Wer das Klima schützen will, muß den Sport verbieten.

nereus @, Freitag, 13.08.2021, 10:13 vor 1616 Tagen 3063 Views

Bei eigentümlich-frei gibt es einen interessanten Artikel zum Thema CO².
Zunächst gab es einen Briefwechsel des Physikers Urban Cleve mit Friedrich Merz.

Am 6. August schrieb Cleve an Merz, um ihm einmal „den Unterschied zwischen CO2 aus unseren Lungen und dem CO2 in den Abgasen vor Kohlekraftwerken und Kraftfahrzeugen zu erläutern“, denn auf seine Bitte an die gesamte Bundesregierung und Kanzlerkandidaten habe er dazu nichts von ihnen gehört.

Quelle: https://ef-magazin.de/2021/08/12/18928-der-kohlendioxid-mythos-warum-sport-eigentlich-u...

Doch das war nur die Eröffnung.
Jetzt kommt das Hauptgericht. [[freude]]

Später am gleichen Tag kam Cleve auf einen wunderbar grotesken Gedanken.
Der Anstoß dazu war aus einer Mail-Korrespondenz entstanden.
„Lieber Herr Cleve“, hatte der Mail-Partner geschrieben, „der Mensch atmet, ohne sportliche Anstrengung, rund zwei Liter CO2 mit der Umgebungsluft (0,04 Prozent) ein und rund 20 Liter CO2 (0,4 Prozent) pro Stunde aus. Das sind 175.200 Liter im Jahr oder 175,2 Kubikmeter oder rund 343 Kilogramm pro Jahr.
Als kürzlich mein Onkel gestorben war, konnte ich wieder Sport treiben, denn sportliche Betätigung erhöht das Atemvolumen um mindestens das Doppelte bis zum Zehnfachen.“

Der Physiker Cleve schrieb dem „Sportler“ Folgendes:

„Lieber Herr …, wenn Sie jetzt überlegen, dass alle Menschen, die Sport treiben einen je nach Leistung zehn- bis 30-fach so hohen CO2-Ausstoß haben, liegt die Vermutung nahe, dass man bald den Sport in allen Ländern untersagen muss, denn wenn man dies zunächst einmal überschlägig ausrechnet, wird die erhöhte CO2-Produktion aller Millionen von Sportlern erheblich höher sein als der CO2-Ausstoß der Industrie.
Hierzu beispielsweise im BVB-Stadion mit 80.000 Zuschauern, beim Mitfiebern, erhöht sich die CO2-Produktion aus allen Kehlen mindestens um den Faktor zehn.
Nach überschlägiger Rechnung sind das dann 32.000.000 Liter CO2 an einem Fußballabend in einem einzigen Stadion.“

Nun, da kürzlich schon die Idee aufkam, Kühe mit Masken auszustatten, siehe hier ..

Unlängst hat das Handelsunternehmen Cargill angekündigt, dass es 2022 eine Nasenmaske für Kühe auf den Markt bringen wolle.

Quelle: https://www.nzz.ch/meinung/masken-gegen-methan-ein-neues-produkt-fuer-kuehe-und-klima-l...

.. wäre der Weg zur Atemluft-Besteuerung nicht mehr so weit.

Abschließend noch ein Zitat aus dem Schreiben von Herrn Cleve an Friedrich Merz.

„Der größte denkbare Unfug (GdU) aber ist es, das Abgas aus der Industrie zu besteuern, das aus den Lungen der Menschen ausgeatmete CO2 aber nicht.
Das ist dann nicht nur Fahrlässigkeit, sondern Dummheit in nicht erahnbarer Größe.
Dieser ‚GdU‘ hat aber erheblich schlimmere Auswirkungen als ein ‚GaU‘ in einem Kernkraftwerk.“

Wird aus dieser Satire bald bitterer Ernst? [[hae]]

mfG
nereus

Den Grünen Khmer ist alles zuzutrauen.

Naclador @, Göttingen, Freitag, 13.08.2021, 10:49 vor 1616 Tagen @ nereus 1866 Views

Mein erster Reflex war: Das ist doch kaum der Rede wert verglichen mit der industriellen CO2-Produktion.

Machen wir eine Überschlagsrechnung:

Gehen wir ruhig mal vom Doppelten des Ruhe-Atemvolumens aus, denn die meisten Menschen betätigen sich über den Tag hinweg körperlich, also nehmen wir an, ein Mensch stoße im Schnitt 700 kg CO2 pro Tag aus. Bei grob 8 Mrd. Menschen kommen wir dann auf eine jährliche Emission von

700 kg / a * 8.0e9 = 5.6 e9 t/a

Dem steht gegenüber der CO2-Ausstoß aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe. In 2019 waren das 36.5e9 t/a (Quelle: ourworldindata.org)

Man sieht und staunt: Das menschliche Ausatem-CO2 beträgt immerhin 15% des Beitrags aus der Brennstoffverfeuerung. Das ist deutlich mehr, als ich vermutet hätte.

