Grundlagen der Wirtschaftslehre von Hadmut Danisch

nereus @, Donnerstag, 02.09.2021, 08:06 vor 1598 Tagen 3636 Views

Er gehört zu den wenigen Bloggern die mit einfachen Mitteln den ganzen unseriösen Budenzauber des Polit-Betriebes hinwegfegen.

Das Geschwätz des Kevin Kühnert von der SPD zu Wohnraum.
Das SPD-Nachwuchstalent [[zwinker]] erklärte 2019 zum Thema Folgendes:

“Ich finde nicht, dass es ein legitimes Geschäftsmodell ist, mit dem Wohnraum anderer Menschen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten” .. “Konsequent zu Ende gedacht, sollte jeder maximal den Wohnraum besitzen, in dem er selbst wohnt”.
Noch besser wären nach Auffassung des Juso-Vorsitzenden genossenschaftliche Lösungen.
Im Optimalfall gebe es seiner Meinung nach gar keine privaten Vermietungen mehr.

Quelle: https://www.danisch.de/blog/2021/09/01/das-geschwaetz-des-kevin-kuehnert-spd-vize/

Das hier Besitz und Eigentum verwechselt werden, lassen wir an dieser Stelle einmal außen vor, denn jeder Mieter besitzt ohnehin seine Wohnung.
Spannender sind viel mehr die Argumente von Herr Danisch zum Thema.

Wenn jeder nur seine eigene Wohnung besitzt und niemand mit dem Wohnraum anderer Menschen seinen Lebensunterhalt bestreitet, warum sollte dann noch irgendwer jemand anderen die Wohnung bauen und betreiben?

Dann sind wir im Prinzip wieder in der Vorsteinzeit oder im afrikanischen Busch, wo jeder seine eigene Lehmhütte zusammenkleistert.

Kühnert hat das Prinzip der Arbeitsteilung nicht verstanden.

Man kann nur Friseur oder Krankenschwester werden, wenn in der Zeit jemand anderes für ihn die Arbeit, ein Haus zu bauen, eine Wohnung zu bauen, übernimmt und sich so die Arbeit nicht nur teilt, sondern durch das Konzept der Berufe effizienter macht.
Beruf = Lebensunterhalt bestreiten.
Wenn niemand mehr seinen Lebensunterhalt mit der Wohnung anderer Leute bestreiten darf, dann gibt es nicht nur keine Maurer, und keine Elektriker und Zimmerleute und Fliesenleger mehr, sondern auch keine Krankenschwester, weil die dann mit ihrer Lehmhütte beschäftigt ist.
..
Das liegt nicht nur daran, dass er Kevin heißt, sondern vor allem daran, dass er ja selbst keinen Beruf erlernt oder gar ausgeübt hat.
So ein typischer Parteitrottel, der selbst nichts arbeitet und nichts gelernt hat, aber meint, anderen Vorschriften machen zu können.
Und der sich daraus erhofft, dass Wohnungen für Leute wie ihn einfach kostenlos da sind.
Einfach so.

Am Ende wägt Herr Danisch seine (leider nur theoretische) Entscheidung ab.

Wenn ich die Wahl zwischen Kevin Kühnert und einem Vermieter habe, dann nehme ich den Vermieter.
Sie kosten mich zwar beide viel Geld, aber vom Vermieter bekomme ich dafür eine Wohnung. Von Kühnert bekomme ich gar nichts.

[[euklid]]

mfG
nereus

Das hat Kühnert völlig richtig erkannt und ich befürworte das auch und es gibt auch eine einfache Lösung dafür (wenn sie nicht durch irgendwelche "Mieterschutzgesetze" verhindert wird)

Mephistopheles, Donnerstag, 02.09.2021, 10:16 vor 1598 Tagen @ nereus 2586 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Donnerstag, 02.09.2021, 10:21

Er gehört zu den wenigen Bloggern die mit einfachen Mitteln den ganzen unseriösen Budenzauber des Polit-Betriebes hinwegfegen.

