Strompreisgeschwafel

eesti @, Schwedt und Cranz(Ostpreußen), Dienstag, 24.08.2021, 22:36 vor 1606 Tagen 3006 Views

https://www.agora-energiewende.de/service/agorameter/chart/power_generation_price/24.08...

Etwas grundlegendes scheint derzeit zu passieren.
Der Spotmarktpreis für Strom geht in Deutschland durch die Decke, hat sich in etwa (fast) verdoppelt.
Genauere Zahlen hängen vom Bezugszeitpunkt ab.
Was wurde bei dem kindlichen Denken über den CO2-Zertifikate-Preisanstieg vergessen?
Es ist doch nicht so, daß wegen höheren CO2-Kosten Kohlekraftwerke abgeschaltet werden.
Man braucht sie immer dann, wenn der grüne Ökostrom nicht produziert, das weiß jedes Kind.
Aber der Strompreis richtet sich nicht nach den durchschnittlichen Erzeugerkosten, die bei den grünen Stromerzeugungen durchaus wettbewerbsfähiger werden.
Der Strompreis richtet sich nach den Grenzkosten.
D.h., egal wie teuer man den Kohlestrom macht, er wird in der Dunkelflaute benötigt.
Damit die Kohlekraftwerke aber nicht still gelegt werden und in der Dunkelflaute (und nicht nur dann) auch liefern (können), benötigt diese Erzeugerart einen um die CO2-Kosten höheren Strompreis, sonst gehen sie aus wirtschaftlichem Grund wirklich vom Netz.
Dieser Grenzstrompreis (unabhängig vom sinkenden Erzeugerpreis der Ökoerzeuger) ist nun der mittlere Strompreis, der sich an der Strombörse einstellt.
Und der steigt um so höher, je weiter Frauendenken (Wunschphantasien) eine Realität überstrahlt.
Strom vom durchschnittlichen 8 Cent/kWh in Deutschland konkurriert aber mit 3 Cent beispielsweise in Rußland.
Man kann sich ausrechnen, was das an Wirtschaftsförderungseffekten für weniger ökologisch verbohrte Länder bringt.
Merkels Erdgasphantastereien, die Hitlers "Armee-Wenk"-Phantasien sehr ähneln, lösen sich trotz NordStream2 auch auf, denn das Erdgas ist nicht nur in Europa sehr begehrt und verteuerte sich fast auf das 10-fache am Spotmarkt vom Tief im letzten Jahr, zumindest in West/Mitteleuropa.
Und als ein Grenzkostenverursachen kommen wir bei derzeit gut 4 Cent/kWh für Erdgas und ca. 3Cent für jede Umwandlung auf 7 Cent/kWh, die ein Gaskraftwerk benötigt, um am Netz zu bleiben. Dazu Kosten, die entstehen, wenn das Gaskraftwerk nicht liefert, aber Kosten verursacht.
Je höher die Dauer der Abschaltung, also Reservephase, desto höher muß der Grenzstrompreis sein, und stellt sich auch ein, weil sonst das das Kraftwerk dauerhaft vom Netz geht.
Was ist nun passiert?
Faktisch hat man eine Produktionssteuer für alle Betriebe in Deutschland geschaffen.
Die Produktion MUSS abwandern, wenn sie überleben will, denn am Weltmarkt kann man nicht dauerhaft bestehen, wenn Löhne und Energiekosten erheblich über der Konkurrenz liegen und die Strombereitstellung voraussichtlich nicht mehr stabil gewährleistet werden kann.
Die jetzt geplanten Wasserstofferzeugungen, die den nicht benötigten Strom in Hellwindzeiten vernichten sollen, werden die Autarkie in Deutschland erhöhen, aber zu dann noch um die Vernichtungskosten erhöhten Preisen sorgen, die eine Produktion aller Güter faktisch unmöglich machen.
Die Industrie wird nach Asien (derzeit vor allem Indien) und Rußland verlagert werden müssen - mit allen Wohlstandsfolgen.

DAS sollte das Hauptthema sein, weil es Deutschland mehr schadet, als die neuen Hunderttausenden Islamisten, die Merkels Jünger zum Jihad nach Deutschland einladen werden, wenn die Bundestagswahl gelaufen ist.

