Aus meinen Aufenthalten in Ruanda weiß ich, dass man auch mit kleinen Scheinen große Beträge locker bezahlen kann. Dort ist der 5000 FRW-Schein die größte Banknote, und ist nur 5 Euro Wert. Zur Zeit meiner Aufenthalte war er ca. 7 Euro Wert.
Wobei es dort niemals eine ausufernde Inflation gegeben hatte. Es ist dort einfach Regierungsentscheid, keine großen Scheine zu haben, und durch das Fehlen von Cent/Centimes ist der Nennwert des FRW schon immer recht hoch gewesen.
Bargeldlose Zahlungen waren dort aber nicht verbreitet, und sind es eventuell immer noch nicht. Beim Wechseln von sagen wir 1000 Euro in eine knappe Million FRW bekam man eben mehrere Bündel Scheine, die jeweils in bestimmmen Summen mit Gummi zusammengehalten wurden (z.B. je 40 Scheine = 200.000 FRW in einem Gummibündel). Und das Anmieten eines Geländewagens oder das Bezahlen eines Hotelzimmers erfolgte alles ebenfalls mit Bündeln von Scheinen. Alles kein Problem.
Zurück zum Euro:
Mit dem 10-Euro-Schein kann man am besten Rechnen, besser als mit 5ern, 20ern oder 50ern.
Mit dem 100er kann man auch gut rechnen, aber der 100er dürfte zum ultralangfristigen Horten zu groß sein, da der wohl ebenso wie der 200er wohl bald nicht mehr nachgedruckt wird. Nein, dafür habe ich keine Quelle, man weiß aber wie unsere Politiker funktionieren. Ohne Ideen, aber immer einen Schritt weiter. Also folgt nach dem Quasi-Aus-dem-Verkehrziehen des 500er Scheins der 200er und der 100er.
Da wir aber auf ein Inflationsszenario zusteuern, macht das Horten keinen Sinn, zumindest momentan nicht. Es ist aber immer noch ein Deflationsszenario denkbar. Nämlich dann, wenn man den Bürger soweit gehirngewaschen hat, dass er alles hinnimmt, was notwendig ist, um die Inflation zu bekämpfen. Er muss es eben gut finden, wenn auch sein Unternehmen Pleite geht, weil er ja von zukünftigen Bundessuppenküchen ohnehin was zu essen bekommt. Kann man sich heute noch nicht vorstellen, aber die hohe Zustimmung zu den Lockdowns konnte man sich Anfang 2020 auch noch nicht vorstellen.
Wenn es nämlich dem Bürger erst egal ist, wenn es zu massenhaften Häuslerbauer- und Unternehmenspleiten mit Arbeitsplatzverlust kommt, dann kann man auch die Zinsen erhöhen und so die Inflation wieder einbremsen. Man muss nur vorher lange genug dafür trommeln, dass die Zinserhöhung ALTERNATIVLOS ist zur Bekämpfung der Inflation. Was ja in dem Fall sogar stimmt.