Keine Übersterblichkeit 2020. Wichtiger Hinweis

Zooschauer @, Sonntag, 31.01.2021, 14:48 vor 1808 Tagen 2059 Views

Hallo Gelbes,

die Sterblichkeitszahlen für 2020 haben ja neulich für viel Diskussion gesorgt, und alle Apologethen des "Katastrophenjahrs 2020" fühlen sich bestätigt, weil die 982.500 Toten soviele waren wie noch nie.

Aber wie das mit absoluten Zahlen so ist: Man muss sie ins Verhältnis setzen. In diesem Fall eignet sich der Bezug "Sterbefälle pro 100.000 Einwohner". Ich habe das mit den amtlichen Zahlen getan und komme auf zwei Werte.

1.181 Sterbefälle auf 100.000 Ew.
1.178 Sterbefälle auf 100.000 Ew. (ohne 29.02., Schaltjahr)

Und hier die Daten der vergangenen Jahre:

2016: 1.180 (incl. 29.02.)
2017: 1.187
2018: 1.196
2019: 1.150
2020: 1.181
2020: 1.178 (ohne 29. Februar; Schaltjahr)

Ich finde hier keine Übersterblichkeit. Es war komplett im Rahmen. Vielmehr hatten wir 2019 eine deutliche Untersterblichkeit.

Bitte nicht in den früheren Thread einordnen. Ich finde, dies ist eine wichtige Korrektur, die die Diskussion auf eine neue Grundlage stellt. Es sei denn, jemand kann mir nachweisen, dass ich falsch gerechnet habe.

Viele Grüße!

Das wurde in dem langen thread schon diskutiert, und zwar darin unten, @cassi, und mit der Flüchtlingsschwemme erklärt. Wie wärs mit löschen? owT

BerndBorchert @, Sonntag, 31.01.2021, 15:01 vor 1808 Tagen @ Zooschauer 1391 Views

Das hätte ich niemals gedacht, dass ich dir danke sagen kann. Das Unvorstellbare ist jetzt geschehen. DANKE! (OT)

Zürichsee, Sonntag, 31.01.2021, 15:14 vor 1808 Tagen @ BerndBorchert 1412 Views

Stimmt, da hab ich gedacht: dass gerade @Zürichsee das richtige Argument bringt .... owT

BerndBorchert @, Sonntag, 31.01.2021, 15:21 vor 1808 Tagen @ Zürichsee 1210 Views

Genau die wichtige Berücksichtigung der Altersklassen fehlt dabei

Odysseus @, Sonntag, 31.01.2021, 15:47 vor 1808 Tagen @ Zooschauer 1360 Views

bearbeitet von Odysseus, Sonntag, 31.01.2021, 15:52

Berücksichtigt man dies UND (!) bezieht die ENTWICKLUNG DES ZUWACHSES über den Vergleichszeitraum in diesen Alterklassen im Jahresvergleich mit ein, dann kommt auf die aussagekräftigsten Ergebnisse.

Weiterhin ist deshalb, bis plausible Kritik daran geübt wird, der Ansatz von Eckart für mich vorne:
https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=553831
Es gibt dann eine Übersterblichkeit, welche aber völlig im Rahmen ist.
(Covid-Kollateraltote und alle Ungereimtheiten bei der Zählung inklusive)

Bitte nicht in den früheren Thread einordnen. Ich finde, dies ist eine wichtige Korrektur, die die Diskussion auf eine neue Grundlage stellt. Es sei denn, jemand kann mir nachweisen, dass ich falsch gerechnet habe.

Jeder Focus auf absolute Zahlen ist untauglich, insofern bist du in der richtigen Richtung unterwegs. Dein Ergebnis schlägt aber zu weit in die andere, auch irreführende, Richtung.
Das bedient die Kritiker der Corona-Kritischen.

Ein Anhängen an den großen Thread wäre eigentlich besser.
https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=553725
Andererseits verbreitet sich der Inhalt des großen Threads evtl. noch mehr weiter.
Der HM wird es entscheiden.


Gruß Odysseus

Mein kurzes Argument: auch 2018 war ein neuer Höchststand an Toten, auch relativ: 5,4% mehr als der Durchschnitt der vorangegangenen 5 Jahre. Dieser Wert 2020: 5,1% mehr

BerndBorchert @, Sonntag, 31.01.2021, 16:56 vor 1808 Tagen @ Odysseus 1077 Views

bearbeitet von BerndBorchert, Sonntag, 31.01.2021, 17:47

Also praktisch ein 1:1 Verhältnis von den Fakten her, sogar mit leichtem bias dahingehend, dass 2018 besorgniserregender/trauriger war als 2020.

Aber von der Medien-Aufmerksamkeit her ein Verhältnis von 1:1000 oder mehr, und entsprechend auch die Reaktion in Politik und Staat.

Mit anderen Worten: eine Mücke blieb in 2018 eine Mücke, aber in 2020 wurde ein Elefant daraus gemacht.

Die Corona-Krise: eine Übertreibung 1:1000 der gleichgeschalteten Medien und Politik.

Bernd Borchert

Sorry für die Wiederholung von unten. In dem Argument steckt damit der ca. 1% durchschnittliche Zuwachs an Toten pro Jahr - als Grundtendenz der letzten 20 Jahre.

Der Wert 5,1% war unten noch 5,3% - der Schaltjahrs-Tag 2020 ist jetzt eingerechnet.

