Prognosen zum Leben im europäischen bzw. städtischen Raum
bearbeitet von Marmot, Sonntag, 15.08.2021, 11:28
Hallo zusammen,
mich beschäftigt seit längerem die Frage wie und vor allem wo wir in Zukunft leben werden. Wird die Verstädterung der letzten Jahre zunehmen?
Werden durch home office, remote work, mehr Rentner die auf's Land ziehen und günstigere Preise doch wieder die, oder zumindest einige rurale Region attraktiver?
Wie spielt die "Klimapolitik" dabei mit, sind größere "Nationalparks" im Sinne von fast no-go areas in der Natur und menschlichem Leben ausschließlich in Megametropolen denkbar?
Was bedeutet das konkret für Europa (denn in der neuen Welt wäre sowas viel leichter umsetzbar), was passiert z.B. mit Städten zwischen 50k-200k Einwohnern, zu groß zum Untergehen aber zu klein zum langfristigen Konkurriern mit den Megametropolen?
Wo würdet ihr als junger, nicht immobiliengebundener Mensch hinziehen? Wo seht ihr die größten Zukunftchancen für Immobilienkauf und langfristige Niederlassung?
Persönlich habe ich zunehmend den Eindruck dass durch Digitalisierung, COVID, Klimaschutz, Auslandsmigration und politischen Willen fast nur Großstädte langfristig übrig bleiben werden. Was passiert jedoch mit weiten Teilen des Landes die zwar fast bevölkerungsleer sind aber eben nur fast. Wird man warten bis auch die letzten Alten dort weg sind, oder wird man dem schon früher ein Ende setzen und Zwangsräumungen durchführen um "Naturreservate" zu schaffen? Aus heutiger Sicht schwer vorstellbar, aber ich denke die Klimapolitik hat gerade erst begonnen und unsere "Staaten" haben uns mit COVID mal wieder gezeigt was alles einfach mal so gemacht werden kann wenn der "Notfall" nur groß genug ist.
Ich halte die Möglichkeit von Megametropolen fast im Sinne von Stadtstaaten (crypto scheint dies auch zu begünstigen) mit großem Hinterland für vorstellbar, da dies auch politisch gewollt erscheint. Keiner ist autonom oder teilautonom wie am Land, jeder ist voll vom Staat abhängig, voll kontrolliert. Aber was passiert in diese Szenario mit den o.g. "kleinen" Großstädten (z.B. Ulm, Münster, Karlsruhe, Freiburg, Salzburg etc.) die teilweise wirtschaftlich sehr gut da stehen, aber können sie mit den A-Städten langfristig mithalten?
Ich denke es sollte klar sein dass dieses Thema auf höchster Ebene bereits seit langem geplant und vorbereitet wird da es die zentrale Frage des menschlichen Lebensraums der Zukunft ist und damit an der Basis aller weiterer menschlicher Konditionen liegt.
Hier noch ein paar sehr interessante Links zu dem Thema die o.g. letzten Satz bekräftigen:
https://urban.jrc.ec.europa.eu/thefutureofcities/
https://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/handle/JRC116711
https://www.wired.com/2015/09/design-issue-future-of-cities/
https://www.mckinsey.com/featured-insights/future-of-cities#
https://www.mckinsey.com/industries/public-and-social-sector/our-insights/thriving-amid...
https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-07/demografie-europa-bevoelkerung-entwicklung-...
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If you can meet with Triumph and Disaster
And treat those two impostors just the same