Stabilitaet unter gewissen Voraussetzungen ja, aber das erklaert nicht den Status als Weltleitwaehrung
Eine nationale Währung sollte NICHT zu einer Weltleitwährung erhoben werden .. das ist Betrug und für die Weltwirtschaft gefährlich.
Eine Leistungs'verrechnungseinheit im internationalen Handel sollte von einer Welt'zentralbank geführt werden .. ähnlich dem Target2-System. Die nationalen Forderungen bzw. Guthaben aus Leistungen (= Leistungsbilanz'saldo) sollten dabei limitiert werden .. ähnlich einem Überziehungskredit.
Andererseits kann auch jedem Unternehmen überlassen werden, in welcher Währung er seine internationalen Geschäfte abwickeln möchte. Es gäbe hier diverse mögliche Lösungen.
Das sind zwei verschiedene Dinge. Fast alle Staaten haben heute Waehrungen, die mit Staatsschulden "gedeckt" sind.
Das hat schon seine Richtigkeit, sofern es eine sinnvolle und wirksame Verschuldungsbremse, z.B. in der Verfassung, gäbe - siehe z.B. Schuldenbremse in der Schweiz. Mein Vorschlag wäre max. 45% plus 5% "Reserve" für Notfälle .. zumindest in diesem Stadium der Volkswirtschaft.
Die Staatsverschuldung müsste also runter .. was allerdings nur mit einem Abbau privater Geldvermögen einher gehen kann, logischerweise.
Nur wird dadurch allein keine Stabilitaet erreicht, sondern es muessen dafuer Voraussetzungen erfuellt sein, wie der Wirtschaftsleistung angemessene Verschuldung. Andernfalls fuehrt es ebenfalls zu oekonomischer Instabilitaet einschl. der Waehrung.
Ganz meine Meinung.
@dottore schrieb einmal vom Tsatsiki-Effekt und davon, dass ein Staat maximal 100% der Wirtschaftsleistung besteuern kann.
Das meinte er sicher: theoretisch. Praktisch wäre es sinnlos, da Niemand mehr am Erbringen einer Leistung interessiert wäre.
In meiner Theorie erscheint eine sinnvolle Besteuerung von Einkommen bei ca. 25%, generell. Dazu müssten aber bestimmte Voraussetzung erfüllt werden, die insbesondere die Einkommensverteilung in der Bevölkerung betreffen. Auch eine völlige Abschaffung der Einkommenssteuer (und -hinterziehung!) zugunsten der Umsatzsteuer (MwSt) sowie einer "Geldsteuer" (auf reine Geldvermögen) halte ich für sehr sinnvoll.
In Zeiten des Deutschen Wirtschaftswunders in 1950-75 lag die Staatsverschuldung konstant bei knappen 20%. Auch heute noch liegen recht starke Staaten in Europa bei etwa 30%.
Aber selbst unter guten Voraussetzungen ist keine Stabilitaet der Waehrung gewaehrleistet. Die Fiat-Waehrungen entwerten kontinuierlich. Inflation ist systemisch gewollt, da andernfalls dieses System kollabiert (inherent notwendig durch das Kettenbrief-System).
Das (die Inflation) ist wirtschaftlich notwenig und sinnvoll, zumindest zeitweise. Sie wirkt dem Horten von Geld/-guthaben (Konsumverzicht, Deflation) entgegen, da sie steten Ausgabedruck erzeugt.
Sie korreliert hoch mit Wirtschaftswachsdumm. Bei 0% Inflation hat es noch nie und nirgendwo W.wachstumm gegeben. Man muss allerdings unterscheiden zwischen "guter Inflation" (= Lohn-Preis-Spirale) und "schlechter Inflation" (durch Nonopole und zeitweilige Ressourcen'verknappung).
Mit Gruß, Beo2