Danke für die links!
Hab mir das alles reingezogen, - der Russe weiß anscheinend schon, wovon er spricht. Trotzdem ist manches für mich unklar geblieben.
Ich beziehe mich auf den 3. link "Das Ende des "Kapitalismus". Um die Diskussion zu erleichtern, stelle ich die Absätze, die für mich nicht klar sind, gleich in deutscher Sprache rein:
Und das ist es, was jetzt passiert. Die Kriminalisierung der globalen Wirtschaft. In dieser Form wird eine grundlegend neue Wirtschaft geboren.
Das kann ich nicht einordnen. Was meint er damit (geht auch aus dem ganzen Text nicht klar hervor)?
Wird der Globalismus - fälschlicherweise - als kriminell bezeichnet und dadurch abgewertet? Oder meint er, dass das globale System in sich nur durch kriminelle Vorgehensweisen lebt und deshalb nicht lebensfähig ist?
Er nennt danach die Beispiele des Waffenhandels, des Drogenhandels, etc. Ja, das läuft mittlerweile global. Aber das Wesen des Globalismus liegt doch im Welthandel von Waren.
Sein Schlusssatz:
"Und wenn nicht eine globale Katastrophe eintritt, wird sie (das neue Wirtschaftssystem) in den ersten hundert Jahren den gleichen kriminellen Charakter haben wie der Frühkapitalismus."
Aber er äußert sich nicht darüber, wie dieses neue Wirtschaftssystem aussehen kann.
Vorher sagt er:
Kurz gesagt: Alle Institutionen, die das Kapital begrenzt haben, sind weg. Und das Kapital frisst die Gesellschaft. Aber indem es diese Gesellschaft frisst, frisst es auch den Kapitalismus.
Das geht bereits ins Philosophische. Eine handfeste, klare analytische Aussage über das, was sich ereignet hat und nun weiter ereignen wird, ist daraus nicht zu entnehmen.
Seitdem ist das Bildungswesen abgebaut worden, die Zivilgesellschaft ist geschrumpft, der Staat ist zu einer Kombination aus Verwaltungsapparat und Showbusiness geworden.
Damit hat er absolut recht. Aber wie wirkt sich das auf die globale Weltwirtschaft aus? Was haben wir nun in den Jahren 2020 - 2030 zu erwarten, wie geht es weiter?
Er geht nur am Rande auf die Unzulänglichkeit des Kommunismus in der UdSSR ein, verschweigt aber, dass der Kommunismus in der Praxis eine andere Form des Kapitalismus war, wo die Parteifunktionäre ihren privaten Kapitalismus realisiert hatten.
Fazit: Interessant, was er so sagt, aber nicht zielführend und nicht konkret. Er lässt alle Möglichkeiten offen, so habe ich den Eindruck.