Hat hier jemand Faust 2 gelesen? (es ist doch gar nicht zum Lesen gedacht, sondern ein Theaterstück)
Nach meiner Erinnerung "beraten" Faust und Mephisto den Kaiser, dass er Papiergeld (oder Blechmünzen-Geld) schöpfen soll, das besichert ist durch Gold, von dem angenommen wird, dass es in der Erde des Reichs liegt: in vergessenen Verstecken von Privatleuten oder aus der Römerzeit. Mit anderen Wort: das umlaufende Papiergeld bescheinigt eine Forderung an den Schuldschein-Aussteller (Kaiser) auf etwas, was dem Aussteller zwar theoretisch gehört, er aber nicht aushändigen kann (ein Beispiel von Eigentum, das kein Besitz ist).
Kann man dieses Geld Schuldgeld nennen?
Bernd Borchert