Das Geschwätz des Kevin Kühnert von der SPD zu Wohnraum.
Das SPD-Nachwuchstalent [[zwinker]] erklärte 2019 zum Thema Folgendes:

“Ich finde nicht, dass es ein legitimes Geschäftsmodell ist, mit dem Wohnraum anderer Menschen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten” .. “Konsequent zu Ende gedacht, sollte jeder maximal den Wohnraum besitzen, in dem er selbst wohnt”.
Noch besser wären nach Auffassung des Juso-Vorsitzenden genossenschaftliche Lösungen.
Im Optimalfall gebe es seiner Meinung nach gar keine privaten Vermietungen mehr.

Quelle: https://www.danisch.de/blog/2021/09/01/das-geschwaetz-des-kevin-kuehnert-spd-vize/

Das hier Besitz und Eigentum verwechselt werden, lassen wir an dieser Stelle einmal außen vor, denn jeder Mieter besitzt ohnehin seine Wohnung.
Spannender sind viel mehr die Argumente von Herr Danisch zum Thema.

Wenn jeder nur seine eigene Wohnung besitzt und niemand mit dem Wohnraum anderer Menschen seinen Lebensunterhalt bestreitet, warum sollte dann noch irgendwer jemand anderen die Wohnung bauen und betreiben?

Dann sind wir im Prinzip wieder in der Vorsteinzeit oder im afrikanischen Busch, wo jeder seine eigene Lehmhütte zusammenkleistert.

Kühnert hat das Prinzip der Arbeitsteilung nicht verstanden.

Man kann nur Friseur oder Krankenschwester werden, wenn in der Zeit jemand anderes für ihn die Arbeit, ein Haus zu bauen, eine Wohnung zu bauen, übernimmt und sich so die Arbeit nicht nur teilt, sondern durch das Konzept der Berufe effizienter macht.
Beruf = Lebensunterhalt bestreiten.
Wenn niemand mehr seinen Lebensunterhalt mit der Wohnung anderer Leute bestreiten darf,

Viel zu kompliziert gedacht. Es gibt eine Lösung und jeder Vermieter, sofern er nur eine Gesetzeslücke findet, beschreitet sie mit Vergnügen:

Man wandelt einfach die Mietwohnung in eine Eigentumswohnung um und verkauft sie an den Mieter. Der glückliche EX-Mieter braucht dann ab sofort keine Miete mehr zu bezahlen, sondern lediglich das 2-3fache der bisherigen Miete an die Bank. leider ist es wegen irgendwelcher Mieterschutzgesetze gar nicht so einfach, die Mietwohnung in eine Eigentumswohnung umzuwandeln. Die Vermieter jedenfalls würden diesen Weg liebend gern bestreiten, wenn sie nur dürften. Für sie hätte das nämlich nur Vorteile.
- sie brauchten sich ab sofort nicht mehr mit renitenten Mietern ärgern, weil diese zahlen jetzt ja an die Bank.
- wenn der Eigentümer die Kreditraten nicht mehr bedient, dann hätte ihn die Bank schneller aus der Wohnung als der Vermieter.
- sie brauchen sich nicht mehr um Instandhaltung zu kümmern
- kein Ärger und keine Kosten mit der Hausverwaltung mehr
- wenn sie das Haus länger als 10 Jahre in ihrem Bestand haben, dann dürfen sie den Gewinn sogar steuerfrei einstreichen
- die bisherigen Mieter und nunmehrigen Eigentümer haben auch Vorteile. Sie zahlen zwar das 2-3fache dessen an die Bank, was die Miete ausmachte, dafür gehört ihnen die Bude nach 30Jahren. Bereits nach 15Jahren dürfte die Kreditrate niedriger
- das ganze EEG kann ihnen künftig am A. vorbeigehen

Für die Hausbesitzer wäre das so oder so die profitabelste Lösung. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass nicht wenige darauf warten.

