Als ich im vergangenen Jahr anfing, mich für die Assetklasse der Edelmetalle zu interessieren, insbesondere für Gold, dacht ich in meiner Unwissenheit und grenzenlosen Naivität, dass Gold genauso Teil der internationalen Märkte ist, wie Aktien und Rohstoffe auch. Natürlich war mir bewusst, dass es auch hier einige Big Player gibt, die sehr große Marktanteile besitzen und damit in der Lage sind, starken Einfluss zu nehmen, aber die ungeheuren Ausmaße, die dies annehmen könnte, hätte ich niemals vermutet.
Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass gerade der Goldpreis zu 100% manipuliert ist; gerade in den letzten knapp 7 Monaten nach dem Hoch Anfang August konnte man einige Male beobachten, wie der Preis mit brachialer Gewalt nach unten gebracht wurde, indem jeweils auf einen Schlag an der Edelmetallbörse Comex gigantische Mengen an "Papiergold" auf den Markt geworfen wurden, um den Preis - aus welchen Gründen auch immer - schnell stark nach unten zu drücken.
Kein verantwortungsbewusster Händler hätte so große Mengen an Gold auf einmal verkauft, sondern Tranche für Tranche, um einen besseren Preis zu erzielen. Auf den Charts konnte man immer sehr gut erkennen, wie das ablief, wenn die Kurven nahezu im 90° Winkel schlagartig nach unten sausten und der Kurs binnen weniger Stunden um 50 Dollar und mehr nach unten sauste.
Hier erklärt Hannes Huster mit deutlichen Worten, was da jedesmal geschieht:
https://www.goldseiten.de/artikel/483333--Gold-und-Silber-heftig-attackiert.html
Was die ganzen Analysten mit ihren Charts und Kurven, Bollinger-Bändern und Unterstützungen, Fibonacci-Kurven und Sentiment-Analysen jeden Tag an Erklärungen abliefern, kann man aus meiner Sicht zu 95% vergessen.
Auch der Zins für 10-jährige US-Staatsanleihen hat mit Sicherheit kaum Einfluss auf den Goldpreis; ob es nun 1,3% oder 1,5% sind, spielt doch in der Realität überhaupt keine Rolle wenn man bedenkt, dass die sich ankündigende Inflation sowieso höher sein wird als dieser Zins.
Für den Goldpreis ist aus meiner Sicht entscheidend, welche Ziele Regierungen, Zentralbanken und vor allem die US-amerikanischen Großbanken haben. Im Augenblick wird der Goldpreis stark gedrückt, damit der Öffentlichkeit nicht bewusst wird, wie marode die Währungen mittlerweile sind. Sollte es angesichts exorbitanter Staatsverschuldung und heiß laufender Druckerpresse zu einem starken Run auf Gold kommen, bricht das Lügensystem zu schnell zusammen. Es soll noch ein wenig weiterlaufen, damit das Großkapital seine Schäfchen in Ruhe ins Trockene bringen kann.