Man kann das auch mal an den Baupreisen festmachen.
Ein 3-stöckiges, freistehendes Einfamilienhaus in der Pfalz, plus 1500 m² (!) Grundstück drumrum, ca 15 Jahre alt, kostete im Jahre 1972 120.000 DM.
Ein 30-jähriger Lehrer, der sich das kaufen wollte und A12 (Grund/Hauptschule) bzw A13 (Gymnasium) verdiente, hatte im Monat ein Verdienst von 1380-1560 DM im Monat brutto (Altersstufe 3), im Jahr also 18000 DM brutto. Netto wird er im Jahr etwa 12000-15000 DM heimgebracht haben.
https://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/beamte/bund/a/1972?id=beamte-bund-1972&am...
Das Haus kostete also damals zwischen 8 und 10 Jahresnettogehältern.
Schauen wir einmal heute: wir sind bei etwa 5000 EUR Bruttogehalt im Monat bei derselben Kategorie:
https://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/beamte/bund/a/2020?id=beamte-bund-2020&am...
Da kommen ca 3000 EUR netto raus, macht also 36000 EUR netto im Jahr.
Bis vor kurzem (ca vor 4-5 Jahren) gab es in der Pfalz noch EfH im Bereich 300000 EUR, jetzt eher im Bereich 500000 EUR. Wir haben es also auch mit etwa 8-10, vielleicht jetzt eher 12 Jahresnettogehältern zu tun.
Surprise surprise. Soviel hat sich da gar nicht geändert! In 50 ! Jahren.
Aber der SPIEGEL, der natürlich für die Vermögenssteuer und eine höhere Erbschaftssteuer trötet, schreibt heute: "Warum sich heute kaum noch jemand ein Haus leisten kann".
"Einfach unbezahlbar: Wohneigentum bleibt in Deutschland selbst für viele Doppelverdiener ein Traum. Wie konnte es so weit kommen, wer schafft es noch und wie teuer wird es?"
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/wohneigentum-warum-sich-heute-kaum-noch-jema...
Was für ein Quatsch. Weil die Schneeflöckchen meinen, sie wären dazu prädestiniert, sich in Berlin Prenzlberg oder in München Schwabing für 5-8 Jahresgehälter eine fancy 100 m² Dachgeschoßwohnung zu leisten. Hätten sie halt mal nicht die Drecksgrünen wählen sollen.
Die Reduktion des Flächenverbrauchs bis ins Jahr 2030 auf Null führt eben zu keiner Baulandsausweisung. Die ganzen energetischen und sonstigen Druckmittel der Drecksgrünen auch nicht.
Schauen wir dochmal genauer hin: ein Daimler-Ingenieur, nicht ganz auf den Kopf gefallen, macht seine 100-150 kEUR im Jahr. Selbst ein Daimler-Facharbeiter macht schon locker seine 80 kEUR im Jahr.
Nehmen wir da mal 10 Nettogehälter, dann sind wir schon bei 1 Mio EUR. Und was kosten die Häuser in der Region Stuttgart? Ca 1 Mio EUR.
Übrigens: in Berlin, grade das Berlin, wo alle Drecksgrünen und "was mit Medien Schaffenden" hinwollen, gab es noch schöne, 3m hohe, renovierte Altbauwohnungen für weniger als 1500 EUR pro m². Man mußte sie halt nur rechtzeitig kaufen, bevor die Sozen die ganzen Sozialwohnungen an die Vonovia und Deutsche Wohnen verkloppt haben (wie zB Nils Schmid in Stuttgart).
Man kann sich auch beklagen, daß 1 kg Gold heute 50000 EUR kostet und nicht mehr 10000 EUR wie im Jahr 2000, aber wenn Elli, Euklid & Co im alten Forum geschrieben haben "kauft Gold", dann wurden sie müde belächelt.
Und nochwas: beim Bauen hat früher die ganze Familie in Handarbeit mitgeholfen, die Freunde, das ganze Wochenende über. Wer von den fucking Snowflakes, "was mit Medien in Berlin", macht das denn noch? Und die Bauzinsen waren bei über 6%. Da kann man gerne behaupten, man "habe das Haus für 120000 DM" gekauft, mit den ganzen Zinsen war man schnell beim Doppelten. Und dann fällt die Rechnung noch ungünster aus im Vergleich zu heute. 240000 DM waren bei unserer obigen Rechnung schnell einmal 20 Jahresnettogehälter, auch wenn die 70er Jahre durchaus auch ordentliche Lohnsteigerungen gebracht haben und die Inflation die alten Kredite durchaus "billig" machte. Aber dasselbe sage ich für jetzt mit <1% Zinssatz auch voraus.
DT