Gruß Mephistopheles

Tja

Kaladhor, Münsterland, Donnerstag, 02.09.2021, 11:27 vor 1598 Tagen @ nereus 2002 Views

ich habe mir das auch durchgelesen und muss leider sagen, dass der Danisch da einfach nicht weit genug denkt.

Prinzipiell ist das Verdienen des eigenen Lebensunterhaltes durch das Vermieten von Wohnraum eine eher neue Entwicklung, die ihren Anfang während der industriellen Revolution genommen hat. Davor gab es sowas wie Wohnraumvermietung, so wie wir das verstehen, schlicht und einfach nicht. Man war entweder seßhafter Bauer, Handwerker und Kaufmann, oder "Landstreicher" (Tagelöhner). Den schmarotzerhaften Adel und Klerus lassen wir jetzt mal außen vor. Auch das ganze Dienstpersonal lassen wir mal weg, denn die hatten meist Kost und Logis bei ihrem Dienstherren (durften dafür dann aber auch keine Familie gründen). Das ist im Großen und Ganzen das gesellschaftliche System des Mittelalters..... und das schwebte dem Kevin wohl vor.

Eine gewisse Arbeitsteilung gab es da übrigens auch schon, denn nicht jeder Kaufmann war in der Lage seinen eigenen Wohnsitz zu bauen. Da wurden dann halt entsprechende Baumeister und Handwerker beauftragt.

Was der Kevin aber bei der ganzen Laberei überhaupt nicht begriffen hat: Wäre unsere Gesellschaft auch heute noch so aufgebaut, hätte es niemals einen Kevin gegeben. ;)

Grüße

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

Immer daran denken: Wer die Altparteien wählt, wählt den Krieg!

In einer vernünftig ausgewogenen Wirtschaftsordnung ...

Beo2 @, NRW Witten, Donnerstag, 02.09.2021, 12:39 vor 1598 Tagen @ nereus 1849 Views

Wenn jeder nur seine eigene Wohnung besitzt und niemand mit dem Wohnraum anderer Menschen seinen Lebensunterhalt bestreitet, warum sollte dann noch irgendwer jemand anderen die Wohnung bauen ...?

.. na, um sie doch jemand Anderem zu verkaufen, natürlich.

Dann sind wir im Prinzip wieder in der Vorsteinzeit oder im afrikanischen Busch, wo jeder seine eigene Lehmhütte zusammenkleistert. Kühnert hat das Prinzip der Arbeitsteilung nicht verstanden ...
Wenn niemand mehr seinen Lebensunterhalt mit der Wohnung anderer Leute bestreiten darf, dann gibt es nicht nur keine Maurer, und keine Elektriker und Zimmerleute und Fliesenleger mehr, sondern auch keine Krankenschwester, weil die dann mit ihrer Lehmhütte beschäftigt ist.

Es ist durchaus vorstellbar, dass in einer vernünftigen, ausgewogenen Wirtschaftsordnung die Krankenschwester in der Lage wäre, sich eine kleine oder größere Wohnung zu kaufen .. auf Kredit versteht sich.
Allerdings, nicht Jeder kann sich eine solche Wirtschaftsordnung vorstellen ...

Gruß, Beo2

Was ist eine ausgewogene Wirtschaftsordnung?

nereus @, Donnerstag, 02.09.2021, 14:41 vor 1598 Tagen @ Beo2 1615 Views

Hallo Beo2!

Du antwortest auf die Frage, warum jemand Wohnungen bauen soll:

.. na, um sie doch jemand Anderem zu verkaufen, natürlich.

Kühnert sprach vom Besitz einer Wohnung, wobei er (genauer gesagt) das Eigentum an einer Wohnung meinte.