Dennoch macht man hier einen Denkfehler, denn der Kohlenstoff aus dem Ausatem-CO2 kommt vollständig aus der Atmosphäre (Photosynthese -> pflanzliche Biomasse -> CO2 für Veganer, Photosynthese -> pflanzliche Biomasse -> tierische Biomasse -> CO2 für Carnivoren).

Das heißt, in diesem Fall haben wir es mit einem geschlossenen Kreislauf zu tun. Dagegen kommt der Kohlenstoff aus den fossilen Brennstoffen aus unterirdischen Lagerstätten und hat seit Jahrmillionen kein Tageslicht gesehen. Dabei wird also zusätzlicher Kohlenstoff in die Atmosphäre eingebracht. Das ist der entscheidende Unterschied.

Gruß,
Naclador

Die Photosynthese darf nicht vernachlässigt werden

Otto Lidenbrock, Freitag, 13.08.2021, 10:59 vor 1616 Tagen @ Naclador 1754 Views

Dennoch macht man hier einen Denkfehler, denn der Kohlenstoff aus dem Ausatem-CO2 kommt vollständig aus der Atmosphäre (Photosynthese -> pflanzliche Biomasse -> CO2 für Veganer, Photosynthese -> pflanzliche Biomasse -> tierische Biomasse -> CO2 für Carnivoren).

Das heißt, in diesem Fall haben wir es mit einem geschlossenen Kreislauf zu tun. Dagegen kommt der Kohlenstoff aus den fossilen Brennstoffen aus unterirdischen Lagerstätten und hat seit Jahrmillionen kein Tageslicht gesehen. Dabei wird also zusätzlicher Kohlenstoff in die Atmosphäre eingebracht. Das ist der entscheidende Unterschied.

Das stimmt schon, aber hier muss man wiederum berücksichtigen, dass dieser zusätzliche, seit Jahrmillionen gebundene Kohlenstoff über die ständig stattfindende Photosynthese wieder in organisches Material eingebunden wird. Auch die Ozeane nehmen riesige Mengen an Kohlendioxid auf. Letztendlich wird die Erdoberfläche grüner, weil die Pflanzen stärker gedüngt werden. Eine wirkliche Bilanz zu ziehen dürfte schwierig sein.

Aber nicht in der Geschwindigkeit, wie wir es freisetzen.

Naclador @, Göttingen, Freitag, 13.08.2021, 11:07 vor 1616 Tagen @ Otto Lidenbrock 1593 Views

Moin Otto,

dass höhere CO2-Konzentrationen zu mehr Pflanzenwachstum führen, ist wohlbekannt. Aber nur sehr wenig CO2 davon wird "sequestriert", also nach dem Tod der Pflanze dauerhaft abgelagert. Der weit überwiegende Teil geht bei der Zersetzung und Verrottung wieder in die Atmosphäre über. Wir werden also dauerhaft mehr Kohlenstoff im System haben. Solche Verhältnisse sind erdgeschichtlich nicht ohne Beispiel, aber die Plötzlichkeit der Veränderung ist es sehr wohl. Wir werden sehen, ob wir uns rasch genug anpassen können, um unser Überleben als Spezies zu sichern. Andere Spezies haben da weit schlechtere Karten, und wir stehen vermutlich vor einem Massenaussterben ähnlich dem an der Perm-Trias-Grenze, zumindest aber vergleichbar mit dem am Ende der Kreidezeit.

Gruß,
Naclador

nicht "vor" - eher schon mittendrin: ... und wir stehen vermutlich vor einem Massenaussterben

valuereiter @, Freitag, 13.08.2021, 11:26 vor 1616 Tagen @ Naclador 1853 Views

... Wir werden sehen, ob wir uns rasch genug anpassen können, um unser Überleben als Spezies zu sichern. Andere Spezies haben da weit schlechtere Karten,
und wir stehen vermutlich vor einem Massenaussterben ähnlich dem an der Perm-Trias-Grenze, zumindest aber vergleichbar mit dem am Ende der Kreidezeit.

