"Die Löwen des Panjshir-Tales"

Ostfriese @, Montag, 23.08.2021, 09:46 vor 1606 Tagen 2318 Views

bearbeitet von Ostfriese, Montag, 23.08.2021, 10:02

Hallo ins Forum

Der charismatische, französischsprachige tadschikische Mudschaheddin-Kommandeur Ahmad Schah Massoud war ein afghanischer Feldherr der Nordallianz, der am 9. September 2001 - zwei Tage vor 9/11 - durch Selbstmordattentäter der Al-Qaida mithilfe einer Bombe in einer Kamera getötet wurde. Während des Sowjetisch-Afghanischen Krieges bis zum Rückzug der Sowjetarmee organisierte er die Verteidigung des Panjshir-Tals. Auch im darauffolgenden Bürgerkrieg konnten die Taliban Panjshir nie einnehmen. Als legendärer "Löwe von Panjshir" vertrat er die Meinung, dass nur die "Loja Dschirga" als große Versammlung der Stämme zur Klärung der nationalen und ethnischen/tribalischen Fragen dem Land Stabilität verleihen könne. Es ist aktuell ebenfalls die letzte Region Afghanistans, die nicht von den Taliban kontrolliert wird.

In dieser Anti-Taliban-Bastion versucht Ahmad Schah Massouds Sohn Ahmad (geb. 10. Juli 1989) eine Truppe von angeblich 9.000 Mudschaheddin einschließlich einiger Ex-Regierungstruppen zusammenzustellen, um den Taliban entgegenzuwirken. Als gleichzeitiger CEO der "Massoud Foundation" mit einem nordamerikanischen Ableger sagt er am 19. August 2021: "Ich schreibe heute aus dem Panjshir-Tal, bereit, in die Fußstapfen meines Vaters zu treten, mit Mudschaheddin-Kämpfern, die bereit sind, es erneut mit den Taliban aufzunehmen."

"Die Bühne ist bereitet für eine entscheidende Schlacht im afghanischen Panjshir-Tal, das nie unter der Kontrolle der Taliban stand." schreibt die Hindustan Times am heutigen 23. Aug. 2021.

Ich denke, dass Ahmad Massouds Schicksal vorgezeichnet ist.

Gruß - Ostfriese

Werbung