Nur wem gehört eine in Bau befindliche Wohnung bzw. ein in Bau befindliches Haus?
Die Errichtung eines Gebäudes – von der Planung, dem Genehmigungsverfahren und der Fertigstellung dauern viele Monate, eher Jahre und die Bauleute bzw. alle Beteiligten wollen Kohle sehen, sonst dreht sich kein Rad.
Also muß jemand in die Vorfinanzierung.
Bei einem Einfamilienhaus ist die Sache noch überschaubar, aber wie sieht das bei einem Häuserblock aus?
Der „Investor“ steht im Detail in einem mehr oder weniger hohen Risiko.
Außerdem muß der "Andere" auch die Wohnung kaufen wollen.
Was machen wir mit denen, die nicht kaufen, sondern nur mieten wollen?
Bei WEM mieten die MIETER?

Es ist durchaus vorstellbar, dass in einer vernünftigen, ausgewogenen Wirtschaftsordnung die Krankenschwester in der Lage wäre, sich eine kleine oder größere Wohnung zu kaufen .. auf Kredit versteht sich.

Ja, sicher und das wird es auch geben, wenn die Krankenschwester und Ihr Ehemann/Lebenspartner so viel verdienen, daß sie es wagen einen Kredit aufzunehmen.
Aber das ist vor allem in Deutschland nicht die Regel.
Dort wohnt man lieber zur Miete.
Daher wiederhole ich meine Frage, bei WEM mieten die Mieter? [[hae]]

Oder würdest Du die Leute zum Kauf einer Wohnung respektive zur Kreditaufnahme zwingen?

Allerdings, nicht Jeder kann sich eine solche Wirtschaftsordnung vorstellen ..

Wie habe ich mir denn konkret diese Wirtschaftsordnung vorzustellen?

mfG
nereus

Zeitgeist

Centao @, Donnerstag, 02.09.2021, 15:28 vor 1598 Tagen @ Mephistopheles 1628 Views

Hallo @Mephistopheles,

Herr Kühnert denkt konsequent in Richtung Sozialismus, erst kommt der Lastenausgleich und danach sind die verschuldeten Buden für 1€ Restwert an die Genossen zu vergeben.

Eigentümer (i.d.Regel über 60 Jahre) werden dann entlastet..[[ironie]]

Dazu kommt der Klimaschutz, jeder Neubau schadet immens..

Aber ohnehin gibt es einen Mangel an Baustoffen, dass Modell privater Wohnungsbau oder Reko mit steuerlichen Privilegien gehört aus Makrosicht einer Volkswirtschaft mit verheerender Demographie und Armutseinwanderung abgeschafft.

Nunja, im Grunde bedient er seine Klientel und so wird es kommen (Zeitgeist).., wobei die Genossenschaft ein bewährtes Modell als Alternative ist.

Gruß,
CenTao

Grundlagen der Wirtschaftsordnung nach Heller. Arbeitsteilung ist sicherlich nicht der Grund ...

heller, Donnerstag, 02.09.2021, 15:31 vor 1598 Tagen @ nereus 1640 Views

Arbeitsteilung ist sicherlich nicht der Grund, warum sich eine Friseurin kein Wohnung kaufen kann.
Es geht um Zeit und wie man sie als Gesellschaft (also VOLKSWIRTSCHAFTLICH !!) sinnvoll verbringt.
1) Für das Verbringen von Zeit gibt es in Deutschland kein Ziel (also keine gemeinsame Vereinbarung über den Sinn der Veranstaltung Deutschland).

2) Jeder hat nur eine bestimmte Zeit zur Verfügung. Einen Teil der Zeit kann man mit bezahlter Arbeit verbringen. Mit dem verdienten Geld kann man dann entweder Zigaretten kaufen (Konsum) oder Frisur pimpen lassen (auch Konsum) oder was zielführendes lernen (Investition) oder eine Wohnung kaufen (auch Investition).

