Einmal ein Lob der Politik: Wiederaufbaufonds für Deutschland (!) (Ahr/Eifel/NRW) umfaßt 30 Mrd EUR. (mTuV)

DT @, Freitag, 13.08.2021, 00:07 vor 1616 Tagen 2222 Views

bearbeitet von DT, Freitag, 13.08.2021, 00:12

Das ist ein Wort!
15 Mrd davon der Bund, 15 Mrd die Länder, aber auf 30 Jahre gestreckt, wohl alle Länder, nicht nur RLP und NRW wenn ich das richtig verstanden habe, und wird über die Umlage der MWSt. abgerechnet. Das sind 500 Mio für alle Länder pro Jahr, sprich also 50 Mio pro Land wie RLP.

Wie schlimm es aussieht entlang der gesamten Ahr zeigt dieses Vorher-Nachher Video hier, das die Straße entlang der Ahr über einige km abgefahren ist, oben ist nach der Flut, unten vorher.

https://www.youtube.com/watch?v=iGVhf0obxd8

Das ist nicht Krieg. Das ist Atomkrieg.

Meine Kernfrage: wer haftet und wird verantwortlich gehalten für die Tausenden Toten nach einem mehrtägigen Energiewende Blackout, ohne Atomkraft/Braunkohle/Steinkohle, den die Grünen Fxn verursacht haben und zu verantworten haben?

Annalena, Claudia, Kathrin, und auch Erika: steht Ihr dann beim Tribunal zur Verfügung und gebt Ihr Eure Verantwortung zu? Gesteht Ihr Eure Schuld dann ein? Und wie wird diese Schuld gesühnt werden?

Und sagt nicht, man hätte Euch nicht von den Folgen Eurer Morgenthaupolitik der Kraftwerkabschaltungen gewarnt.

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wird aus Steuergeldern bezahlt. Omi bekommt halt die Grundsicherung gekürzt und alles ist gut (ohne weiteren Text)

Manuel H. @, Freitag, 13.08.2021, 00:51 vor 1616 Tagen @ DT 1574 Views

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Deutschland das neue Troja?
http://www.trojaeinst.wordpress.com

Die Steuern sind jetzt schon nicht ausgabendeckend. Wozu also das Rentner-Hartz4-kürzen? (owT)

FOX-NEWS @, fair and balanced, Freitag, 13.08.2021, 10:52 vor 1616 Tagen @ Manuel H. 1188 Views

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Afuera!

Der Ausdruck "aus Steuergeldern" ist grob irreführend.

Naclador @, Göttingen, Freitag, 13.08.2021, 11:16 vor 1616 Tagen @ Manuel H. 1393 Views

Fast nichts davon kommt "aus Steuergeldern" sondern das Geld wird durch Neuverschuldung frisch geschöpft. Alles, was neues Geld ins System bringt, ist zu begrüßen, denn die "1%", in Wirklichkeit viel weniger, also die Klasse der Besitzenden jedenfalls, zieht laufend Geld aus dem System ab. Das ist ja der Hauptgrund, warum wir nach wie vor nur sehr wenig Inflation sehen, obwohl die digitalen Druckerpressen bei EZB und FED längst heißlaufen.

Ich bin daher sehr dafür, den Vorschlag von Oxfam aufzunehmen und eine Sondersteuer auf Riesenvermögen für die Kosten der "Coronakrise" einzuführen. Es ist ja nicht so, als wäre nicht längst genug Geld geschaffen worden, es verrottet nur leider auf einigen wenigen Konten, anstatt in der Realwirtschaft für Produktion zu sorgen. Laut Oxfam stünden die Damen, Herren und xs Multimilliardäre nach der Steuer immer noch besser da als vor der großen Umverteilungsorgie namens Corona.

Gruß,
Naclador

manche Irreführung hat einen guten Grund

valuereiter @, Freitag, 13.08.2021, 11:31 vor 1616 Tagen @ Naclador 1274 Views

Es ist ja nicht so, als wäre nicht längst genug Geld geschaffen worden, es verrottet nur leider auf einigen wenigen Konten, anstatt in der Realwirtschaft für Produktion zu sorgen.

Du meinst: für Inflation zu sorgen?!

solange das (zusätzliche) ZB-Geld auf Konten "verrottet" oder in Bitcoins zockt, ist es unschädlich ...

wenn es in die Realwirtschaft kommt, dann dürfte der große inflationäre Schub kommen!