Hier noch zwei potentielle Einwände zu meiner Relativierung "die Sterblichkeit 2018 war so hoch wie die 2020"

BerndBorchert @, Sonntag, 31.01.2021, 21:49 vor 1808 Tagen @ BerndBorchert 841 Views

bearbeitet von BerndBorchert, Sonntag, 31.01.2021, 21:55

von mir selber - wenn's kein anderer tut.

1. Die Grippewelle 2018 lag voll in 2018 drin, von Feb. bis Apr. mit März als Höhepunkt. Die Grippe ab Nov./Dez. 2020 wird durch das neue Jahr 2021 abgeschnitten. Man muss also noch auf die Jan. Zahlen warten, um abzuschätzen, ob die Übersterblichkeit vom Dez. sich soweit in den Jan. hineinschiebt, dass man das berücksichtigen müsste, wie auch immer man das konkret machen würde.

2. Zwei so starke Grippewellen mit Abstand 2 Jahre und beide +5,x% Tote ist bislang nicht vorgekommen. Die jährliche Durchschnittssteigerung von ca. 1% wird natürlich bei weitem übertroffen. Nicht 2020 ist also ein Novum, sondern 2018 in Verbindung mit 2020. Aber da jetzt eine Besonderheit zu sehen, die auf eine besondere Gefährlichkeit der Covid Grippe zurückgeht, ist nicht zwingend, finde ich.

Bernd Borchert

Nochmal die Zahlen aus dem Originalposting unten:
2001 828 541
2002 841 686
2003 853 946
2004 818 271
2005 830 227
2006 821 627
2007 827 155
2008 844 439
2009 854 544
2010 858 768
2011 852 328
2012 869 582
2013 893 825
2014 868 356
2015 925 200
2016 910 899
2017 932 263
2018 954 874
2019 939 520
2020 982 489

Korrekt, denn man muss nicht nur die Demographie und die längere Lebenszeit betrachten...

Rybezahl, Sonntag, 31.01.2021, 16:25 vor 1808 Tagen @ Zooschauer 1218 Views

bearbeitet von Rybezahl, Sonntag, 31.01.2021, 16:46

... sondern auch noch die Gesamtpopulation. Denn wenn 1) die Lebenserwartung steigt und 2) die demographische Entwicklung so verläuft, dass es immer mehr Alte als Junge gibt, dann steigt die Sterblichkeitsrate im Zeitablauf zwangsläufig. Außer 3) die Gesamtpopulation wird durch Reproduktion oder Zuzug mehr oder weniger stabil gehalten.

Hierbei ist zu beachten: Die Gesamtpopulation kann sogar wachsen (wie es in der BRD der Fall war) und dennoch kann die Sterblichkeitsrate demographiebedingt steigen! (Weil es immer noch und fortgesetzt immer mehr Alte als Junge gibt.)

Dazu mag man stehen, wie man will, aber die Entwicklung zeigt, dass es zu wenig 'Eigenreproduktion / Zuzug' gibt, trotz der sog. Flüchtlingswelle, um der demographischen Entwicklung entgegen wirken zu können. Dies mag aber auch durch den zeitlichen Verzug verursacht sein, da die Neuankömmlinge ein paar Jahre benötigen (zur Reproduktion). Auch das ergibt sich eigentlich schon rein intuitiv, wenn man die Bevölkerungsurne rauf und runter schiebt.

Gruß vom
Rybezahl.

Hinzuzufügen ist noch...

Rybezahl, Sonntag, 31.01.2021, 18:25 vor 1808 Tagen @ Rybezahl 1051 Views

bearbeitet von Rybezahl, Sonntag, 31.01.2021, 18:55

... dass das umlagefinanzierte Rentensystem auch bei stabiler Bevölkerungsentwicklung ("Balken"demographie) unter debitistischen Bedingungen nicht durchzuhalten ist. Nur damit sich niemand hier Illusionen macht. Es hilft nur natürliche Solidarität. Das dürfte auch auf einen real existierenden Sozialismus zutreffen, weil eine natürliche Solidarität der zu erwartenden mickrigen Rente vorzuziehen ist (besonders im hohen Alter). Alles andere ist (Selbst)Betrug!

Die DDR hat alle möglichen hochwertigen Waren exportiert, um an das "hochwertige" Westgeld (Devisen) zu kommen, und um so den Lebensstandard im Land zu steigern bzw. zu erhalten. Die DDR hat sich schließlich auch noch verschuldet im Ausland, um das zu bewerkstelligen. Genutzt - hat es letztlich alles nichts. Der historische Beweis ist meiner Ansicht nach gebracht.

Was ist auch ungewöhnlich daran? Mutti sorgt für frischgeborenes Kind, erwachsenes Kind sorgt für gealterte Mutti.
Das ist doch nur fair.

Gruß!

Die Sterblichkeit wird noch ansteigen, da die baby boomer ins sterbefähige Alter Kommen (Jahrgänge 1950 bis 1965) (o.T.)

Rotti @, Pampa, Sonntag, 31.01.2021, 17:07 vor 1808 Tagen @ Zooschauer 1061 Views

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Ich esse und trinke, also bin ich.

Was für ein Glück, bin 1948er, Läbbe geht also weiter (OT)

Zweistein, Sonntag, 31.01.2021, 22:06 vor 1808 Tagen @ Rotti 852 Views

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