3) Während man über den eigenen Konsum und eigene Investitionen selbst entscheiden kann, gibt es noch einen anderen gewichtigen Mitspieler, der immer mehr mitbestimmen will: Der Staat. Über die Steuern kann man leider nicht selbst entscheiden. Und über die Dinge, die der Staat ausgibt, auch nicht. Der Staat führt zum Beispiel Kriege und verkauft sie seinen Steuerzahlern als Investition in Sicherheit, oder baut einen Flughafen, damit der Boden darunter nicht nass wird, und verkauft das als Investition in die Zukunft (wie wahr!) etc. etc. Er pumpt das Geld der Steuerzahler vermehrt in Dinge, die weder Konsum noch Investition sind: z.B. Test-Kits für C. und Impfstoffe, Target-2-Konten u.v.a.

4) Während es früher möglich war, dass ein Dienstleister (z.B. Friseurin, Maurer, Ingenieur, Arzt, ...) in einer Stunde fast soviel verdiente, um sich ein gleichwertige Dienstleistung zu kaufen - als Installateur mit einem 8-Stunden-Tagesverdienst einen Blechner für 7 Stunden Arbeit an seinem Privathaus zahlen konnte, ist dieses Verhältnis heute statt bei 7/8 vielleicht bei 4/8 oder noch darunter.
Der Rest geht drauf für Steuern, Pflicht-Versicherungen, Auflagen, Genehmigungen, Anwälte, Polizeibewachung, ... (Mafia, GEZ_und Schornsteinfeger lass ich mal weg.)
Von den Steuern werden übrigens auch so Leute wie Kevin bezahlt...

5) Wenn wir nun annehmen, dass der Bau einer Wohnung tutto completto in einer hoch-arbeitsteiligen Gesellschaft 10.000 Arbeitsstunden benötigt (von der anteiligen Herstellung der Ziegel über den Baustahl und die Holzgewinnung bis zum Mauern und anstreichen), und wenn wir annehmen, dass ein dafür benötigter Handwerker im Verhältnis etwa so viel verdient wie ein Maurer, dann musste ein Maurer früher ca. 11.400 Arbeitsstunden für den Erwerb einer Wohnung schuften, also 8/7.
Heute, bei 8/4 muss derselbe Maurer 20.000 Arbeitstunden für dieselbe Wohnung (ohne das Grundstück!) knechten.
Diese Zahlen sind super grob geschätzt - nur mal um das Problem zu verdeutlichen.
Und die jeweiligen Arbeitsstunden sind ZUSÄTZLICH zum "normalen" Grundbedarf (Essen, Miete, Kleidung ...)
Bei 1800 Arbeitsstunden im Jahr sind das ne Menge Jahre. Wenn dann noch Kinder kommen, muss die Frau mitmalochen.

6) Wenn man die Situation als Gesellschaft verbessern will, sollte man sich als Gesellschaft Gedanken machen, was sinnvoll ist und was nicht.
Da es als Gesellschaft natürlichweise nicht einfach ist, sich auf einen gemeinsamen Nenner zu einigen, gibt es keine wirklich glückliche, effiziente Gesellschaft. Und wenn es je eine gab, dann kamen über kurz oder lang Nachbargesellschaften oder Teilmengen der Gesellschaft und haben in Waffen investiert und den Glücklichen das weggenommen, was sie sich aufgebaut hatten. Oder die Nachkommen haben vergessen, wie die Organisation einer glücklichen Gesellschaft funktioniert.

7) Daher gibt es für Deutschland keinen Sinn und kein Ziel - womit wir wieder bei Punkt 1) wären. Es schließt sich der Kreis!

8) Übrig geblieben sind nun Gesellschaften, in denen entweder der Staat wenig Steuern kriegt und die Bürger mehr oder weniger machen was sie wollen mit mehr oder weniger Effizienz. Oder in denen der Staat von seinen Einwohnern mächtig Steuern eintreibt und mehr oder weniger macht er will mit mehr oder weniger Effizienz.
Okay, hier habe ich nun etwas abgekürzt - habe keine Zeit mehr, weiterzuschreiben.
Auch keine Zeit mehr zum Korrektur lesen - verzeiht mir.