Nein, es fehlt in der Realwirtschaft das Geld für Investitionen in neue Produktionsmittel,

Naclador @, Göttingen, Freitag, 13.08.2021, 11:46 vor 1616 Tagen @ valuereiter 1270 Views

weil die Eigentümer der Produktionsmittel, die Kapitalisten also, sich die ganze Kohle lieber in die eigene Tasche stecken. Sie haben ja keine Investitionen mehr nötig, weil es in den meisten Branchen keinen effektiven Wettbewerb mehr gibt und die Großkonzerne sich auf ihren staatlich garantierten Monopolen ausruhen.

Aufbauhilfe finanziert Produktion, sichert Arbeitsplätze, gerade auch im Mittelstand und bei den Kleinbetrieben, und schafft Infrastruktur. Da ist das Geld auf jeden Fall gut aufgehoben. Am Ende landet es trotzdem auf den großen Konten, dafür sorgt unser Geldsystem, aber bis dahin schafft es eine Menge Wirtschaftstätigkeit.

Solange die Oligarchen nicht anfangen, mit ihrer Kohle shoppen zu gehen, werden wir auch keine nennenswerte Inflation sehen. Erst wenn die ganze Fiatkohle nachfragewirksam wird, wird es hässlich. Aber laut Ashitaka werden wir stattdessen sehr viel eher ein deflationäres Problem bekommen.

Unsinn: es fehlt in der Realwirtschaft das Geld für Investitionen in neue Produktionsmittel

valuereiter @, Freitag, 13.08.2021, 11:59 vor 1616 Tagen @ Naclador 1268 Views

die Kapazitätsauslastung im deutschen Maschinenbau ist von 90,5 % in 2018 über knapp 84 % in 2019 auf 77,8 % in 2020 gefallen

warum also nicht einfach mit den VORHANDENEN PRODUKTIONSMITTELN die Produktion wieder um 20 % hochfahren?
(auf dann 93 % der vorhandenen Kapazitäten)

- fehlende QUALIFIZIERTE Arbeitskräfte
- fehlende Kunden bzw. Kaufkraft bei Möchtegernkundschaft
- fehlende Zulieferungen von Chips usw.

sind ja wohl kein Problem?!

und die Kreuzfahrtreedereien müssen, wenn die Umsätze nicht stimmen, wohl auch nur ein paar mehr Schiffe ordern?

Die fehlende Auslastung im Maschinenbau...

Naclador @, Göttingen, Freitag, 13.08.2021, 12:20 vor 1616 Tagen @ valuereiter 1328 Views

...liegt ja gerade an zu geringer Nachfrage nach Produktionsmitteln!


- fehlende QUALIFIZIERTE Arbeitskräfte

Weil sie niemand qualifiziert. Arbeitswillige gibt es zur Genüge. Ausbildung ist auch eine Investition, zu der das Geld fehlt.

- fehlende Kunden bzw. Kaufkraft bei Möchtegernkundschaft

Genau, aber warum kaufen die Kunden nicht? Mangels Geldes natürlich, nicht weil sie plötzlich das Interesse an den Waren verloren hätten.

- fehlende Zulieferungen von Chips usw.

Bauste halt Deine eigene Chipfabrik, so wie es Bosch gerade vormacht. Warum hat Daimler noch kein eigenes Chipwerk aus dem Boden gestampft, wenn es dort an Chips fehlt? Weil das kurzfristig die Rendite des Konzerns schmälern würde, und das mögen Aktionäre nicht. Wozu das Angebot sichern, wenn man auch warten kann bis man aus halb so vielen Autos die doppelte Marge herausschlagen kann durch die Angebotsverknappung? Das sollte eigentlich die Konkurrenz verhindern, aber die Autobranche ist ein Kartell. Da hackt eine Krähe der anderen kein Auge aus.


sind ja wohl kein Problem?!

und die Kreuzfahrtreedereien müssen, wenn die Umsätze nicht stimmen, wohl auch nur ein paar mehr Schiffe ordern?

Das ist ein politisches Problem und kein wirtschaftliches.

Doppelter Unsinn. Erstens wird da für den Wiederaufbaufonds nix geschöpft, sondern es werden Staatsanleihen begeben und der Realwirtschaft fehlt nix, weil eben die Realwirtschaft Kredite schöpfen kann

Mephistopheles, Freitag, 13.08.2021, 22:52 vor 1615 Tagen @ Naclador 1093 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Freitag, 13.08.2021, 22:58

Haben wir im Forum alles bis zum Erbrechen durchdiskutiert.

Die Realwirtschaft schöpft Geld, weil sie gibt Sicherheiten und auf der Basis dieser Sicherheiten wird dann ein Kredit gewährt und dieses Geld wird geschaffen, also geschöpft.

Der Staat dagegen gibt keine Sicherheiten,sondern begibt Staatsanleihen und dieses Geld wird nicht geschöoft, sondern ist bereits vorhanden.

