsuchen! Kein Telefon, keine SMS, keine Email mehr. Dafür muss man zwangsläufig raus aus der Hütte! Endlich bekäme man tagsüber so viel Licht, wie man natürlicherweise eigentlich braucht und müsste nicht fortwährend in einer künstlichen Dunkelzone leben!
Dafür wäre es Nachts so dunkel und still, wie es für einen gesunden Schlaf erforderlich ist! Und alle Stressfaktoren, vor alle künstlicher Lärm, wäre weg. Dafür würde man das Vogelgetzitscher wieder hören.

Ein Blackout würde sich wahrscheinlich äußerst positiv audf die allgemeine Gesundheit auswirken, vor allem, wenn man von dem leben müsste, was man selber anbaut, weil keine Lieferketten mehr funktionieren. Da fällte es dann selbst denen, die es schon aufgegeben hatten, leichter, das Idealgeicht zu erreichen, als sie jemals gedacht hätten!

Gruß Mephistopheles

Heizung -> Winter -> trübes Wetter -> solar?

Joe68 @, Mittwoch, 22.09.2021, 15:54 vor 1577 Tagen @ Mephistopheles 2572 Views

Ob mir das bisschen Solar im Winter helfen kann? Da verlass ich mich besser auf ein paar Liter Benzin, die brennen immer, auch Nachts.

Ja, das war eine schöne Zeit damals

Ankawor, Mittwoch, 22.09.2021, 18:28 vor 1577 Tagen @ Mephistopheles 2556 Views

Das meine ich ernst und nicht ironisch. In meiner Kindheit, aus der du berichtest, gab es nichts zu bemängeln. Auch meine Mitmenschen haben sich nicht beschwert:

Endlich mal könnte man sich wieder an den natürlichen Schlafrythmus gewöhnen!
Kein Radio, Kein Fernseher, kein Internet, keine Sexfilmchen und keine künstliche Beleuchtung mit einem viel zu hohen einschlafhemmenden Blauanteil mehr!
Es bliebe einem gar nichts anderes ürig, als dann zu Bett zu gehen wenn die Sonne untergeht und dann aufzustehen, wenn es hell wird!
Endlich mal tagsüber nicht mehr die künstliche Verdunkelung durch das Zimmer, sondern, man müsste, wenn man etwas zu erledigen hätte, raus ans Tageslicht!
Wenn man mit jemand etwas zu besprechen hätte, dann müsste man ihn aufsuchen! Kein Telefon, keine SMS, keine Email mehr. Dafür muss man zwangsläufig raus aus der Hütte! Endlich bekäme man tagsüber so viel Licht, wie man natürlicherweise eigentlich braucht und müsste nicht fortwährend in einer künstlichen Dunkelzone leben!
Dafür wäre es Nachts so dunkel und still, wie es für einen gesunden Schlaf erforderlich ist! Und alle Stressfaktoren, vor alle künstlicher Lärm, wäre weg. Dafür würde man das Vogelgetzitscher wieder hören.

Genau, so wird es sein beim Blackout, hier am Allerwertesten der Welt. Die paar, die damit nicht klarkommen, ziehen wir mit durch. Wir helfen uns hier im Dorf immer gegenseitig und werden das auch beim Blackout machen.


Ein Blackout würde sich wahrscheinlich äußerst positiv audf die allgemeine Gesundheit auswirken, vor allem, wenn man von dem leben müsste, was man selber anbaut, weil keine Lieferketten mehr funktionieren. Da fällte es dann selbst denen, die es schon aufgegeben hatten, leichter, das Idealgeicht zu erreichen, als sie jemals gedacht hätten!

Aber es gibt nicht nur uns, nicht nur uns 300 mit viel Platz, Land, Garten, fließendem Wasser.

Keine Stunde von hier drängen sich mehr ca. 300.000 Menschen auf engstem Raum, so eng, dass sie sogar übereinander wohnen müssen. Trotz der engen Haltung kennen sie sich nicht und haben sich noch nie geholfen. Sie können sich nicht mal verständigen, da sie verschiedene Sprachen sprechen. Dass man was anbauen kann, haben viele noch nie gehört, und wenn die Unterhaltungselektronik ausfällt, dann gehen sie raus ....

Aber nicht um Vogelgezwitscher zu hören.

Der Blackout macht mit keine Sorgen - die Letztgenannten machen mir Sorgen.

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