Soweit auf die Schnelle meine Erklärung warum die Sozialisten in der Regel schlau daherreden.

Wie heißt der schöne Spruch:
"Sozialisten sind Leute, die den Reicheren was nehmen und den Armen was geben - und von der Differenz ziemlich gut leben."

Genau!
In den vergangenen Jahrzehnten haben aber die wirklich Reichen allen anderen was weggenommen, was das Spiel für alle schwieriger macht... So mein Verdacht.
Vielleicht ist es aber auch nur die Verbohrtheit der Massen.

Er redet um den sozialistischen Brei herum ...

NST @, Südthailand, Donnerstag, 02.09.2021, 15:44 vor 1598 Tagen @ nereus 1678 Views

Kühnert sprach vom Besitz einer Wohnung, wobei er (genauer gesagt) das Eigentum an einer Wohnung meinte.

.... so sieht das Kühnert Modell aus für die Untertanen ....

[image]

Die Finanzierung dürfte über Steuern kein Problem darstellen. Er und die Partei Mitglieder übernehmen die derzeitigen Altbauten, nach einer Generalsanierung mietfrei, die gehören auch zum Staatsvermögen.
Gruss

--
[image]
Jeder arbeitet im Ausmass seines Verstehens für sich selbst und im Ausmass seines Nicht-Verstehens für jene, die mehr verstehen!

Die Hellerökonomie wird sich in Luft auflösen

Mephistopheles, Donnerstag, 02.09.2021, 17:09 vor 1597 Tagen @ heller 1644 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Donnerstag, 02.09.2021, 17:25

Arbeitsteilung ist sicherlich nicht der Grund, warum sich eine Friseurin kein Wohnung kaufen kann.

Der Grund ist Hellerökonomie.

Heute, bei 8/4 muss derselbe Maurer 20.000 Arbeitstunden für dieselbe Wohnung (ohne das Grundstück!) knechten.
Diese Zahlen sind super grob geschätzt - nur mal um das Problem zu verdeutlichen.
Und die jeweiligen Arbeitsstunden sind ZUSÄTZLICH zum "normalen" Grundbedarf (Essen, Miete, Kleidung ...)
Bei 1800 Arbeitsstunden im Jahr sind das ne Menge Jahre. Wenn dann noch Kinder kommen, muss die Frau mitmalochen.

Wer heute noch mehr als 1.500 Atbeitsstunden benörigt, um ein Haus zu errichten, der betreibt Hellerökonomie. Er sollte das Haus besser im 3D-Drucker drucken lassen.

Soweit auf die Schnelle meine Erklärung warum die Sozialisten in der Regel schlau daherreden.

Daher also dein schlaues Daherreden

Wie heißt der schöne Spruch:
"Sozialisten sind Leute, die den Reicheren was nehmen und den Armen was geben - und von der Differenz ziemlich gut leben."

Alle Beamten sind Sozialisten.


Genau!
In den vergangenen Jahrzehnten haben aber die wirklich Reichen allen anderen was weggenommen, was das Spiel für alle schwieriger macht... So mein Verdacht.
Vielleicht ist es aber auch nur die Verbohrtheit der Massen.

Das ist der Zaubertrick der Hellerökonomie:
Die Reichen nehmen von den Armen, was diese nicht haben und haben dann was (nach dem Naturgesetz der Gauss`schen Verteilung fällt dabei auch für die Armen was ab); nach der Hellerökonomie nehmen die Armen von den Reichen, was diese haben, dann bleibt aber Nichts mehr übrig und keiner hat etwas.

Gruß Mephistopheles

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dersachse @, Donnerstag, 02.09.2021, 17:29 vor 1597 Tagen @ nereus 1425 Views

Er beweisst doch immer Wieder,das er ein Schwätzer ist! Gruss

--
In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)

Verstehen Sie Wirtschaft ..?

