Verschone uns mit den Weißheiten irgendwelcher BWLer

Chris11, Montag, 26.04.2021, 14:09 (vor 1716 Tagen) @ Dan the Man2084 Views
bearbeitet von Chris11, Montag, 26.04.2021, 14:12

Jeder, der einen Taschenrechner bedienen kann und physikalisches Verständnis mitbringt, kann diese Aussagen testen.
Der Strompreis per KWh für den Kunden in D beträgt gerade über 30cent/KWh. Damit über das 10 fache des Gestehungspreises im Kraftwerk und nur etwas über das dreifache im internationalen Vergleich. Weil der ökologische Ausbau von Windenergie und Solar ja so günstig ist...
Strom kann man nur sehr teuer und schwierig speichern, wie jeder Elektroautokäufer feststellt. Pumpspeicherwerke sind etwas billiger, aber leider fehlt das Himalaya-Gebirge in D dazu, das man diese in ausreichender Zahl und Gefälle bauen kann. Alternativ könnten wir den Bodensee so auf 400m zusätzliche Höhe aufstauen, die abgesoffenen Schweizer derweil nach Mecklenburg Vorpommern umsiedeln...
Strom über weitere Entfernung zu leiten geht nur mit HGÜ (aufwendige Gleichspannungsübertragung) und trotzdem viel Verlusten. Man kann aber prima Tomaten auf den warmen Trassen anbauen. Oder frostsicheren HGÛ Wein. Wenn wir brauchbare Supraleiter bei Zimmertemperatur und mit hohen kritischen Magnetfeld finden, wird das etwas besser. Aber die sind so weit weg wie zivile Kernfusionskraftwerke auf der Erde.

Wie man Windkraftwerke noch viel billiger bauen kann, erschließt sich mir nicht. Das sind im Moment high tech Gebilde im Bereich von 1-2 Million€/MW. Bei Solarzellen ähnlich. Die schaffen bei Solar max. 1000 Stunden Nennleistung pro Jahr und bei Wind manchmal 1500 Stunden. Nur hat das Jahr 8600 Stunden, also muß gespeichert werden. Wenn ich noch den Unterschied Sommer zu Winter ausgleichen muß wird das noch unsinniger. Haben sich die Schreiber mal wirklich ausgerechnet, wie die Anlagen aussehen müßten, die sie prophezeien?


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