Bei uns kommt es in der letzten Zeit vermehrt zu Stromausfällen ...
In den letzten 6 Wochen habe ich hier - an der Mecklenburgischen Seenplatte - bereits 4 kurzfristige Stromausfälle von 5 min bis zu einer halben Stunde erlebt. Dann heißt es, alle Uhren neu zu stellen, vom E-Herd über Kühlschrank, Radio bis zum Telefon, die Programme des Servers neu zu starten, die Heizungsanlage zu überprüfen, das Internet-Radio neu zu booten.
Stromausfälle sind mir eigentlich total unbekannt, seitdem ich in der BRD lebe. Wenn es denn mal einen gab, dann wurde er wegen Bauarbeiten mehr oder weniger vorher angekündigt. Ich kann mich eigentlich nicht daran erinnern, dass ich in den vergangenen 30 Jahren die Uhrzeiten an meinen E-Geräten wegen eines unvorhergesehenen Stromausfalls neu stellen musste.
In der DDR gehörten Stromausfälle wenn nicht zum Alltag, aber doch zum Leben dazu. Taschenlampe, Kerzen und Streichhölzer lagen immer griffbereit im Flur. Insbesondere in den späten 70er Jahren kam es immer wieder mal zu stundenlangen Stromausfällen wegen Überlastung des Netzes, weil die Leute sich zunehmend 1,6kW Warmwasserboiler und E-Herde gekauft haben. Auch bei Sturm kam es häufiger zu Unterbrechungen des Stromnetzes.
In den 80er Jahren hat sich die Verfügbarkeit des Stromnetzes in der DDR jedoch spürbar gebessert. Bis auf extreme Wettersituationen, wie im Winter 1986/87 lief das Stromnetz stabil und auch die Spannungsschwankungen waren auf ein Minimum begrenzt.
Die BRD hat demgegenüber bis dato ein hervorragendes Stromnetz, das so ziemlich unterbrechungsfrei läuft. Mal sehen, vielleicht frisst sich ja langsam der Zappelstrom in unser Stromnetz hinein.
Gruß Plancius
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"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER
Sonst kenne ich keinen, der es gesehen hat. Noch weniger welche, die sich dafür interessieren.)
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