Beo2 @, NRW Witten, Donnerstag, 02.09.2021, 20:00 vor 1597 Tagen @ nereus 1324 Views

bearbeitet von Beo2, Donnerstag, 02.09.2021, 20:54

Du antwortest auf die Frage, warum jemand Wohnungen bauen soll:

->> na, um sie doch jemand Anderem zu verkaufen, natürlich.

Nur wem gehört eine in Bau befindliche Wohnung bzw. ein in Bau befindliches Haus? Die Errichtung eines Gebäudes – von der Planung, dem Genehmigungsverfahren und der Fertigstellung dauern viele Monate, eher Jahre und die Bauleute bzw. alle Beteiligten wollen Kohle sehen, sonst dreht sich kein Rad. Also muß jemand in die Vorfinanzierung.

Das ist doch heute schon Usus: Der Käufer hat Kreditzusage, schließt den Kaufvertrag ab, und ein Bauunternehmen baut die Wohnung(en). Es gibt zunächst eine Anzahlung und dann Ratenzahlungen für einzelne fertige Bauabschnitte. Das Unternehmen finanziert sich ebenfalls via Kredit vor, was kein Problem ist, wenn es bereits Kaufverträge auf dem Tisch hat oder seine Hausbank mit der Marktanalyse zufrieden ist.

Außerdem muß der "Andere" auch die Wohnung kaufen wollen. Was machen wir mit denen, die nicht kaufen, sondern nur mieten wollen? Bei WEM mieten die MIETER?

Bei den Eigentümern natürlich, was z.B. kommunale gemeinnützige Gesellschaften sein können. Es könnten auch Genossenschaften sein, bei denen der Mieter zugleich Anteilseigner ist. Ich selbst bin Mitglied und Mieter in einer solchen, bekomme jedes Jahr eine kleine Dividende und darf über den Aufsichtsrat mitbestimmen .. inklusive möglicher eigener Kandidatur.

->> Es ist durchaus vorstellbar, dass in einer vernünftigen, ausgewogenen Wirtschaftsordnung die Krankenschwester in der Lage wäre, sich eine kleine oder größere Wohnung zu kaufen .. auf Kredit versteht sich.

Ja, sicher und das wird es auch geben, wenn die Krankenschwester und Ihr Ehemann/Lebenspartner so viel verdienen, daß sie es wagen einen Kredit aufzunehmen. Aber das ist vor allem in Deutschland nicht die Regel. Dort wohnt man lieber zur Miete.

Das glaube ich nicht. In den meisten ehemaligen Ostblock-Ländern wohnen über 90% der Haushalte im Eigentum. DE ist da Schlusslicht in der gesamten EU.

Oder würdest Du die Leute zum Kauf einer Wohnung respektive zur Kreditaufnahme zwingen?

Nein .. und das wäre auch gar nicht nötig: Konsumenten gründen gerne eine eigene Familie und nehmen gerne Kredite auf, wenn sie sicheres Einkommen haben. Hiervon lebt(e) schließlich die Volkswirtschaft .. früher einmal.

->> Allerdings, nicht Jeder kann sich eine solche Wirtschaftsordnung vorstellen ..

Wie habe ich mir denn konkret diese Wirtschaftsordnung vorzustellen?

Das wäre ein ziemlich langes und komplexes Thema: Es ließen sich durchaus einige Parameter und gesetzliche Rahmenbedingungen bestimmen. Nur ein Beispiel: Die Einkommensverteilung/Kopf müsste normal-verteilt sein .. i.S. der Gauss'chen Normalverteilung. Das ließe sich erzielen .. u.a. durch Deckelung der Einkommen am unteren und am oberen Ende. usw. usf.

Bin gerade auf Urlaubreise und kann keine längeren Beiträge schreiben.
Mit Gruß, Beo2

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