Rechenbeispiel: Ein Unternehmen benötigt einen Kredit über 30 Mrd. und stellt dafür Sicherheiten und zahlt den Kredit zurück und die Sicherheiten werden zurückgegeben. Die Bank hat also 30 Mrd. in der Kass` und der Wirtschaft fehlen sie, weil Kredite, die zurückgezahlt wurden, sind nun mal nicht mehr im Umlauf. Das ist ganz schlecht für die Konjunktur und die Bank kann mit den 30 Mrd. auch nicht so recht was anfangen.
Glücklicherweise kommt eine weise Staatenlenkerin und begibt eine Anleihe über 30 Mrd. und freudestrahlend kauft die Bank die Anleihe, weil ihr Problem ist jetzt gelöst und der Staat gibt die 30 Mrd. natürlich sogleich aus und das Geld ist jetzt wieder im Umlauf und alle sind glücklich und das BIP kann wieder wachsen.

Also echt, Leuts, das haben wir alle x-mal durchdiskutiert, das sollte eigentlich jeder Schreiber im Schlaf wissen.

Gruß Mephistopheles

Kein Unsinn!

Naclador @, Göttingen, Montag, 16.08.2021, 10:22 vor 1613 Tagen @ Mephistopheles 980 Views

Haben wir im Forum alles bis zum Erbrechen durchdiskutiert.

Die Realwirtschaft schöpft Geld, weil sie gibt Sicherheiten und auf der Basis dieser Sicherheiten wird dann ein Kredit gewährt und dieses Geld wird geschaffen, also geschöpft.

Ja, so lief das damals, als die Unternehmen noch unbelastete Sicherheiten hatten. Nach Corona dürfte es kaum noch kleine und mittelständische Unternehmen geben, die noch unbelastetes Eigentum haben, ergo wird es da auch keine Geldschöpfung geben.

Der Staat dagegen gibt keine Sicherheiten,sondern begibt Staatsanleihen und dieses Geld wird nicht geschöpft, sondern ist bereits vorhanden.

Das ist der Fall, wenn die Staatsanleihen von privaten Investoren gekauft werden, und letztere mit Guthaben zahlen und keine Kredite für den Ankauf der Staatsanleihen aufnehmen.

Wenn dagegen, wie seit 2008 zunehmend der Fall, ein großer Teil der Staatsanleihen über die nationalen Notenbanken von der EZB gekauft werden, oder wenn die Anleihen von privat auf Pump gekauft werden, dann haben wir es sehr wohl mit Geldschöpfung zu tun.

Rechenbeispiel: Ein Unternehmen benötigt einen Kredit über 30 Mrd. und stellt dafür Sicherheiten und zahlt den Kredit zurück und die Sicherheiten werden zurückgegeben.

Ein kleines oder mittleres Unternehmen ist nicht für 30 Mrd. kreditwürdig und hat in dieser Größenordnung auch keine Sicherheiten anzubieten. Die Unternehmen, um die es mir geht, haben eher gar kein unbelastetes Eigentum mehr.

Die Bank hat also 30 Mrd. in der Kass` und der Wirtschaft fehlen sie, weil Kredite, die zurückgezahlt wurden, sind nun mal nicht mehr im Umlauf.

Die Bank hat keine 30 Mrd. in der Kasse, sondern einen Kreditvertrag im Wert von 30 Mrd. plus Zinsen und eine Verbindlichkeit in Höhe von 30 Mrd. auf dem Girokonto des Unternehmens (Großkonzern, bei solchen Beträgen). Bis auf die Zinsen hat sie nur ihre Bilanz verlängert, sie hockt nicht plötzlich auf Geld, das sie vorher nicht hatte. Wo sonst sollen denn die 30 Mrd hergekommen sein? Aus den Spareinlagen etwa? Wie sollen sie der Realwirtschaft fehlen?

Die 30 Mrd. sind jetzt mehr im Umlauf als vorher, die Bank hat sie geschaffen. Schlecht ist es, wenn das Unternehmen zu tilgen anfängt, denn dabei wird Geld vernichtet.

Das ist ganz schlecht für die Konjunktur und die Bank kann mit den 30 Mrd. auch nicht so recht was anfangen.

Glücklicherweise kommt eine weise Staatenlenkerin und begibt eine Anleihe über 30 Mrd. und freudestrahlend kauft die Bank die Anleihe, weil ihr Problem ist jetzt gelöst und der Staat gibt die 30 Mrd. natürlich sogleich aus und das Geld ist jetzt wieder im Umlauf und alle sind glücklich und das BIP kann wieder wachsen.

Die Bank hat die 30 Mrd. nicht und kann damit entsprechend auch nicht shoppen gehen. Was sie machen kann, ist den Kreditvertrag bei der ZB als Sicherheit hinterlegen und sich so refinanzieren.

