wenn man weiß, wie fehleranfällig selbst schon die kleinsten automatisierten Systeme sind und wie oft ein Mensch dort eingreifen muß, weiß man, daß in den nächsten HUNDERT Jahren die KI noch nicht vollständig übernehmen kann.
Wie soll ein Kraftwerk seine Kohle bekommen, wenn es "vollständig von der KI übernommen ist", wenn die Menschen sich weigern, den Bagger in Australien im Tagebau zu bedienen, den Zug zu beladen, das Schiff an den Hafen zu steuern, das ganze zu entladen und dann das Förderband zu reparieren, wenns mal wieder stockt.
Wenn man sieht, wie ein System, was Dutzendmilliardenfach eingesetzt wird und seit 30 Jahren existiert (damit meine ich WINDOWS) es nicht schafft, stabil zu laufen und selbst bei WINDOWS10 noch bluescreens zu machen (ist mir letzte Woche in einem ZOOM Meeting passiert, unfaßbar), dann weiß man, wie fehleranfällig noch viel komplexere Systeme sind.
Ich hab neulich durch Zufall mal wieder an einem Rechner gesessen, wo noch ein altes Windows drauf lief. Das war eine Freude, direkte Reaktion, kürzeste Antwortzeiten. Bei mir bei Windows10 Professional dauert das Kommando "neuer Ordner" manchmal bis zu 10 Sekunden. Keiner konnte mir bisher sagen, was da los ist. Wenn mehr als 20 Fenster in Firefox offen sind, ist Firefox langsam wie zäher Honig. Alt-Tab in Windows ist dann ebenfalls langsam ohne Ende. Daß mit 16 GB Ram und 1 TB SSD sowie i7 10th Gen das ganze nicht schneller geht, ist nicht nachzuvollziehen.
Das angeblich "full self driving" von Tesla, was 2021 noch kommen soll, ist ein Schuß ins Blaue, ein Moonshot, eine brute force Demonstration. Das könnte auch Daimler oder BMW oder VW oder Bosch, soweit sind die schon lange, nur traut sich dort keiner, dieses "Können" ans Marketing zu geben und zu behaupten. Denn zu komplex sind die Anforderungen. Nebel, Kreisel, Fußgänger, Regen, Frost, Nacht, etc. Und wenn man sich ein bisschen mit Optik, Optiken, Sensoren und Bildverarbeitung auskennt, dann weiß man, wie fehleranfällig das ist.
DT