Bis zum Ende des Pleistozäns waren alle Kontinente von einer reichen Großtierfauna bevölkert, vergleichbar mit heutigen afrikanischen Lebensräumen. ... verschwanden zahlreiche Großtierarten in einem relativ kurzen Zeitraum. Nur in Afrika und zum Teil in Südasien überlebten einige Tiergiganten wie Nashörner und Elefanten und auch wesentlich mehr andere Großsäugerarten als auf anderen Kontinenten. Mit Ausnahme Afrikas und des südlichen Asiens starben weltweit alle Arten mit über 1000 Kilogramm Gewicht und 80 % aller Arten mit 100 bis 1000 Kilogramm Gewicht, meist zeitgleich mit dem allmählichen Vordringen des modernen Menschen, aus. ...
Großtierarten Australiens, ... Diprotodon und Zygomaturus (nashorngroße Beuteltiere), der Beuteltapir Palorchestes, der Beutellöwe (Thylacoleo carnifex), ein Riesenmoschusrattenkänguru, riesige Wombats (Phascolonus) und bis zu drei Meter hohe Riesenkänguruhs (Gattung Procoptodon, Simosthenurus, Sthenurus, Protemnodon). Dazu kam der große, flugunfähige Vogel Genyornis und große Reptilien, wie der riesige Waran Megalania. Alle diese Arten scheinen vor etwa 40.000 bis 50.000 Jahren ausgestorben zu sein, was zeitlich sehr stark mit dem frühesten Auftreten des Menschen dort korreliert. ... In Eurasien erstreckte sich dieser Vorgang über einen längeren Zeitraum, von vor 50.000 bis vor 12.000 Jahren, ... Wollhaarmammut (Mammuthus primigenius), Wollnashorn (Coelodonta antiquitatis), Riesenhirsch (Megaloceros giganteus), Steppenwisent (Bos priscus), Höhlenlöwe (Panthera spelaea) und Höhlenhyäne (Crocuta crocuta spelaea). ... In Nordamerika lag das Aussterben in einem engen Zeitrahmen (vor rund 12.000 Jahren) und erfolgte sehr plötzlich.

Im Laufe der letzten 50.000 Jahre ist also schon einiges von der Artenvielfalt, die den Planeten in den letzten Jahrmillionen bevölkert hatte, verloren gegangen!
Die Entwicklung beschleunigt sich seit dem 19. oder 20. Jahrhundert allerdings noch ... und betrifft zunehmend auch kleine Tiere und Pflanzen ...

Völlig richtig.

Naclador @, Göttingen, Freitag, 13.08.2021, 11:48 vor 1616 Tagen @ valuereiter 1582 Views

Stimmt, valuereiter, wir sind mittendrin, aber es wird noch dicker kommen, davon müssen wir ausgehen.

Der Klimaschaden durch Sport ist noch viel größer

FOX-NEWS @, fair and balanced, Freitag, 13.08.2021, 11:21 vor 1616 Tagen @ nereus 1894 Views

bearbeitet von FOX-NEWS, Freitag, 13.08.2021, 11:27

Das ausgeatmete Co2 speist sich ja aus der zuführten Nahrung. Durch das Mehr an Nahrung, das zur Ausübung des Sports benötigt wird, kommt ein vielfaches an Co2 in der Nahrungsproduktion oben drauf. Dabei ist zu berücksichtigen, daß das ausgeatmete Co2 zum großen Teil ein Durchlaufposten ist.

Grüße

--
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Afuera!

Wer das Klima schützen will, kriegt es manchmal auch verboten

Ankawor, Freitag, 13.08.2021, 11:28 vor 1616 Tagen @ nereus 1998 Views

Die Firma Bosch testet einen aus biologischen Abfällen, sowie Altspeiseölen und Fetten hergestellten Dieselkraftstoff. Dieser ist zu 100% regenerativ herstellbar. Durch die Nutzung bereits existierender Abfälle sei die gesamte Klimabilanz eines mit diesem Diesel betankten PKW um 65 Prozent reduzierbar. Bosch nutzt diesen Treibstoff bereits seit langem in der eigenen Fahrzeugflotte. Den Öko-Diesel kann man praktisch in jedem Diesel-PKW ohne Umbaumaßnahmen verwenden und an normalen Zapfsäulen tanken.

Nein, man kann ihn nicht praktisch, sondern nur theoretisch tanken. Denn das Bundesumweltamt verbietet ihn. da

"mit Elektrofahrzeugen bereits Alternativen für Diesel-PKW zur Verfügung stünden."

https://blackout-news.de/aktuelles/regenerativ-hergestellter-dieselkraftstoff-nicht-zum...

Das ist dermaßen dumm, dass es einem die Sprache verschlägt.

