Gesetzt der Fall, es ist so, wie es den ersten Anschein hat.
Zitat aus MMNews:
„Der Hedgefonds Melvin Capital geriet so sehr in Schieflage, dass zwei andere, nämlich Citadel und Point72Asset Management, die im Falle seiner Insolvenz mit in den Abgrund gerissen worden wären, ihn durch den Einsatz von 2,75 Milliarden Dollar retten mussten.“
Und die Erklärung heute, da wechselt einfach Black Rock linke Tasche rechte Tasche?
Also diese Erklärung ist mir persönlich bisschen „dünne“.
Geld verschwindet nicht, es wechselt den Besitzer, ganz besonders an der Börse, tut es das.
Citadel und Point72Asset Management haben also jetzt 2,75 Mrd. Dollar weniger.
Melvin Capital hat selber mutmasslich einen weitaus höheren Betrag zu beklagen, auch dieses Geld ist jetzt weg.
Also wer hat es?
Dass die Robin Hooders es jetzt haben und damit prahlen, sollte niemandem entgangen sein.
Also die Erklärung von oben akzeptiere ich, wenn nachgereicht wird, dass die R.- Hooders allesamt bei Black Rock als Angestellte fungieren und kein eigenen Geld sondern jenes vom Arbeitgeber eingesetzt haben.
Bis zu dieser Erklärung allerdings gilt, dass 2,75 Mrd. Dollar aktuell NICHT mehr im Besitz der Retter von Melvin Capital sind. Und Melvin Capital hat mutmaßlich aktuell Verbindlichkeiten, dass die Hütte wackelt.
Jetzt spekulieren wir einfach mal, was besonders „hier“ ja nicht nur toleriert, sondern regelrecht eingefordert wird, dass Robin Hoods Akteure den Finger in eine Wunde gelegt haben, wo das gesamte Hedge Fonds Existenzprinzip ins Wanken gerät.
Unisono haben wir schlussendlich die Rückmeldung, dass es keinen „besseren“ als einen Hedge Fond, der seinerseits Tausende durch sein Anlageverhalten in den Abgrund gerissen hat, hätte treffen können.
Das Mitleid hält sich nicht nur in Grenzen, nein, es produziert durchweg schmunzeln.
Bisschen wirkt es auch wie Karma. Vielleicht ist es das ja sogar!
Denn es gibt schließlich Gesetze, die Leerverkäufe nicht von ungefähr an etlichen Handelsplätzen untersagen. Warum? Weil ihnen ein Hauch von Räuberpistole anheim gestellt ist, und niemand widerspricht.
Das Modell Hedge Fond hat funktioniert, weil das System ihnen diesen Möglichkeit schlussendlich eingeräumt und eben nicht pauschal verboten hat.
Nun haben wir in der Tat, den ansonsten von dort herbeigesehnten allerheilgsten selbstbereinigenden „Markt“ erlebt.
Auch hier gilt wieder die Regel:
Kapitalismus heißt: „Der größte Hund frisst den Rest!“
Das Sprichwort wird sich immer und immer wieder bestätigen und der letzte der es einsieht ist der zweitgrößte Hund, und Melvin C. passt irgendwie in diese Schablone hinein!
Oder wie es Tom Hanks bzgl. unserer Autobahnen dem US Publikum erklärte.
„Ganz egal, wie schnell Du bist, es gibt immer jemanden, der schneller ist!“
Nun, das Kind ist schon in den Brunnen gefallen.
Für 2,xx Mrd. Bevor ich diese also darüber hinaus nochmals verlustig ansetzen muss, kann ich aber nen Haufen Lohnschreiber engagieren, die gaaanz schlimm über dieses Prinzip berichten, auf dass die über Nacht reich gewordenen plötzlich inne halten, ihren Erfolg nicht so recht glauben mögen, und diese Behauptungen Black Rock auf beiden Seiten, linke Tasche/rechte Tasche bestätigt die Befürchtungen der Ungläubigen.
Nun, freilich, und dem widerspreche ich nicht, ist bei Spielern es stets so (siehe Einarmige Banditen, oder Hütchenspieler) dass man einen Köder auswirft.
Diese Befürchtungen haben alle und trauen der Szenerie ganz und gar nicht.
Aber bei der Reise nach Jerusalem fliegt wenn die Musik aus ist immer nur eine raus. Man geht anfangs berechtigt davon aus, nicht dieser eine zu sein.
Am Ende gehts aber nur darum, einen Sitz gefunden zu haben, wenn die Musik verstummt ist.
Und solange die Musik spielt, gibts eine Klientel, die spielt mit, und die verdient sich gerad ne goldene Nase, oder anders gesagt, das was Melvin C. nicht mehr hat, haben die jetzt auf dem Konto!
Das Geld ist nicht weg, und es hat auch nicht Black Rock, es haben diejenigen, die als Kleinanleger mitgemacht haben!
Frage mich nur, wie sich die Börsenaufsicht dazu positioniert.
Denn die wird das Zünglein an der Waage sein, dass die Kurse das Ding durchaus wieder hergeben, Aber die Börsenaufsicht wird den Stecker ziehen, und dann haben die R. Hooder in der Tat alles wieder verzockt.
Und eine Klage gegen die Börsenaufsicht in dieser Angelegenheit ist von den Newbee- Kiddies weder zu führen, noch zu gewinnen!
Ergo, bei dieser "entscheidenden" Aktion, sollte man nicht mitgemacht haben.
Wie war es 1929?
Das läuft diesmal ganz genauso!
Erst kommen noch die Kredite die ausgeschöpft werden, und zwar von "wem weiß ich nicht alles", das Ding wird zum Volkssport hochstilisiert, wer nicht mitmacht ist blöde!
Und dann kommt er der black friday, oder monday, ganz egal!
Und dann jucken sie alle raus, aus den Hochhausfenstern, weil Haus weg Geld weg, Leben weg ---Tschüss
(siehe 1929)
(Kleine Korrektur zu Deagle Liste Erwartung)
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