Im zentralasiatischen Land Tadschikistan, einem nördlichen Nachbarn Afghanistans, mehren sich die militärischen Vorbereitungen und Abschreckungsmaßnahmen angesichts der Taliban-Machtergreifung in Afghanistan.
https://www.diepresse.com/6022007/russland-und-tadschikistan-wappnen-sich-gegen-gefahr-...
Die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete am Dienstag, dass mindestens 1000 russische Soldaten im Süden des Landes ein Manöver begonnen hätten, das mindestens einen Monat lang dauern solle. Dieselben Verbände und weitere Einheiten hatten freilich erst vor rund einer Woche Übungen mit den tadschikischen Streitkräften sowie Einheiten aus Usbekistan beendet. Dabei war es ausdrücklich darum gegangen, wie man Infiltrationen aus Afghanistan heraus abwehrt.
Flucht der fliegenden Elite
Nach Usbekistan, dem nordwestlichen Nachbarn Afghanistans, flogen seit dem Wochenende Angaben der dortigen Behörden zufolge sogar mindestens 22 Flugzeuge und 24 Hubschrauber der afghanischen Nationalarmee bzw. Luftwaffe. In ihnen waren beinahe 600 Menschen, ebenfalls meist vor den Taliban fliehende Soldaten.
Russlands Vorgehen in Afghanistan
Kritik am Westen
https://ostexperte.de/russland-und-afghanistan-kartenhaus-das-zum-einsturz-verurteilt-war/
Auch machte Russland seine Kritik am Vorgehen des Westens deutlich. Der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten, Zamir Kabulow, bezeichnete die afghanische Regierung in Kabul als „Marionettenregierung“, welche sogar ein schlechterer Partner sei als die Taliban selbst. Zu weiteren Plänen des Umgangs mit den neuen Machthabern im Land äußerte sich der Sonderbeauftragte allerdings nicht. Man werde sich „genau ansehen, wie verantwortungsvoll sie das Land in naher Zukunft regieren werden – und dann eine Entscheidung treffen.”
In den russischen Medien wird derweil das Bild Russlands als Moderator gestärkt. Neben China tue Russland sein „Bestes, um die Situation zu moderieren“, sagte Francis Boyle, Professor für internationales Recht an der Universität Illinois der Nachrichtenagentur TASS.
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Mfg.H.