Also echt, Leuts, das haben wir alle x-mal durchdiskutiert, das sollte eigentlich jeder Schreiber im Schlaf wissen.

Also ich hab das damals alles ganz anders gelernt als Du.


Gruß Mephistopheles

Gruß,
Naclador

Dem Ahrtal fehlt noch ein Konzept für den Hochwasserschutz gegen die alle hundert Jahre vorkommenden Hochwässer

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Freitag, 13.08.2021, 01:17 vor 1616 Tagen @ DT 2025 Views

Hallo DT,

Neben den Akutmaßnahmen im Ahrtal brauchen die Leute Gewissheit darüber, ob Sie ein Haus am alten Standort aufbauen können oder nicht.

Ansonsten wiederholt sich die Katastrophengeschichte des Ahrtals mit immer weiter steigenden Schadenshöhen und späterer Unversicherbarkeit der Immobilien gegen Elementarschäden.

Hier habe ich auf das Problem hingewiesen:

https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=573339

Womit wir bei einem Börsenthema wären:
Das Rückhaltebecken soll durch Selbsteintritt die Spitzen regulieren.
[[zigarre]]

Gruß
paranoia

P.S.: Rungholt war nach der Jahrhundertflut ganz weg.

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Ganz d'accord. (mT)

DT @, Freitag, 13.08.2021, 01:34 vor 1616 Tagen @ paranoia 1984 Views

bearbeitet von DT, Freitag, 13.08.2021, 01:37

Die Gelder für den Nürburgring "hätte" man auch später noch für Rückhaltebecken ausgeben können. Aber wie das so ist, dann braucht Griechenland was, dann kommen 2 Mio Goldstücke, etc. etc., für Deutschland und seine Steuerknechte ist nie Geld da.

Hätte man damals nur einen Bruchteil für Rückhaltebecken an den Oberläufen von Ahr und Seitenflüssen ausgegeben, wäre der Schaden viel geringer gewesen.

Wenn man sieht, was an anderen Flüssen für Hochwasserschutz tatsächlich ausgegeben wird, dann wundert man sich nicht. Aber RLP als das Bundesland mit den meisten Landkreisen am unteren Ende der BIP Skala ist bettelarm. Danke Fx! Man sollte endlich mal den Soli umkehren.

Anyway, das wird teuer, und ein paar dieser Stellen sollte man wirklich nicht mehr bebauen, direkt vorne am Ufer.

Es ist aber einfach mal so, daß der Mensch es liebt an Flüssen zu bauen und dort ist es auch ohne Hochwasser sehr schön.

Hab vor kurzem die Kocher-Radtour gemacht, und die lieblichen Orte wie Schwäbisch-Hall sind einfach wunderschön.

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Kam aber auch durch Braunsbach, wo nicht der Kocher, sondern ein Nebenfluß 2016 eine Katastrophe angerichtet hat. 5 Jahre hat der Wiederaufbau gedauert, und surprise, etliche Neubauten sind (a) genau in den Flutgraben gestellt worden und (b) direkt ans Kocherufer, dort wo eine alte Mühle war. Das SCHREIT nach Überflutung.

Erstmal jetzt alles aufräumen, die Straßen und Schienen wieder herstellen, Gas, Wasser, Strom, Telefon und Internet wieder herstellen und den Bürgern die Fenster und Heizungen wieder einbauen. Das dürften die größten Sorgen sein.

Das Casino und der schöne Kurpark Bad Neuenahr und die Ahrtherme werden sicher 5 Jahre brauchen. Sollte da nicht nächstes Jahr sogar Landesgartenschau sein...

DT

Konzept wurde bereits benannt.

Linder, Freitag, 13.08.2021, 14:43 vor 1616 Tagen @ paranoia 1336 Views

Baustopp. Nur intakte Häuser dürfen weiterhin noch genutzt werden, nach und nach müssen jedoch alle dort Wohnenden umsiedeln.

Das wird so natürlich nicht gemacht, soweit klar. In 100 Jahren schwemmt es den Leuten jedoch abermals die Hütten weg.
Im Nachgang betrachtet hat der Sozialstaat, so hart es klingt, allerdings das Richtige gemacht und kaum finanzielle Vorort-Hilfe geleistet. Die Bewohner müssten jetzt ihrerseits nur noch staatliche Wohnungen an einem anderen Ort einfordern, damit wäre dann der Drops gelutscht, denn wenn nicht-steuerzahlende Neubürger Häuser einfordern können, dann sind Altbürger ebenfalls berechtigt, ja geradezu in der Pflicht, dies ebenfalls zu tun.
Auch die sozialistische Medaille hat eine Kehrseite, nur muss man sich dieser bewusst sein...

--
◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇

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