Dass hier die Komponente "Börseninformation" immer ihren Stellenwert behalten soll, das liegt in der Natur der Sache, aber auch in den Händen derjenigen, die davon was verstehen. Dazu gehöre ich sicher nicht, das ist nicht meine Spielwiese. Sicher gibts da Möglichkeiten, viel zu gewinnen (was ist eigentlich "viel"?), aber auch alles zu verlieren.
Ich lächle da sowieso nur drüber, - da ich zu den kleinen Pinschern und nicht zu den Millionären gehöre. Deshalb bin ich mit meinen Spielchen auf die sichere Seite und auf Langzeiteffekt, gepaart mit Demoskopie und logischem Denken, gegangen. Ich hatte keine Millionen, die ich irgendwo hätte anlegen können, aber ein paar tausend DM, die konnte ich schon noch aufbringen.
Wenn nun aus dem damaligen 4-stelligen DM-Betrag, nachdem ich nun mit dem Bürgermeister eines Kurortes vereinbart habe, dass mein ehemaliges landwirtschaftliches Grundstück in Bauland parzelliert wird, ein 7-stelliger €-Betrag wird, dann weiß ich, dass ich das mit der Summe meiner Anfangsinvestitionen in den knapp 30 Jahren niemals hätte auf der Börse gutmachen können. Und das Ganze noch in Sicherheit, - zumal Grund und Boden die beste Sicherheit auf der Welt bedeutet.
Deshalb habe ich aber keine negative Einstellung zu den Anlagetipps, es ist halt ein Hobby so wie vieles andere, eine Art besseres Glücksspiel wie Poker, oder 17+4, halt auf Expertenebene. Fußballexperten schwören auf Fußballwetten. Der Unterschied? Ich brauche keine Börsennachrichten täglich zu verfolgen, brauche nicht zittern, brauche nicht zu evaluieren, - ich brauche nur abzuwarten, wobei ich ganz ruhig schlafe.
Soviel zu den Börsenspekulationen.
Das mit der Musik ist in meinen Augen eine interessante Variante, die dazu noch das Allgemeinwissen auffüllt. Klar bin ich da etwas voreingenommen, weil ich auch zur Zunft des musischen Volkes zähle. Ich höre mir das an, was da so zelebriert wird, das muss mir nicht gefallen, aber es erweitert mein Wissen, was die musischen Aktivitäten auf unserer schönen Welt betrifft.
Bleiben wir mal bei dem letztgenannten Ausdruck:
Wovon wird das Forum überlagert? Von Corona, eindeutig. Auch ich gehöre (leider) zu denjenigen, die der Meinung sind, dass alles Neue überaus wichtig ist, hier mitzuteilen. Oft bin ich unschlüssig, ob ich das hier reingeben soll, oft schäme ich mich dafür. Aber dieses verfluchte Wort "Corona" bestimmt unser Leben und lenkt uns von den wesentlichen Dingen im Leben ab. Ich erinnere mich daran, dass Du irgendwann so etwas Ähnliches gesagt hast.
Für mich bedeutet diese Aufzählung von links für diverse Musikstücke nicht nur Unterhaltung. Für mich ist es oftmals die aktuelle Erinnerung daran, was aktuell läuft, was man den Menschen zumutet, was man den Menschen vorenthält.
Nimm doch nur den link von Estas Tonne. Ja, ich beneide den Menschen für sein "Fingerspitzengefühl" auf der Gitarre. Aber sieh es doch mal von der anderen Seite: Das, was der in Landshut damals gebracht hat, wo ist denn heute noch sowas möglich? Willst Du bei sowas in der Menge stehen, mit dem umgebundenen Maulkorb? Wenn der Mann überhaupt eine Genehmigung der Behörden für sowas bekommen würde.
Genehmigung, das ist ja das Nächste. Da gibts Leute, die anderen Mitbürgern eine Freude machen wollen. Deshalb habe ich das auch in RO hier praktiziert, mit unserer Fenstermusik, nachdem uns das auf öffentlichen Plätzen untersagt wurde. Musik ist eine der Möglichkeiten, um anderen eine Freude zu machen. Ist es tatsächlich notwendig, dass man da immer irgendwas bei der Stadtverwaltung beantragen muss?
Andere machen auch den Leuten Freude, - pflanzen auf öffentlichen Grund und Boden blühende Sommerpflanzen, aus der eigenen Geldtasche finanziert, andere sammeln aus eigener Initiative den weggeworfenen Müll aus den benachbarten Wäldern. Usw. usw. Jede Initiative ist zu begrüßen, wenn sie nicht dazu da ist, nur auf den eigenen A. zu denken.
Wir werden zunehmend an dem gehindert, was nicht nur persönliche Freiheit betrifft, sondern was eigentlich selbstverständlich sein sollte. Dabei ist es völlig egal, ob da ein Musiker mit seiner Gitarre in eine Fußgängerzone spielt, oder ob da ein Pflastermaler sein Unwesen treibt, was sowieso beim nächsten Regen verschwunden ist, weil er keine Farben verwendet, die Beständigkeit haben.
Der kleine Bauer aus dem Familienbetrieb, der Senior der Familie, der auf dem Markt Strafe bezahlen muss, weil er seine paar Zwiebel ohne Lizenz verkauft hat; der Maurer, der seinem Nachbarn hilft, ein Zimmer zu verputzen, und dafür wg. Schwarzarbeit angezeigt wurde, - es gibt so viele Beispiele, die - nüchtern betrachtet - eigentlich hirnrissig sind.
Deshalb finde ich es gut, dass wir regelmäßig an die Musik und die Verschiedenartigkeit dieses Mediums erinnert werden, - in einer Zeit, wo man beim Pinkeln und geöffnetem Klofenster, wenn man den River Kwai-Marsch dabei pfeift, Angst haben muss, dass der Nachbar einen nicht bei der GEMA anzeigt.
Meine Meinung, Du kannst gerne eine andere haben.