Ist mir bekannt, der Vorgang
Ob ich den Film auch gesehen habe, weiß ich nicht mehr, - aber derzeit gehts jedenfalls nicht:
"Dieses Video kann leider nicht abgespielt werden. Wichtig: Inhalte mit Geoblocking können nur von Deutschland aus abgerufen werden. Wir bitten um Ihr Verständnis."
Du hast das bereits richtig benannt, zu Beginn:
"So läuft es nicht nur in Rumänien..."
Es ist ein Problem unserer Zeit. Es hat sich zwar einiges gebessert, als man die Gehälter in den Krankenhäusern deutlich angehoben hat, - aber vieles liegt noch im Argen. Überhaupt geht man mit der Arbeitssicherheit viel zu locker um, deshalb gibt es auch immer wieder Infernos durch Feuerausbrüche in den Krakenhäusern.
Fangen wir nur mit 2018 an und gehen wir nicht mehr weiter zurück:
- Universitätskrankenhaus Bukarest 5.2.2018
https://ibb.co/8bxPNLn
- Kreiskrankenhaus Baia Mare 19.9.2019:
https://ibb.co/PWvPRrk
- Kreiskrankenhaus Piatra Neamt 14.11.2020 (10 Tote):
https://ibb.co/DR8TNLG
- Institut Matei Bals (Coronastation)Bukarest, 29.1.2021 (erst 4 Tote, an den Folgen des Brandes später 10 Tote, die verstorben waren)
https://ibb.co/LtCz77m
Eine Zeitung hat eine Chronologie darüber geschrieben, kann man ganz leicht mit deepl übersetzen, wens interessiert (übersetzt wesentlich besser als google)
https://www.hotnews.ro/stiri-esential-24419013-cronologie-2010-2020-incendii-produse-sp...
Ich selbst habe damals so einiges geschrieben, als ich vor ein paar Jahren im Krankenhaus aufgrund meines Leitersturzes lag. Auch Fotos gemacht, z.B. von den WC-Anlagen. Grauenvoll. Die Einrichtungen (Bett, Nachtschrank) waren aber in sehr gutem Zustand, - der Zufall wollte es, dass es genau die Einrichtungen waren, die ich damals in Deutschland im Rahmen einer Hilfsaktion mit unserer Jugendgruppe in einen LKW verladen habe. Aber ich erkannte sie sofort wieder.
Natürlich ist das etwas, was man schlecht verhökern kann. Andere Dinge, beginnend von Spritzen bis Waschmittel etc., die man auch an die Krankenhäuser gespendet hat, fanden meistens den Weg zu den dortigen Beschäftigten.
Sagen wir mal so:
Auch ein Krankenhaus ist für diejenigen, die dort jahrein und jahraus beschäftigt sind, ein Arbeitsplatz, so wie auch eine Baustelle. Klar stumpfen die Leute mit der Zeit ab, - vielleicht müssen sie das auch, um dort arbeiten zu können. Aber es gibt zuviele Dinge, die man aus medizinischer und auch humaner Sicht ändern sollte. Mißstände produzieren ein korruptes Verhalten, das ist ja nichts Neues.
Ob es immer am Geld liegt, - ich weiß es nicht. Ich denke, oft ist auch Inkompetenz und Ignoranz mit im Spiel. Bei den Feuerausbrüchen Leichtfertigkeit und oft auch Dummheit. Aber, wie Du richtig sagst, - das gibt es nicht nur in Rumänien.
Ich erinnere mich noch an die Phase, als ich mit 23 Jahren 2,5 Wochen neben meinem Schwiegervater auf der Intensiv "lebte", 24/7. Die Ärzte versprachen sich eine Chance, ihn über den Berg zu bringen, wenn ein psychologischer Schub durch die Familie da wäre. Nur ich stand zur Verfügung, damals in den Semesterferien, meine Frau war im 5. Monat.
Das, was ich dort alles gesehen habe, das reicht mir für mein ganzes Leben. Als Gesunder kriegt man die Dinge ja ganz anders mit. Späßchen, wie einem Patienten, der für die OP vorbereitet war, noch vorher einen Einlauf zu verpassen, damit er dem OP-Team die OP-Liege vollkackt, - das war noch das Geringste. Irgendwie gabs da immer ein Rivalitätsdenken zwischen den einzelnen Sektionen.
Fest steht, bis man mich mal in ein Krankenhaus bringt, da muss es schon dick kommen. O.k., mit dem Unfall mit der Leiter damals, - Transport in der Luftmatratze, weil niemand wusste, wie es um die Wirbelsäule stand, insbesondere, ob das überhaupt reparabel ist, - da blieb mir nichts anderes übrig. Damals stand eine riesige Angst im Vordergrund, - nicht die des Todes, sondern der Existenz.
Aber ich werde alles dran setzen, dass ich einmal, wenns so weit ist, zuhause meinen Löffel abgebe, und nicht im Krankenhaus. Diese Lektion habe ich gelernt.