--
MfG
LR

Alles ist ein Windhauch.

Kann man das verkürzt in einem Börsenforum so sagen?

Zweistein, Dienstag, 24.08.2021, 23:53 vor 1606 Tagen @ eesti 2176 Views

Gazpromaktien kaufen bis der Arzt kommt? Irgendwie habe ich das Gefühl, die haben das in der Hand.
Kann mich aber ooch irren (C bei Oblomow).

Kleine Anmerkung: Mein Depot steigt derzeit von Tag zu Tag.
Biontech, Pfizer, Valneva, Orocobre, ThyssenKrupp, Kazatomprom, Vulcan Energy um nur einige zu nennen.

Das ist natürlich keine Anlageberatung oder Empfehlung. Man soll eben nur mal Namen gehört haben, die man vielleicht noch nicht kennt.
Zweistein

Börse & Wirtschaftsforum! Freu dich doch! Zusammen mit den anderen Börsenprofis! Dein Depot wird sicher noch auf 9 Billionen (deutsche, nicht amerikanische!) Euro steigen!

Mephistopheles, Mittwoch, 25.08.2021, 00:19 vor 1606 Tagen @ Zweistein 1944 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Mittwoch, 25.08.2021, 00:45

Gazpromaktien kaufen bis der Arzt kommt? Irgendwie habe ich das Gefühl, die haben das in der Hand.
Kann mich aber ooch irren (C bei Oblomow).

Kleine Anmerkung: Mein Depot steigt derzeit von Tag zu Tag.
Biontech, Pfizer, Valneva, Orocobre, ThyssenKrupp, Kazatomprom, Vulcan Energy um nur einige zu nennen.

Das ist natürlich keine Anlageberatung oder Empfehlung. Man soll eben nur mal Namen gehört haben, die man vielleicht noch nicht kennt.
Zweistein

So wie bei meinen Ururgroßeltern, deren Depot 1923 auch 9 Billionen Reichsmark wert war!
Aber bloß nicht vorzeitig das gesamte Depot für einen Appel und ein Ei eintauschen!

Gruß Mephistopheles

Theoretisch wäre Gazprom jetzt DER Kauf aber...

eesti @, Schwedt und Cranz(Ostpreußen), Mittwoch, 25.08.2021, 01:47 vor 1605 Tagen @ Zweistein 2310 Views

bearbeitet von eesti, Mittwoch, 25.08.2021, 01:54

Aus mehreren Gründen wird man Gazprom diese Marktbeherrschung entreißen.
Ich vermute, daß man mit dem größten Erdgasbesitzer, Iran, Frieden schließt, und Iran große Mengen Gas und Öl auf den Weltmarkt werfen darf, sie haben auch passend gerade ein sehr großes Vorkommen im Kaspischen Meer entdeckt, eine machbare und rentable Strecke für Gaspipelines nach Europa.

Kazatomprom und Gazprom sind als mittelgroße Posten auch in meinem Depot, aber warum Thyssen in Deinem Depot ist, die doch eher der große Verlierer des Merkelschen "Großen Grünen Sprungs" sind, erschließt sich mir auf die Schnelle nicht.
Wenn schon Stahlbranche, dann Asiaten oder Russen (Mechel Pref. habe heute noch etwas aufgestockt, die dürften im nächsten Jahr eine sehr hohe Dividende ausschütten, denn 2021 läuft rekordverdächtig, der Bankrott ist wohl endgültig abgewendet).
Russenstahlalternativen wären auch NLMK mit hohen Quartalsdividenden, Severstal oder Magnitogorsk (MMK).


Alle Depots steigen derzeit wohl kräftig gegen bunte Zettel, das Drucken wirkt endlich, Preise ziehen an, die Gewinne steigen somit auch, und Schulden verglühen langsam.

--
MfG
LR

Alles ist ein Windhauch.

Zu ThyssenKrupp sprechen wir uns in drei Monaten nochmal (owT)

der_Chris @, Nördl. Ruhrgebiet, Mittwoch, 25.08.2021, 16:21 vor 1605 Tagen @ eesti 1262 Views

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Gruß
Der_Chris

Verhaltensregeln gegenüber deutschen Politkern:
*Verachten* Auslachen* Verhöhnen* Ignorieren*
Und niemals Aufmerksamkeit schenken!