Naclador @, Göttingen, Freitag, 13.08.2021, 11:36 vor 1616 Tagen @ Ankawor 1980 Views

Könnte dem Bundesumweltamt mal jemand den Unterschied zwischen elektrischer und Primärenergie erklären? Jetzt vergammelt das Frittenfett und setzt dabei die gleiche CO2-Menge frei, nur halt ungenutzt. Es ist einfach nicht zu fassen.

Nein, das ist Debitismus pur.

Linder, Freitag, 13.08.2021, 14:53 vor 1616 Tagen @ Naclador 1448 Views

Wachsen, wachsen, wachsen, sonst bricht der Kettenbrief zusammen.
Möglichst immer alles bald wegwerfen, am besten sogar Neuware, dann klappt es.
Ryceceltes, womöglich noch steuerfrei, lange nutzen mag zwar ökologisch sein, nicht jedoch ökonomisch, denn daraus entstehen keine neue Schulden.

It's the debt, stupid!

--
◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇

Gegen die Stultokratie! - Einstweilen solltest du dich - mit mir - über die späte Bestätigung Friedrich Nietzsches freuen

Mephistopheles, Freitag, 13.08.2021, 12:06 vor 1616 Tagen @ nereus 1753 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Freitag, 13.08.2021, 12:16

Früher folgte das Klima Gottes unerforschlichem Ratschluß und seinem Willen und seiner Allmacht und seiner Allwissenheit, da kam Friedrich Nietzsche und verkündete in seinem "Also sprach Zarathustra": Gott ist tot! Gott bleibt tot!

[126] Der tolle Mensch. – Habt ihr nicht von jenem tollen Menschen gehört, der am hellen Vormittage eine Laterne anzündete, auf den Markt lief und unaufhörlich schrie: »Ich suche Gott! Ich suche Gott!« – Da dort gerade viele von denen zusammenstanden, welche nicht an Gott glaubten, so erregte er ein großes Gelächter. Ist er denn verlorengegangen? sagte der eine. Hat er sich verlaufen wie ein Kind? sagte der andere. Oder hält er sich versteckt? Fürchtet er sich vor uns? Ist er zu Schiff gegangen? ausgewandert? – so schrien und lachten sie durcheinander.[126] Der tolle Mensch sprang mitten unter sie und durchbohrte sie mit seinen Blicken. »Wohin ist Gott?« rief er, »ich will es euch sagen! Wir haben ihn getötet – ihr und ich! Wir alle sind seine Mörder! Aber wie haben wir dies gemacht? Wie vermochten wir das Meer auszutrinken? Wer gab uns den Schwamm, um den ganzen Horizont wegzuwischen? Was taten wir, als wir diese Erde von ihrer Sonne losketteten? Wohin bewegt sie sich nun? Wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nicht fortwährend? Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Gibt es noch ein Oben und ein Unten? Irren wir nicht wie durch ein unendliches Nichts? Haucht uns nicht der leere Raum an? Ist es nicht kälter geworden? Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht? Müssen nicht Laternen am Vormittage angezündet werden? Hören wir noch nichts von dem Lärm der Totengräber, welche Gott begraben? Riechen wir noch nichts von der göttlichen Verwesung? – auch Götter verwesen! Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder? Das Heiligste und Mächtigste, was die Welt bisher besaß, es ist unter unsern Messern verblutet – wer wischt dies Blut von uns ab? Mit welchem Wasser könnten wir uns reinigen? Welche Sühnefeiern, welche heiligen Spiele werden wir erfinden müssen? Ist nicht die Größe dieser Tat zu groß für uns? Müssen wir nicht selber zu Göttern werden, um nur ihrer würdig zu erscheinen?

Bitte ganz lesen, um die Weitsicht Nietzsches zu verstehen. Es ist alles genau so eingetroffen, wie er vorausgesagt hatte. Kaum hatte Nietzsche das ausgesprochen, in einem historischen Moment, wurde der Mensch zu Gott und es kam der menschengemachte Klimawandel, der in aller Munde ist und die Klimaingenieure, über die weniger berichtet wird, die aber trotzdem fölich am Werke sind, um das Klima mit Feintuning zurechtzubasteln.

[[euklid]]
Gruß Mephistopheles

Leck im kalifornischen Graben

Manuel H. @, Samstag, 14.08.2021, 23:03 vor 1614 Tagen @ nereus 1224 Views

in dieser Erdbebenregion passieren oft Erdbeben, meist sind es Gott sei Dank Seebeben, die keine Menschen töten. Bei einem solchen Beben treten wie meist Gase aus. Kommentar der Nachrichtensprecherin:
"Dort tritt mehr CO2 aus pro Stunde als der gesamte PkW Verkehr der USA im Jahr verursacht."

--
Deutschland das neue Troja?
http://www.trojaeinst.wordpress.com

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