Rückfrage: Zu ThyssenKrupp sprechen wir uns in drei Monaten nochmal

valuereiter @, Mittwoch, 25.08.2021, 16:51 vor 1605 Tagen @ der_Chris 1381 Views

sind bei mir Anfang 2020 von der "Watchlist" runtergeflogen

Grund:
Verkauf des Aufzuggeschäfts ... Der Bereich mit gut 50.000 Mitarbeitern ist ... über die vergangenen Jahre der wichtigste Gewinnbringer und damit Garant für den Erhalt des Konglomerats gewesen.

--> magst Du uns Deine Überlegung/Erwartung mitteilen, was aus Deiner Sicht für die Zukunft des seiner "Rosinen" beraubten Rest-Konzerns spricht?

Fundamental/Chart/Überlegungen

der_Chris @, Nördl. Ruhrgebiet, Donnerstag, 26.08.2021, 09:24 vor 1604 Tagen @ valuereiter 1232 Views

Hatte TK irgendwo um 9,40 eingeladen, das Chartbild auf Monatsbasis sah exzellent aus, Peergroup war schon gut gelaufen (u.a. Salzgitter AG +138%, United States Steel +250% ggü Performance TK)), Analystemeinungen waren gut und TK hatte sich auch eine fette Scheibe Fördermittel für Green Steel/H2 abgeholt.

Dann ist zur HV der Kurs gekippt und ich habe 2/3 der Position aufgelöst (Trade in Intervallen, Shareaufbau ist nicht so meins).
Bin dann bei 8,74 wieder rein und habe die Ursprungsposi wieder aufgebaut.
Heute morgen stehen wir bei 8,97 und ich erwarte jetzt erstmal, dass wir die 10 nachhaltig ziehen, ohne allzu große Rücksetzer.

Ob ich dann wieder einen Teil wegtue und auf den Rücksetzer trade, oder halte und nochmal nachlade, entscheide ich zur gegebenen Zeit.

TK hat auf Sicht Jahresende Potential bis 12,50-13 stabil. Manche Analysten erwarten ein Kursziel von bis zu 18, die sehe ich erstmal nicht. Aber wir haben Stand jetzt gut 20% Aufholpotential, dann liegen wir bei 10,80-11 und das wäre für mein Trade mehr als ausreichend.

Ich arbeite mit etwas breiteren Stop-Loss und ziehe i.d.R. zwischen +7 und +10% einen Teil aller Trades glatt.

TK ist für mich aktuell ein schöner Tradingkandidat und mit etwas Mut (Größe der Einstiegsposi) nehme ich auf Wochensicht auch mal "nur" 5% mit.

Ich sehe die europäischen Stahlwerker eher als soliden Gegenpart zu den Chinesen und Amis und mit weiterer Einschränkung im internationalen Warenverkehr als Lieferant Nr.1. Meine Erwartung geht auch eher in Richtung weiterer Preisanstieg, was i.V.m. gesunkenen Erzpreisen die Margen erhöht.

Aber wie geschrieben: Kein Langfristinvest.

--
Gruß
Der_Chris

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Der Strompreis in der BRD beträgt keine 8cent pro kwh,sondern

dersachse @, Mittwoch, 25.08.2021, 08:50 vor 1605 Tagen @ eesti 2062 Views

31,89 Cent
Der aktuelle Durchschnittspreis in Deutschland für 1 kWh Strom liegt bei 31,89 Cent/kWh (Januar 2021). In der Grundversorgung ist 1 kWh Strom oft teurer als in einem selbst gewählten Ökostromtarif. Gruss

--
In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat (George Orwell)

Es geht um den Börsenpreis

StS @, Mittwoch, 25.08.2021, 09:20 vor 1605 Tagen @ dersachse 1713 Views

und der ist ungefähr bei 8ct je kw/h, aber zuzüglich aller Nebenkosten, Steuern usw. summiert sich das natürlich auf die von dir genannten >31ct.

Grüße
StS

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